Der Dienstporsche

Für meinen nächsten Auftrag wechsle ich meinen Dienstsitz.
Aus einer Reihe von Gründen habe ich mich entschlossen, die nächsten Tage den 11er zu fahren.

Auf so eine Dienstreise schleppe ich immer eine Menge mit. Heute kommt noch dazu, dass ich einige Haushaltsgegenstände von A wieder nach B transportieren will. Wenn das mal gut geht, der Kofferraum  ist doch so klein…

Es muss aber der Porsche sein, ich bin müde und die Woche wird arbeitsreich, da will ich nebenher meinen Spaß.

Es kostet mich etwas Packkunst, aber zu meiner ultimativen Erleichterung passt mein Lieblingskoffer für alle Dienstreisen problemlos in den Kofferraum meiner schwarzen Schönheit. Super!

Noch etwas Sprit nachfüllen, und los geht es.
Kaum auf der Bahn und schon der erste Stau.
Was aber schlimmer ist:
heute ist ein ungünstiger Tag zum Porschefahren. In NRW ist „Blitzmarathon“. Überalll wird die Geschwindigkeit kontrolliert und ich brauche meinen Führerschein.

Die Idioten in Köln schaffen es mal wieder, dem Fass den Boden auszuschlagen. Tempo 60 auf der A1. Ich gebe mich grauenhaften Gewaltphantasien hin und halte mich stur an die 60.

Mein Telefon klingelt, und bei der Schleicherei ist es kein Problem, den Anruf entgegen zu nehmen.
Mein Porschebruder ruft aus seinem Porsche an.
Ich höre seinen Motor schreien, beim Beschleunigen, und seine euphorischen Kommentare im Hintergrund. Grinsend höre ich ihm zu.
Er fragt, warum mein Auto so leise sei…

Nach einer Weile schickt er noch eine Nachricht: „So viel in einer Stunde gibts nur beim Fahren oder beim Sex.“

Endlich liegt Scheißköln hinter mir. Es läuft eine Communards-CD und Jimmys Lamento klingt aus dem Soundsystem. Ich kenne den Text seit fast 30 Jahren auswendig.
Laut singend beklagen wir Jimmys verlorene Liebe.

Als ich das Gaspedal runterdrücke und mein eigener Motor endlich anfängt, seine kraftvolle Stimme zu erheben, denke ich: „Vergiss Sex, Bruder!“

Ich scheuche die müden Familienväter auf dem Rückweg von der Arbeit von der linken Spur und bin so glücklich, wie seit langem nicht mehr.
Es war richtig, den Porsche für diese Fahrt zu nehmen.
Ein solches Gefühl kann einem kein Mensch geben. Das kann nur ein (Dienst)Porsche.

Hohe Acht 003

Kontrastprogramm

Den Tag über habe ich mich mit wichtigen, aber letzlich unerfreulichen Themen befasst. Wie unerfreulich, merke ich erst ein paar Stunden später.

Es ging um Aggressionen und Gewalt.
Kurz nachdem ich nach Hause komme, bringt mir Dr. Boxster etwas vorbei, und weil das Wetter schön ist, beschließen wir, eine Tour zu machen.

Anfangs sitze ich noch mit einem leicht zerrissenen Gefühl im Auto. Nach einigen Kilometern merke ich dann, wie das Leben sich wieder leichter anfühlt.

Die Sonne scheint, und als wir über Land fahren, habe ich das Gefühl, das hohe Gras an den Feldrändern fast mit der Hand greifen zu können.
Es sieht wunderbar aus, wenn der Wind die Halme bewegt, sie gleichförmig wogen und dabei farblich leicht changieren.

Weil Dr. Boxster weiß, wie gerne ich auf den Touren Fähre fahre, nehmen wir auf dem Rückweg das Schiff über den Rhein.
Vielleicht sind es frühe Jugenderinnerungen, aber ich finde das Übersetzen immer großartig.

Das Licht gegen Abend erinnert mich an das Licht im Sommer am Meer.

Genau wie wir die Hälse recken, wenn andere Porsches an uns vorbei fahren, kassieren wir von den Entgegenkommenden auch eine Menge Blicke.
Ein Porsche ist vermutlich nie ein Auto, das man unauffällig bewegt.

