Mit dem Porsche in den Pott

Ute und Markus haben doch diesen tollen Tisch, eine von unten beleuchtete Felge mit Glasplatte drauf.
Nun hatte mir Markus auch eine Felge besorgt, und ich wollte sie abholen.
Weil ich so gerne Porsche fahren wollte, nahm ich den 11er.

Als ich einstieg, war ich völlig hingerissen von seinem wunderbaren Geruch.
Ich atmete mehrfach tief ein und genoß seinen Duft.

Im Radio lief Stoppok, passte ganz gut.
Die linke Hand des Dr. lag während der Fahrt auf meinem rechten Bein und meine rechte Hand spielte mit den Haaren in seinem Nacken.
Eine entspannte Sonntagstour.

Bis auf den Felgentransportplan.
Der war eine Schnapsidee, natürlich passte die Monsterfelge nicht rein.

Und Klappe auflassen geht beim Porsche während der Fahrt nicht ganz so gut…
Also Felge wieder raus.
Es war schon später Nachmittag, aber weil das Mittagessen ausgefallen war, lockte uns der Hunger noch zu einer türkischen Bäckerei.
So ging es nach Duisburg-Hochfeld, wo es eine großartige türkische Bäckerei gibt.

Die WAZ titelte irgendwann mal „Duisburg-Hochfeld zwischen Strich und Verfall“.
Ein Viertel, das sicher zu den ärmeren und trostloseren im Revier zählt.
Und nach Einbruch der Dunkelheit auf GAR keinen Fall ein Ort, an dem man seinen Porsche stehen lässt, um in Ruhe essen zu gehen.

Besonders dann, wenn die Besitzerin zu Porsche-Paranoia neigt.
Keine Sekunde ließ ich mein Baby aus den Augen.
Der Dr. ging in die Bäckerei, ich bewachte den schwarzen Prinzen.
Er verabschiedete sich mit den Worten: „Schließ die Türen ab.“

Um mich herum zwielichtige Gestalten.
Ich habe im Ruhrpott studiert, und keine Angst vor Vierteln, in denen blonde deutsche Frauen abends im Stadtbild nicht mehr vorkommen.
Der Prinz bekam viele aufmerksame Blicke, hier gibt es eher BMWs.

Schnell war der Dr. wieder im Auto und wir samt Porsche wieder auf der anderen Rheinseite.

Am liebsten hätte ich für meinen Schatz einen Knopf, der ihn klein macht, so dass ich ihn überall hin mitnehmen kann.
So wie meinen Porsche-Ersatzschlüssel, den nehme ich auch immer überall mit hin, damit ich ihn bewachen kann… 🙂

Trinken wie ein Sir

Heute enthielt die Post einen wahren Lacher.
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Mein Grundschulfreund Erik, und Miterfinder der Arne-Kollektion, schickte mir einen falschen Bart.
Hinweis: damit aus mir endlich ein echter Arne wird.
Arne wurde ich damals genannt, als man mich im Porschefahrerforum, aus dem ich eines Tages rausflog, für einen Mann hielt.
Erik, der mich seit 36 Jahren als Mädchen und später als Frau kennt, fand das superkomisch.
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Frau legt den Ring um die Flasche, aus der sie trinkt, und schon wird sie, dank falschem Schnauzbart, zum echten Kerl.

Wunderbar!
Die echte Kerlin ist heute bei einem der Wuppertaler Jungs eingeladen.
Bestimmt bin ich auf der Party die einzige Dame in schwarzem Cocktailkleid mit farblich abgestimmten Bart, passend zum schwarzen 11er. 🙂

Diagnose: Road Rage

Endlich durfte der 11er wieder aus der Garage.
Ich bin heute in die Eifel gefahren.
Der Dr. sitzt auf dem Beifahrersitz.
Auf der Rückfahrt nähert sich ein fieser Audi SUV von hinten.

In Sekundenbruchteilen ist mir klar, dass ich nicht will, dass er mich überholt.
Ich trete das Gaspedal voll durch,
mein schwarzer Prinz sprintet drehfreudig los,
der Klotz hinter mir wird immer kleiner.

