Schöner Shoppen

Diesen Post schreibe ich unter Schmerzen und mit kaputtem rechten Zeigefinger, was das Tippen etwas erschwert.
Eine Spaziergangs-Verletzung, doch dazu später.

Der Dr. ist zu Besuch und gemeinsam stellen wir die Diagnose:
Einkaufsbedarf.
Es sind keine DTM-Karten im Haus und die Lebensmittel gehen auch zur Neige.
Zuerst besorgen wir die Karten, dann geht es weiter nach Adenau, um die Hungersnot abzuwenden.

Hier macht der Discounterbesuch irgendwie mehr Spaß als zuhause.
Kein Wunder, wenn in der Nachbarschaft überall Radical RS3 stehen.

Der Dr., der besonders stolz auf seinen zweiten Kofferraum im Porsche ist, muss nur ca.17 mal die gesamten Einkäufe aus, und in neuer Formation wieder einladen, bis alles in das Einkaufspörschli passt.
Ich stehe danben und muss mich am Einkaufswagen festhalten vor Lachen.

Noch eine Weile bei strahlendem Sonnenschein in Breidscheid an der Nordschleife gucken und dann machen wir uns auf den Heimweg.
Unterwegs halten wir an einer der unzähligen schönen Stellen in der Eifel.

Es gelingt mir, mich an einem Grasbüschel so zu schneiden, dass das Blut von meinem Finger rinnt.
Macht nix, könnte man denken, der Arzt im Porsche erspart die Axt, oder so ähnlich.

Statt  mich zu trösten, oder zur Wundversorgung zu schreiten, referiert er, von dieser Bagatellwunde unbeeindruckt, über verschiedene erfolgreiche Methoden, sich Schnittwunden zuzufügen.
Na besten Dank, das wirkt nicht gerade blutungsstillend.

Nur meinem engelhaft gutmütigem Wesen ist es zu verdanken, dass ich zur Strafe nicht einige rote Andenken in seinem Boxster hinterlasse.
Vermutlich stimmen mich die DTM-Karten in der Einkaufstasche milde…

Missing my baby

Ich weiß nicht, wie oft der Dr. heute schon den Satz:“ Ich vermisse meinen Porsche“ gehört hat.
Ein fieses Gefühl, so ein Ziehen der Sehnsucht in der Brust…seufz.
Nachmittags liegt der Dr. ganzkörpergelähmt auf der Couch und ich ziehe mit dem
Boxster los.

Am Hof meines Nachbarn halte ich an und frage den alten Bauern, ob er Lust auf eine Tour hat. Er sagt, er könne leider nicht und gibt später zu, dass er wegen meiner „rasanten“ Fahrweise doch Bedenken habe, zu mir in den Porsche zu steigen…
Empörend. Also sind der Boxster und ich alleine.

Im Radio läuft „50 ways to say good bye“ von Train.
Ich liebe dieses Lied, der Text ist SO witzig.
Das Dach ist offen, ich prügle den Boxster durch die Kurven und singe so laut mit, dass die Kühe auf ihrer Wiese irritiert zu der Irren im Auto herüber sehen.

Natürlich braucht meine arme Seele einen Umweg.
Ich fahre die schöne Kurvenstrecke von „The long way home“.
Langsam wird meine Porsche-entzügige Pein kleiner.
„She´ll think I´m superman. Not super minivan“ hahaha, großartig!

Nach der Fahrt fühle ich mich wie nach gutem Sex.
Besser als vorher, aber es ist auch völlig klar, dass ich schon bald eine Wiederholung wollen werde.
Im Idealfall allerdings mit dem Richtigen.
Dem schwarzen Porsche-Prinzen, der so weit von mir weg in meiner Garage auf mich wartet.

Das Einkaufswägelchen

Ich bin unterporschet.
Das ist in etwa so wie unterzuckert, autotechnisch gesehen.
Die Symptome sind ähnlich, man fühlt sich jämmerlich.
Porschefahrmangel, akut, wenn man nicht extrem schnell gegensteuert, stirbt man.
Mein eigener Porsche ist aber 100 Kilometer weit weg.