Zum Glück hat der Boxsterbesitzer ein deutlich entspannteres Verhältnis zu seinem Fahrzeug als ich und das ermöglicht uns das Parken in der Innenstadt mit Besuch beim Türken.
Satt und wohlbalanciert steige ich an diesem Abend aus dem Auto.

Morgen ist allerdings die schwarze Schönheit wieder dran. Ich freue mich jetzt schon. Jeder Porsche zu seiner Zeit.

 

Back on Track

Sonntag. Mir geht es endlich wieder besser.

Den Tag über werde ich einen Workshop haben. Die Strecke dorthin ist zwar nicht sonderlich weit, aber ich werde sie auf jeden Fall im Porsche fahren.

Schöne, kurvige Landstraßen…

Schon der Gedanke daran lässt mein Herz hüpfen.

Als ich die Tasche in die Garage bringe, umfängt mich kühler Benzingeruch.

Im Auto dann warmes Leder.

Ich bin ganz sicher, dass die Ingenieure bei Porsche es extra so eingerichtet haben, dass der Motor beim Start einmal so vernehmlich hochdreht.
Das ist der Moment, in dem die Porschebesitzerin daran erinnert wird, warum sie dieses Auto so dringend braucht.

Das und die erste freie Strecke, in der die Beschleunigung den Köper unmißverständlich in den Sitz drückt.

Its good, to be back.

Driften. Er will driften!

Samstagmorgen. Ich liege noch im Bett und die Welt ist in Ordnung.

Mein Bruder im Geiste und Mitporschebesitzer schickt seinen Morgengruß aus dem Süden und verkündet, er wolle heute driften gehen. Er macht dauernd irgenwelche gefährlichen Sachen und rast mit irrem Tempo durch die Gegend.

Auf einmal bin ich wach, sehr wach.

Doch wohl nicht mit dem Porsche!
Ich kenne kaum einen Menschen, der so pingellig mit seinem Auto ist. Er poliert und bezieht ihn mit Steinschlagfolien und was nicht alles.

Doch, klar mit dem Porsche.
Und dann kommt, was kommen musste.
Das unglaubwürdigste Argument der Welt.
Ich habe es bisher immer nur aus dem Mund von Männern gehört: man müsse doch sein Auto im Grenzbereich kennen, damit man es in Gefahrensituationen beherrschen kann.

Bullshit.
Damit man im Stress einer Gefahrensituation wirklich die richtige Reaktion zeigt, müsste man so viel Grenzbereichssituationen üben, und zwar laufend, dass man seine Berufstätigkeit an den Nagel hängen könnte.
Es irgendwann mal an einem Wochenende zu tun, und sich dabei wild und lebendig zu fühlen, reicht schlicht nicht aus.
Denn die Gefahr kommt ja nicht unmittelbar danach. Sondern hoffentlich nie oder erst viel später.

Und überhaupt das Wort „Grenzbereich“!
Da kriegen die Jungs schon leuchtende Augen. Grenzbereich ist cool, da ist man ein echter Kerl!
Ich will da gar nicht hin.
Mein Porsche und mein Leben sind mir lieb und teuer und meine Coolness beweise ich weder mir, noch der Welt  im Auto.

Ich besitze einen Motorradführerschein, und um diesen zu erwerben, übt man Bremsmannöver immer arg nah am Blockieren der Bremsen. Beim Motorrad macht es Sinn, dort liegt die maximale Bremskraft kurz vor dem Punkt, an dem die Bremse blockiert. Und man kommt im Alltag diesem Punkt oft auch nahe.
Das ist beim Porsche aber anders.

Was ist also los mit all den Männern, die auf beregneten Plätzen ihre Autos schnell im Kreis bewegen, oder versuchen möglichst flott um Plastikpinöppel zu kurven?
Ist deren Porschefahrerleben wirklich so viel riskanter als meins?

Natürlich nicht.

Sicher macht es Spaß, seine Fahrtechnik zu schulen. Und es macht stolz, sein Fahrzeug gut zu beherrschen. Aber dabei geht es um etwas völlig anderes als um die Vorbereitung auf den echten Straßenverkehr.

