Womit beschäftigen sich Frauen?

Sie schicken sich Angebots-Kopien von Elfern, mit denen sie flirten.
Oder bekommen solche geschickt und lesen sie sabbernd wie der Pawlowsche Hund.
(Eine Porschefreundin hat mir gestern Bilder von einen sehr schönen Carrera in weiß/Naturleder braun geschickt, den sie sich ansehen wird.)

Oder sie verabreden sich, eine schlägt einen Treffpunkt vor und die andere antwortet mit: „Briller Straße. Kann Porschi da parken?“
(Ich konnte natürlich umgehend porschesichere Parkmöglichkeiten vorschlagen…)

Oder sie feiern ihren Geburtstag vor, weil der Grundschulfreund aus München gerade da ist, und gemeinsame (Kinder)geburtstage Tradition haben.
Heinemann
Und bekommen neben Mops-Christbaumkugel und Tiara auch etwas aus dem Porschemuseum mitgebracht.

Entgegen landläufiger Annahmen beschäftigen sich Frauen also offensichtlich primär mit Sportwagen der Marke Porsche.
Womit beschäftigen sich Männer eigentlich?

 

 

Porsche-Treffen am Trimm-Dich-Pfad

Als ich im Wald ankam, war ich nicht viel mehr als eine leere Hülle meiner selbst.
Müde, mutlos, manngeschädigt.
Ich war extra früh dran, um mit Moses noch eine Runde vor dem Porsche-Treffen durch den Wald drehen zu können.

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In diesem Wald gibt es einen Trimm-Dich-Pfad, aber das macht heute, glaube ich, keiner mehr.
Mit der Zeit wurde mein Herz etwas leichter und der Kopf weniger wattig.
Sicher lag es an der Bewegung.
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Mops auf dem Trimm-Dich-Gerät-Fotografieren trainiert ungemein.

Meine Pizza hatte ich mir verdient, als ich zum Treffen mit der Porschefreundin erschien.
Drei sehr schöne Stunden später stand ich am Waldrand, um den Hund noch einmal zu entwässern, bevor es auf die Autobahn gehen sollte.

Als sie den Zündschlüssel umdrehte, und ihr Boxster mit diesem kleinen Porsche-Startschrei aufwachte, rutschten meine Mundwinkel noch ein wenig höher.
Schönes Geräusch.
Sportwagen und Trimm-Dich-Pfad, das passt.

Hinter dem 997

Dienstreise im Kombi.
Mann und Hund besuchen mich abends und wir fahren zum Mexikaner.
Vor uns ein weißer 997.
Der Verkehr fließt zäh.

Zeit genug, um ihn eingehend zu betrachten.
Und dabei zu überlegen, ob man zufrieden sein kann, weil er geil aussieht.
Nein, es hat sich kein Über-ich gemeldet, und mich gescholten, dass solche Überlegungen primitiv seien.

Mein Blick schweifte über seine breiten Rundungen.
Folgte den fließenden Linien.
Breit-gedrungen und doch voller Kraft…

Er hatte eine andere Auspuffanlage als ich.
Aber das Ergebnis meines Checks war: Prachtarsch.
Und ich hab auch einen, der wartet zuhause auf mich und das gibt auch in der Ferne, auch im Kombi, ein gut zufriedenes Gefühl.

So, Zeit fürs Bett, Spritgeldverdienen macht müde.

„7 Wege zu einem sinnerfüllten Leben mit 40“

Für 45 Euro (Abonnenten zahlen 35) kann man sich, veranstaltet von der Rheinischen Post, von einem Diplom Biologen (!) erklären lassen, wie die Lebensmitte zur Chance wird.
Was für ein Stuss.

Das Einzige, das ein Biologe qualifiziert zu diesem Thema von sich geben kann, ist: der Sinn der Existenz ist die Fortpflanzung und somit der Arterhalt.
Allein die Idee, dass das Leben ab 40 schlagartig sinnfrei sein könnte, finde ich bei aller Midlife-crisis-Erfahrung abwegig.

Jetzt sind wir alt genug, um Porsche zu fahren, ohne peinlich, weil zu alt oder zu jung zu sein.
Wir lernen immer noch, aber wissen schon eher, wer wir sind.
Vermutlich haben die meisten von uns noch jede Menge Zeit, um Sinn und Unsinn des Lebens zu genießen.

