Wenn der Carrera plötzlich langsam fährt…

Strahlender Sonnenschein, ich bin mit meiner Freundin in Wuppertal verabredet.
Natürlich darf der Porsche mit.
Ich schiebe meinen Sommernachts-Traum-Haarreifen aus London in die Locken und mich in den Elfer.

Auf den Straßen: Porscheexplosion.
Klar, die haben alle Lust zu fahren.
Was mich besonders freut, in drei von vier Porsches, die mir in Wuppertal begegnen saßen Frauen.
Zwei im Elfer, beide nicht mehr ganz jung, und eine im Cayman.

Wir holen auf.
Ich suche einen angemessen hübschen Parkplatz für meinen, den schönsten Porsche von allen:
wup
Hier parkt es sich schön.

Auf der Rückfahrt fahre ich gezwungenermaßen mit 80 über den Rhein.
Überholt von einem Kölner, in wilder Hatz gefolgt von einem Bonner.
Beide rauschen mit Vollgas in die Radarfalle.
Jungs, wenn der Carrera plötzlich langsam fährt, liegt es nicht daran, dass die blonde Mutti am Steuer das Gaspedal nicht findet…

Gute Fahrt

Das Wetter war so gut, da rief die Eifel.
Schon früh am Morgen habe ich den Boxster mit Sonnenaufgang vor dem Haus fotografiert, während sein Besitzer noch völlig schlaftrunken war.

Bei warmen Sonnenschein haben wir stundenlang im Garten geackert.
Zur Belohnung gab es eine offene Ausfahrt.
Und wir waren nicht allein.
Im Ahrtal fuhr ein wunderschöner Oldtimer, den ich durch das offene Boxster-Dach während der Fahrt fotografieren konnte.
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Ist da ein A-Modell?
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Gut, dass ich immer die Kamera mitschleppe.
Auch wenn meine ohnehin schon überladene Riesenhandtasche durch zwei Kameras weder leichter noch schmaler wird…

Auf der A1 später haben wir ein G-Modell und einen 997, beide aus Essen getroffen.
Das G-Modell hatte einen ungewönlichen Seitenauspuff, der tüchtig lärmte und diesen Porno-Spoiler, der Carrera hatte dieselbe Innenfarbe, wie meiner, war aber, glaube ich grün (das Licht war schon nicht mehr gut…).

Unrühmliche Ausnahme: ein blöder Cayenne, der uns mit seinen hohen Scheinwerfern mehr blendete als die Märzensonne im Mittelgebirge.
Aber ansonsten: eine gute Fahrt!

Abends dann noch ein schöner Lacher auf der heimischen Couch:
Ein Bekannter schickt mir ein Foto mit einem Porsche, den ein „PuFF-nein danke-„Aufkleber ziert.
Das Design erinnert mich an irgendetwas, ich komm beim besten Willen nicht drauf, an was… 😉

Carpe Nachmittag!

Den ganzen Vormittag war ich niedergeschlagen.
Porschefreund Jim ermahnt mich, nicht rumzujammern wegen des  „Mannes mit dem alten Auto“, wie er einen gewissen Herren nennt.
Leichter gesagt, als getan.

Irgendwann raffe ich mich auf und fahre zum Porschezentrum, um den reparierten Schlüssel abzuholen.
Und die Porschemagie arbeitet für mich.
Nach weniger als einem Kilometer fühle ich mich etwas besser.

Als die Schlüsselsache erledigt ist, bin ich so happy, dass ich den Carrera noch nicht in die Garage fahren will.
Der Schreibtisch erlaubt eine Ausfahrt und aus psychologischer Sicht ist sie absolut lebensrettend für Fräulein Traurig.

Mein Öl ist warm und auf den Landstraßen absolviere ich überflüssige Sprints.
Nur weil es sich so gut anfühlt…

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Immer den Rhein entlang.
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Bis ganz nah ans Wasser.
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Pole position auf der Fähre mit Blick auf die Ruderer.

Hilft ein Porsche bei Herzenskummer?
Ein bisschen schon.
Wenn alles noch so frisch ist, sind schon zwei Stunden, in denen man etwas anderes fühlt als dieses Scheißgefühl, gut.

Working at the car wash

„Some of the work gets kinda hard
This ain’t no place to be, if you planned on bein‘ a star“
Rose Royce hat es erfasst.
Autowaschen ist harte Arbeit.

Dennoch ab und an fällig.
Um mich vor dem Schreibtisch zu drücken, bin ich heute mit dem Carrera zum Autowaschen gefahren.
Ganz klar habe ich dafür keine sonderliche Begabung und es macht mir auch keinen Spaß.

Ich habe die Sammlung an Autobade-Utensilien gepackt und mäßig erfolgreich gegen festgefressenen Bremsendreck und blutige Insektenleichen gekämpft.
E-kel-haft.
Sähe er jetzt wenigstens sagenhaft sauber aus, hätte ich noch sagen können, dass sich der Kampf gelohnt hat, aber ich lege offenbar zu wenig Ehrgeiz an den Tag, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen.

