Kurz zur VLN

Samstagmorgen, strahlender Sonnenschein und der erste Lauf der VLN.
Nicht selten musste dieser in der Vergangenheit wegen schlechten Wetters abgesagt werden, im März ist in der Eifel alles denkbar.
Dieses Jahr strömten die Massen nur so an die Rennstrecke.

Normalerweise wäre ich mit Begeisterung dabei gewesen, aber ich hatte den Kopf nicht richtig frei.
Ich suche momentan nach einer neuen Bleibe und was die Immobilieneigner in der Eifel an Preisvorstelllungen haben, könnte ein eigenes Blog füllen…

Was für eine Schande, wenn die Saison so schön startet und einen andere Themen umtreiben.

Die Gedankenberge zur Seite schiebend, entschloss ich mich, wenigstens einen kurzen Blick auf die Strecke zu werfen.
Vorher fiel mein entsetzter Blick allerdings auf diese Felgen:
Kann man sicher so machen, muss man aber nicht.
Als ich fassungslos die Kamera meines Telefons auf das gelbe Elend richtete, kam der schwer tätowierte Besitzer, ein passendes Bild.


Die Fahrer schenkten den Fans gewagte Manöver, da stach einige wohl der Hafer nach der langen Winterpause.
Es sollen auch ein Lambo und ein Ferrari gestartet sein, die habe ich allerdings nicht gesehen.
Zumindest der Lambo wäre mir mit Sicherheit aufgefallen.

Dafür war der Fuchsschwanz-Manta wieder dabei und solange der auf der Nordschleife seine Runden dreht, ist die Welt noch in Ordnung.

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Prettig weekend!

Nichtsahnend fuhr ich auf der A57 Richtung Dormagen.
Ich war in Sachen Mopsrettung unterwegs, vorher musste noch Essen eingekauft werden, daher hockte ich im Mopsmobil.
Es begann mit einem roten Ferrari.

Niederländisches Kennzeichen, gefolgt von einem McLaren, dahinter noch ein Ferrari.
Die Baustelle mit der Tempo 60 Zone, in der so oft geblitzt wird, habe ich viel zu spät bemerkt, meine Augen klebten fasziniert auf der linken Spur.
Wenn ich in Holland unterwegs bin, sehe ich immer total wenig Sportwagen, vielleicht fahre ich durch die falschen Städte.

Während ich rechts panisch bemüht war, meinen Führerschein nicht zu verlieren, und mein Tempo verringerte, ging es links weiter.
Porsches, Bentleys, noch ein Ferrari und ein BMWi8, den hatte ich bisher nur in Autozeitungen gesehen!

Völlig surreal, die Kette der holländischen Sportwagen, durchflochten von einigen deutschen Normal-Fahrern nahm gar kein Ende.
Gut, von dort aus ist es nicht weit bis zur Grenze, aber so etwas sieht man selbst am Ring selten.

Es ging über Kilometer so.
Links ein Oranje-Eye candy nach dem nächsten.
Ich war hingerissen.
So hingerissen, dass ich fast die Ausfahrt verpasst hätte.

So ein rollendes Autofest ist ein Highlight im Alltag einer erschöpften Frau.
Aber was machen die Armen mit den tolle Sportwagen im Land der restriktiven Geschwindigkeitsbegrenzungen?
Als ich den Porsche neu hatte, hab ich immer an der holländischen Grenze wieder kehrt gemacht.

Da darf man maximal 130 fahren.
Und das ist nun wirklich eine Schande, wenn man so viele Paardjes unter der Haube hat.

Ich brauch nen Lambo!!

In möglichst auffälliger Lackierung, mit Flügeltüren und sehr lautem Motor.
Und ich brauche einen SLS, auch möglichst auffallend foliert oder so.
Für einen anderen Tag wäre ein Ferrari gut.
Und wieder an einem anderen Tag hätte ich gerne Besuch von möglichst vielen Porschefahrern.

Was los ist?
Habe ich plötzlich schwindende Potenz, einen sehr kleinen Penis?
Nein.
Es geht um Sterbehilfe.
Für meine Nachbarn.

Die können jetzt schon nicht mehr schlafen vor kleingeistiger Nickeligkeit.
Und wenn ich eine Weile zum Schein unseren Fuhrpark erweitern würde, würden Sie hoffentlich einen zügigen Neid-Tod sterben.

Die dritte Frau meines Nachbarn ist sich nicht zu blöd, während der Dr. heute kurz einkaufen war, ihren Kleinwagen umzuparken, um uns noch einige Zentimeter mehr behindern zu können.
Sie hat viel Zeit und wenig Lebensinhalt.
Und in eine der unsympathischten Familien der Stadt eingeheiratet, die leider neben uns wohnt.

Wenn der Dr. müde von der Arbeit kommt, starrt ihn ein anderer Frührentner-Nachbar immer wütend an, wenn er es wagt vor seinem Haus zu parken.
Grüßt der Dr., wird er ignoriert.

Wie konnten wir nur so in Ungnade fallen, in unserem Sträßchen?
Ist doch klar!
Beide zwei Autos.
Widerlich.
Und dann noch beide einen Porsche.

