Ich suche mal wieder einen Mann

Heute Mittag in Wuppertal.
Zwischen zwei berufliche Termine hatte ich ein privates Mittags-date mit meinen Freunden gelegt.
Wir sitzen also im besten Burger Laden des Rheinlands und vor dem Fenster fährt ein ganz reizender Wagen vorbei.

Nach einer Weile dreht er eine zweite Runde.
Parkplatzsuche? Vermutlich.
Ein sehr cooles Auto.
Rallye-Trimm, gelber Kadett aus vermutlich den 70ern.

Einer der aufgeklebten Namen war Schnitzler, glaub ich.
Kennt jemand das Auto und weiß etwas über seine Geschichte?
Ich fand es sah glaubwürdig nach Oldtimer- bzw. Youngtimer-Rallye aus.
Ich habe so hingerissen gestarrt, dass die Jungs scherzten, der Fahrer würde bestimmt so oft an uns vorbei fahren, bis ich endlich winken würde.

Ich glaube, er hat uns im Laden nicht einmal sitzen sehen,
aber die Geschichte zu diesem coolen Auto würde ich schon gerne hören.
Als ich zu meinen Zeiten im PFF mal einen GT3-Fahrer gesucht habe, den ich am Rhein getroffen hatte, hat man mir postwendend unterstellt, ich sei im Forum nur, um einen Kerl zu erobern.

Klar, undenkbar, dass eine Frau sich einfach für Autos interessiert.
Auch die Intervention des Dr., der damals schon mit mir unterwegs war, konnte die Forums-Machos nicht vom Gegenteil überzeugen.
Von daher suche ich jetzt auch gar nicht mehr nach dem Rallye-Kadett, sondern einfach nach dem Mann da drin.

Der wird mir schon die Geschichte seines Wagens erklären können.
Wenn einer meiner Leser das auch kann, freue mich mich aber ebenso!

Der Dr. und die Nacht-Schlampe

Was wünschen sich Porschefahrer?
Einen Turbo? Einen GT3? Einen schönen Urelfer oder einen gut erhaltenen Carrera RS?
Könnte Frau annehmen. Weit gefehlt jedoch.
Davon träumen Porschefahrerinnen.
Die Herren haben ganz andere Dinge im Kopf…

Einen interessanten Einblick in die Gedankenwelt der männlichen Porschefahrer konnte ich heute Morgen erlangen.
Der Dr. war von einer dieser Nachtschichten mit wenig Schlaf und viel Arbeit aus dem Krankenhaus nach hause gekommen.

Bevor ich zur Arbeit musste, blieben uns noch 15 gemeinsame Minuten im Bett.
Ich sagte etwas, und seine müde Antwort war: „Was ist denn eine Nacht-Schlampe?“
Prustend korrigierte ich: „Ich sagte, Du brauchst eine Nachttisch-Lampe.“
Er hatte offenbar gehört, dass ich der Meinung sei, er benötige eine Nacht-Schlampe.

Wunschdenken, Herr Doktor!
Die Tag-Schlampe sitzt mitlerweile am Schreibtisch und wünscht dem müden Boxsterfarer schmutzige Träume! 😉

Fleisch und Blut

So langsam lerne ich meine virtuellen Freunde auch in der Realität kennen.
Der heutige Sonntag begann schon strahlend sonnig.
Frühstück im Garten, eine Runde im kühlen See und dann gehts ab zum Brünnchen.

Meine Haare sind noch nass vom Duschen nach dem Schwimmen und trocknen im warmen Fahrtwind in des Doktors offenen Boxster. Er setzt mich am Brünnchen ab und fährt danach weiter Richtung GP-Strecke.

Dort bin ich mit einem Porschefreund aus dem Forum verabredet, den ich schriftlich und vom Foto schon seit Monaten kenne, und jetzt sehen wir uns erstmalig in Fleisch und Blut.
Wir haben am selben Tag Geburtstag und er fährt einen GTS, um den ich ihn mächtig beneide.
Eine weiße Schönheit.

Nachdem wir eine Weile den Touristen auf der Nordschleife zugesehen haben und eine erquickliche, relaxte Zeit im Wald verbracht haben, gehen wir zurück zum Brünnchen, und sehen, wie sich fremde Männer neben seinem Auto fotografieren lassen.
Es steht neben einem weißen GT3, ein schöner Anblick.
Später, zuhause, muss ich lachen, als ich sehe, dass auch ich 70 Fotos gemacht habe.
Ist halt echt ein Hübscher.
Eifelgarten und BoncMobil 015

Eifelgarten und BoncMobil 057
Der Besitzer steht auf schöne Schuhe…

Eifelgarten und BoncMobil 047
Der sexy Parkplatznachbar

Mein charmanter Begleiter teilt ritterlich seine Fritten mit mir, die mit Blick auf die schönste Rennstrecke der Welt so gut schmecken, wie die im Sommer, zu Kinderzeiten im Freibad, und dann neigt sich der schöne Nachmittag an der Norschleife auch schon seinem Ende zu.

Als ich meinen schwarzen Schatz später aus der Eifel nach Hause lenke, senkt sich die Sonne schon und die Autobahn ist wunderbar leer.
Was für ein perfektes Wochenende, auch wenn es mit einer Flucht angefangen hatte…

In Bed with TopGear

Bei meinem Londonbesuch neulich brauchte ich einen Cappucino in der Shoppingpause. Während ich in der Marks&Spencer Coffeebar wartete, fiel mein Blick auf die Zeitschriften und so entdeckte ich das TopGear Magazin.

Die Sendung mag ich und schnell stand fest, die Zeitung will ich.

Der SLS auf dem Cover hat seinen Teil zur Kaufentscheidung beigetragen. ( Ich liebe seinen Sound. Wenn ich bei Mercedes vor ihm stehe, kann ich nicht normal atmen vor Begehren… der Preis ist, selbst gebraucht, für mich unerschwinglich, aber auf der Zeitung kann ich ihn mir leisten).

Was für ein Unterschied zu den deutschen Automagazin-Schwestern!

Wertige Aufmachung, sehr ansprechende Fotos, wenig Tech-talk (wer Zahlenkolonnen will, findet diese seitenweise ganz hinten im Heft).

Dazu der aus der Sendung bekannte schwarze Humor. Obwohl die Fahrzeugvorstellungen in weiten Teilen auf technische Details verzichten, fühlt man sich gut informiert.

Die Artikel entsprechen weniger ihren drögen deutschen Pendants, sondern sind eher wie Erlebnisberichte aufgemacht.

Zum SLS lautet die Überschrift „Who is Sunday Jonathan?“ Beschrieben wird eine Fahrt zu AMG. Diese Unterschrift, die, wie sich später herausstellt, völlig anders lautet, hat der Verfasser auf der Motorplakette des SLS gefunden und nun macht er sich auf, den Mann kennen zu lernen, der den Motor in seinem Fahrzeug gebaut hat. Ganz nebenbei wird der Mercedes vorgestellt. Aber eben charmanter als die Deutschen Autojournalisten es tun würden: „I love it, not like you love a Porsche GT3, but more warmly and openly“

Seufz!

In England kostet die Zeitschrift 3,99 Pfund. Für 89 Pfund kommt das Abo nach Deutschland.

Liebes Christkind, ja, ich weiß, die Liste ist schon wieder viel zu lang, aber bitte leg mir doch TopGear ins Bett!

TopGear Mag 005