Dennoch habe ich meinen Ausflug in einem neuen Video festgehalten und am Wochenende mache ich schöne Fotos von meinem sauberen Schatz.

 

Das Traumfahrzeug

Eine Frau braucht Träume!
Man könnte meinen, dass ich mit einem Carrera in der Garage wunschlos glücklich bin.
Aber meine Seele ist eine kleine Raupe Nimmersatt und da gibt es noch dieses andere Auto, das ich begehre…

Letzte Woche habe ich es wieder einmal besucht.
Beziehungsweise seine häßliche Schwester.
Als es noch eine schönere Farbe hatte, hat mich das Begehren fast aus den Schuhen geworfen.
Letzte Woche hatten sie einen ganz furchtbaren weißen Lack mit buntem Schimmer drin als Wagenfarbe ausgewählt.

Mir war schon klar, dass Farbe unglaublich viel vom visuellen Eindruck prägt, aber wer hätte gedacht, dass es so krass ist?
Obwohl dieser türkise Elfer, den ich mal für eine Probefahrt hatte, auch echt übel aussah…
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Egal!
Wenn kein Wunder passiert, werde ich mir ohnehin nie einen leisten können.
Aber alle paar Monate, wenn ich in der Nähe des Autohauses bin, gehe ich ihn besuchen und begehre ihn.
Wenn Ihr wollt, könnte Ihr zugucken.

Und bald, am Ring, werde ich seinen wunderbaren Motor auch wieder hören.
Rrrrrrr!

Probefahrt im Carrera Cab

Nach der Arbeit sind mein Kunde und ich aufgebrochen, ins PZ Erfurt.
Herr Thiel, der Geschäftsführer, nahm uns in Empfang und begrüßte uns freundlich.
Wegen meiner noch immer nicht vorhandenen Winterreifen sprach ich mit einem seiner Mitarbeiter, der mir sehr interessante, und bisher von keinem anderen Berater erwähnte Infos zum Thema RDK gab.

Unser Fahrzeug für die Probefahrt war ein wunderschönes 997er Cab.
Macadamiametallic mit sandbeigen Sitzen.
Leider hatten wir jahreszeitlich bedingt kein Wetter zum offen Fahren aber das Fahrzeug ist ein Traum.

Normalerweise sitze ich im 11er ja nie auf dem Beifahrersitz, aber selbst das macht Spaß.
Der Schub, der fette Sound…
auch mein Kunde begann begeisterte Geräusche zu machen, als beim ersten Gasgeben der Carrera seine Stimme erhob und losschoß.

Die Straßen waren zur Rushhour leider voll und viel zu schnell waren wir wieder zurück beim Porschezentrum.
Ich habe noch eine Reihe von Fotos für meinen Kunden von ihm und dem Traumwagen gemacht und sein schelmisch-verliebstes Grinsen, wie er aus dem Fenster auf der Fahrerseite guckt, spricht Bände…

Hooked!
Hahaha. Jeder Porschefahrer kennt das.

Was mir sehr gut gefallen hat, war das PZ.
Kein Zirkus, bis wir die Porbefahrt machen konnten, zugewandte, kompetente, unaufdringliche Beratung.
Unpretentiös charmant. Da könnte sich das eine oder andere Porschezentrum ruhig eine Scheibe von abschneiden!

Und bei einem „ersten Mal“ dabei zu sein, ist einfach klasse! 🙂

Boxster onboard-wackelig in Wuppertal

Jajajajaja, die Kamerafrau hat keine ruhige Hand.
Und der Ton ist verbesserungswürdig.
Aber wir üben ja noch, und hausgemacht ist immer etwas grobgeschnitzt.
Hier kommt das zweite Video-Opus: Zwei Porschefahrer in Wuppertal.

Auf der Autobahn liefern wir uns eins dieser bei uns regelmäßig vorkommenden Wortgefechte.
Ich bin respektlos zum Boxster, der Dr. beleidigt den Carrera.
Ich fürchte, wir benehmen uns nur marginal besser, als die Wollnys aus dem Fernsehen.
Nicht die Bohne Gentleman und Gentlewoman driver…

Natürlich mag ich den Boxster eigentlich sehr, das merkt man vermutlich, wenn ich ihn so liebevoll von oben filme.
Und Wuppertal zeigt sich von seiner allerschönsten Seite, wir sind Schwebebahnfans, was vermutlich keinem verborgen bleibt.

Den Romantik-Part zwischen Burgern und Akzenta haben wir rausgelassen.
Wir beim Juwelier hätte Euch vermutlich noch vor dem Schwebebahn-Keksen einschlafen lassen.
Die Rückfahrt war aquaplanig, finster und nass.
Aber was tun wir nicht alles, um unsere Porsche-Expeditionen ins wilde Bergische Land für die Nachwelt festzuhalten?

