Cayenne-Escort

Mein Freund Bastian schickte mir heute folgenden Link von „Süddeutsche.de“:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/schluepfrige-werbestrategie-im-porsche-autohaus-kauf-zwei-nimm-drei-1.1922558

Wenn man zwei Cayenne kauft, kriegt man ein Callgirl dazu.
Kurz überlegen.
Hmmmmmm, nein danke.

Porsche selbst fands wohl auch nicht so prickelnd, wegen der Namensrechte an „Cayenne“, und natürlich, weil man im Ländle gegen Prostituion ist.
Ich glaube, dass Männer mit genügend Knete für zwei Cayenne vielleicht auch so eine Dame finden, der der eigenartige Porsche-Geschmack ihres Mannes egal ist…

Elfer in Not!

Die neue C-Klasse wird bei Mercedes vorgestellt, habe ich heute Morgen im Badezimmerradio gehört.
Da wollte ich natürlich mal gucken gehen.
Der Dr. kann Mercedes nicht leiden.

Dennoch war er dabei und hat nur ca. zwei Stunden gebraucht, bis aufhören konnte, über die Marke und ihre Fahrzeuge zu meckern.
Wir sind eine Runde durch das Autohaus gelaufen, und im Keller, in einer völlig trostlosen Ecke (!) stand das Traurigste, was ich seit langem gesehen hatte:
Po1
Da hatte doch tatsächlich irgendein böser Mensch seinen Porsche ausgesetzt!

Und diese teuflischen Leute haben ihn ihn den Keller in irgendeine schrömmelige Ecke geparkt.
Nur, um ihn zu demütigen.
Da steht dieses Prachtstück nun unglücklich und verstört.

Ein schwarzer Carrera 4S, allerdings mit dunklerem Leder als meiner, vor-Facelift, nur um die 40.000 gelaufen.
P2
Er braucht ganz schnell ein gutes neues Heim!

Bitte, wer kann möge ihn retten!
Das hat er wirklich nicht verdient.
Ich bin mit den Nerven am Ende.

Parkettsicher

Als ich am Freitag meinen Schlüssel zur Reparatur wegbrachte, bin ich im Porschezentrum einem kleinen Jungen begegnet, der mir noch im Kopf herum spukt.
Zuerst sah ich seinen Vater.
Das Haar schon deutlich grau meliert, elegant gekleidet, attraktiv.

Später folgten die Gattin/Partnerin und der für sein Alter deutlich zu junge Sohn.
Der Junge war fröhlich und fragte den Vater, welchen Porsche sie abholen würden, er war vielleicht vier oder fünf Jahre alt und sein Anblick war beunruhigend.
Er sah aus, wie ein sehr kleiner, dünner Erwachsener.

Der Junge trug einen Schal im Burberry House Check, modisch um sein kurzes Kinderhälschen drapiert und war auch sonst wie ein Erwachsener gekleidet.
Ich fürchte, ich habe ihn angestarrt.
Er sah in seiner Verkleidung nicht niedlich aus, sondern befremdlich.

Wie ein Accessoire, passend zu Papas neuem Cayenne und der sportlich eleganten Mutter.
Was er eines Tages sicher nicht haben wird, ist Scheu oder Befangenheit, wenn er das erste Mal alleine ein PZ betreten wird.

Ich erinnere mich, dass ich öfter einmal gelesen habe, dass erwachsene Männer leicht schüchtern sind, wenn sie sich dort erstmalig umsehen.
Mir ging es damals nicht so, ich war eher aufgeregt, vor meiner ersten Probefahrt, ansonsten ist für mich Autohaus gleich Autohaus.

Ich wünsche dem Jungen ein tolles Leben mit vielen glücklichen Automomenten, parkettsicher in der Welt der schönen Sportwagen ist er schon heute.

Das Traumfahrzeug

Eine Frau braucht Träume!
Man könnte meinen, dass ich mit einem Carrera in der Garage wunschlos glücklich bin.
Aber meine Seele ist eine kleine Raupe Nimmersatt und da gibt es noch dieses andere Auto, das ich begehre…

Letzte Woche habe ich es wieder einmal besucht.
Beziehungsweise seine häßliche Schwester.
Als es noch eine schönere Farbe hatte, hat mich das Begehren fast aus den Schuhen geworfen.
Letzte Woche hatten sie einen ganz furchtbaren weißen Lack mit buntem Schimmer drin als Wagenfarbe ausgewählt.

Mir war schon klar, dass Farbe unglaublich viel vom visuellen Eindruck prägt, aber wer hätte gedacht, dass es so krass ist?
Obwohl dieser türkise Elfer, den ich mal für eine Probefahrt hatte, auch echt übel aussah…
012

Egal!
Wenn kein Wunder passiert, werde ich mir ohnehin nie einen leisten können.
Aber alle paar Monate, wenn ich in der Nähe des Autohauses bin, gehe ich ihn besuchen und begehre ihn.
Wenn Ihr wollt, könnte Ihr zugucken.

Und bald, am Ring, werde ich seinen wunderbaren Motor auch wieder hören.
Rrrrrrr!