Been there, done that

Einen schönen Gruß aus der Eifel!
Auf meiner Speicherkarte sind eine Reihe von Fotos, die ich beim Oldtimer Grand Prix gemacht habe.
Die kommen, sobald ich ein besseres Netz auftreiben kann.

Nachdem ich die vielen Porsches in Augenschein genommen hatte, war ich bei den Ferraris.
Einige Fahrer neigen zur Überdekoration.
Gerne wird zur Kappe mit springendem Pferd der Ferrari-Pulli kombiniert, während man aus seinem Ferrari steigt.
In Ferrari-Socken natürlich…
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Beim Nahrungsmittelkauf darf aber gespart werden.

So richtig begeistert war ich dieses Jahr nicht von der Veranstaltung.
Vielleicht liegt es daran, dass meine Magenschleimhaut sich den Samstag zum Sterben ausgesucht hatte und die Übelkeit meine Begeisterungsfähigkeit getrübt hat.
Aber auch der Dr. fand es weniger spektakulär als in den letzten Jahren.

Schleicht sich bei uns der „Alles schon mal gesehen-Effekt“ ein?
Sind der Dr. und ich ringverwöhnte, undankbare, übersättigte Wiederholungstäter?
Oder war es wirklich nicht so toll?
Ute, wie hat es Euch denn gefallen?

Nächstes Wochenende ist schon ADAC GT Masters.
Nein, es ist kein Zufall, dass wir diese zwei Wochen für unseren Urlaub ausgewählt haben…
Hier noch ein kleiner Hinweis für das Christkind:
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Freundschaftsdienst

Die Tage hatten wir schon eine Ankündigung gesehen.
Heute Abend sollte im WDR ein Bericht über den Nürburgring kommen.
Wie das Leben so spielt, vor lauter Alltag hätte ich ihn beinahe verpasst.
Zum Glück hat Porschefreundin Ute mich darauf hingewiesen.

Ute ist eins meiner weiblichen Porscheidole,
eine Frau mit ganz viel Ahnung von Autos, die Porsches schon lange liebt.

Wenn der WDR ihn in seine Mediathek packt, und Ihr ihn nicht gesehen habt, solltet Ihr das tun.
Sehr schöne Bilder, Luftaufnahmen und historische.
Interessante Geschichten und auch rührende Dinge.

So hat zum Beispiel während des zweiten Weltkriegs eine Familie aus Adenau über Wochen in einem Tunnel unter der Nordschleife Zuflucht gefunden.
Und unter unvorstellbaren Zuständen gelebt.

Was ich auch nicht wusste:
die Frau nach der die „Hedwigshöhe“ benannt ist, hat am Eröffnungstag Minister über die neue Nordschleife gefahren, in einer Zeit, in der Fahrerinnen noch viel weniger alltäglich waren als heute.

Ihr Mann, der Landrat Dr. Creutz und Vater des Nürburgrings hat sich in den 50er Jahren  umgebracht, was mir auch nicht bekannt war.
Eine schöne Dokumentation, mit viel Herzblut gemacht, ich bin froh, sie gesehen zu haben.

Born this way

So!
Der Beweis ist erbracht.
Gott will nicht, dass ich Auto wasche.
Seit ich das gemacht habe, fühle ich mich krank: Ohrenschmerzen, Schnupfen, Müdigkeit…
Also: Finger weg von Waschanlagen!
Die bekommen mir nicht.

Während ich schwächlich herum  lag, haben der Dr. und ich über gute Hintergründe für Porschefotos gesprochen.
Dabei wurde wieder einmal schmerzlich deutlich, dass wir einen unterschiedlichen Geschmack haben.
Ich: Der Rhein, eine schöne Allee, schicke Architektur.
Er: Olle Zechengebäude, das Rheinufer bei Köln (!!!) und andere Dinge, die für mich eher Albtraum als porschekompatibel sind.

Er ist einer der Menschen, denen man Halden und abgewrackte Fabriken im Ruhrgebiet als „Industriekultur“ verkaufen kann.
Damit braucht mir niemand zu  kommen, schon gar nicht in Zusammenhang mit meinem wunderschönen Porsche.

Er hat auch in so ziemlich allen anderen Dingen einen anderen Geschmack als ich.
Er mag bunte Autos, Audi, hat einen Boxster, einen Hang zur Working-class Ästhetik, bei mir sind die Autos schon immer schwarz, und meine erste große Liebe hat mir, bereits bevor ich volljährig wurde, vorgeworfen, ich hätte ein „Scheiß-elitäres Denken“.

Aber als gute Rheinländerin weiß ich, „Jeder Jeck ist anders“.
Und „Et hätt noch immer jot jegange.“
Wir finden schon noch den passenden Hintergrund für unsere Fotos.

Es sollen nämlich schwer romantische Fotos werden.
Unsere beiden Porsches!
Sie haben uns zusammen gebracht und unsere Kaufentscheidung damals hat, bevor wir wussten, dass es den anderen nur wenige Kilometer von uns entfernt gibt, die Weichen richtig gestellt.

72

Gerade hat der Dr. mal wieder gerechnet.
Es sind noch 72 Tage, bis die VLN wieder anfängt.
Und damit die Zeit, in der wir dauernd am Ring sein müssen.
Die Temperaturen sind frühlingshaft und wir holen im Garten Arbeiten nach, die wir im Rennfieber des Herbstes verschludert haben.

