Produkttest Porsche Cookie Stamps RS 2.7

Da ich anfällig bin für alle Formen, mit denen man Lebensmittel in Auto-Motive verwandeln kann, habe ich beim OGP eingekauft.

Die Produktentwickler bei Porsche haben einen Keks-Stempel auf den Markt gebracht.

Für 19.00 Euro bekommt man einen Plastik-Stempel mit drei Motiven.
Dem Porschewappen, einem RS-Schriftzug und einem „Made in Zuffenhausen“.

Unter Mißachtung des mitgelieferten Rezeptheftchens habe ich einen Tierleid-freien Teig gemacht und fleißig gestempelt.
Der Stempel lässt sich gut wieder vom Teig lösen und leicht auswechseln.

Was das Motiv in der Mitte des „Made in Zuffenhausen“-Stempel darstellen soll, ist mir vollkommen schleierhaft, aber das mag an mir liegen.

In meinem Haushalt kann ich inzwichen die Gäste mit Porsche-Ausstechkeksen, Porsche Stempel-Keksen und Porsche-Eiswürfeln verwöhnen.
Da sollten eigentlich keine Wünsche offen bleiben, außer: „Lässt Du mich mal fahren?“
Die Antwort ist liegt auf der Hand.

Der Penis und die alte Frau – Impressionen vom OGP 2017

Die Hinfahrt fing so gut an.
Kaum war ich in der Eifel von der Autobahn runter, kam mir auch schon eine Gruppe roter Porsches aus verschiedenen Jahrzehnten entgegen, mein Herz tat einen Vorfreudehüpfer.

Kurz darauf sah ich ihn.
Er stand auf einem gut einsehbaren Rastplatz direkt an der Straße.
Sein Porsche und sein Beifahrer warteten auf ihn, während er sich, seinen Penis in der Hand, zwei Meter neben einem der dort aufgestellten Tische, seines Frühstückkaffees entledigte.

Er war im prostataanfälligen Alter, aber sowas will nun wirklich niemand sehen.
Es gibt so viele Waldwege in der Eifel, auf denen er das hätte diskreter erledigen können.
Eine Schande für die Porschefahrer-Nation.

Am Ring angekommen, entdeckte ich das Auto, in dem ich von meiner Mutter zum Kindergarten gefahren wurde:

kurzes Schwelgen in Erinnerungen und dann die klägliche Einsicht, dass ich offenbar alt bin, wenn die Fahrzeuge meiner Jugend auf Oldtimer-Treffen ausgestellt werden.
Alte Fahrzeuge sind begehrt, alte Menschen eher nicht.
Wir halten uns leider nicht so gut und die Ersatzteilbeschaffung verläuft auch nicht immer einfach…

Utes Idol riss mich aus meiner Geronto-Depression:

Ute selbst war busy, aber Herr Walker lief mir vor die Kamera.

Mein Targa-Bekannter war auch am Ring und wir bummelten ein fröhliches Stündchen über das Gelände.





Da würde ich sogar die Möpse drin transportieren können, wunderschöner früher Kombi.


Zu verkaufen.


Praktisch für die harten Eifel-Winter.

 

Eat Dirt! – Eifel Rallye Festival 2017 / WP SS1

Das Leben als Rallye-Fan ist ein einziges großes Abenteur.
Es beginnt mit der Anreise.
Weil das Ziel landwirtschaftliche Wege oder Wiesen ohne Adresse sind, ist die Ortsangabe oft vage.
Man fährt über zauberhaft schöne Landstraßen, lange Zeit ganz allein, da macht es schon Spaß, die Kurven selber etwas schneller zu nehmen als unbedingt notwendig.

Man erkennt, dass man sich nicht völlig verfahren hat, wenn auf einmal Schottersteinchen auf der Fahrbahn liegen, Rallyezeichen auftauchen oder der flott die Landstraßen befahrende Verkehr plötzlich dichter wird, offenbar liegt das Ziel in der Nähe.

Gestern wollte ich zur WP/SS1.
Es gab die Wahl unter vier unterschiedlichen Zuschauerpunkten, ich entschied mich für den Jump, obwohl mich das Wasserloch auch sehr gereizt hätte.
Der Weg dorthin war schon absolut großartig, es ging mitten durch den Wald:

Längere Zeit über Stock und Stein, öfter auch eng und gewunden.

Folge den Zeichen…

weiter geht es durch Wiesen…ich treffe eine Frau, wir fragen uns gegenseitig ob es noch weit sei, zu den jeweiligen Zuschauerpunkten…

Irgendwann sehe ich das Windrad, zu dem ich will….

dann noch durch eine schmale Schneise, die in ein Maisfeld geschlagen wurde…
( Hach! alleine schon die Wanderung war ein Abenteur nach meinem Geschmack!)
und angekommen!

Egal wie früh Frau kommt, die Männer mit ihren Klappstühlchen hocken immer schon da.
Das Leben einer Fotografen-Stümperin, deren Mitzieherkönnen völlig eingerostet ist, ist hart… an dieser Stelle musste man neben dem Plastik-Klohäuschen stehen, um gut die Sprünge mitzubekommen… bloß nicht hingucken!

Sie flogen, ich hielt drauf…ein großer Spaß!

unglaublich viele Autos sind mir aus dem Bild geflogen oder wurden unscharf…

aber in Wirklichkeit sah es super aus.

Durch das trockene Wetter gab es ausreichend Gelegenheit Staub zu inhalieren, er zog meilenweit über die Landschaft, legte sich auf die Kamera, flog in die Augen.
Nach einer Weile zog ich weiter.

