Black Friday – ein schwarzer Freitag

When it rains, it pours.
Yesterday some bad news paired up, got in a very fast car (no Porsche, bad news do not travel in beautiful cars!), and decided to hit me in rapid succession.

Whilst busily working for my customers,
things went from bad to worse.
It took all my willpower to get the job done and not get a nervous breakdown right in front of the people who travelled a long way to work with me.

On the way home, still in the car, the next desaster struck.
More bad news over the phone.
It is always like that for me.
Somehow I seem to always get a perfect storm.

It is really no surprise I had to buy the Porsche.
If life sucks, it sucks big time.
And a woman needs something to light up her life, when the shit hits the fan.

Ein Unglück kommt selten allein.
Gestern haben sich einige schlechte Nachrichten verabredet, sind in ein schnelles Auto gestiegen und in mein Leben geplatzt.
(Nein, schlechte Nachrichten kommen nicht im Porsche…).

Während ich für meine Kunden aktiv war, die eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um mit mir zu arbeiten,
hat es mich meine gesamte Willenskraft gekostet, nicht die Schwelle zu Nervenzusammenbruch zu überschreiten.

Auf der Heimfahrt dann die nächste Scheißnachricht am Telefon.
Das ist bei mir immer so,
der ganze Mist kommt auf einmal.

Kein Wunder, dass ich den Porsche kaufen musste.
Wenn das Leben hakt, dann richtig.
Und eine Frau braucht einfach Ihren schwarzen Prinzen, zur Stärkung der Nervenkraft.

Das Kind und der Porsche

Am Sonntag brauchte ich ein Ziel für meine abendliche „Wenn-ich-jetzt-keine-Porschetour-mache-krieg-ich-die-Krise“ – Tour.

Also fuhr ich bei einem Ex vorbei, dem ich neulich erzählt hatte, dass ich mir meinen Porschetraum erfüllt hätte.
Er selbst darf kein Auto fahren, obwohl er Autos liebt.
Er hat von Geburt an einen Augendefekt und seine Sehkraft reicht nicht aus.

Sein 10 jähriger Sohn wollte den Porsche natürlich auch sehen.
Begeistert fragte er, ob er sich mal reinsetzen dürfe.
Durfte er.
Verzückt saß er auf dem Fahrersitz und streichelte das Lederlenkrad.

Danach nahm auch sein Vater Platz und lobte den edlen Geruch des 11ers.
Mich drückten an dem Abend private Sorgen, aber als ich nach einer Viertelstunde bei den beiden meine Tour fortsetzte, war mir klar, dass ich in vielerlei Hinsicht unglaublich viel Glück habe.

Wut in Wuppertal – Wuppertal wrath

Der Dr. hat mich von der Arbeit abgeholt, wir wollten Burger essen.
Nach kurzer Parkplatzsuche fanden wir in der Geburtstadt Friedrich Engels einen Parkplatz unweit unseres Lieblings-Burgerladens.

Nach anderthalb Stunden wankten wir deutlich gesättigt dem Boxster entgegen.
Der immer ritterliche Dr. öffnete mir die Beifahrertür und da sahen wir es.
Ein ca. 40 Zentimeter langer Kratzer am hinteren Kotflügel und ein sicher 30 Zentimeter langes Exemplar auf der Beifahrertür.

Ich war fassungslos.
Der weise Dr. tröstete mich mit den Worten: „Ist nur Blech.“
Aber es ist so gemein, wenn man nach einem schönen Essen zurück zum Auto kommt, und es zerkratzt vorfindet.
(Eigentlich hätte ich ihn trösten müssen, es war schließlich sein Wagen…)

Wäre es mit meinem schwarzen Prinzen passiert, ich hätte einen
Nervenzusammenbruch bekommen.
In diesen Straße hatte ich ihn schon mehrfach geparkt.

Demnächst besser nur noch ins Parkhaus?
Quer?
Ganz weit von allen anderen weg?
Gar nicht mehr in die Stadt?

Möge der Teufel die Vandalen holen!

