Wenn der Carrera plötzlich langsam fährt…

Strahlender Sonnenschein, ich bin mit meiner Freundin in Wuppertal verabredet.
Natürlich darf der Porsche mit.
Ich schiebe meinen Sommernachts-Traum-Haarreifen aus London in die Locken und mich in den Elfer.

Auf den Straßen: Porscheexplosion.
Klar, die haben alle Lust zu fahren.
Was mich besonders freut, in drei von vier Porsches, die mir in Wuppertal begegnen saßen Frauen.
Zwei im Elfer, beide nicht mehr ganz jung, und eine im Cayman.

Wir holen auf.
Ich suche einen angemessen hübschen Parkplatz für meinen, den schönsten Porsche von allen:
wup
Hier parkt es sich schön.

Auf der Rückfahrt fahre ich gezwungenermaßen mit 80 über den Rhein.
Überholt von einem Kölner, in wilder Hatz gefolgt von einem Bonner.
Beide rauschen mit Vollgas in die Radarfalle.
Jungs, wenn der Carrera plötzlich langsam fährt, liegt es nicht daran, dass die blonde Mutti am Steuer das Gaspedal nicht findet…

Ich suche mal wieder einen Mann

Heute Mittag in Wuppertal.
Zwischen zwei berufliche Termine hatte ich ein privates Mittags-date mit meinen Freunden gelegt.
Wir sitzen also im besten Burger Laden des Rheinlands und vor dem Fenster fährt ein ganz reizender Wagen vorbei.

Nach einer Weile dreht er eine zweite Runde.
Parkplatzsuche? Vermutlich.
Ein sehr cooles Auto.
Rallye-Trimm, gelber Kadett aus vermutlich den 70ern.

Einer der aufgeklebten Namen war Schnitzler, glaub ich.
Kennt jemand das Auto und weiß etwas über seine Geschichte?
Ich fand es sah glaubwürdig nach Oldtimer- bzw. Youngtimer-Rallye aus.
Ich habe so hingerissen gestarrt, dass die Jungs scherzten, der Fahrer würde bestimmt so oft an uns vorbei fahren, bis ich endlich winken würde.

Ich glaube, er hat uns im Laden nicht einmal sitzen sehen,
aber die Geschichte zu diesem coolen Auto würde ich schon gerne hören.
Als ich zu meinen Zeiten im PFF mal einen GT3-Fahrer gesucht habe, den ich am Rhein getroffen hatte, hat man mir postwendend unterstellt, ich sei im Forum nur, um einen Kerl zu erobern.

Klar, undenkbar, dass eine Frau sich einfach für Autos interessiert.
Auch die Intervention des Dr., der damals schon mit mir unterwegs war, konnte die Forums-Machos nicht vom Gegenteil überzeugen.
Von daher suche ich jetzt auch gar nicht mehr nach dem Rallye-Kadett, sondern einfach nach dem Mann da drin.

Der wird mir schon die Geschichte seines Wagens erklären können.
Wenn einer meiner Leser das auch kann, freue mich mich aber ebenso!

Erfolgreich in Wuppertal

Ganz erschöpft sind wir aus Wuppertal zurück.
Aber wir waren hochgradig erfolgreich und morgen gibt es sogar das Boxster-onboard-Video.
Bevor wir ein Paar wurden, und als junges Paar (Gott das klingt jetzt so, als wären wir seit 35 Jahren verheiratet…) haben wir so gerne Touren im offenen Boxster durchs Bergische Land gemacht.

Heute verbot sich das offen Fahren,
wir hatten Regen und 4 Grad.
Aber eine Menge Spaß.
Die Kamera war dabei und wenn der Dr. aus meinem Gewackel genügend brauchbares Material retten kann, kommt morgen das zweite Video, inklusive Schwebebahn bei Nacht.

Wir waren mit dem Einkaufswägelchen Samstagseinkäufe erledigen, im Lieblingsburgerladen und haben unser Geschenk zum sechsmonatigen Jubiläum gefunden.
Im selben Laden hat sich der Dr. dann auch noch in eine Armbanduhr verliebt, die ich ihm zu Weihnachten gekauft habe.

Auch wenn der Dr. sich erdreistet hat, meinen Elfer als „asthmatischer Elfer, der statt PS vier Auspuffrohre hat, als Penisprothese“ zu bezeichnen.
Meine Antwort hört Ihr dann morgen im Film…
Ich denke, man kann aber trotzdem sagen, wir waren erfolgreich in Wuppertal.