Rein in den Porsche und der Weg ist das Ziel.
Zack! Porsche-Blog gelesen und 45 Flocken gespart.
Immer lohnend, hier vorbei zu schauen…

DeLorean, SLS, Isdera

Gestern hatte ich einen Termin, bei dem ich  eine unerfreuliche Menge Geld in Sanitärartikel umwandeln wollte.
Der Dr. und ich waren mit getrennten Autos gefahren, und weil sein Navi den blöderen Weg gewählt hatte, war ich eine Viertelstunde vor ihm da.

Zeit, um kurz rüber zu Mercedes zu springen und die Nerven mit einem Besuch beim SLS zu stärken (oder sollte ich „kitzeln“ schreiben?).
Groß war der Schreck, als ich am Platz meines Lieblingsautos einen fiesen SUV stehen sah.

Gleich mal hin zum Verkäufer und rumgenölt.
Und was musste ich erfahren?
„Den SLS gibt es als Neuwagen nicht mehr.
Der Nachfolger wird wohl GT heißen, aber keine Flügeltüren mehr haben.“

Ein Auto ohne Flügeltüren ist doch nicht vergleichbar!
Warum? Warum macht Mercedes das?
Tief betrübt ging ich zurück zur Badausstellung.

Der Dr. konnte meine Trauer nicht teilen.
Er mag den SLS nicht wirklich.
Versteh ich nicht, aber ich hätte auch nie seinen komischen Alltags-Seat gekauft.
Wir haben selbst bei Porsches unterschiedliche Vorlieben.

Beim Sanitärhändler kam dann noch eine ganz andere Marke ins Spiel.
Der Kommentar des Händlers zu meinem: „Die Armatur gefällt mir!“ war: „Da haben sie sich den Ferrari unter den Amarturen ausgesucht.
Grrr! Ich und mein guter Geschmack…

Glückskinder

Seit drei Wochen oder so habe ich Kopfschmerzen.
Ich schlucke morgens immer ein Schmerzmittel und fahre dann zur Arbeit.
Zum Trost nehme ich den Porsche.

Den Morgenhimmel über dem Carrera hätte ein Barockmaler nicht schöner an eine Kirchendecke malen können.
Mit Wohlgefallen fällt mein Blick durch die schräge Fronstscheibe.
Schönheit ist immer gut für die Nerven.

Zur Begrüßung fragt eine Kundin: „Ist das Ihr Porsche auf dem Parkplatz?“
Ich grinse: „Ja.“
Sie auch: “ Hab ich mir gedacht.“
Das Gespräch kommt auf Autos.
Zwei Kunden erzählen, dass sie zum Geburtstag mal ein Traumauto geliehen haben.

Sie schwärmen davon, wie toll die Fahrt war.
Ich fühle tiefe Demut.
Ich darf ihn immer fahren, den Traumwagen.
Er gehört mir.

Ich habe das immer, was andere einmal im Leben haben.
Neben all der anstrengenden Scheiße, die man im Leben so am Hals hat, sind wir Porscheeigner doch immer auch eins:
Kinder des Glücks.

Robertinos Ring

Das übersteigt meine Vorstellungskraft.
Wie kann so etwas passieren? Da kauft jemand nach unendlich langem Heckmeck zwei Drittel des Nürburgrings und hat die Knete nicht?!

Was ist in diesen Mann gefahren?
Ein schwerer Fall von Realitätsverlust gepaart mit Wunschdenken?
Kaufsucht?
Geltungssucht?
Harte Kindeheit?

Ist Robertino Wilds Verhalten ein Beleg für Balzacs These, dass hinter jedem großen Vermögen ein Verbrechen steht?

Wird die Bonität solcher Leute überhaupt nicht überpüft?
Warum hat niemand bemerkt, dass er seine Sicherheiten bereits beliehen hatte?
Wieso wird bei viel kleineren Summen viel härter geprüft?
Ehrenwerte Kaufleute scheinen auszusterben.

Schlimm, dass fast immer Unbeteiligte mitgerissen werden, wenn einzelne Geschäftsmänner moralisch die Bodenhaftung verlieren.
Für den Nürburgring, die Region in der Eifel und den Motorsport bleibt zu hoffen, dass die Zeiten der durchgeknallten Zampanos bald endlich ein Ende haben.