The Dr. and I wanted to go for burgers after work.
After a short while we found a parking spot for his Boxster.
We dined at our favorite burger place in the city of Friedrich Engels.

When we returned, well fed about 1.5 hours afterwards,
the ever chivalrous Dr. opened the passenger door for me.
This was, when we discovered the scratches.
The one on the wing was about 40cm and the one on the door about 30.

I was gobsmacked.
The Dr. wisely consoled me: „It´s only metal…“
It is so mean to find your car vandalized after a lovely dinner.
I should have been the one to comfort him, he was the one with the damaged Porsche after all…

Had this happened to my black prince, I would have had a fit.
I had parked it several times somewhere on the same road.

Should one  leave one´s cars in car parks only?
Obliquely parked far away from all the others?
Not take the Porsche for any trip to the city?

To hell with these vandals!

Sonntagsfahrer

Before I tackle todays thoughts, I would like to say hi to my readers in the UK!
This post will not cover any cleavage-related topics 😉

Heute war ich zu einem Spaziergang verabredet.
Ich hatte Aufmunterung nötig und daher musste der Porsche ran.
Die 15 Kilometer zu dem Wald, in dem ich spazieren wollte, waren viel zu schnell gefahren.

Noch dazu war auf gut einem Drittel der Autobahnstrecke Tempo 80 und nicht wenig Verkehr.
Wo soll das hinführen?
Überall Geschwindingkeitsbegrenzungen machen Sportwagen tatsächlich obsolet.

Während ich parkte, und damit haderte, dass die Fahrt zu schnell vorbei war, kamen mir Gedanken über Gier.
Kriegt man wirklich im Leben oft nicht genug?
(Porsche-KM, Liebe, Aufmerksamkeit, Wertschätzung..)
Oder sind wir gierige, maßlose Hedonisten?

Mehr, mehr, mehr, wie die kleine Raupe Nimmersatt?
Das rechte Maß zur rechten Zeit hab ich schon oft verfehlt.
Muss man buddhistisch erleuchtet sein, um das hin zu kriegen?
Und wann lässt das Kompensationsbedürfnis seine schmierigen Finger endlich mal aus dem Spiel?

Denke ich zu viel nach?
Wie denkt man weniger?
Scheißegal. Die Fahrt war zu kurz und jetzt hole ich ihn mir noch einmal aus der Garage.
Ich will ihn ohne Einschränkungen fahren, bis der Tank leer ist.

Der Porsche und die Liebe

Porsche statt Mann?
Das „No man, no cry-Konzept“ ist zweifellos interessant.
Stößt jedoch schnell an seine Grenze.
Für einen Lebenspartner ist der Carrera dann doch etwas zu schweigsam und er fährt zwar, wohin ich will, aber irgendwie passt er so schlecht neben mich auf die Couch, wenn mir nach Kuscheln ist.

Auf der anderen Seite ist er ausgesprochen sexy,
gut gebaut und ihn flott zu fahren ist durchaus ein sinnliches Vergnügen.

Aber ich habe einen Hang zum Luxus.
Warum Porsche oder Mann, wenn das Leben einem vielleicht sogar beides gibt?
Muss es der solvente Turbo-Fahrer sein, von dem die Forumsherren mir angedichtet haben, ich würde ihn suchen?

Nein.
Ich bin schon froh, wenn er frei von finanziellen Notständen ist und keinen fiesen Panamera oder Cayenne fährt… 😉
Wichtiger als Knete und Karre sind mir tatsächlich andere Dinge bei der Partnerwahl.

Und wie das Leben so spielt, wurde ein Mann in letzter Zeit zunehmend unverzichtbarer.
Fährt er Porsche?
Ja und das ist ein großes Glück, denn so haben wir uns kennen gelernt.

Bricht jetzt irgendwo in der Welt das Herz eines solventen Turbo-Fahrers, der heimlich in mich verliebt ist?
Vermutlich ebenso wenig, wie der Porsche jemals mein Partnerersatz war.