Der klingt aber schon komisch…

Heute waren die Dachdecker kurz noch einmal da.
Es kam, wie es kommen musste,
das Gespräch kam auf Autos.
Genauer, auf den Boxster des Doktors.

Ich war irgendwann die Tage mal mit dem Boxster weggefahren, was den Dachdeckern nicht entgangen war.
Offenbar hielten sie ihn für mein Auto.
Einer der beiden sagte: „Der klingt aber schon komisch.“

Was ich nur bestägigen kann.

Der Dr. lässt keine Gelegenheit aus, furchtbare Dinge über meinen Carrera zu sagen.
Weist täglich gefühlte 300 mal darauf hin, dass „Der Boxster der bessere Elfer“ ist.
Das kann ich natürlich nicht so stehen lassen und obwohl ich den Boxster eigentlich mag,
(auch wenn er für mich kein ernstzunehmender Sportwagen ist…)
schieße ich zurück, Ehrensache.

Des Dachdeckers Spruch war Wasser auf meine Mühlen.
Von einem Elfer würde das nie jemand sagen.
Der klingt einfach überzeugend souverän.

Porsche
Sieht nicht nur extrem sexy aus, klingt auch so.

Diagnose: Road Rage

Endlich durfte der 11er wieder aus der Garage.
Ich bin heute in die Eifel gefahren.
Der Dr. sitzt auf dem Beifahrersitz.
Auf der Rückfahrt nähert sich ein fieser Audi SUV von hinten.

In Sekundenbruchteilen ist mir klar, dass ich nicht will, dass er mich überholt.
Ich trete das Gaspedal voll durch,
mein schwarzer Prinz sprintet drehfreudig los,
der Klotz hinter mir wird immer kleiner.

Zufrieden drehe ich mich zum Dr. und sage:
„Irgendwie wollte ich nicht, dass der mich überholt.“
„Road Rage.“ konstatiert er trocken von rechts.
Diese Diagnose ist eine Frechheit!

Interessanterweise gibt es dieses amerikanische Konzept im Deutschen gar nicht:
Im Englischen Wikipedia ist zu lesen:
„Road rage is aggressive or angry behavior by a driver of an automobile or other road vehicle. Such behavior might include rude gestures, verbal insults, deliberately driving in an unsafe or threatening manner, or making threats. Road rage can lead to altercations, assaults, and collisions that result in injuries and even deaths. It can be thought of as an extreme case of aggressive driving.“

Er behauptet, ich zeige eine Form des extrem aggressiven Fahrverhaltens?!

Das stimmt ÜBERHAUPT nicht.
Manchmal will ich nur einfach partout nicht überholt werden.
Sobald alle mir die linke Spur frei machen, bin ich ein blonder Engel.
Lammfromm am Steuer meines Carreras.

Ts, Road Rage, ich…!

Während ich dies schreibe lacht er neben mir im Bett liegend und sagt:
„Leugnen ist zwecklos.“
Ich knuffe ihn und antworte ein böses Wort mit A.
Er lacht und sagt dauernd Road Rage.

Das nächste Mal darf er nicht mehr mitfahren!
Er legt auch dauernd den Kopf an das Leder der Kopfstütze oder fasst die Innenverkleidung an und ist dann beleidigt, wenn ich sage, dass er das nicht darf.
Am besten fährt Frau, bei aller Liebe echt alleine! 😉

No Party today…

Vor  anderthalb Stunden hat der Dr. sich Richtung Nachtdienst im Krankenhaus verabschiedet.
Auch ich habe einen Patienten.
Mein armer Kater hat heute einen vereiterten Zahn aus dem Kiefer operiert bekommen.

Im völlig überheizten Wohnzimmer
(„Halten sie ihn warm!“ hatte der Tierarzt gesagt)
verbringe ich also meinen Freitagabend, das frisch operierte Tier hütend.
Heute Vormittag, während er in der Tierklinik lag, waren der Dr. und ich zur Ablenkung im Porschezentrum Düsseldorf.

Er brauchte den neuen Schalter für seine Warnblinkanlage und mich muss man nicht lange überreden, wenn es darum geht, ins PZ zu fahren.
Da ich Aufmunterung brauchte, am OP-Tag, trug ich eins meiner Lieblings-T-shirts.
Quer über der Oberweite prangt das Bild eines Flügeltürers von Rowe-Racing.

Ich hatte es im Sommer bei einer Veranstaltung am Nürburgring gekauft.
Offenbar wirkt Frau mit einem solchen Shirt wie eine ernsthafte Porscheinteressntin.
Mehrfach kamen Verkäufer auf mich zu und fragten, ob sie helfen könnten.
Aber ich habe ja schon was ich wollte, der Carrera ist in meiner Garage, heute brauchte ich nur etwas, was mich für einige Momente die Katersorgen vergessen ließ.

Übrigens, wer wie ich heute einen ruhigen Abend vor dem Rechner verbringt, kann gerne mal auf der Gesichtsbuchseite dieses Blogs vorbei schauen,
da gibt es mich nämlich auch 😉