Viele Fahrer nutzten die Tür-auf-Kühlmethode.

Leider nicht vom Glück geküsst, die beiden.





Ja, das alte Thema der Männer im Bild…

Die Copilotin bändigt die blonde Mähne bevor der Helm draufkommt.

Ich habe so viel fotografiert, ich könnte stundenlange Foto-Abende veranstalten…
Nach so einem Tag voller Augenfutter fährt man mit gut gesättigter Seele nach hause.
Die Eifel zeigte sich von ihrer schönsten Seite, die Autos waren großartig, die Organisatoren haben ein Event geschaffen, wie es reizvoller nicht hätte sein können.

Eine halbe Stunde zurück durch die einsame Landschaft, Traumwetter, Traumkulisse, ein Lieblingslied im Radio.
Glück.

Shakedown – Eifel Rallye Festival 2017

Mein bisher bester Urlaubstag, Rallye Shakedown am Mantaloch*

Motorsport wie ich ihn liebe.
Ohne großen Kommerz, von Enthusiasten für Enthusiasten.
Alles charmant selbstgemacht und bestens organisiert, das können sie, die Eifler,
diese perfekte Mischung aus Natur und Motoren…

Entspanntes Warten vor dem Start am Rundballen-Stehtisch.
Ausgesprochen angenehmes Publikum, Eifler Petrolheads, Rallyefreunde aus ganz Deutschland, Engländer, Niederländer, Italiener und bestes Wetter.


Opium fürs Rallye-Volk, so eine Ehrenrunde

Der Fiat hing fest. Nichts ging mehr.

Irgendwann sprangen die mutigen Männer ihm zur Hilfe, bei gedrücktem Gaspedal nicht ohne…

Geschafft! Schnell runter von der Strecke.






Hach, ich liebe Rallyes…
morgen geht es weiter 🙂

(*www.auto.de:“„Manta-Loch heißt diese Stelle seit 1993″, berichtet Peter Schlömer, schon drei Jahrzehnte Vorsitzender des Motorsport-Clubs Daun in der Eifel. „Damals rutschte bei einem Wertungslauf für die Deutsche Rallye-Meisterschaft jeder zweite Manta in den Graben neben der Straße.““

Überdosis Kurven

Mein Weg führte von Vogelsang nach Eschauel.
Morgens war ich in die Eifel gefahren und hatte dort die sehenswerten Ausstellungen besucht.

Noch war das Wetter sonnig, und nach dem vielen Laufen war ich müde und wollte mich am Rursee ausruhen.
Kurvenfahren macht Spaß und sicher werden mich viele Porschefahrer aus flacheren Gegenden beneiden…

Es ging in einer Tour bergauf, bergab, Serpentinen, Kurven, Kurven, Kurven…
jedem Motorrad- und Porschefahrer sei die Gegend im Nationalpark Eifel, rund um den Rursee ans Herz gelegt, besonders in der Woche, wenn die Straßen leer sind.
As ich im Beachclub ankam, hatte ich eine richtige Überdosis vom intensiven Fahren.

Das letzte Stück ging es per pedes.
Absolute Stille.
Wunderbar, nach der intensiven Fahrt.
Kaum stand ich im Sand am Wasser, begann der Himmel seine Schleusen zu öffnen.
Ich trank meinen Kaffee zuende und macht mich auf den Rückweg zum Elfer.

Dicker warmer Sommerregen.
Die Luft roch einmalig sauber.
Gemütlich in den Schalensitz gekuschelt habe ich mich sehr zufrieden auf den Heimweg gemacht.

Eifel Porscheland

Der Porsche und ich sind auf Dienstreise in der Eifel.
Es ist die letzte Dienstreise eines unglaublich arbeitsreichen ersten Halbjahres.
Wir sind in den besten Händen, denn im Kloster Steinfeld erwartet uns ja ein Bruder im Geiste.

Der Carrera sieht in diesem malerischen Ambiente wunderschön aus.

Zugleich mit uns ist eine Gruppe (ich glaube junge Thomaner) auf Chorreise.
Beim Abendbrot gab es vierstimmigen Gesang und Gänsehaut bei mir und den Kunden.

Bevor auch ich morgen ins Kloster einziehe, genießen der Elfer und ich noch eine perfekte Feierabendfahrt durch die Eifel.

Die Straßen leer und trocken, kurvig wie eine schöne Dame und über uns ein Regenbogen…die Götter müssen an Sportwagen gedacht haben, als sie diese Landschaft erschufen!

 

Eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe

Das ist bei Autos nicht anders.
Beim Porsche war wieder der TÜV fällig, den hat er überstanden und die Reifen halten auch noch diesen Sommer durch.
Aaaaber: Ölverlust aus der Servopumpe.
Mist.

Beim Mercedes war die Kühlung kaputt.
Der Fuhrpark lag den Montag über still, der Porsche ist noch in der Werkstatt, das Alltagspferdchen hat mich heute brav durch die Hitze nach Bonn getragen.
Der Kostenaspekt wird vorerst verdrängt.

Ja, Erste-Welt-Probleme.
Und super fürs Bruttosozialprodukt.
Und ja, ein tolles Beispiel dafür, dass Besitz unfrei macht.

Scheißegal, ich liebe diese Autos und will, dass sie beide wieder intakt bei mir auf dem Hof stehen.
Denn Autos machen auch frei, man kann mit ihnen schließlich abhauen, wenn einem alles zuviel wird.
Und zumindest mich machen die beiden auch so oft glücklich, wie sonst nur die Möpse.

Also: ab in den Melkstand!