Und wenn doch…?
Manchmal, wenn mein eigener Porschefahrer mich unglücklich macht, träume ich von ihm.
Dem perfekten Mann.
Der sagt natürlich IMMER genau das Richtige.

Aber das hier ist ein Porsche-Blog und kein Märchen.
Hier stehen die Prinzen in der Garage und die menschlichen Männer liegen mit auf der Couch.

Spätsommer-Deal

Der Himmel ist strahlend blau.
Die Sonne scheint und man sollte einen solchen Tag eigentlich auf irgendeiner schönen Route autofahrend verbringen.
Aber es ist Mittwoch und mein letzter Termin heute geht bis 19.30 Uhr.

Mir kommt eine Idee.
Wenn ich endlich die Zedernnadeln wegfege, die eine riesige Fläche vor meinem Haus bedecken, eine Aufgabe, die ich schon seit einigen Tagen vor mir her schiebe, darf ich ausnahmsweise heute mit dem Porsche zur Arbeit fahren.

Die Fegerei ist eine ausgesprochen blöde Angelegenheit.
Weder „Schwitzen ist gesund!“ noch „Trainiert den Arm!“ trösten einen so richtig über die schweißtreibende Arbeit hinweg.
Wenn der Lohn allerdings eine Fahrt im schönsten 11er der Welt ist, fegt es sich beschwingt.

Selbstmanagement a la Porschefahrerin. 😉

So fahre ich dann bester Laune im Porsche zum Kunden.
Er ist so lauffreudig, dass ich bedauere, als die Autobahnfahrt ein Ende nimmt.
Vor  meinem letzten Termin werden allerdings die Autos wieder gewechselt.
Ich werde in einem nicht so tollen Viertel parken müssen, das ist nix für den Prinzen (oder für seine Porsche-paranoide Besitzerin…).

Dafür haben der Dr. und ich gerade eine Feierabend-Tour verabredet.
Wenn dann endlich Feierabend ist, drehen wir noch ein Ründchen.
Wie schrieb er neulich?
„Ein Boxster macht eben alles besser.“

Wenn wir aus „Boxster“ „Porsche“ machen können, unterschreibe ich das sofort!

Bei Porschefahrers zuhause

Gute Porschefahrer essen ausschließlich Porsche-Käsegebäck.DSCF9802
Wer das Modell errät, bekommt einen Keks…

Meine neuste Kreation:
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Der Nürburgring.
Ich hatte ja Sorge, dass die GP-Strecke abbrechen könnte, aber sie hält 🙂

Heute kam eine ausgesprochen erfreuliche Nachricht.
Die feiere ich standesgemäß am Steuer des schönsten Porsches der Welt mit einer Feierabendtour.

Ich will Lärm machen mit dem Porsche und schnell fahren.
Also geht es rauf auf die Bahn.
Leider habe ich die Rechnung ohne die Männer gemacht, die heute offenbar keinen guten Wochenstart hatten.

Sie können den Gedanken nicht ertragen, dass der schwarze Porsche sie überholt.
Provozierend langsam blockieren sie die linke Spur.
Dacia, Seat, Ford, VW… am Steuer schlecht gelaunte Kerle.
Wenn ich dann irgendwann endlich dran vorbei bin, bestrafen sie mich mit Lichthupe und bösem Blick.

Mir fallen dazu nur sexistische Erklärungen ein, und weil ich eine Dame bin,
tröste ich den schwarzen Prinzen, dass wir wieder kommen, wenn die bösen Männer im Bett sind.
Dann gehört die Bahn uns.

Bis dahin knistert er in seiner Garage und ich esse noch einen Nürburgring.

Perspektiven-Wechsel

Heute wollte ich als Kontrastprogramm zum gestrigen Crash nur langsame Dinge tun.

Spazieren und Schiffstour waren angesagt und als einzige Personen unter 80 haben wir die Natur am „Eifel-Amazonas“ im Ausflugsboot-Tempo an uns vorbei ziehen lassen.
Seeeehr erholsam.

Auf der Rückfahrt dann ein silberner Carrera S vor uns.
Mit erfreulichem Geräusch beschleunigt er.
Aha, so hört sich das von hinten an!

