Heine, die Dire Straits und ich

Ich bin auf der Rückfahrt von Wuppertal.
Nach langer Zeit hatte ich die Jungs endlich mal wieder gesehen.
Es läuft nur Mist im Radio, und ich schalte auf CD um.
Ich hatte vergessen, dass ich diese CD noch geladen hatte.

„Communique“
Die habe ich damals vor ca. einem Jahr immer auf den Probefahrten in den Porsches gehört.

Diese CD erinnert  mich daran, wie schlecht es mir ging, als ich mich entschied, vielleicht einen Porsche zu kaufen.
Ich war in so schlimmer Verfassung gewesen, dass ich fast nicht überlebt hätte.

Diese Zeit lag hinter mir, aber ich war noch ziemlich schlecht dran, als ich diese Fahrten machte.
Heinrich Heine hat ein solches Überleben so treffend beschrieben:
„Anfangs wollt‘ ich fast verzagen,
Und ich glaubt‘, ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?“

Ich war völlig überwältigt, vom dem Gefühl, den 11er zu fahren.
Er machte mir ein bißchen Angst und gleichzeitig passte er zu mir wie ein gut sitzender Handschuh auf eine Hand.

Das Fahren war leicht und intensiv zugleich.
Weit entfernt von guter Verfassung hatte ich auf diesen Fahrten das erste Mal wieder ein Gefühl von Lebendigkeit und Faszination.

Im letzten Licht es Sommerabends fahre ich die mir so vertraute Autobahn.
Das Porschefahren hat sich inzwischen verändert. Das Leben auch.
Aus den Boxen dringt die Erinnerung:

„On the night when the lazy wind is a-wailing
Around the Cutty Sark
Yeah the single handed sailor goes sailing
Sailing away in the dark“

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