Rheinbahn statt Porsche – Weiberfastnacht

Ein ganz normaler Tag in Düsseldorf…
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wer kein Designer-Kind hat, hat einen Darth.
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Oder einen kleinen Froschkönig. Die Jugend hier wird früh zur schicken Kleidung ermuntert.
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So sehen hier alle Zapfsäulen aus.
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Eine super Sambatruppe macht Stimmung.
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Alles voller Banditen.
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Aber es wird bereits ermittelt.
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Typische Schickimicki-Snobs.
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Hier ist man naturverbunden und…
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tierlieb.Tiger willkommen.
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Und so sehen die Herren, äh, Damen aus, die an der U-Bahn bauen.
Da ist doch klar, dass solche Flops wie in Köln in der Landeshauptstadt nicht passieren werden.
Die inkarnierte Expertise!

Ich habe heute am sehr frühen Morgen eine kleine Porschetour gemacht,
danach bin ich dann auf die Rheinbahn umgestiegen.
Mit Hut und high heels lässt Frau sich besser fahren 🙂

Die rasende Oma von Köln

Endlich wieder zuhause auf der eigenen Couch!
Nach vier Stunden im Auto habe ich vorerst genug von Autobahnen, daher muss das Porschefahren warten bis morgen.
Am Wochenende mache ich sicher auch wieder eines meiner fürchterlichen Videos für Euch 🙂

Kurz vor Köln geschah es.
Ich war flott unterwegs und fuhr rechts, als ich aus dem Augenwinkel bemerkte, wie mich irgendetwas Kleines links überholte.
Mit einem Affenzahn.

Verblüfft sah ich rüber, und dann sah ich sie:
in einem auf ihre Haarfarbe perfekt abgestimmten silbernen Ford Focus saß eine winzige Oma.
Mit eindrucksvollem Tempo und rasantem Schwung schoss sie die Autobahn hinunter.

Cool.
So will ich auch sein, wenn ich alt bin!
Eine rasende Oma! 🙂

ADAC-Deutschland Rallye

Schon Stunden bevor die Teilnehmer Köln überhaupt verlassen hatten, liege ich nach dem Schwimmen im Garten und muß immer wieder Männer davon abhalten, sich im angrenzen Wald zu verlaufen.
Zielsicher steuerten sie auf der Suche nach guten Zuschauerpunkten ins Nichts.

Die Stelle, an die ich selbst vorhatte zu gehen, soll fußläufig erreichbar sein und einigermaßen actionreich.
Ich habe mir eine Spitzkehre ausgesucht.
Wie immer ohne Presseausweis, kann ich die Wagen von hinten einfangen, die die Herren mit Ausweis von vorne bekommen.
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Klassesound! Rallye gefällt mir!

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…und sie fliegen!

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Im Gegensatz zu mir offenbar nicht die erste Rallye….

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Habe ich ich jemals über Männer, die in schrecklicher Kleidungs ins Bild latschen beschwert?
Diese Damen schlagen alles. Sie stehen trotz mehrfacher Bitte, aus dem Bild zu gehen, schön mittig vor mir und den anderen reichlich genervten Fotografen.
Zu ihren Füßen haben sie ihre kleinen Kinder sitzen. Das alles ca. 10 Meter vor der Absperrung, hinter der die Zuschauer bleiben sollten.
Wenn da mal einer abfliegt…

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Die anwesenden Polizisten können nicht einschreiten, sie müssen sich unterhalten und später Filmchen mit der Handy-Kamera machen.
Als ich Kollegen von ihnen anspreche, dass ich das mit den Kindern arg gefährlich finde, machen die Herrschaften (alle stehen im Pulk und plaudern mit den Kollegen) den Vorschlag, ich könne doch die Eltern ansprechen.

Die Eltern sind vor der Absperrung, ich stehe dahinter.
Ich gebe zu bedenken, dass dies doch vielleicht ihr Job sei und nicht meiner.
Keiner bewegt sich in Richtung der Kinder.
Kopfschüttelnd gehe ich weiter und sage zum Abschied, dass ich mich frage, wozu ich meine Steuern zahlen würde.
Da kommt dann Bewegung in die Plaudertruppe.
Sie werden ganz wach und murren im Chor.

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Direkt über unseren Köpfen filmt ein Kamera-Heli.
Das sind sicher tolle Bilder aus der Perspektive.
Wenn zufällig der Chef der Beamten die Bilder sieht, kriegen sicher alle eine Belobigung.
Für besonders burn-out-vermeidendes Verhalten im Einsatz.

Lustiger wird es auf dem Betriebsauflug meines Nachbarn.
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Das Team seines Bauernhofs sitzt oben auf einem der Berge und ist bestens ausgestattet.
Als ich mich der Gruppe nähere, ruft ein Mann zur Begrüßung:
„Da kommt ja Düsseldorf!“
Er hatte vorgestern mein Treffen mit den Kölnern mitbekommen.

