Boxster onboard-wackelig in Wuppertal

Jajajajaja, die Kamerafrau hat keine ruhige Hand.
Und der Ton ist verbesserungswürdig.
Aber wir üben ja noch, und hausgemacht ist immer etwas grobgeschnitzt.
Hier kommt das zweite Video-Opus: Zwei Porschefahrer in Wuppertal.

Auf der Autobahn liefern wir uns eins dieser bei uns regelmäßig vorkommenden Wortgefechte.
Ich bin respektlos zum Boxster, der Dr. beleidigt den Carrera.
Ich fürchte, wir benehmen uns nur marginal besser, als die Wollnys aus dem Fernsehen.
Nicht die Bohne Gentleman und Gentlewoman driver…

Natürlich mag ich den Boxster eigentlich sehr, das merkt man vermutlich, wenn ich ihn so liebevoll von oben filme.
Und Wuppertal zeigt sich von seiner allerschönsten Seite, wir sind Schwebebahnfans, was vermutlich keinem verborgen bleibt.

Den Romantik-Part zwischen Burgern und Akzenta haben wir rausgelassen.
Wir beim Juwelier hätte Euch vermutlich noch vor dem Schwebebahn-Keksen einschlafen lassen.
Die Rückfahrt war aquaplanig, finster und nass.
Aber was tun wir nicht alles, um unsere Porsche-Expeditionen ins wilde Bergische Land für die Nachwelt festzuhalten?

Provence-Porsche

Ein heißer Sommertag liegt hinter uns, und es ist noch immer sehr warm als der Dr. und ich zu einer unserer legendären Feierabendtouren aufbrechen.
Der Fahrtwind macht die Temperatur sehr angenehm und ich darf entscheiden, ob Niederrhein oder Bergisches Land unser Ziel sein sollen.

Ich entscheide  mich für den Sprung auf die andere Rheinseite.
Dann können wir die Fähre nehmen, was besonders bei diesem Wetter immer wie ein Miniurlaub ist.

Auf dem Weg zum Rhein führen wir eine dieser Unterhaltungen, die man sich in seiner Phantasie ausmalen würde, wenn man sich vorstellt, dass zwei Personen unserer Professionen in einem Auto sitzen: wie immunsuppressiv wirkt Stress?
Dann lache ich über uns und wir wechseln das Thema.
Pro Stunde reden wir vermutlich ca. 15 mal über Autos.
Für jeden Beifahrer wären wir ziemlich unerträglich, aber im Boxster ist ja kein Platz für Dritte.

In Wuppertal halten wir am Akzenta und ich kaufe drei Lavendelpflanzen, die wir im Auto lassen, während wir eine Schwebebahntour machen.
Als wir zurück kommen, ist es dunkel, und der Boxster steht schon ziemlich alleine auf dem Parkplatz.
Dafür duftet er intensiv nach Lavendel und auch als wir für die Rückfahrt offen fahren, umweht uns der Duft auf der Heimfahrt.

Es ist noch immer sehr warm und der Abend ist einer dieser langen, warmen Sommerabende, die so völlig anders sind, als die im Winter.
Als ich mich vom Dr. verabschiede, muss ich an den Spruch denken:
Lebenskünstler ist, wer den Sommer so lebt, dass er ihn im Winter noch wärmt.
Ich glaube, das tun wir an solchen Abenden.