Zufrieden drehe ich mich zum Dr. und sage:
„Irgendwie wollte ich nicht, dass der mich überholt.“
„Road Rage.“ konstatiert er trocken von rechts.
Diese Diagnose ist eine Frechheit!

Interessanterweise gibt es dieses amerikanische Konzept im Deutschen gar nicht:
Im Englischen Wikipedia ist zu lesen:
„Road rage is aggressive or angry behavior by a driver of an automobile or other road vehicle. Such behavior might include rude gestures, verbal insults, deliberately driving in an unsafe or threatening manner, or making threats. Road rage can lead to altercations, assaults, and collisions that result in injuries and even deaths. It can be thought of as an extreme case of aggressive driving.“

Er behauptet, ich zeige eine Form des extrem aggressiven Fahrverhaltens?!

Das stimmt ÜBERHAUPT nicht.
Manchmal will ich nur einfach partout nicht überholt werden.
Sobald alle mir die linke Spur frei machen, bin ich ein blonder Engel.
Lammfromm am Steuer meines Carreras.

Ts, Road Rage, ich…!

Während ich dies schreibe lacht er neben mir im Bett liegend und sagt:
„Leugnen ist zwecklos.“
Ich knuffe ihn und antworte ein böses Wort mit A.
Er lacht und sagt dauernd Road Rage.

Das nächste Mal darf er nicht mehr mitfahren!
Er legt auch dauernd den Kopf an das Leder der Kopfstütze oder fasst die Innenverkleidung an und ist dann beleidigt, wenn ich sage, dass er das nicht darf.
Am besten fährt Frau, bei aller Liebe echt alleine! 😉

Porsche-Marketing

Ich bin selbständig und da macht Frau sich natürlich auch Gedanken, über Wege der Kundenakquisition.
Neulich am Brünnchen konnte man eine interessante Variante der Werbung sehen:
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Da parkt ein Anwalt seinen 11er am Brünnchen und hat auf dem Kofferraumdeckel fett einen Werbeaufkleber für seine Kanzlei.
Inklusive Notfall-Mobilnummer!
Wenn die Kundschaft jemanden für Strafverteidiung und Wirtschaftsrecht benötigt, braucht man solche Servicenummern vermutlich…

Einerseits gar keine blöde Idee.
Während der Fahrer schön Rennen guckt, akquiriert der Porsche Kundschaft, nach dem Motto „Rennsport-Fan-Cash in Rennsport-Fan-Täsch“.

Aber Herr Anwalt, sowas macht man einfach nicht.
Man klebt sich doch nicht so fiese Werbeaufkleber auf einen 11er!
Das ist ein Sakrileg!

Man sollte Sie enteignen, Ihr Porsche kann dann gerne bei mir im SOS-Porschedorf leben.

NRW ist krank und ich mittendrin

In den Arztpraxen spielen sich eindrucksvolle Szenen ab.
Um 9.10 Uhr heute Morgen war das Wartezimmer schon wegen Überfüllung geschlossen, zwei der drei Ärztinnen weilten im Urlaub.
Ich brauchte zum Glück nur eine Überweisung.

Gut, dass ich nicht den Porsche genommen hatte, die Parklücke in der Stadt war supereng.
Dennoch war ich sehr betrübt, als ich einen 11er hinter mir sah und fragte mich zum 1000. Mal, wie das andere Porschebesitzer machen.
Einfach irgendwo parken?
Motto: „Ich steige jetzt aus, was danach mit dem Porsche passiert, ist mir egal?“
Oder sitzen die die ganze Zeit beim Arzt und schicken Stoßgebete gen Himmel: „Lassesgutgehen, lassesgutgehen“?

Mit der Übrweisung ging es in die Uniklinik.
Unis sind heute viel ruhiger und sauberer als früher.
Auf meinem Weg über das Gelände kam ich im Institut bei meinen Nachfolgern vorbei, süüüüß!
Was sich nicht verändert hat, ist die Parkplatzsituation: wieder nix für den schwarzen Prinzen.

