A****!…

…habe ich gedacht, als ich seine Nachricht las.
…sagte der Dr., als ich ihm davon erzählte.
…sagte mein Freund Sascha, als ihn besuchte, und davon erzählte.

Um wen geht es?
Um den Redaktionsleiter der Rhein-Zeitung, der verantwortlich zeichnet für ein ganz übles Unfallfoto, das er veröffentlicht hat.
Zusammen mit einem kurzen Bericht sieht man auf dem Bild schlimme Details des Unfalls, über den ich gestern schrieb.

Blut auf der Straße, die Handschuhe, die der junge Mann bei seinem Unfall anhatte,  medizinische Versorgungsmaterialien, den blutigen Erste-Hilfe-Kasten, auf dem sie seinen Kopf gebettet hatten, nachdem die Helfer ihm vorsichtig den Helm abgenommen hatten, alles schön klar im Bild zu erkennen.

Ganz schrecklich.
Also habe ich Herrn Adams, dem Redaktionsleiter gestern eine Mail geschickt, und ihn aufgefordert, sein journalistisches Handeln zu überprüfen.
Man hätte ein anderes Bild nehmen können, oder das Bild anders beschneiden können.
Es hätte noch immer das Geschehen dokumentiert, aber mit mehr Respekt vor den beteiligten Menschen.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es für die Familie des jungen Mannes sein muss, solche Bilder zu sehen, veröffentlicht in der Zeitung.

Hier die Antwort des Herren Adams:
Ein Satz, kein Wort des Bedauerns, keine Einsicht:

das Bild im Lokalteil kann ich verantworten. Auch die Onlinedarstellung - nicht mein Bereich- finde ich vertretbar. Es gibt Kollegen und Zeitungen, die sind viel rücksichtsloser.

Mit freundlichen Grüßen
 

Uli Adams

Rhein-Zeitung

Redaktionsleiter

rz Reporter GmbH, Redaktion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Was soll ich dazu noch sagen, ich denke unsere spontanen Reaktionen treffen es schon ganz gut…

Tut mir leid, dass es hier momentan im Blog nicht leichtfüßiger zugeht.
Aber es bildet das Leben in all seinen, nicht immer leichten Facetten ab.
In der Hoffnung bald wieder positivere Dinge zum Thema zu haben,
bin ich froh, Euch auch bei diesen Themen an meiner Seite zu wissen.

Es kam anders

Samstag.
Strahlender Sonnenschein in der Eifel.
Der Tag des ersten VLN-Laufes.
Wir hatten geplant, dabei zu sein.
Es kam anders.

Mittags waren wir unterwegs  und fuhren eine dieser wunderschönen Strecken.
Kurvig, bergauf und -ab, durch den Wald.
Ein entgegenkommender Fahrer gab uns ein Zeichen mit der Lichthupe.
Kurz darauf sahen wir den Unfall.

Ein schwerer Motorradunfall, gerade erst passiert.
Der Dr. hat zusammen mit zum Glück auch zufällig vorbei kommenden Rettungssanitätern erste Hilfe geleistet.
Ich habe versucht, den schockierten Zeugen eine Stütze zu sein.

Der schwer verletzte junge Fahrer ist mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden.
Ich habe so etwas noch nie erlebt.
Ich habe vorher auch noch nie einen ernsthaft verletzten Menschen gesehen.
Furchtbar.

Inmitten der schönsten Natur dieses Grauen.
Völlig surreal.
Der verletzte Junge, die völlig schockierten Autofahrer.
Drei davon noch ganz junge Menschen.

Die Polizisten habe ich nicht als besonders hilfreich erlebt.
Zwar trugen sie selbst Gummiehandschuhe, ich musste aber erst einen Polizisten ansprechen, damit er den Dr., der dem jungen Mann einen Zugang legte, auch mit Handschuhen versorgte.
Als ich fragte, wer die unter Schock stehenden zwei anderen Motorradfahrer, einer davon verwandt mit dem jungen Mann, aus dem Wald fahren würde, kam die Antwort: „Wir machen das aus versicherungstechnischen Gründen nicht.“

Wie bitte?!
Das darf ja wohl nicht wahr sein.
Ich habe die Jungs dann im Boxster einen nach dem anderen ins Tal gefahren, und wir sind bei ihnen geblieben, bis einer der Väter sie abholen kam. Für die Polizei habe ich nur Verwunderung über.

Ebenso wie für die Gaffer.
Einer stand essend (!) am Rand, während der junge Mann dort am Boden lag.
Eine Polizistin musste mich davon abhalten, ihm an die Gurgel zu gehen.
Zwei Mountainbiker schickten sich an, durch die Trümmer am Verletzten vorbei zu radeln.
Durch einem scharfen Hinweis meinerseits haben sie dann ihre Route überdacht.
Unglaubliche Idioten.

Sehr tröstlich war die große Hilfsbereitschaft und das gute Umgehen aller vor Ort anwesenden Autofahrer und Helfer.
Ich glaube, es ist uns gelungen, die Situation, so gut wie man das in solchen Momenten machen kann, zu bewältigen und uns menschlich zu verhalten.

Ganz übel ist das Foto vom Unfallort in der Zeitung.
Man sieht das Blut, Verbandsmaterial und seine Handschuhe.
Es war schlimm, diese Details in der Zeitung zu sehen.
So eine ekelhafte Art der Berichterstattung ist doch nicht nötig!
Liebe Redakteure, so nicht!!

Mir wird momentan bei dem Gedanken an Eifelstraßen, die am Wochenende voll mit Motorrädern sind, schlecht.
Mich zieht auch nichts mehr zum Ring.
Allein bei dem Gedanken macht meine Psyche eine Vollbremsung.

