Was Frau nicht alles tut…

Der Porsche MUSSTE sicher parken.
Also Mail an den Kunden:
„Lieber Herr…
ich komme morgen mit einem Auto, das ich ungern auf der Straße parken würde. Kann ich es bei Ihnen hinter dem Gebäude parken?“

Komme mir leicht bescheuert vor.
Insbesondere, da der Kunde eine soziale Organisation ist, wo niemand Sportwagen fährt.
Antwort des Kunden: „Kein Problem, fahren Sie einfach auf den Hof. Ich frage mich, ob ich den falschen Job habe. Das Auto will ich sehen. :-)“

Eigentlich handhabe ich sowas lieber dezenter…
Später zurück im Tagungshaus scherzt ein Teilnehmer meiner Veranstaltung, er hätte jetzt gerne den Schlüssel für den Porsche zurück und hält froher Erwarung die Hand auf.
Natürlich bleibt der Schlüssel, zusammen mit seinem Ersatz, wie immer in meiner Tasche.

Und immer, immer beim Parken die Sorge vor Tür-Macken.
Aber die Fahrten mit der schwarzen Schönheit entschädigen für all die Sorgen.
Und wenn ich ihn dann  so stehen sehe.
Es ist einfach ein Anblick, an dem ich mich nicht satt sehen kann.
Da schreibt Frau schon einmal peinliche Mails an Kunden…

Parkettsicher

Als ich am Freitag meinen Schlüssel zur Reparatur wegbrachte, bin ich im Porschezentrum einem kleinen Jungen begegnet, der mir noch im Kopf herum spukt.
Zuerst sah ich seinen Vater.
Das Haar schon deutlich grau meliert, elegant gekleidet, attraktiv.

Später folgten die Gattin/Partnerin und der für sein Alter deutlich zu junge Sohn.
Der Junge war fröhlich und fragte den Vater, welchen Porsche sie abholen würden, er war vielleicht vier oder fünf Jahre alt und sein Anblick war beunruhigend.
Er sah aus, wie ein sehr kleiner, dünner Erwachsener.

Der Junge trug einen Schal im Burberry House Check, modisch um sein kurzes Kinderhälschen drapiert und war auch sonst wie ein Erwachsener gekleidet.
Ich fürchte, ich habe ihn angestarrt.
Er sah in seiner Verkleidung nicht niedlich aus, sondern befremdlich.

Wie ein Accessoire, passend zu Papas neuem Cayenne und der sportlich eleganten Mutter.
Was er eines Tages sicher nicht haben wird, ist Scheu oder Befangenheit, wenn er das erste Mal alleine ein PZ betreten wird.

Ich erinnere mich, dass ich öfter einmal gelesen habe, dass erwachsene Männer leicht schüchtern sind, wenn sie sich dort erstmalig umsehen.
Mir ging es damals nicht so, ich war eher aufgeregt, vor meiner ersten Probefahrt, ansonsten ist für mich Autohaus gleich Autohaus.

Ich wünsche dem Jungen ein tolles Leben mit vielen glücklichen Automomenten, parkettsicher in der Welt der schönen Sportwagen ist er schon heute.

Gibt es in Holland Porsches?

Ich war heute da.
Gesichtete Porsches: 0
Gesichtete Sportwagen: 0
Kein Wunder bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen!

Gibt es überhaupt Porsches in den Niederlanden?
Würde das Sinn machen, ihn mit maximal 130kmh zu bewegen? Eher nicht.
Und die sind ja richtig scharf mit Geschwindigkeitsüberschreitungen…

Ich liebe unser Nachbarland, aber dort zu fahren ist qualvoll.
SO ermüdend!
Man schaukelt mit 100 weite Strecken über die Autobahn, überall bedroht mit diesen Zeichen auf denen Radarkameras abgebildet sind.

Jetzt habe ich gerade mal „Porschezentrum Holland“ in eine Suchmaschine eingegeben und zu meiner völligen Verblüffung habe ich tatsächlich etwas gefunden!
Sollten hier Niederländer mitlesen, oder jemand niederländische Porschefahrer kennen, lasst mich bitte nicht dumm sterben, erklärt mir das!

Rainman und das Christkind – Das dritte Video

Die Ü-Ei-Porsches standen noch immer im Wohnzimmer auf dem Tisch und so kam mir die Idee, mit ihnen noch etwas anzufangen: Baumschmuck aus dem Ei…!
Wie in der ersten Szene des Films „Rainman“ schweben die Sportwagen in der Luft.
(Hier geht es zur Videodokumentation des Werkes der porschefahrenden Bastelkünstlerin.)

Ich packe die Kamera aus, filme die erste Sequenz und spiele sie dem Dr. vor.
Er ist unzufrieden, also noch ein Versuch.
Wieder unzufrieden.
Dann kann er es nicht länger aushalten und geht nach oben, um mich vorzeitig zu bescheren.