Froh habe ich ihm mitgeteilt, dass unser Toaster kaputt ist.
Wir beide dachten sofort: endlich! Jetzt  haben wir eine 1A Ausrede, den Toaster zu kaufen, der Nürburgring-Motive ins Brot brennt.
Mit dem flirten wir schon länger.

Allerdings nicht nur wir, wie es aussieht.
Die Dinger sind am Ring ausverkauft!
Man sollte meinen, dass die froh sind, über jeden Euro, den sie in die chronisch unterfüllten Kassen kriegen können, aber jetzt gibt es bis März keine Nürburgring-Toaster mehr.

Unsere Porsches sind beide weit weg, weil das Rennrad des Dr. nicht reinpasst und das musste mit.
Vermutlich fühle ich mich deswegen irgendwie leer und unruhig.
Ich bin auf Entzug.

Meine Lambo-Frage hat noch niemand beantwortet.
Entweder der Rest der Welt fühlt sich auch irgendwie leer, oder wir haben alle gleich wenig Ahnung von Lambo-Bremsen… 🙂

Gibt es in Holland Porsches?

Ich war heute da.
Gesichtete Porsches: 0
Gesichtete Sportwagen: 0
Kein Wunder bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen!

Gibt es überhaupt Porsches in den Niederlanden?
Würde das Sinn machen, ihn mit maximal 130kmh zu bewegen? Eher nicht.
Und die sind ja richtig scharf mit Geschwindigkeitsüberschreitungen…

Ich liebe unser Nachbarland, aber dort zu fahren ist qualvoll.
SO ermüdend!
Man schaukelt mit 100 weite Strecken über die Autobahn, überall bedroht mit diesen Zeichen auf denen Radarkameras abgebildet sind.

Jetzt habe ich gerade mal „Porschezentrum Holland“ in eine Suchmaschine eingegeben und zu meiner völligen Verblüffung habe ich tatsächlich etwas gefunden!
Sollten hier Niederländer mitlesen, oder jemand niederländische Porschefahrer kennen, lasst mich bitte nicht dumm sterben, erklärt mir das!

Rainman und das Christkind – Das dritte Video

Die Ü-Ei-Porsches standen noch immer im Wohnzimmer auf dem Tisch und so kam mir die Idee, mit ihnen noch etwas anzufangen: Baumschmuck aus dem Ei…!
Wie in der ersten Szene des Films „Rainman“ schweben die Sportwagen in der Luft.
(Hier geht es zur Videodokumentation des Werkes der porschefahrenden Bastelkünstlerin.)

Ich packe die Kamera aus, filme die erste Sequenz und spiele sie dem Dr. vor.
Er ist unzufrieden, also noch ein Versuch.
Wieder unzufrieden.
Dann kann er es nicht länger aushalten und geht nach oben, um mich vorzeitig zu bescheren.

Das Christkind will, dass meine Videos besser werden und bringt daher eine Videokamera 10 Tage zu früh…

Ihr bekommt jetzt bessere Videoqualität und ich kann Weihnachten den Dr. dabei filmen, wie er seine neue Uhr auspackt, die er auch schon gesehen hat.
Überraschungstechnisch sind wir etwas schwach auf der Brust, an diesem unseren ersten gemeinsamen Weihnachtsfest 🙂

Autoparadies Thüringen

Heute bin ich aufgebrochen nach Thüringen.
Habe mich über immer volle Rheinlandautobahnen gequält, und erst auf der A45 wurde der Verkehr lichter.
Meine Porscheentzugs-Depression wurde dafür schlimmer.

Um mich herum verblüffend viele Porsches. Cayenne, Cayman, ein Elfercab und sehr sehr lange ein Macan.
Der Macanfahrer hatte offenbar Angst, im Nebel den schönen neuen Wagen in Gefahr zu bringen, und fuhr deshalb sehr langsam und vorsichtig.
Auf der linken Spur…

Ich saß hinter ihm fest und hatte Zeit, ihn zu betrachten.
Das war kein Vergnügen.
Irgendwann hinter Gießen war er dann weg und mit ihm das Phänomen Porsche.
Auf der gesamten weiteren Fahrt kein einziger Zuffenhausener mehr.

Dafür wurde aber die Autobahn auf einmal sagenhaft gut.
Modern, dreispurig ausgebaut, obwohl kaum Verkehr war.
Die A4 ist Porschefahrers absoluter Traum.
Die mittlere Spur wenig befahren, die linke frei!
Völlig frei!!!
Sowas gibt es bei uns nicht.

Ich hätte heulen können.
Hätte ich doch den Elfer dabei gehabt!
Dies wär die ideale Strecke gewesen, um einige Vollgastests zu machen.
Wie gut es die Thüringer haben.
Und weit und breit keine Sportwagen.

Wenn ich das nächste Mal komme, muss ich unbedingt eine sichere Parkmöglichkeit organisieren, diese Strecke ist ein Porschetraum!
Und mit der Bahn fahre ich nie wieder.
Vielleicht krieche ich noch zu Kreuze, wenn ich am Freitag auf der Rückfahrt im Stau stecke, aber in meinem Auto führte niemand nervige Telefonate, es war angenehm temperiert, sauber und meine Wunschmusik lief.

Es sieht ganz danach aus, als hätte die Bundesbahn eine langjährige entnervte Kundin verloren…