Ganz lokalpatriotisch entscheide ich mich, die Rolle von Düsseldorf zu übernehmen,
antworte: „So siehts aus.“ und lasse mich zu den Füßen meiner Nachbarn ins Gras fallen.
Jetzt wird es richtig witzig.
Mit trockenem Humor wird das Rallyegeschehen von den Eiflern kommentiert.

Mein Nachbar hat sich besonders schick gemacht.
Er trägt seine Volvo-Hosenträger.
Wenn er nicht John Deere fährt, was seine Lieblings-Schleppermarke ist,
fährt er einen Volvo-Kombi.

Egal wie heiter der Anlass, der Eifler plaudert zwischendurch gerne mal übers Sterben.
Ich erinnere mich noch an einen Umzug zum ersten Mai, die Stimmung war fröhlich, das Wetter perfekt, vor mir gingen meine Vermieterin und eine Nachbarin und zählten mit Freude an der kompletten Auflistung alle im Kindesalter verstorbenen Bewohner des Ortes auf, auch heute: kein Rallye-Spaß ohne kurzen makaberen Ausflug…

Besonders viel Spaß hat die Truppe, als ein Rallyeteilnehmer sich mit einer Kurve verschätzt.
Er brettert ins Feld, und schiebt über einige hundert Meter einen riesigen Berg Stroh auf Motorhaube und Windschutzscheibe mit sich.
Das hält ihn nicht davon ab, fröhlich im Blindflug weiter zu fahren.

Die Kurve hat Geschichte.
Vor vielen Jahren hat ein Mann aus dem Ort, selbst kein guter Autofahrer, an derselben Stelle seiner Enkelin Fahrunterricht auf den Feldwegen gegeben.
Und diese ist in genau dieser Kurve geradeaus gefahren und somit auch ins Feld gerollt.
Seitdem heißt die Kurve hier im Ort nach dem Namen des Fahrlehrer-Opas.

Langsam wird es kühl auf dem Berg und das letzte Fahrzeug fährt zwischen den Feldern.
Ich bin sicher, es wird nicht meine letzte Rallye gewesen sein.DSCF9388

Der Dienstporsche

Für meinen nächsten Auftrag wechsle ich meinen Dienstsitz.
Aus einer Reihe von Gründen habe ich mich entschlossen, die nächsten Tage den 11er zu fahren.

Auf so eine Dienstreise schleppe ich immer eine Menge mit. Heute kommt noch dazu, dass ich einige Haushaltsgegenstände von A wieder nach B transportieren will. Wenn das mal gut geht, der Kofferraum  ist doch so klein…

Es muss aber der Porsche sein, ich bin müde und die Woche wird arbeitsreich, da will ich nebenher meinen Spaß.

Es kostet mich etwas Packkunst, aber zu meiner ultimativen Erleichterung passt mein Lieblingskoffer für alle Dienstreisen problemlos in den Kofferraum meiner schwarzen Schönheit. Super!

Noch etwas Sprit nachfüllen, und los geht es.
Kaum auf der Bahn und schon der erste Stau.
Was aber schlimmer ist:
heute ist ein ungünstiger Tag zum Porschefahren. In NRW ist „Blitzmarathon“. Überalll wird die Geschwindigkeit kontrolliert und ich brauche meinen Führerschein.

Die Idioten in Köln schaffen es mal wieder, dem Fass den Boden auszuschlagen. Tempo 60 auf der A1. Ich gebe mich grauenhaften Gewaltphantasien hin und halte mich stur an die 60.

Mein Telefon klingelt, und bei der Schleicherei ist es kein Problem, den Anruf entgegen zu nehmen.
Mein Porschebruder ruft aus seinem Porsche an.
Ich höre seinen Motor schreien, beim Beschleunigen, und seine euphorischen Kommentare im Hintergrund. Grinsend höre ich ihm zu.
Er fragt, warum mein Auto so leise sei…

Nach einer Weile schickt er noch eine Nachricht: „So viel in einer Stunde gibts nur beim Fahren oder beim Sex.“

Endlich liegt Scheißköln hinter mir. Es läuft eine Communards-CD und Jimmys Lamento klingt aus dem Soundsystem. Ich kenne den Text seit fast 30 Jahren auswendig.
Laut singend beklagen wir Jimmys verlorene Liebe.

Als ich das Gaspedal runterdrücke und mein eigener Motor endlich anfängt, seine kraftvolle Stimme zu erheben, denke ich: „Vergiss Sex, Bruder!“

Ich scheuche die müden Familienväter auf dem Rückweg von der Arbeit von der linken Spur und bin so glücklich, wie seit langem nicht mehr.
Es war richtig, den Porsche für diese Fahrt zu nehmen.
Ein solches Gefühl kann einem kein Mensch geben. Das kann nur ein (Dienst)Porsche.

Hohe Acht 003