Tschüß 2013!

2013 hat nicht mehr viele Stunden und der Carrera steht vor Knallern sicher in der Garage.
Ich habe in diesem Jahr eine Reihe von Dingen zum ersten Mal im Leben getan, obwohl ich ja schon eine Dame mittleren Alters bin.
Das ist insofern ungewöhnlich, weil man normalerweise oft auf ausgelatschten Pfaden unterwegs ist.

Hier kommt eine Liste der Dinge, die ich, neben vermutlich vielen anderen, dieses Jahr zum ersten Mal im Leben gemacht habe:

  • Porsche kaufen
  • Scheiden lassen
  • DTM
  • 24h
  • Blancplain
  • Classic Days
  • Rausfliegen aus einem Forum
  • Blog schreiben, das tatsächlich Leser findet
  • Videos drehen
  • Person öffentliche(re)n Interesses sein
  • von Menschen, die mich noch nie gesehen haben, im Internet beleidigt werden
  • neue nette Leute treffen, weil sie dieselben Autos gut finden
  • im offenen Boxster in der Sonne knutschen
  • auf einer Raketenstation herumlaufen
  • für einen Mann gehalten werden
  • mit drei saujungen Männern befreundet sein (und selber nicht mehr saujung sein…)
  • alleine auf der hohen Acht stehen
  • mit einem Menschen, den ich liebe zum Ring fahren
  • schlimmen Rennunfall sehen
  • Rallye ansehen
  • Anzeige bekommen, wegen unflätiger Handbewegungen im Straßenverkehr

und vermutlich noch viel, viel mehr…
Dieses Jahr war nicht immer leicht, aber viel besser als das Jahr davor.

Danke an die vielen tollen Menschen, die mir oft, ohne dass wir uns jemals persönlich getroffen haben, Mut zugesprochen haben, meine Freude am Porsche geteilt haben, meine Fragen beantwortet, mir hilfreiche Tipps gegeben haben, tolle Freunde geworden sind, Ihr seid ein großer Gewinn!

Kommt mir gut in ein glückliches und gesundes 2014 und habt allzeit gute und sichere Fahrten! :-***

Das Grid-Girl und der gemeine Porschefahrer

Samstagabend.
Kurz bevor ich mich für die Party in mein kleines Schwarzes stürze, sagt der Dr., mein Porsche-Blog habe sicher mehr Erfolg, wenn ich eher wie eine Dame aus der Bekanntschaft aussehen würde.

Aus zwei Gründen bin ich mehr als verwundert:
1. Mich sieht beim Schreiben ja nun wirklich niemand. Wie ich aussehe, ist vermutlich ziemlich egal.
2. Besagte Dame ist vom Styling her Volltussi. Plastiknägel mit Glitzerdeko, so viel Haarspary im Haar, dass die Frisur wie betoniert aussieht, alles irgendwie zu bemüht. Aber in den Augen des Dr. offenbar der Prototyp einer attraktiven Frau.

Die komischen Vorlieben des Dr. kann ich mir durch seine Herkunft erklären.
Die Damen in seiner Heimat stylen sich anders als meine Peer-group.
Aber unser Gespräch hat mich schon nachdenklich gemacht.
Ist Tussi für Männer das Non plus ultra?

Offenbar nicht für alle.
In diesem Video fällt ein Grid-Girl  vor einem Porsche in Ohnmacht.
Zum Glück stürzen sofort reihenweise Männer zu ihrer Hilfe.

Der Porschefahrer hat jedoch nur eine einzige Sorge:
er empört sich auf Niederländisch, sie sei direkt auf seinem Auto in Ohnmacht gefallen, und man möge unbedingt prüfen, ob sein Wagen ok sei.
Aus moralischer Sicht fragwürdig.

Eins jedoch eint mich mit diesem Misogynisten.
Wir lieben Porsche und finden Tussis verzichtbar…

Sommersonne

Besorgte Nachfragen mehren sich.
Mein Blog sei so düster geworden.

Zu düster solls nicht sein, von daher kommen sonnige Momente.
Der Dr. hat nach seiner Nachtschicht ausgeschlafen und ich bin mit dem Tagewerk fertig.
Die Meteorologen kündigen zum Wochenende einen Wetterumschwung an, von daher gibt es keine Alternative zur Boxstertour.
Solche Abende nicht zu nutzen, wäre eine Sünde.

Außerdem schulde ich dem Dr. einen Burger.
In meinem Flur hat ein toter Vogel (sorry, einzige düstere Stelle, versprochen!) gelegen und den hat er heldenhaft entfernt.

