Wehe, wenn Wünsche wahr werden…

Hatte ich mich etwa über zuviel Arbeit beklagt?!
Das muss wohl jemand gehört haben, und prompt haben Kunden erdrutschartig Termine abgesagt.
Da kippt man dann übergangslos von der Überarbeitung in die Existenzangst.

In meiner Sorge habe ich schon ausgerechnet, wie lange ich vom Erlös des Porscheverkaufs leben könnte.
Gut, ich neige dazu, mir zu viel Sorgen zu machen, hoffen wir der Tag meiner völligen Verarmung ist noch abzuwenden.

Zeit zum Porschefahren werde ich nun mehr haben, als mir lieb ist.
Geld für unnötige Touren nicht.
Da müssen einem dann die kleinen Freuden reichen.
So wie dieser schöne Decal auf einem Carrera aus Köln:

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Eigentlich bin ich ja kein Freund von Aufklebern auf dem Porsche, aber das fand ich doch charmant.

Tell it to the hand…

Ich bin der Menschen überdrüssig.
Ein doofes Problem, wenn man sein Geld dafür kriegt, sich Menschen zuzuwenden.
Oft in Gruppen.
Ich will keine Gruppen mehr sehen.

Aber morgen, in 13 Stunden, die nächste Menschengruppe.
In meinen Tagträumen steige ich alleine in den Porsche und fahre, bis ich am Meer bin.
Da will ich alleine den Strand runter spazieren.
Und den Elfer fotografieren, mit der Nordsee im Hintergrund.

Noch sechs Wochen ist Hochsaison im Geschäft.
Sechs Wochen.

An der Nordschleife in der Sonne im Wald sitzen wär auch gut.
Mit Ohrstöpseln und Sonnenbrille vor dem Rest der Menschheit geschützt auf Autos gucken.
Danach durch die schöne Sommereifel nach Hause fahren, wo keiner was von mir will.

Alleine im See schwimmen, auf dem Rücken im Wasser treiben und in den Himmel gucken.
Ok, im Moment hat der See wahrscheinlich 3 Grad Wassertemperatur und bei den dauernden Graupelschauern wären die Sommerreifen vom Porsche überfordert.

Ich weiß gar nicht, warum nicht viel mehr Landwirte völlig durchdrehen.
Die haben ja immer 7 Tage-Woche und können nie mal frei machen.
Und statt Porsche haben die eher nen Volvo-Kombi und eine Reihe an Schleppern in der Garage.

Mittwochabend und der April nimmt kein Ende.

Still the same

Abendsonne.
Der Arbeitstag war so lang, dass die Müdigkeit mich in einen rauschartig entrückten Zustand versetzt.
Als ich vom Kunden losfahre steht ein blasser Mond über den Bergen.

Im Radio läuft Bob Seger.
Das Licht ist beruhigend wie der alte Song.
Der Wagen trennt mich vom Rest der Welt, das Tagwerk ist getan.
Fahren und Musik hören, high vom Funktionieren.

An diesem Abend will zum Glück keiner mehr etwas von mir.
Ich kann mich besaufen am Fahren, Hören, am Licht.
Mich voll laufen lassen, bis ich am Hotel ankomme.

Als der Kunde in sein Auto stieg, hat er gesagt, dass seine Heimfahrt 3 Songs lang sei…

Kack on the Lack

Wir sind wieder zuhause.
London war wunderbar, wir wissen jetzt, dass wir im Urlaub harmonieren.
Es war schön mit dem Doktor!
Leider streckt der Alltag seine klebrigen Finger wieder in unsere Richtung aus, ich bin nur zwei Tage zuhause, und dann wieder drei Tage beruflich weg.

Die Waschmaschine läuft und die Seele wandert immer wieder zurück nach GB…

Gestern saßen wir im oberen Stockwerk eines roten Busses und fuhren, wie man angesichts der hohen Porschedichte erkennen kann, durchs reiche Kensington.
Aber auch hier ist das Leben der Porschefahrer nicht immer schön…
Kensington

Urlaubsgrüße

Der Dr. und ich sind heute sehr früh in London gelandet.

Erste Shoppingerfolge können wir auch schon vermelden:

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Gleich müssen wir noch an der Themse zu Big Ben bummeln und Prince Harry muss ich auch noch treffen…

uff! 3 Stunden später, die Füße schmerzen…image

 

Keine Prinzenkontakte, aber ein schöner Londonabend.

 

 

 

 

Drei Jahre Porsche

Es steht in meinem Kalender,
der Dr. kennt das Datum auswendig und Marius, der Freund, der mich bei Kaufentscheidung und Abholung begleitet hat, hat heute das Foto von damals an meine Pinwand gepostet.

Am 13.4. 2013 habe ich meinen Porsche bekommen.
Mein erste Fahrt ging stilecht gleich zum Brünnchen, VLN gucken, glaube ich.
Der Dr., damals ein recht neuer Bekannter, musste ihn auch bewundern.

Auch wenn ich inzwischen mopsbedingt öfter gezwungen bin, den Kombi zu nehmen,
liebe ich meinen wunderschönen Carrera noch immer wie am ersten Tag.
Zum Glück bin ich nicht mehr ganz so aufgeregt…
Mögen wir noch viele glücklicher gemeinsame Jahre haben!

 

K*tzbrocken auf Rädern

Liebe blonde Frau im Audi mit dem Kennzeichen: RV-AA-260!
War Ihr Wochenende so schlimm?
Am frühen Montag mussten Sie mich mehrfach ausbremsen und beim Spurwechsel nötigen.

Sie mussten fast den gesamten Inhalt Ihrer Scheibenwischanlage auf mich verteilen, leider auch auf den zwischen uns fahrenden Motorradfahrer, aber das haben Sie in Ihrer Wut in Kauf genommen.
Mein Vergehen war schlicht zur selben Zeit auf der Straße zu sein, wie Sie.

Bitte begeben Sie sich in psychologische Behandlung.
Bei der Bewältigung Ihrer Probleme und Aggressionen ist professionelle Hilfe angeraten, bevor Sie wieder ein Fahrzeug bewegen.

Diese Worte möchte ich auch an Thomas, den LKW-A*rsch richten.
Als der Elfer und ich am Donnerstag von der Dienstreise kamen, hat er sich große Mühe gegeben, unter Dauereinsatz seiner Ozean-Dampferhupe die recht Spur neben mir so dicht zu machen, dass ich die Ausfahrt beinahe verpasst hätte.

Seinen Namen hatte er auf einem Fake-Nummernschild in seinem Fahrerhäuschen.
Nur dem netten Herren im Johanniter-Kombi, der mich dann hineinließ, hatte ich es zu verdanken, dass ich doch noch auf die A46 kam.
Was soll sowas?

Frau muss vermutlich froh sein, solchen Menschen nur kurz auf der Straße zu begegnen, und sie nicht als Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn oder Schwiegereltern zu haben.
Aber ich habe auf solche unmotivierten Aggressionsausbrüche beim besten Willen keine Lust mehr.

Sie sind so gefährlich wie überflüssig.
Wir bewegen uns hier auf den stauträchtigsten Strecken der Republik.
Überall Baustellen.
Wenn es dann mal fließt, sollte man einfach friedlich vor sich hinfahren und keinem anderen das Leben schwer machen.

Wenn man dazu nicht in der Lage ist:
Autoschlüssel so lange weglegen, bis die Psychotherapie anfängt zu wirken!!