Geschwächt von Viren und Porschemangel hatte ich wenigstens gestern einen kleinen Lichtblick.
Ich hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem Beifahrersitz des Boxsters, als der Dr. mich zur Uniklinik fuhr, wenigstens Beifahren ging…

Es wird Zeit, dass die Grippewelle woanders brandet und ich öfter an Orten mit leeren Parkdecks zu tun habe!
Ich will mehr Spaß, ich will weniger Taschentücher, ich will mehr Porsche!!

Porsche Party

Gestern Abend war ich auf der 50 Jahre-11er Party im PZ Dortmund eingeladen.
Ich hatte wieder einen Tag mit dicker Erkältung gearbeitet und war eigentlich nicht optimal partytauglich.
Mit Unterstützung der kosmetischen Industrie und eines kleinen Schwarzen war ich irgendwann bereit zur Abfahrt.

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Am roten Teppich wurde man von diesem charmanten Bus begrüßt.
Sehr schöne Füchse.

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Wie immer eine elegante Erscheinung, „mein“ Verkäufer, Herr Wölfle.

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Aber auch die Gäste hatten sich in Schale geschmissen.

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Bekocht wurden wir von Björn Freitag, sehr lecker!

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Herr Malmedie von GRIP hat moderiert.

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Ausstellungsstücke zur Markengeschichte.

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In einem Passbildautomaten konnte man von sich Erinnerungsfotos vor Porschehintergrund machen, eine nette Idee.

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Gute Musik vor reizvoller Kulisse.
Es war eine gelungene Party, die Spaß gemacht hat.

Leicht verstört war ich durch die Veränderungen des Porschekosmos
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Viel Catering, wenig cars… hier stehen normalerweise die Porsches in der Werkstatt 😉
Aber ich mag mein PZ auch, wenn es statt Partystätte wieder Autotempel ist.
In Herrn Wölfles Abteilung habe ich einen Boxster für unter 10.000 Euro gesehen.
Spannend, wie günstig ein Porsche sein kann.
Und so abgekämpft sah er trotz der 177.000 auf der Uhr gar nicht aus…

Schmuck für jeden Konferenzraum?

Gestern nach der Arbeit habe ich mich mit meinem Freund Bastian in Wuppertal zum Burgeressen verabredet.
(Nur um allen „Seit wann ißt Du Fleisch?“-Fragen vorzubeugen, in meinem Lieblingsburgerladen gibt es hervorragende Veggi-Burger, ich empfehle den „Wolpertinger“!)

Obwohl Bastian sich nicht die Bohne für Autos interessiert,
haben wir über Autos gepaludert und über meinen Rauswurf aus dem Forum.
Auto und Anne, scheint bei ihm in einer Assoziationskette abgespeichert zu sein.
Heute Morgen schickte er mir den Link zu einem Spiegelartikel über Möbel aus Porscheteilen.

Man kann für viel Geld einen absurd zusammengestoppelten Sessel kaufen.
Oben sieht er aus wie ein Elfer-Sitz, unten ist ein Schreibtisch-Sessel Fuß dran.
Gesamteindruck: lächerlich.
Leider mißraten, weiter Autos designen. Setzen, 5!

Es gibt auch noch ein Bücherregal aus einem GT3-Flügel, mit Bremsscheiben-Buchstütze.
Schon netter.
Bei den Preisen allerdings erst denkbar für des Dr. und mein Porschezimmer, wenn wir so gar keine anderen Dinge mehr brauchen im Leben.

Weder er noch ich müssen in nächster Zeit einen Konferenzraum ausstatten,
von daher kommen wir nicht in Verlegenheit,
11-er Sitze auf Sesselfüßen kaufen zu müssen.
Wenn er gleich aus dem Krankenhaus kommt,
gucken wir stattdessen mal nach einem Bett.

Klare Marktlücke:
Das Ehebett im Carrera-Look.
Sollte Porsche mich als Bettendesignerin engagieren wollen,
ich stehe gerne zur Verfügung 😉