Auf bewährtem Weg geht es auf die Fähre.
Der Boxster, der Dr. und ich genießen die kurze Überfahrt.
Der Fluss schaukelt uns wohlig, es ist ganz warm in der Sonne und man kann das Wasser riechen.

Jemanden für solche Fahrten zu haben, ist das Gegenteil von düster.
Jemanden zu haben, den man anrufen kann, wenn furchtbare Dinge aus dem Flur geräumt werden müssen, ist vermutlich – neben dem Porschebesitzertum – eines der großen Glücke im Leben. 🙂

Was hätte eine Frau gerne anders, an ihrem 11er?

Gestern Abend habe ich mit meinem Grundschulfreund Erik telefoniert.

Er ist nicht nur die Person, mit der ich am längsten in meinem Leben befreundet bin und ein wunderbarer Mann, sondern er liest auch mein Blog.

Er machte den Vorschlag, ich solle darüber schreiben, was aus Sicht einer Frau am Carrera zu verbessern sei.

Spontan kam meine Antwort: nichts!

Eine Kleinigkeit jedoch gibt es. Wenn ich während der Fahrt versuche, meinen USB-Stick in den dafür vorgesehenen Schlitz unter der Armlehne zu popeln, scheitere ich regelmäßig.

Das ginge jedem männlichen Fahrer, der nicht als Schlangenmensch arbeitet, vermutlich ähnlich.

Aber ansonsten?

Nichts.
Das Auto ist perfekt.
Und er ist für mich auch der einzig wahre Porsche. Genau so muss für mich ein Porsche sein.

Mir war sehr schnell klar, alle kleineren Motoren gehen nicht, ein Coupé muss es sein, schwarz war als Außenfarbe erst einmal gesetzt.

Ob es dabei eine Rolle spielt, dass ich eine Frau bin, weiß ich nicht.

Wir passen einfach zusammen, der schnelle schwarze 11er und ich.

 

Happy Birthday Blog!

Nurnichtausliebeweinen hat Geburtstag! 1 Monat! Eigentlich noch ein Blogbaby…

Foto

Heute vor einem Monat habe ich angefangen, ein Blog darüber zu schreiben, was passiert, wenn eine Frau einen Porsche kauft.

Über die meisten von Euch, liebe Leser, weiß ich sehr wenig. Ob Ihr alle Porschebesitzer  seid? Wieviele von Euch sind Frauen? Wann lest Ihr? Zum Frühstück? Wenn die Arbeit langweilt? Abends? Auf der Couch? Am Schreibtisch? Im Bett?

Ich weiß, wo Ihr lest: die meisten von Euch in Deutschland. Aber auch in der Schweiz, Frankreich, in Amerika, Italien, England, Österreich, den Philippinen und Brasilien. Wow!

Es freut mich, dass Ihr offenbar mögt, was ich schreibe. Ich habe aber keine Ahnung, was Euch besonders gefällt…

Ihr wisst so viel mehr von mir und dem wunderschönen Porsche, als ich von Euch. Aber das ist ja immer so bei Autoren und ihren Lesern.

Heute bin ich dran, Euch zu danken! Hätte niemand jemals gelesen was ich schreibe, ich hätte längst wieder aufgehört. Es wäre mir dann zu einsam geworden, im Netz.

So weiß ich zwar kaum etwas über Euch, aber ich weiß, dass es Euch gibt und das finde ich schön!

Warum heißt ein Porscheblog „Nur nicht aus Liebe weinen“ ?

Wieso sollte man ein Blog über Porsches nach einem Zarah Leander Lied benennen?

In besagtem Lied singt Frau Leander über die Liebe und mahnt gleichzeitig zum gelassenen Umgang mit dem Objekt der Liebe.

Von vielen Porschefahrern kann man ohne zu zögern behaupten, dass sie Ihre Fahrzeuge lieben. So sehr, dass sie zu vielen, manchmal absurden Opfern bereit sind. (Dazu an anderer Stelle mehr…).

Es würde uns gut tun, gelassener mit dem edlen Blech umzugehen. Bei aller Liebe, ein Porsche ist und bleibt ein Gebrauchsgegenstand und wenn ich Gegenstand schreibe, so geschieht das mit Bedacht.

Ich selbst muss mich schockierend häufig zu dieser Gelassenheit ermahnen und versuche deshalb, hier die Porscheleidenschaft mit einem Augenzwinkern zu beschreiben.

Von daher: liebe Deinen Porsche,  aber „Nur nicht aus Liebe weinen“ !