Also muss ich zu einer List greifen, und erkläre den Nahrungsmittelnotstand.
Da ich die Frau bin, der die Männer vertrauen, rückt der Dr. mit nur minimal panischem Blick seinen Boxsterschlüssel raus und ich steige ein, um einkaufen zu fahren.

Obwohl ich Fräulein PDK bin, komme ich auf Anhieb gut mit seinem komischen Schaltgetriebe klar.
Der warme Wind weht mir um die Nase und der Boxster krallt seine Zähnchen niedlich in die Kurven.
Lustiges Fahrgefühl. Etwas albern vielleicht, aber auch nicht ohne Reiz.

Dennoch entwerfe ich in Gedanken einen Ego-rettenden Aufkleber für das Heck:
„I only borrowed this, my own car is a 911“
Während ich das Spaßmobil die Landstraße entlang wedeln lasse, legt sich meine Stirn in Falten.
Ich bin zu einem Klischee geworden: ich fahre in einem Mädchenporsche zum Einkaufen.
Hm, war schließlich ein Notfall.
Die Unterporschung legt sich auch schon langsam.

Dass ich auf hohem Niveau leide, wird mir auf dem Rückweg klar.
Am Zebrastreifen lasse ich Vater nebst Teenie-Sohn passieren.
Der Vater ist schon geübt, im unauffällig-aus-dem-Augenwinkel-Gucken,
der Sohn guckt erfreut, noch ganz ohne Scheu, auf mein Einkaufswägelchen.

Im neu erwachten Gefühl, vom Glück geküsst zu sein, gebe ich noch etwas mehr Gas und durchfahre die örtliche Mutkurve in respektablen Tempo.

Provence-Porsche

Ein heißer Sommertag liegt hinter uns, und es ist noch immer sehr warm als der Dr. und ich zu einer unserer legendären Feierabendtouren aufbrechen.
Der Fahrtwind macht die Temperatur sehr angenehm und ich darf entscheiden, ob Niederrhein oder Bergisches Land unser Ziel sein sollen.

Ich entscheide  mich für den Sprung auf die andere Rheinseite.
Dann können wir die Fähre nehmen, was besonders bei diesem Wetter immer wie ein Miniurlaub ist.

Auf dem Weg zum Rhein führen wir eine dieser Unterhaltungen, die man sich in seiner Phantasie ausmalen würde, wenn man sich vorstellt, dass zwei Personen unserer Professionen in einem Auto sitzen: wie immunsuppressiv wirkt Stress?
Dann lache ich über uns und wir wechseln das Thema.
Pro Stunde reden wir vermutlich ca. 15 mal über Autos.
Für jeden Beifahrer wären wir ziemlich unerträglich, aber im Boxster ist ja kein Platz für Dritte.

In Wuppertal halten wir am Akzenta und ich kaufe drei Lavendelpflanzen, die wir im Auto lassen, während wir eine Schwebebahntour machen.
Als wir zurück kommen, ist es dunkel, und der Boxster steht schon ziemlich alleine auf dem Parkplatz.
Dafür duftet er intensiv nach Lavendel und auch als wir für die Rückfahrt offen fahren, umweht uns der Duft auf der Heimfahrt.

Es ist noch immer sehr warm und der Abend ist einer dieser langen, warmen Sommerabende, die so völlig anders sind, als die im Winter.
Als ich mich vom Dr. verabschiede, muss ich an den Spruch denken:
Lebenskünstler ist, wer den Sommer so lebt, dass er ihn im Winter noch wärmt.
Ich glaube, das tun wir an solchen Abenden.

Fleisch und Blut

So langsam lerne ich meine virtuellen Freunde auch in der Realität kennen.
Der heutige Sonntag begann schon strahlend sonnig.
Frühstück im Garten, eine Runde im kühlen See und dann gehts ab zum Brünnchen.

Meine Haare sind noch nass vom Duschen nach dem Schwimmen und trocknen im warmen Fahrtwind in des Doktors offenen Boxster. Er setzt mich am Brünnchen ab und fährt danach weiter Richtung GP-Strecke.

