Parkplatzschlampen

Die Suchdienste verschlüsseln zunehmend mehr die Suchbegriffe, durch die Menschen auf mein Blog geraten.
Fast alle werden als „unbekannt“ angegeben.
Die Tage aber hat jemand „Parkplatzschlampen“ gesucht, was, aus welchen Gründen auch immer, nicht verborgen worden ist und war so bei mir im Blog gelandet.

Ich weiß, was Parkplätze und Schlampen sind, aber der Zusammenhang erscheint mir schleierhaft.
Ich bin vermutlich keine, wahrscheinlich war der Suchende enttäuscht.

Dafür sind mein Nachbar rechts und der Freund meiner Nachbarin links eindeutig Parkplatzschlampen.
Gut, ich muss etwas ausholen, damit diese These nachvollziehbar wird.

Ich wohne in einer kleinen Straße, in der jeder mindestens zwei Stellplätze auf seinem Grundstück hat.
Auf der Straße ist das Parken auch möglich, und man findet so nah eine Abstellmöglichkeit, dass Innenstadtbewohner Tränen des Glücks in den Augen hätten, angesichts der Leichtigkeit, mit der es sich hier parken lässt.

Dadurch, dass der Dr., samt seiner zwei Fahrzeuge umfassenden Fahzeugflotte, jetzt auch hier wohnt, und vor meinem Carport nicht geparkt werden kann, ohne dass man mich blockiert, drehen die besagten Herren völlig durch.
Das gefühlte Parkproblem…

Sie parken mich zu.
Wenn ich raus will, muss ich klingeln.
Wenn ich klingle, drücken sie mir Sprüche.

Offenbar Männer, die irgendwie unzufrieden mit dem Leben/dem eigenen Nicht-Porsche/oder was auch immer sind.
Und diesen Frust leben sie ungebremst aus.

Richtige Parkplatzschlampen!

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Glück verschenken-für Rennfahrer ungeeignet

Willst Du jemanden glücklich machen?
Oder Dich selbst?
Oder willst Du ein guter Advents-Spießer sein?
Vorausgesetzt, Du arbeitest nicht als Rennfahrer, und musst auf Deine Figur achten, ist das ganz einfach:
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Die Zutaten sind oft schon in jeder Küche vorhanden.
Nerviges Einkaufen überflüssig:
1. Mehl
2. Eiersatz-oder Ei für diejenigen, die mit Hühnern nix am Hut haben.
3. Nutella.

Der Vorgägner des Dr. war ein sehr schlanker Mann, der dennoch in riesigen Mengen Nutella verzehrte.
Täglich.
Das Zeug ißt bei mir aber keiner mehr, und daher musste es weg.
Ich habe den Teig noch mit Weinbrand und Gewürzen aufgepeppt.
5 Minuten ins Eisfach, kleine Kugeln formen, platt hauen, Ausstechform rein, DSCF1700 bei 175 Grad ca. 10 Minuten in den Ofen. Schon fertig! DSCF1701 Nürburgring-Nutella-Keks DSCF1702 Porsche und Herzchen.
Die Kekse sind knusprig und  schokoladig.

Also los! Es gibt außer Rennfahrern und Models sicher keinen, der sich nicht über frische, selbstgebackene Kekse freut! 🙂

Katzenjammer

Da mein Porsche die Garage okupiert, hatte ich der C-Klasse ein Carport bauen lassen.
Leider wird dieses nicht nur vom Auto genutzt, sondern auch von den Katzen der Nachbarn.
Diese finden es toll, auf dem Auto unter dem Carport zu sitzen.

Leider laufen sie dabei mit dreckigen Pfoten über den Lack, und beim Herunterklettern hinterlassen sie auch Kratzspuren.
Was tun?
Im Internet finden sich keine wirklich funktionierenden Vorschläge.
(Alle irgendwie auf Luftgewehr-Niveau).

Ich kann nicht dauernd ein Carcover drüber und wieder herunter pulen.
Aber dabei zuzusehen, wie der Wert des Lackes rapide abnimmt, ist auch keine gute Lösung.
Hat jemand eine Idee für die ratlose Anne?