Das Christkind will, dass meine Videos besser werden und bringt daher eine Videokamera 10 Tage zu früh…

Ihr bekommt jetzt bessere Videoqualität und ich kann Weihnachten den Dr. dabei filmen, wie er seine neue Uhr auspackt, die er auch schon gesehen hat.
Überraschungstechnisch sind wir etwas schwach auf der Brust, an diesem unseren ersten gemeinsamen Weihnachtsfest 🙂

Triebwünsche, eine Frau und ihr Porsche

Wikipedia sagt: „Eine Frustration (von lat. frustra = vergeblich bzw. frustratio = „Täuschung einer Erwartung“[1]) ist eine Wunschversagung, welche mit dem Erlebnis eines aufgezwungenen Verzichts von Triebwünschen einhergeht.“

Genau!!
Wunschversagung!!!

Weiter schreibt Wikipedia: „Ebenso entsteht Frustration durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen, enttäuschte Erwartungen und erlittene Ungerechtigkeiten, welche sich in einem Zustand der Enttäuschung äußern. Unmittelbare negative Folgen können Aggressionen sein,[2]längerfristige ein Burnout-Syndrom[3] oder eine Depression.“

Ha!
So gefährlich ist das also, was die Städte der Region mit meiner Seele anrichten!
Ich kriege davon Burn-out und Depressionen.
Wozu habe ich einen Sportwagen gekauft?!
Da will Frau fahren, und um jede noch so popelige Stadt haben sie einen Ring von Tempo 80 gezogen.

Beispiel Düsseldorf: da fährt man ca. 10 Kilometer Tempo 80, schön von Blitzern kontrolliert, wenn man an der Stadt auch nur vorbei will.
Ist die Geschwindigkeitsbegrenzung dann endlich aufgehoben, und sind atemberaubende 120 erlaubt, kündigt das Radio an:
Acht Kilometer Stau zwischen Düsseldorf und Wuppertal.

Na, ist ja ganz doll!
Da  kann ich den Porsche mal so richtig ausfahren.
Mit 5 kmh!
Im Rausch der Geschwindigkeit.

„In der Umgangssprache wird der Begriff Frust verwandt, um ein Gefühl des Missmuts bzw. der Verdrossenheit zu benennen.“ (Wikipedia)

Verdrossenheit  triffts ganz gut!
Schönen Abend noch,
Eure Anne Missmut  😦

Der klingt aber schon komisch…

Heute waren die Dachdecker kurz noch einmal da.
Es kam, wie es kommen musste,
das Gespräch kam auf Autos.
Genauer, auf den Boxster des Doktors.

Ich war irgendwann die Tage mal mit dem Boxster weggefahren, was den Dachdeckern nicht entgangen war.
Offenbar hielten sie ihn für mein Auto.
Einer der beiden sagte: „Der klingt aber schon komisch.“

Was ich nur bestägigen kann.

Der Dr. lässt keine Gelegenheit aus, furchtbare Dinge über meinen Carrera zu sagen.
Weist täglich gefühlte 300 mal darauf hin, dass „Der Boxster der bessere Elfer“ ist.
Das kann ich natürlich nicht so stehen lassen und obwohl ich den Boxster eigentlich mag,
(auch wenn er für mich kein ernstzunehmender Sportwagen ist…)
schieße ich zurück, Ehrensache.

Des Dachdeckers Spruch war Wasser auf meine Mühlen.
Von einem Elfer würde das nie jemand sagen.
Der klingt einfach überzeugend souverän.

Porsche
Sieht nicht nur extrem sexy aus, klingt auch so.

Sonntagsfahrer

Before I tackle todays thoughts, I would like to say hi to my readers in the UK!
This post will not cover any cleavage-related topics 😉

Heute war ich zu einem Spaziergang verabredet.
Ich hatte Aufmunterung nötig und daher musste der Porsche ran.
Die 15 Kilometer zu dem Wald, in dem ich spazieren wollte, waren viel zu schnell gefahren.

Noch dazu war auf gut einem Drittel der Autobahnstrecke Tempo 80 und nicht wenig Verkehr.
Wo soll das hinführen?
Überall Geschwindingkeitsbegrenzungen machen Sportwagen tatsächlich obsolet.

Während ich parkte, und damit haderte, dass die Fahrt zu schnell vorbei war, kamen mir Gedanken über Gier.
Kriegt man wirklich im Leben oft nicht genug?
(Porsche-KM, Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung..)
Oder sind wir gierige, maßlose Hedonisten?

Mehr, mehr, mehr, wie die kleine Raupe Nimmersatt?
Das rechte Maß zur rechten Zeit hab ich schon oft verfehlt.
Muss man buddhistisch erleuchtet sein, um das hin zu kriegen?
Und wann lässt das Kompensationsbedürfnis seine schmierigen Finger endlich mal aus dem Spiel?

Denke ich zu viel nach?
Wie denkt man weniger?
Scheißegal. Die Fahrt war zu kurz und jetzt hole ich ihn mir noch einmal aus der Garage.
Ich will ihn ohne Einschränkungen fahren, bis der Tank leer ist.