Diese Herren sind „sensation seeker“. So werden Menschen in der Psychologie bezeichnet, die immer nach neuen Reizen suchen. Und zu 70% ist dieser Persönlichkeitszug angeboren.
Sensation seeker suchen körperlich riskante Aktivitäten, mögen einen unkonventionellen Lebensstil, streben nach sozialen Stimulationen und sind anfällig für Langeweile.

Nicht überraschend, dass mein geliebter Seelenbruder auf seinem Whatsapp-Profilfoto gerade mit einer Crossmaschine durch die Luft fliegt.

Ganz fremd ist mir ein solches Persönlichkeitsprofil nicht, aber meine Ängstlichkeit schiebt einen dicken Riegel vor körperlich riskante Aktivitäten.

Da mein mir manchmal so fremder Bruder im Geiste sich durch all meine Einwände nicht davon abbringen lässt, verbleiben wir so, dass er sich meldet, wenn er mit dem Driften fertig ist, so dass ich aufhören kann, mir Sorgen zu machen.

Wie das seine Frau aushält, ist mir absolut schleierhaft. Klar, sie kennt ihn nicht anders und hat ihn so geheiratet, aber mich würde ein so wilder Mann in den Wahnsinn treiben.

Jetzt pass verdammt nochmal auf Dich und den Porsche auf, Bruder!

 

 

 

Krank trotz Porsche

Es hat mich erwischt, ich habe eine dicke Erkältung.

Mit warmen Socken liege ich bis zum Hals zugedeckt auf der Couch und verbrauche unvorstellbare Mengen von Taschentüchern.

Da ich dringend noch Dinge wegarbeiten muss, lese ich Fachliteratur und habe mein Laptop auf dem Schoß.

Nur 7 Meter entfernt ist die Garage. Mein Blick fällt auf die Wand hinter der die schwarze Schönheit auf mich wartet.
Es wäre fahrlässig, sich in meinem Zustand hinter das Steuer eines Sportwagens zu setzen.

Seit vorgestern geht das jetzt schon so.

Boshafte Porschefreunde weisen darauf hin, dass ich wohl zu viel Zeit im offenen Boxster verbracht habe. Einer erklärt, dass er schon wisse, warum er keinen offenen Wagen fahre.
Dabei geht die Erkältungswelle im Moment rum und es schniefen auch Bekannte, die nachweislich nicht in offenen Porsches durch die Gegend gefahren sind.

Andere fragen, ob mein ärztlicher Freund denn keine Hausbesuche mache. Ich weise darauf hin, dass er, wie jeder Erwerbstätige um diese Zeit, seiner Arbeit nachgeht. Außerdem erledigt sich ein Schnupfen auch ohne Arzt.

Schlimmer als die Häme meiner Zeitgenossen trifft mich meine Fahruntauglichkeit.
Es ist das erste Mal, dass ich krank bin, seit ich den Porsche habe.

Krank ist immer blöd, aber wenn nur wenige Meter entfernt der Traumwagen wartet, wird es zur Plage.

Schnupfen 001

PS: Ich muss diesen Post auf Wunsch eines ganz besonderen Herren korrigieren:
Es war nicht irgendeiner, der sagte, er wisse schon, warum er keinen offenen Wagen fahre. Es war mein Bruder im Geiste.
So Bro, das war nur für Dich :-*

Not stripping for you, Porsche Deutschland GmbH!

Ich habe wieder Post von Porsche bekommen.

Dieses Mal ist es ein Anschreiben, das der geneigten Leserin erläutert, die anspruchsvolle Kundschaft von Porsche würde eine permanente Leistungsüberprüfung erfordern und darum ginge es in dem beiligenden Fragebogen.

Liebe Porsche Deutschland GmbH,
gibt es wirklich Menschen, die dumm genug sind, dies zu glauben, obwohl sie klug genug sind, genügend Geld für einen Porsche zu verdienen?

Natürlich finden sich im Fragebogen Fragen zur Zufriedenheit mit Auto, Kaufabwicklung und PZ.
Aber Porsche will neben zig anderen Dingen auch wissen, was ich beruflich mache, wie ich mein Auto finanziert habe, welche Autos ich noch so fahre, ob ich Kinder habe, ein internetfähiges Mobiltelefon, ein Tablet, welchen Sport ich treibe, was ich in meiner Freizeit mache, welche Zeitungen ich lese und was ich im Monat verdiene.