Porschefahrer-Frühstück

Es könnte eine stilvolle Angelegenheit sein, unser Porschefahrer-Frühstück.
Am antiken Tisch (Familienerbstück) mit eleganter Tischwäsche, passend zur Jahreszeit in Kupfertönen, hat die Dame des Hauses ein Stilleben aus kleinen Äpfeln und Kürbis dekoriert.

Erste Risse bekommt das Bild durch die Wahl der Tassen.
Geschmackvolles Porzellan wäre vorhanden.
Wir greifen stattdessen zu immer gleichen Tassenkombinationen.
er: Arne-Tasse, sie: Nürburgringtasse
alternativ: er: Motor-Klassik-Tasse, sie: Radio Wuppertal-Tasse (hier arbeitet ein Freund des Hauses…)

Zur kompletten Nerd-Veranstaltung wird das Frühstück durch unsere Dialoge:
„Ich glaube, ich habe gerade die hohe Acht gegessen.“
Kauen. „Kann sein Schatz.“ Kauen, Kaffee.‘
Nein, wir nehmen nicht schon am frühen Morgen ganz viel Drogen.

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Ich hatte Brot gebacken (Sauerteig mit Paprika und Oliven).
Weil ich am liebsten Dinge mit einer Form backe, war die Wahl auf meine Nürburgring-Form gefallen.

Und zum Frühstück kam eben der besagte Streckenabschnitt auf den Teller.
Eine gewisse Monothematik ist in unserem Haushalt nicht zu verleugnen…

Wie soll man sich aber auch sonst über den endlosen Winter retten?
Momentan habe ich Mittagspause und würde bei dem sonnigen Wetter so gerne Porsche fahren. Stattdessen kommt bereits die nächste Kundin.
Es sieht immer mehr danach aus, als müsse der schwarze Porsche-Prinz ihn an diesem komischen Batterie-Gerät angeschlossen in seiner Garage verbringen müssen. 😦

„Es saugt und bläst der Heinzelmann…“

Wie das Schicksal so spielt…
Vor fast genau 6 Monaten hat er mich das erste Mal geküsst.
Der Mann, der vorher zwei Monate lang mein Porschekumpel gewesen war.
Heute haben wir überlegt, wie wir dieses Jubiläum begehen.
Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen, denn nebenbei hat er meinen Staubsauger repariert.

Ein Klumpen Dachdeckerdreck hatte das Rohr verstopft und mit filigraner Arztfummelei, äh, das klingt jetzt anzüglicher als es war…
hat er dank Brieföffner die Luftzufuhr wieder frei gemacht.
Der sichere Weg zum Herzen einer Frau.

Bei den Wuppertaler Jungs steht in allen Wohnungen ein Saugroboter.
Die lassen saugen.
Eines Tages möchte ich auch gerne so ein rundes Ding.
Aber noch tut es das rote alte Gefährt aus dem Hause Dreck Teufel.
Und mein Held, der es wieder flott macht.

Ich glaube, wir passen ganz gut zusammen,
neulich habe ich den Ersatzschalter für sein Warnblinklicht organisiert,
ist die Technik alt, braucht sie TLC.
Tut Porschefahrern und Porschefahrerinnen auch ganz gut…

Mit dem Porsche in den Pott

Ute und Markus haben doch diesen tollen Tisch, eine von unten beleuchtete Felge mit Glasplatte drauf.
Nun hatte mir Markus auch eine Felge besorgt, und ich wollte sie abholen.
Weil ich so gerne Porsche fahren wollte, nahm ich den 11er.

Als ich einstieg, war ich völlig hingerissen von seinem wunderbaren Geruch.
Ich atmete mehrfach tief ein und genoß seinen Duft.

Im Radio lief Stoppok, passte ganz gut.
Die linke Hand des Dr. lag während der Fahrt auf meinem rechten Bein und meine rechte Hand spielte mit den Haaren in seinem Nacken.
Eine entspannte Sonntagstour.

