Wenn man mal ein bisschen Ruhe braucht

Der beste Satz des Wochenendes kam von der Wirtin meines Lieblingsitalieners in Adenau.
Man stelle sich folgende Situation vor:

Rennwochenende.
Sommer und Sonne in der Eifel.
Schauplatz ist eine Terrasse ca. 50 Meter von der Nordschleife entfernt, das Rennen läuft.
Auf der Straße lässt die Parade der Motorsportfreunde ihre Motoren hören.
Eine Lärmkulisse, die nur Leute mit Benzin im Blut aushalten.

Nach einigen wunderbaren Stunden an der Nordschleife treibt mich der Hunger ins Städtchen.
Staubig, mit von der Sonne spannender Haut, aber innerlich voller Glück, komme ich an der Pizzeria an.

Herzlich begrüßt mich die Wirtin:
„Na, alleine heute?“
„Ja, ich war beim Rennen, das ist für die Hunde zu laut. Die sind beim Herrchen zuhause.“
Sie stellt die Fanta, auf die ich mich gefreut habe, vor mich.
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Ich sitze im Surround-Rennsound und der Tag könnte nicht besser sein.

Und dann kommt er, dieser wunderbare Satz, mit schwerem italienischen Akzent:
„So iste gut, wenn de eine passste auf die Hunde auf, wenn de andere mal seine Ruhe braucht“.
Ein Flügeltürer donnert über die Brücke neben mir.

Ja, das ist genau die Ruhe, die eine Frau nach der ersten erfolgreichen Arbeitswoche nach dem Urlaub braucht!

Impressionen 24h 2015

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Am Anfang ist das Feld noch geschlossen.
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Doch schnell entstehen Kampfgruppen.
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Einer der Bentleys.
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Meine Lieblinge, die Flügeltürer, hatten dieses Jahr wenig Glück.
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Gepflegte Tischkultur mit heißem Tee gegen kühle Temperaturen.
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Schlimmer Hut. Viele andere Fans waren, aus mir unerklärlichen Gründen, in Camouflage erschienen, als würden sie beschossen.
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Der Dr. und viele andere Herren entschieden sich für die diesjährige Kappe.
Wertig verarbeitet und dank Gutschein im Programmheft nicht teuer.
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Die meisten Besucher wollten ihr Eis lieber flüssig.
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Im Fahrerlager waren die älteren Semester schon im Feierabend.
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Kriegsverletzung.
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Breit.
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Harry Potter… 🙂
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Matrjoschka-Fahrzeug.
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Nachdem ich die Männer, die ihn anbeteten, fürs Foto verscheucht hatte, konnte ich dieses Stück Männer-Eye candy für den Porschebruder ablichten.
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Kein SM-Club voller Luder in schwarzem Gummi, sondern Reifenwärme-Stübchen.
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Auch keine Luder.
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Alle fleißig…
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…für die heiligen Reifen.
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Fluchtweg: vom Balkon springen. Hm…
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Warum der Dr. und ich bei diesem Eifel-idyllischen Anblick Schaum vor dem Mund hatten, erfahrt Ihr morgen…

DeLorean, SLS, Isdera

Gestern hatte ich einen Termin, bei dem ich  eine unerfreuliche Menge Geld in Sanitärartikel umwandeln wollte.
Der Dr. und ich waren mit getrennten Autos gefahren, und weil sein Navi den blöderen Weg gewählt hatte, war ich eine Viertelstunde vor ihm da.

Zeit, um kurz rüber zu Mercedes zu springen und die Nerven mit einem Besuch beim SLS zu stärken (oder sollte ich „kitzeln“ schreiben?).
Groß war der Schreck, als ich am Platz meines Lieblingsautos einen fiesen SUV stehen sah.

Gleich mal hin zum Verkäufer und rumgenölt.
Und was musste ich erfahren?
„Den SLS gibt es als Neuwagen nicht mehr.
Der Nachfolger wird wohl GT heißen, aber keine Flügeltüren mehr haben.“

Ein Auto ohne Flügeltüren ist doch nicht vergleichbar!
Warum? Warum macht Mercedes das?
Tief betrübt ging ich zurück zur Badausstellung.

Der Dr. konnte meine Trauer nicht teilen.
Er mag den SLS nicht wirklich.
Versteh ich nicht, aber ich hätte auch nie seinen komischen Alltags-Seat gekauft.
Wir haben selbst bei Porsches unterschiedliche Vorlieben.

Beim Sanitärhändler kam dann noch eine ganz andere Marke ins Spiel.
Der Kommentar des Händlers zu meinem: „Die Armatur gefällt mir!“ war: „Da haben sie sich den Ferrari unter den Amarturen ausgesucht.
Grrr! Ich und mein guter Geschmack…

24h Qualifying der Sonntag

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Die können das fast so gut wie mein Porschebruder.

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Das farblich abgestimmte Grill-Design hat mir gut gefallen.

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Das schnelle Bärchen, noch nicht abgenabelt.

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Gut gedehnt ist halb gewonnen.

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Wer seinen Audi liebt…

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One for the road.

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Kurz vor dem Start, nur noch die Fahrer und die Männer mit den Kästchen dürfen in der Startaufstellung sein.