Dort bin ich mit einem Porschefreund aus dem Forum verabredet, den ich schriftlich und vom Foto schon seit Monaten kenne, und jetzt sehen wir uns erstmalig in Fleisch und Blut.
Wir haben am selben Tag Geburtstag und er fährt einen GTS, um den ich ihn mächtig beneide.
Eine weiße Schönheit.

Nachdem wir eine Weile den Touristen auf der Nordschleife zugesehen haben und eine erquickliche, relaxte Zeit im Wald verbracht haben, gehen wir zurück zum Brünnchen, und sehen, wie sich fremde Männer neben seinem Auto fotografieren lassen.
Es steht neben einem weißen GT3, ein schöner Anblick.
Später, zuhause, muss ich lachen, als ich sehe, dass auch ich 70 Fotos gemacht habe.
Ist halt echt ein Hübscher.
Eifelgarten und BoncMobil 015

Eifelgarten und BoncMobil 057
Der Besitzer steht auf schöne Schuhe…

Eifelgarten und BoncMobil 047
Der sexy Parkplatznachbar

Mein charmanter Begleiter teilt ritterlich seine Fritten mit mir, die mit Blick auf die schönste Rennstrecke der Welt so gut schmecken, wie die im Sommer, zu Kinderzeiten im Freibad, und dann neigt sich der schöne Nachmittag an der Norschleife auch schon seinem Ende zu.

Als ich meinen schwarzen Schatz später aus der Eifel nach Hause lenke, senkt sich die Sonne schon und die Autobahn ist wunderbar leer.
Was für ein perfektes Wochenende, auch wenn es mit einer Flucht angefangen hatte…

Der Prügel Prinz

Nein, der schwarze Porsche Prinz prügelt nicht.
Er wird geschlagen…
Auf der im Mai erst wegen Steinschlägen frisch lackierten Kofferraumhaube sind schon wieder viele fiese weiße Macken.
Nach so kurzer Zeit!

Da bekleckert sich unsere Automobilindustrie nicht mit Ruhm.
Wie kann man eine so empfindliche Stelle an einem Sportwagen lackieren, wenn eine Lackierung nur wenige Wochen hält?
Oder hat sich da jemand eine Gelddruckmaschine gebaut?

Mein geschickter Porschebruder hat seinen Schatz ja selbst mit Folie bezogen.
Sowas kann ich nicht.
Selbst die Bücher, die ich damals in der Schule eingebunden habe, sahen aus, wie von einer einarmigen, blinden Irren beklebt.
Mir fehlt für so etwas die Geduld.

Aber der Porsche bietet ein trauriges Bild.
Wie machen andere Fahrer das?
Überall Schweiz-Putz und vorne die Macken?
Ich bin ganz betrübt.

Gerade rollt der Boxster mit dem Dr. vor das Haus.
Als ich herausgehe, sehe ich, dass eines der Biber-Tücher vom Prinzen gerutscht ist.
Sofort wird der Doktor eingespannt, um mir zu helfen, es wieder über ihn zu breiten.
Sein frecher Kommentar: „Deine Porsche-Paranoia wird auch immer schlimmer.“

Pff!

 

In Saus und Braus

Der Dr. und ich sind unterwegs.
Unser beider Diagnose zum Thema „Deinen oder meinen?“ lautete angesichts der Temperaturen „Boxsterwetter!“.
Also: Dach auf und los.

Wie so häufig verläuft die Fahrt relativ schweigsam.
Dieses Mal jedoch nicht aus erschöpfungsbedingter Wortkargheit, sondern weil jede gepflegte Unterhaltung in diesem  Boxster undenkbar ist.
Wir fahren Autobahn und Verständigung funktioniert nur schreiend.

Es saust und braust und wenn schnelle Autos an uns vorbei fahren, bekommt man Druck auf den Ohren.
Ich bin wirklich nicht empfindlich, aber nach einer Stunde auf der Bahn fühle ich mich als hätte ein Orkan mir an den Trommelfellen gerissen.