Bis auf den Felgentransportplan.
Der war eine Schnapsidee, natürlich passte die Monsterfelge nicht rein.

Und Klappe auflassen geht beim Porsche während der Fahrt nicht ganz so gut…
Also Felge wieder raus.
Es war schon später Nachmittag, aber weil das Mittagessen ausgefallen war, lockte uns der Hunger noch zu einer türkischen Bäckerei.
So ging es nach Duisburg-Hochfeld, wo es eine großartige türkische Bäckerei gibt.

Die WAZ titelte irgendwann mal „Duisburg-Hochfeld zwischen Strich und Verfall“.
Ein Viertel, das sicher zu den ärmeren und trostloseren im Revier zählt.
Und nach Einbruch der Dunkelheit auf GAR keinen Fall ein Ort, an dem man seinen Porsche stehen lässt, um in Ruhe essen zu gehen.

Besonders dann, wenn die Besitzerin zu Porsche-Paranoia neigt.
Keine Sekunde ließ ich mein Baby aus den Augen.
Der Dr. ging in die Bäckerei, ich bewachte den schwarzen Prinzen.
Er verabschiedete sich mit den Worten: „Schließ die Türen ab.“

Um mich herum zwielichtige Gestalten.
Ich habe im Ruhrpott studiert, und keine Angst vor Vierteln, in denen blonde deutsche Frauen abends im Stadtbild nicht mehr vorkommen.
Der Prinz bekam viele aufmerksame Blicke, hier gibt es eher BMWs.

Schnell war der Dr. wieder im Auto und wir samt Porsche wieder auf der anderen Rheinseite.

Am liebsten hätte ich für meinen Schatz einen Knopf, der ihn klein macht, so dass ich ihn überall hin mitnehmen kann.
So wie meinen Porsche-Ersatzschlüssel, den nehme ich auch immer überall mit hin, damit ich ihn bewachen kann… 🙂

Heute will ich!

Heute will ich lieber ein Mann sein!

Mein Haus hat zwei Garagen.
In einer steht mein Porsche, die Einfahrt zur anderen war etwas eng, und deshalb habe ich sie zuwachsen lassen.

Nun hatte ich gedacht, wäre es eine gute Idee,
die Einfahrt zur zweiten Garage frei zu machen, damit des Dr. Boxster im Winter dort parken kann.
So ein Stoffverdeck wird ja nicht besser, wenn es im Winter draußen steht.
Also musste ein Lebensbaum sein Leben lassen.

Kaum war das Ding gefällt, und musste zerkleinert werden,
fiel dem Dr. ein, dass er keinen Wert auf die Garage lege, er könne den Boxster auch in der Tiefgarage bei seinen Eltern parken und überhaupt, nö…!
Der Lebensbaum liegt nun gefällt in meiner Zweitgarage.
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Als er noch aufrecht stand, wirkte er gar nicht so groß, jetzt ist er riesig.

Also leihe ich mir eine Kettensäge von den Nachbarn und fange an, ihn zu zerkleinern.
Ich hatte noch nie viel Kraft in den Armen und war angenehm überrascht, dass ich die Säge überhaupt hochheben konnte.
Leider ging es nicht so positiv weiter, die Sägerei geht mir nicht leicht von der Hand.

Trotz Motor muss man beim Sägen irgendwie tüchtig drücken, sonst tut sich nämlich gar nix.
Ich werde immer müder, das Sägen wird immer gefährlicher.
Nach nur einem lächerlichen Ast kann ich nicht mehr.

Der Dr. hat sich erst mit einem Buch auf die Couch und später ins Bett verzogen.
Er möchte vor dem Dienst noch etwas ausruhen.
Ich habe angesichts der grünen Bescherung in meiner Garage nur einen Wunsch:
Ich möchte ein Mann sein.
Ein starker Mann, mit ganz viel Kraft in den Armen, für den es überhaupt kein Problem ist, eine Garage frei zu machen.
Auch, wenn sie im Endeffekt dann doch keiner will…