GEHTS NOCH?!

Die Krönung ist dann die Frage, ob ich single oder zusammenlebend bin. Wollen die mir demnächst auch den passenden Mann verkaufen?
Einen der sich gut macht, auf dem Beifahrersitz meines 11ers?
Vielleicht einen, der schicke Shirts aus der Porsche-Kollektion trägt?

Dem Fragebogen liegt auch noch eine Einwilligung zur Datenverwendung bei, die man unterschreiben soll.

Ihr verkauft tolle Autos und ich liebe meinen Porsche, aber hochverehrte Porsche Deutschland GmbH, das ist noch kein Grund, warum ich für Euch einen Datenstriptease mache.
Gerne hätte ich Euch Rückmeldung zu autobezogenen Fragen gegeben, oder zum Service im PZ. Aber Ihr konntet den Hals nicht voll kriegen und deshalb gibt es jetzt leider gar nix von mir!
In Zukunft erwarte ich etwas mehr Respekt vor der Intelligenz Eurer Kundschaft!

019

Die Feste feiern, wie sie fallen

Noch so ein schöner, sonniger Tag in diesem Frühling, in dem sich ganz Deutschland so sehr nach solchen Tagen sehnt.

Und morgen soll es schon wieder vorbei sein.
Die Wettervorhersage kündigt für den kommenden Feiertag und das Wochenende viele Schauer an.

Nachdem wir unser Tagewerk beendet haben, das auf unterschiedliche Art darin besteht, dass wir uns um andere Leute kümmern, brechen der Boxsterbesitzer und ich spontan zu einer neuen Tour auf.

Eine Viertelstunde nachdem der letzte von uns Feierabend hat, sind wir auch schon unterwegs.

Ich bin beruflich 250 Kilometer gefahren, immer mit leichtem Zeitdruck, da ist es wunderbar, auf den Beifahrersitz zu wechseln.
Nur ganz kurz, zwischendruch, hätte ich auch Lust, selber zu fahren.

Ich habe keine Ahnung, wie es dem Mann am Steuer geht, aber bei mir klappt es auch heute wieder. Wir fahren, und alles ist gut.

Unser Ziel ist ein Park, ein Ort, den ich seit dem Kindergartenalter kenne und mag.

An solchen Abenden scheint es, als läge alles Schlechte weit in der Vergangenheit und man wünscht sich, sie würden nie enden.

Dieses Gefühl kenne ich aus meiner Jugend.
Momente so intensiv zu genießen, so viel im Auto unterwegs zu sein, einträchtig die Fahrt und die Musik zu genießen, gar nicht viel zu reden, höchstens ab und zu einen Scherz oder den Hinweis darauf, wie schön der Himmel in der zunehmenden Dämmerung aussieht.

Eine Sünde, eine solche Gelegenheit nicht zu nutzen. Man muss die Fahrten, die das Leben einem ermöglicht, machen.

Manche macht man alleine, mit seinem Porsche. Auch die haben ihre ganz eigene Qualität.

Glück zu teilen, gemeinsam im Hedonismus zu baden, jemanden zu haben, der dieselben Dinge genießt, das ist etwas, das vermutlich nicht alle Menschen haben, in deren Garagen ein Porsche steht.
Counting my blessings…

Diagnose: Boxstermangel

Der Montag beginnt damit, dass der Wecker meines Mobiltelefons mich aus dem absoluten Tiefschlaf reißt. Bis spät abends hatte ich noch mit dem Herrn telefoniert, der mich heute Abend retten wird.

Während ich völlig verwirrt versuche, mich zu erinneren, wie das verfluchte Ding ausgeht, bemerke ich, dass mein Porschefreund schon einen Guten-Morgen-Gruß geschickt hat und gutes Wetter verkündet. Sein Job als Mediziner hat ihn abgehärtet, gegen Schlafmangel.

Meine Jalousien sind noch unten, und so frage ich per whatsapp, ob es Boxsterwetter ist. Er bestätigt dies und so sind wir uns schnell einig, dass es schon viel zu lange her ist, dass wir zusammen eine Tour gemacht haben.