Es reicht das Porschewappen auf dem Kofferraum, um die Truppe hier in Raserei zu versetzen.
Der ältliche Kleinmotorboxster braucht ja eigentlich niemanden um den Verstand zu bringen, aber dafür haben die Leute etwas zu wenig Abitur.

Auch der Blick auf den eigenen Besitz reicht nicht.
Alle haben ein Eigenheim, der mit den drei Frauen hat sich eine Mörder-Poollandschaft in seinen Garten setzen lassen, aber offenbar reicht das nicht, um den lieben Gott einen guten Mann und den Nachbarn einen Porschefahrer sein zu lassen.

Kommt Leute, lasst uns dem nachbarschaftlichen Leid ein Ende setzen, leiht mir kurz Eure Luxus-Fahrzeuge, dann geben wir ihnen den motorisierten Gnadenstoß.
Immer so schlimmer Neid, das ist unmenschlich!

 

Nackte Sportler im Porsche

Ich feiere sehr traditionell Weihnachten.
Jedes Jahr geht es zum Spekulatiusfinale zu meinen Freunden und jedes Jahr bekomme ich einen Nackte-Sportler-Kalender.
Dieser Kalender zeigt oft über viele Monate denselben Monat an, das liegt am Sportler.
Andere Monate lasse ich hingegen kalendarisch ausfallen.

Der Freund, der den Kalender eingepackt hatte, hatte uns vor der glitzernden Verpackung gewarnt.
Ich fürchte, der Boxster wird Ostern noch immer innen glitzern, so viel haben die 12 nackigen Jungs von ihrem Feen-Staub auf der Fahrt nach Hause abgeworfen.

Im Elfer hätte das nicht geschen dürfen!!
Aber da gilt ja auch: „Kein Schweiß aufs Leder!“ und Sportler sind ja immer sehr geschwitzt…

Ferrari
Hier baut ein Jüngling mit schönen Händen auf der Party meinen Ferrari zusammen.
Ferrari2
Der Dr. hatte ihn irgendwann mal beim Tanken zum Sprit geschenkt bekommen.
Wenn das keine gelungene Weihnachts-Bilanz ist: 12 nackte Sportler und ein roter Ferrari, ich Luxusweib!

 

DeLorean, SLS, Isdera

Gestern hatte ich einen Termin, bei dem ich  eine unerfreuliche Menge Geld in Sanitärartikel umwandeln wollte.
Der Dr. und ich waren mit getrennten Autos gefahren, und weil sein Navi den blöderen Weg gewählt hatte, war ich eine Viertelstunde vor ihm da.

Zeit, um kurz rüber zu Mercedes zu springen und die Nerven mit einem Besuch beim SLS zu stärken (oder sollte ich „kitzeln“ schreiben?).
Groß war der Schreck, als ich am Platz meines Lieblingsautos einen fiesen SUV stehen sah.

Gleich mal hin zum Verkäufer und rumgenölt.
Und was musste ich erfahren?
„Den SLS gibt es als Neuwagen nicht mehr.
Der Nachfolger wird wohl GT heißen, aber keine Flügeltüren mehr haben.“

Ein Auto ohne Flügeltüren ist doch nicht vergleichbar!
Warum? Warum macht Mercedes das?
Tief betrübt ging ich zurück zur Badausstellung.

Der Dr. konnte meine Trauer nicht teilen.
Er mag den SLS nicht wirklich.
Versteh ich nicht, aber ich hätte auch nie seinen komischen Alltags-Seat gekauft.
Wir haben selbst bei Porsches unterschiedliche Vorlieben.

Beim Sanitärhändler kam dann noch eine ganz andere Marke ins Spiel.
Der Kommentar des Händlers zu meinem: „Die Armatur gefällt mir!“ war: „Da haben sie sich den Ferrari unter den Amarturen ausgesucht.
Grrr! Ich und mein guter Geschmack…

Die Sau ist lauter als ich!

Irgendwo in meiner Nähe muss es ein Ferrari-Nest geben.
Wann immer ich einen Reifen auf die A46 setze, begegne ich einem davon.
Die Tage hatte ich die kontrastierend gelb gestrichenen Bremsen an einem der nie unauffälligen Wagen mit Wohlgefallen im Vorüberfahren betrachtet.

Gestern dann fuhr ich eine ganze Zeit hinter einem von der Seite recht auffälligen Coupé.
(Frag jetzt bloß keiner, was für eins, ich habe von Ferraris nicht die allergeringste Ahnung).
Der große Gleichmacher Stau ließ uns im Schritttempo hintereinander durch den Tunnel kriechen.

Der bebrillte, nicht wirklich cool aussehende Vati am Steuer schien dennoch tüchtig Spaß an seinem Geschoss zu haben.
Er spielte mit dem Gas.
Während ich den Elfer unaufgeregt leise im Schneckentempo hinter ihm her bewegte.

Der Sound von der Karre war unglaublich!
So laut kann der schwarze Prinz selbst nicht, wenn ich will.
Wahrscheinlich hatte der auch viel mehr PS als ich.
Ich sollte mir mal einen für ein Wochenende leihen.

Die fahren sich sicher gut und meinen blöden Nachbarn würde das den Rest geben 🙂