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Nach getaner Arbeit ganz allein. Alle sind weg…

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…und fahren die nächsten sechs Stunden schnell im Kreis.

Kennenlerntag

Heute vor einem Jahr war Ostern.
Und der Dr. und ich haben uns zum ersten Mal getroffen.
Wir hatten ca. eine Woche lang hin und her gemailt, festgestellt, dass wir beide nur 15 Minuten voneinander entfernt wohnen und beide Porschefans sind.

Er hatte den Vorschlag gemacht, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen.
Das haben wir dann getan.
Vorher war ich noch auf einem Osterbrunch bei den Wuppertaler Jungs und alle waren aufgeregt wegen meines „Date mit dem Porschefahrer“.

Dabei war es gar kein Date.
Und die kommenden acht Wochen waren wir auch reine Porschekumpels.
(Jaaaa, wir waren nicht besonders schnell, als es darum ging, zu merken, dass wir uns verliebt haben, da halfen auch die schnellen Sportwagen nicht.)
Irgendwie fand ich es immer schade, wenn unsere Treffen zuende gingen, und habe mich dabei ertappt, dass ich ihn am liebsten am nächsten Abend schon wieder gesehen hätte…

Zum Kennenlerntag habe ich ein super SLS-Modell bekommen.
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Das Prachtstück steht jetzt vor meinem Flügeltürer-Poster von Ute und Markus im Arbeitszimmer.

Ich habe ihm einen Wechselsack geschenkt.
Nein, das hat nichts mit Testikelschrumpfung zu tun, so etwas brauchen Fotografen.
Und eine Butterbrotsdose für den Nachtdienst.
Natürlich mit Auto drauf….

Vor einem Jahr sind wir nach dem Treffen noch getrennt nach hause gefahren.
Er im geschlossenen Boxster, ich in der C-Klasse, den Elfer hatte ich zwar schon gekauft, aber noch nicht abgeholt.
Heute war es warm und sonnig, und wir sind zusammen nach hause gefahren.
Im offenen Boxster.

Zockerbraut

Gestern Abend hatte ich Gelegenheit bei Ute und Markus den RUF-Porsche, einen SLS und einen Lambo zu fahren.
Sind Ute und Markus meine Millionärs-Freunde mit nettem Fuhrpark?
Nein, aber sie haben eine Playstation mit Autositz, Steuer und Pedalen vor einem schönen großen Bildschirm im Wohnzimmer.
SEHR cool.

Ich hatte vorher noch nie mit einer Playstation gespielt.
Nennt man das überhaupt spielen?
Ich bin schließlich über die Nordschleife gefahren, das ist kein Spiel, da ist Können gefragt.
Jetzt will ich am liebsten bei den beiden im Wohnzimmer einziehen und den ganzen Tag verschiedene Autos über die Nordschleife jagen.

Die Grafik ist sehr echt und es ist nicht so teuer, wenn man Leitplankenkontakt hat.
Leider rief die Arbeit und und der Dr. fehlte mir auch, also:
Dienstreise fortsetzen, die Felge, die die beiden mir besorgt haben (für mein Tischprojekt) mitnehmen und die schönen Flügeltürposter (haben sie knitterfrei von der Motorshow für mich mitgebracht) sicher nach hause transportieren.

Das war toll, danke Ute und Markus, viele Grüße wieder aus dem heimischen, leider technisch magerer ausgestatteten Wohnzimmer!
Im Arbeitszimmer habe ich die Flügeltürer aufgestellt.
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Eine Frau muss schließlich wissen, wofür sie arbeitet 😉

No Party today…

Vor  anderthalb Stunden hat der Dr. sich Richtung Nachtdienst im Krankenhaus verabschiedet.
Auch ich habe einen Patienten.
Mein armer Kater hat heute einen vereiterten Zahn aus dem Kiefer operiert bekommen.

Im völlig überheizten Wohnzimmer
(„Halten sie ihn warm!“ hatte der Tierarzt gesagt)
verbringe ich also meinen Freitagabend, das frisch operierte Tier hütend.
Heute Vormittag, während er in der Tierklinik lag, waren der Dr. und ich zur Ablenkung im Porschezentrum Düsseldorf.

Er brauchte den neuen Schalter für seine Warnblinkanlage und mich muss man nicht lange überreden, wenn es darum geht, ins PZ zu fahren.
Da ich Aufmunterung brauchte, am OP-Tag, trug ich eins meiner Lieblings-T-shirts.
Quer über der Oberweite prangt das Bild eines Flügeltürers von Rowe-Racing.

Ich hatte es im Sommer bei einer Veranstaltung am Nürburgring gekauft.
Offenbar wirkt Frau mit einem solchen Shirt wie eine ernsthafte Porscheinteressntin.
Mehrfach kamen Verkäufer auf mich zu und fragten, ob sie helfen könnten.
Aber ich habe ja schon was ich wollte, der Carrera ist in meiner Garage, heute brauchte ich nur etwas, was mich für einige Momente die Katersorgen vergessen ließ.

Übrigens, wer wie ich heute einen ruhigen Abend vor dem Rechner verbringt, kann gerne mal auf der Gesichtsbuchseite dieses Blogs vorbei schauen,
da gibt es mich nämlich auch 😉