Also verabreden wir, dass er mich von der Arbeit abholt.

Der Tag ist anstrengend, nach vier Sitzungen bin ich ziemlich ausgelaugt. Meine leere Hülle sinkt erschöpft auf den Beifahrersitz. Er öffnet das Dach und wir fahren los. Mein Job besteht darin, meine Sonnenbrille aufzuziehen und abwechselnd der Musik und dem Motor zu lauschen.

Es dauert knapp vierhundert Meter, da stellt sich ein erstes sanftes Glücksgefühl ein. Es braucht so wenig zum glücklich sein…

Die Sonne scheint und dieser Mann kennt alle Wege. Er ist im Gegensatz zu mir nicht hier geboren, aber dennoch kennt er Strecken, die mich immer wieder verblüffen. Es geht in die Gegend, in der ich als Kind gewohnt habe und von da aus weiter ins Bergische.

Mein Blick fällt durch die Bäume in den endlich wieder blauen Himmel und ich fühle, wie  dieser Ausflug  meine Erschöpfung nach dem harten Tag mit jedem Kilometer mehr und mehr lindert.

Zur selben Zeit stellen wir Burgerhunger fest und fahren zu einem Burgerladen, den wir beide mögen.

Auf dem Rückweg schließe ich die Augen und genieße die Fahrt. Vermutlich bin ich keine besonders charmante Begleitung heute, nach solchen Tagen bin ich wortkärger als gewöhnlich.

Aber zum Glück sitzt neben mir ein Arzt, der ziemlich genau zu wissen scheint, dass eine ordentliche Dosis Boxster an einem schönen Frühlingsabend fast alle Leiden einer Frau heilt.

Was hätte eine Frau gerne anders, an ihrem 11er?

Gestern Abend habe ich mit meinem Grundschulfreund Erik telefoniert.

Er ist nicht nur die Person, mit der ich am längsten in meinem Leben befreundet bin und ein wunderbarer Mann, sondern er liest auch mein Blog.

Er machte den Vorschlag, ich solle darüber schreiben, was aus Sicht einer Frau am Carrera zu verbessern sei.

Spontan kam meine Antwort: nichts!

Eine Kleinigkeit jedoch gibt es. Wenn ich während der Fahrt versuche, meinen USB-Stick in den dafür vorgesehenen Schlitz unter der Armlehne zu popeln, scheitere ich regelmäßig.

Das ginge jedem männlichen Fahrer, der nicht als Schlangenmensch arbeitet, vermutlich ähnlich.

Aber ansonsten?

Nichts.
Das Auto ist perfekt.
Und er ist für mich auch der einzig wahre Porsche. Genau so muss für mich ein Porsche sein.

Mir war sehr schnell klar, alle kleineren Motoren gehen nicht, ein Coupé muss es sein, schwarz war als Außenfarbe erst einmal gesetzt.

Ob es dabei eine Rolle spielt, dass ich eine Frau bin, weiß ich nicht.

Wir passen einfach zusammen, der schnelle schwarze 11er und ich.

 

Männer und Frauen

Ich bin immer wieder verblüfft von den Männern.

In vielen Lebenslagen. Aber das würde hier zu weit führen.

An dieser Stelle geht es mir um das schier endlos erscheinende Wissen über Autos, mit dem mich Männer immer wieder verblüffen.

Wir stehen gemeinsam auf irgendeiner Autoveranstaltung oder sitzen vor dem Rechner und sehen uns Fotos an.

Egal welcher Mann und welches Auto, es kommt unweigerlich: Ah, ein 300er Dideldö von neunzehnhundertirgendwas.
Toll, woher können die das?
Ich hingegen schaffe es, in den meisten Fällen Farbe und Marke benennen zu können. Kläglich.

Wann sammlen Männer dieses Autowissen?
Schon während der Kindheit?
Und was machen Frauen in der Zeit?
Gibt es ein Gebiet, auf dem wir den Männern ähnlich überlegen sind?
Hätte ich in meiner Kindheit mehr Autoquartett spielen sollen?

Vermutlich werde ich meinen Rückstand in diesem Leben nicht mehr aufholen können.
Wie auch?

Gut, dass es diese wandelnden Autolexika gibt.