Der Dr. steigt unerschüttert aus, ich möchte mich vor Erschöpfung nach dem Höllenritt am liebsten auf den Parkplatz fallen lassen.
Ich flehe ihn an, langsamer zu fahren und in Gottes Namen das Windschott seiner rollenden Boxsterruine reparieren zu lassen.

Auf dem Rückweg sagt der Dr. ich solle mal gucken, was uns gleich überholt.
Angetan schauen wir beide auf einen Trierer 550er.
Galant grüßt der Fahrer zu uns zwei Wendehälsen herüber.

Zugleich fährt auch noch ein Cayenne mit uns im Tunnel. Später folgen ein hübscher alter und ein prachtvoller neuer Porsche.
Das war tatsächlich eine Tour, im doppelten Sinne in Saus und Braus.

Heute Abend wäre ich so gerne meinen 11er gefahren.
Leise , ähm, oder nennen wir es kultiviert, wahlweise Bose oder Motor, ganz ohne Sausen.
Leider hat der Gastgeber der Party auf die ich gehe, meine Frage nach Parkmöglichkeiten mit der aussagekräftigen und von erlernter Fremd-Porsche-Paranoia zeugenden Antwort:
„Nimm nicht den Porsche“ beantwortet.

Aber morgen, morgen ist er fällig!

 

Der neue Knopf

Diesen Post widme ich meinem Porschefreund Jürgen.
Jürgen hat wiederholt meinen Porsche verspottet, weil er angeblich zu wenig Knöpfe habe.
Ihm fehlten bei der Betrachtung diverse „Mein Porsche kann auch schneller, härter, lauter-Knöpfe“.
Da mein Auspuff von hinten wie ein Sportauspuff wirkte, wurde ich verspottet, ich hätte wohl einen Poser-Auspuff. Ohne Knopf, der ihn lauter macht.

Gestern habe ich einen Knopf entdeckt. Rund, neben dem Hebel zum Öffnen des Kofferraums. Beschriftet mit 0/1.
Er stand auf 1.

Schnell entwickelte ein anderer Forums-Bekannter die Hypothese, dies könne der nachträglich eingebaute Knopf zum Lautermachen des Auspuffs sein.

Heute bin ich dann in die Garage.
Der Boxster Dr. musste sich neben das  Autos stellen und ich hab den Knopf gedrückt.
Seine Diagnose: „Klingt irgendwie kerniger.“
Mein Eindruck: „Klingt irgendwie prolliger.“

Ok, jetzt ist das Rätsel also gelöst. Ich habe an komischer Stelle einen Knopf, der dafür sorgt, dass, wenn man ihn auf 0 stellt, mein Auto wie sein eigener Macho-Bruder klingt.

In meinen Unterlagen steht davon nichts.

Bei der nächsten Fahrt werde ich damit angemessen die Nachbarschaft nerven.
Danach werde ich entscheiden, ob es mir gefällt, oder ob ich ihn zukünftig lieber wieder kastriert fahren werde.

Mal wieder auf der Flucht

Mein Nachbar hat wieder die Schwarzarbeiter im Garten.
Sie kommen nach Feierabend, zeitgleich mit meinem Ruhebedürfnis und werfen die Kreissäge an. Oder die Flex, oder den Betonmischer.

Mein Nachbar arbeitet bei der Stadt, da darf man das sicher, das mit der Steuerhinterziehung.
Freundschafsdienst von den Kollegen aus dem Finanzamt, oder so.

Das war letzten Sommer genau so. Abend, warm, draußen sitzen geht nicht.
Dafür hat er aber jetzt eine töfte Wellnesslandschaft mit riesigem überdachten Pool und original Jacuzzi.

Ich schließe die Tür zum Garten und murmele ein paar böse Flüche.
Dann greife ich mir den Porscheschlüssel und lasse den Wellnessblödmann und die Siedlung, in der ich wohne hinter mir.