Nicht porschekompatibel

Nach einer Reihe von Stunden Plackerei in Haus und Hof war ich ausgesprochen dreckig und erschöpft.
Ein Badewannenbesuch erschien mir sinnvoll.

Da stand noch diese Bademischung, die mein Freund Alex mir zu Weihnachten geschenkt hatte:
Lavendel-Lindenblüten-Badesalz.
Viel hilft viel, rein damit und ich dazu.

Während ich die Wärme wirken ließ, schmiedete ich Pläne für einen beschwingten Porscheabend.
Ich sah mich schon durchs Bergische kurven.
Dann hat dieses Badezeuges auf einmal angefangen zu wirken.

Mist!
Ich habe das Gefühl, als hätte ich eine Wanne voll Beruhigungsmmittel getrunken.
Beim Abtrockenen finde ich an unmöglichen Stellen kleine Lavendelblüten und Lindenblattfragmente.
Jetzt liege ich ganzkörpergelähmt im Kuscheloutfit auf der Couch.

Wenn ich heute noch einmal in die Vertikale soll, oder sogar ans Steuer eines Sportwagens, muss man mir vermutlich ein Aufputschmittel verabreichen.
Dieses Badezeugs ist eindeutig nicht porschekompatibel.
Aber Alex hat ja auch keinen Führerschein…

Targa Love

Ich bin verliebt.
Schon vor Jahren fand ich diesen Targa toll.
Er gehört jemanden, mit dem ich beruflich zu tun habe, und schon damals stand ich oft bewundernd auf dem Plarkplatz neben ihm.
Targa 006

Er ist von 1981 und riecht genau wie die Porsches meiner Kindheit.
Seufz.
Letztes Jahr durfte ich schon einmal mitfahren, damals mit frisch verletztem Sprunggelenk in Schiene und daher auf dem Beifahrersitz.

Der Lack ist nicht die Originalfarbe, aber er passt super zu seinem Besitzer, einem jungen Mann, und erfreut  mit seinem leuchtenden Hellblau das Herz.
Heute war ich bei den beiden eingeladen.
Natürlich wollte ich den Targa besuchen. Er parkt in einer Scheune, mit genügend Platz für weitere Fahrzeuge und sein Besitzer hat noch zwei andere Porsches.

So eine Parkscheune ist der Traum eines jeden Städters mit Porschesammlung.
Mein Gastgeber ist ein Manager mit Nerven aus Stahl, anders ist es nicht zu erklären, dass er mir anbietet, den hellblauen Schatz zu fahren.
Anfangs bin ich verblüfft von der schwergängigen Lenkung und kämpfe mit der Schaltung.

Aber was für ein Fahrgefühl!
Und der Sound. Super!
Er fährt sich vollkommen anders, als mein moderner 11er.
Wir fahren mit offenem Dach über wunderschöne Landstraßen in der Vulkaneifel, die Sonne scheint und der Targa fährt sich spritzig und kein bißchen müde.

Ja, man hat mehr zu tun als Fahrer, aber es ist auch irgendwie ein ehrlicheres Porschefahren.
Seine Front ist noch deutlich gewölbter als bei den jüngeren Modellen und es macht unglaublich Spaß, ihn zu fahren.
Die Pedale sind ungewohnt und da ich weder Auto noch Strecke kenne, fahre ich sehr vorsichtig.

Natürlich ist es um mich geschehen.
Am liebsten würde ich nie wieder aussteigen.
Jetzt will ich auch einen.
So einen alten, charmanten, flotten, ehrlichen Sportwagen.
Targa 002

Der Prügel Prinz

Nein, der schwarze Porsche Prinz prügelt nicht.
Er wird geschlagen…
Auf der im Mai erst wegen Steinschlägen frisch lackierten Kofferraumhaube sind schon wieder viele fiese weiße Macken.
Nach so kurzer Zeit!

Da bekleckert sich unsere Automobilindustrie nicht mit Ruhm.
Wie kann man eine so empfindliche Stelle an einem Sportwagen lackieren, wenn eine Lackierung nur wenige Wochen hält?
Oder hat sich da jemand eine Gelddruckmaschine gebaut?

Mein geschickter Porschebruder hat seinen Schatz ja selbst mit Folie bezogen.
Sowas kann ich nicht.
Selbst die Bücher, die ich damals in der Schule eingebunden habe, sahen aus, wie von einer einarmigen, blinden Irren beklebt.
Mir fehlt für so etwas die Geduld.

Aber der Porsche bietet ein trauriges Bild.
Wie machen andere Fahrer das?
Überall Schweiz-Putz und vorne die Macken?
Ich bin ganz betrübt.

Gerade rollt der Boxster mit dem Dr. vor das Haus.
Als ich herausgehe, sehe ich, dass eines der Biber-Tücher vom Prinzen gerutscht ist.
Sofort wird der Doktor eingespannt, um mir zu helfen, es wieder über ihn zu breiten.
Sein frecher Kommentar: „Deine Porsche-Paranoia wird auch immer schlimmer.“

Pff!