Wut in Wuppertal – Wuppertal wrath

Der Dr. hat mich von der Arbeit abgeholt, wir wollten Burger essen.
Nach kurzer Parkplatzsuche fanden wir in der Geburtstadt Friedrich Engels einen Parkplatz unweit unseres Lieblings-Burgerladens.

Nach anderthalb Stunden wankten wir deutlich gesättigt dem Boxster entgegen.
Der immer ritterliche Dr. öffnete mir die Beifahrertür und da sahen wir es.
Ein ca. 40 Zentimeter langer Kratzer am hinteren Kotflügel und ein sicher 30 Zentimeter langes Exemplar auf der Beifahrertür.

Ich war fassungslos.
Der weise Dr. tröstete mich mit den Worten: „Ist nur Blech.“
Aber es ist so gemein, wenn man nach einem schönen Essen zurück zum Auto kommt, und es zerkratzt vorfindet.
(Eigentlich hätte ich ihn trösten müssen, es war schließlich sein Wagen…)

Wäre es mit meinem schwarzen Prinzen passiert, ich hätte einen
Nervenzusammenbruch bekommen.
In diesen Straße hatte ich ihn schon mehrfach geparkt.

Demnächst besser nur noch ins Parkhaus?
Quer?
Ganz weit von allen anderen weg?
Gar nicht mehr in die Stadt?

Möge der Teufel die Vandalen holen!

The Dr. and I wanted to go for burgers after work.
After a short while we found a parking spot for his Boxster.
We dined at our favorite burger place in the city of Friedrich Engels.

When we returned, well fed about 1.5 hours afterwards,
the ever chivalrous Dr. opened the passenger door for me.
This was, when we discovered the scratches.
The one on the wing was about 40cm and the one on the door about 30.

I was gobsmacked.
The Dr. wisely consoled me: „It´s only metal…“
It is so mean to find your car vandalized after a lovely dinner.
I should have been the one to comfort him, he was the one with the damaged Porsche after all…

Had this happened to my black prince, I would have had a fit.
I had parked it several times somewhere on the same road.

Should one  leave one´s cars in car parks only?
Obliquely parked far away from all the others?
Not take the Porsche for any trip to the city?

To hell with these vandals!

Look poor think rich

Mein Freund Bastian und ich laufen durch Wuppertal. Vohwinkel. Kein wohlhabender Stadtteil.
Überrascht sehe ich einen schicken Porsche in einer Seitenstraße parken.
Kurz darauf die Erklärung: er parkt unter einem Praxisschild.

Name des Arztes und Buchstaben auf dem Nummernschild stimmen überein.
Mensch, denke ich, es gibt Berufsgruppen, die ihren Porsche ganz offen fahren.

Ich hingegen überlege mir immer recht genau, zu welchen Terminen ich welches Auto nehme.
Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich diese: „Sie fahren einen Porsche? Müssen Sie aber gut verdienen!“ Sprüche nicht mehr hören kann.

Es geht die Leute überhaupt nichts an, ob gut ich verdiene, und ob ich den Porsche von meinem Verdienst bezahlt habe, oder nicht.

Mit solchen Gedanken scheint der wuppertaler Arzt sich nicht zu plagen.
Gönnt man es Ärzten mehr?
Bin ich alleine mit solchen Effekten?
Sagt man das eher zu einer Frau, als zu einem Mann?

Manchmal komme ich mir schon vor, wie der Chef der Treberhilfe…

2013-06-01_20 11 13

Besser wird es nicht mehr!

Dienstagabend.

Die drei Jungs und ich wollen zusammen essen. Und den Porschekauf feiern.

Ich beschließe, für die Fahrt nach Wuppertal den Porsche zu nehmen und greife beim Herausgehen noch rasch eine Dire Straits CD.

Auf der A46, der Autobahn meiner Jugend, fahre ich zu meiner Verabredung.

Großartig, die langen Intros auf der Platte beim schnellen Fahren.

„Your latest Trick“ läuft.

Ein Stück, das ich 1985 schon sehr mochte. Wir waren auf Klassenfahrt und haben das Album im Bus gehört, in der Lüneburger Heide. Damals hörten wir es auf dem Walkman.

Heute sitze ich in meinem Traumauto und der Song kommt aus 13 Boxen.

Eigentlich könnte ich jetzt auch sterben, besser kann das Leben nicht mehr werden.