Ich muss grinsend an meinen Porschefreund denken. Der hat meinen Porsche ja schon einmal als meinen Fluchtwagen bezeichnet.
Mein Porschefreund ist klug.
Er ist tatsächlich oft mein Fluchtwagen.
Vor allen Härten des Lebens.

Non est ad astra mollis e terris via.
Aber ein Porsche verkürzt den Weg, höhö.

Nach wenigen hundert Metern ist meine Stimmung saniert. Ich fahre über Land, typische niederrheinische Landschaft. Links Kartoffelacker, rechts Zuckerrüben.
Eine entspannte Tour, Balsam für ramponierte Nerven.

Ein Fasanenmädchen steht mitten auf der Straße, ich bremse den 11er ab und schalte für den Biker hinter mir das Warnblinklicht an.
Dann hebt sie ab und wir können durch.

Per Handy meldet der Dr. Feierabend im Krankenhaus.
Meine Frage, ob er noch Lust habe zu fahren, beantwortet er erwartungsgemäß mit ja.
Ich glaube, wenn dieser Mann einmal keine Lust zum Porschefahren hat, muss man mit seinem baldigen Ableben rechnen.

Wir verabreden uns bei mir, ich stelle die schwarze Schönheit knisternd in die Garage.
Ein letzter liebevoller Blick und dann senkt sich das Tor.
Kurz darauf rollt der Boxster in die Straße und ich erkläre, dass ich noch Lust habe, zu fahren.
Der gutmütige Doktor wechselt auf den Beifahrersitz, ich belohne ihn mit einem Stück Kuchen, den ich heute gebacken habe.

Es gelingt mir, den Boxster zurück zu setzen, ohne ihn abzuwürgen und nach einer Weile finde ich den Schleifpunkt, der ungewöhnlich weit hinten liegt, immer leichter.
Wir gehen ein Stück spazieren (ein sicheres Zeichen, dass man alt wird, dieses abendliche Spazierengeh-Bedürfnis, schlimm, schlimm…)

Dann fährt er zurück und wir verabschieden uns zügig, weil beide müde sind.
Abende mit Porsche sind irgendwie immer gute Abende.

VLN, kürzer als erwartet

Kurzmitteilung

Zur Zerstreuung geht es in die Eifel.

Etwas VLN gucken und im Wald rumstehen, immer gut nach einer harten Woche.

Es ist viel mehr los, als am Anfang der Saison.
Verblüffend viele Autos und Wohnwagen, Motorsportfreunde zieht es offenbar bei niedrigen Temperaturen weniger an die Strecke.

Ich bin nicht wirklich früh dran, und als ich am Brünnchen ankomme, kommen mir beunruhigend viele Menschen entgegen. Später wird der traurige Grund hierfür klar.

Nach einer Weile wird klar, es ist keine Rennunterbrechung.  Das Rennen wurde abgebrochen. Wolf Silvester ist während des Rennens verstorben.
Die Nordschleife, was für ein Ort, für einen begeisterten Rennfahrer zu sterben.

An dieser Stelle mein herzliches Beileid seiner Familie und seinen Freunden!

Viele schöne Porsches sind auf den Straßen um den Ring zu sehen. Neue Modelle, breit und sexy, aber auch eine Reihe schöner älterer Fahrzeuge.
Einer hat an einer komischen Stelle gehalten, sein Fahrer steht im Gras.

Besorgt schaue ich beim Vorbeifahren aus dem Fenster, was ihm fehlen könnte.
Schnell wird klar, was ihm fehlt, sind Manieren.
Gut sichtbar von der Hauptdurchgangsstraße steht er neben seinem schönen Auto und pinkelt.
Kein Gentleman driver…

Auf dem Supermarktparkplatz nickt mir grüßend ein Porschefahrer zu.
Nicht unbedingt der klassische Boxsterfahrer, dieser ist ein sehr charmanter älterer Herr, der sicher mindestens 69 Jahre älter als sein Porsche ist.

Das ist das erste Mal, dass mich ein anderer Porschefahrer grüßt.
Wie schön, wenn sich eine solche freundliche Verbindung zwischen Fremden mit dem gleichen Herzensthema einstellt.