Ich hoffe sehr, dass der Fahrer sich von seinen schweren Verletzungen wieder völlig erholt.
Und ich wünsche allen, die den Unfall miterleben mussten, viel Kraft und innere Stärke.
Leute, fahrt vorsichtig!!!

 

 

Liebeszauber

Nach einem knochenharten Tag im Garten muss ich in die Badewanne.
Ich krame im Badezimmerschrank nach einem Badezusatz und finde eine Packung, die ich vor zwei Jahren zum Geburtstag bekam.
Name: Liebeszauber.

Während das warme Wasser den müden Rücken entspannt,
muss ich an Toms Frage denken, was ich zum Porschekauf dazu bekommen hätte.
Das Beste, was ich bekommen habe ist natürlich der Dr.
Wir haben uns durch unsere Porsches kennen gelernt.

Sicherheitshalber frage ich ihn, ob er nicht mit will, in die Wanne.
Jetzt ist er verzaubert und morgen fahren wir zur VLN.
Besser als Callgirls und Zehnkämpfer.

Cayenne-Escort

Mein Freund Bastian schickte mir heute folgenden Link von „Süddeutsche.de“:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/schluepfrige-werbestrategie-im-porsche-autohaus-kauf-zwei-nimm-drei-1.1922558

Wenn man zwei Cayenne kauft, kriegt man ein Callgirl dazu.
Kurz überlegen.
Hmmmmmm, nein danke.

Porsche selbst fands wohl auch nicht so prickelnd, wegen der Namensrechte an „Cayenne“, und natürlich, weil man im Ländle gegen Prostituion ist.
Ich glaube, dass Männer mit genügend Knete für zwei Cayenne vielleicht auch so eine Dame finden, der der eigenartige Porsche-Geschmack ihres Mannes egal ist…

Der Tag, an dem ich einen Porsche kaufte

Gestern vor einem Jahr habe ich den Vetrag für den Kauf meines wunderschönen Porsches unterschrieben.
Ich bin nicht reich und ich neige auch nicht dazu, mit Geld um mich zu werfen.
Aber hinter mir lagen üble Jahre und ich hatte etwas geerbt.

Mein Leben lang hatte ich schon davon gesprochen, dass ich mal einen Porsche haben wollte und hatte dann ein Jahr lang das Thema ernsthafter bewegt und mir eine ganze Reihe von 911ern angesehen.
Der Wagen, der mein Porsche werden sollte, stand in Dortmund.

Drei Tage, bevor er meiner wurde hatte ich ihn gesehen und probegefahren.
Aber er war innen braun und ich war mit nicht sicher, ob ich das will.
Davon abgesehen gab es keinen Grund, ihn nicht zu nehmen.
Also nahm ich meinen autodesinteressierten Freund Marius mit, zur moralischen Unterstützung, um ihn mir noch einmal anzusehen.

Und selbst der sagte: „Du hast das Geld, mach das ruhig.“
Und dann habe ich es tatsächlich getan.
Ich war hin und her gerissen zwischen „Oh mein Gott, was tue ich da?“ Und „Jaaaa, ich kaufe endlich meinen Porsche.“

Aber die ganze Zeit schwang auch das Gefühl mit, dass ich wohl wahnsinnig sein müsste, so viel Geld für ein Auto…
Von dem Tag gibt es sehr schöne Fotos, die Mari gemacht hat.
Wie ich gerade unterschreibe und wie ich das „Verkauft“-Schild an MEINEN Porsche mache.

Habe ich den Kauf bereut?
Nicht eine Sekunde.

Ihn zu kaufen war Glück in einer Zeit, die arm an Glücksmomentan war, und er hat mich seitdem schon so oft glücklich gemacht.
Und er ist einfach ein saugeiles Auto.
Mein Porsche.

 

FIA-Zäune, doch nicht so blöd…

Als der Dr. und ich am Sammstag am Nürburgring ankamen, sahen wir auf einem Abschleppwagen einen der Rowe-SLS.
Was passiert war, kann man hier sehen.
Eindrucksvoll.

Ein Wunder, dass das -vom Auto einmal abgesehen- gut geganen ist.
Klar nerven die Zäune beim Gucken an der Nordschleife oft.
Aber nach dem Video bin ich froh, dass es sie gibt!

Wundern musste ich mich heute Morgen, was die Leute so als Suchbegriffe im Internet eingeben, und dann hier landen: „lieber beim tanken weinen, als beim fahren“
Hm.
Kommt vermutlich darauf an, wie doll man weinen muss.

So richtig gut weint es sich beim Tanken ja nun auch nicht.
Es sei denn, es macht einem nichts aus, wenn der Tankwart und die anderen Kunden interessiert-mitleidig zusehen.
Ansonsten ist der meistgesuchte Begriff, der die Leser auf mein Porsche-Blog führt nicht etwa „Porsche“ oder so etwas, sondern „Parkplatzschlampen“.

Wie hieß das noch bei Bertholt Brecht?
Erst kommt das F*cken und dann das Auto, oder so ähnlich…

 

Kampf mit der Technik – nur für Euch

Da habe ich gestern fleißig gefilmt, damit ich Euch zeigen kann, wie es war, bei den Probe- und Einstellfahrten der VLN.
Es wohnt ja nicht jeder so nah am Ring.
Und dann kriege ich tüchtig Technikprobleme mit der blöden Kamera.

Na ja, besser als mit dem Porsche.
Ich hätte dennoch lieber ein schöneres Video gezeigt.
Mit funktionierendem Bildstabilisator und ohne Eifelwind im Mikro.
Bin halt doch ne Techniklusche.

Aber das Video kommt von Herzen 🙂