Dann klappt der Flügel hoch.
Oh! Das hatte ich noch nie gesehen.
Wenn man selber fährt, sieht man sich ja nicht von hinten.

Während der Dr. doziert, bei welchem Tempo ein- und wieder ausgefahren wird,
überlege ich, dass das unter dem Flügel aussieht, wie der Blasebalg, mit dem am See im Sommer die Schlauchbote aufgeblasen werden.

Vor dem bescheuerten Lärmschutz-absurd-Tunnelprojekt auf der A1( Tempo 60 nach jahrelangem Ausbau im Tunnel. Auf der Autobahn!!!)
muss auch der silberne Porsche langsamer werden.
Der Blasebalg verschwindet und hoch zufrieden betrachte ich das sexy Heck.

So eins hab ich auch.
Es wartet auf mich in meiner Garage zuhause.
Da wird der Gedanke an Montag und Schreibtisch auf einmal gar nicht mehr so schlimm.
Wenn ich fertig bin, mit Buchführung und dem ganzen anderen Kram, werde ich den Verkehrsteilnehmern der Region mein schwarzes, breites Heck zeigen.

Montag, ich komme!

Mit dem Porsche auf Männerfang

Als ich damals einen Porsche kaufen wollte, hatte ich niemanden, der mir sagen konnte, welche Preise angemessen sind.

Um Informationen zu bekommen, habe ich mich im Porscheforum angemeldet.
Nicht, um einen Mann zu finden.
Gut, als ich ihn dann hatte (den Porsche, nicht den Mann!) hat meine Vorstellung für ein gewisses Maß an Furore gesorgt.
Aber nicht für Dates.

Auch an der Rennstrecke schauen die Herren auf die Autos und nicht auf mich.
Die meisten sind vermutlich in glücklicher Beziehung oder quatschen eben einfach keine wildfremden Frauen an.
Außerdem bin ich meist mit Kamera und oder Sonnenbrille vor den Augen und Stöpseln in den Ohren vermutlich auch einfach nicht so leicht ansprechbar.

Im Forum denken einige Männer aber ernsthaft, ich sei auf der Suche nach einem Porschefahrer.
Bin ich aber nicht.

War ich auch nie.
Ich glaube daran, dass es sinnvoller ist, Dinge selber zu besitzen, als Leute zu suchen, die das Objekt der Begierde schon haben.
Das Gefühl, sich einen Lebenstraum zu erfüllen, einen eigenen 11er zu besitzen, ist durch keinen Porschefahrer zu ersetzen.

Könnte ich einen Mann lieben, der mit Autos nichts am Hut hat?
Schwierig.
Früher ging das mal, aber da war meine Autoliebe noch zart.

War ich auf Männerfang, als ich ihn kaufte?
Nein.
Ich hatte die Nase mehr als voll von den Kerlen und war vermutlich so desinteressiert am Daten, wie selten zuvor in meinem Leben.

Ich war auf dem Fang nach Glück.
Und das funktioniert.
Ein Porsche ist ein Glücksfänger.

Es macht glücklich, ihn zu fahren.
Es macht glücklich ihn anzusehen.
Es macht glücklich, ihn zu spüren.
🙂

Heine, die Dire Straits und ich

Ich bin auf der Rückfahrt von Wuppertal.
Nach langer Zeit hatte ich die Jungs endlich mal wieder gesehen.
Es läuft nur Mist im Radio, und ich schalte auf CD um.
Ich hatte vergessen, dass ich diese CD noch geladen hatte.

„Communique“
Die habe ich damals vor ca. einem Jahr immer auf den Probefahrten in den Porsches gehört.

Diese CD erinnert  mich daran, wie schlecht es mir ging, als ich mich entschied, vielleicht einen Porsche zu kaufen.
Ich war in so schlimmer Verfassung gewesen, dass ich fast nicht überlebt hätte.

Diese Zeit lag hinter mir, aber ich war noch ziemlich schlecht dran, als ich diese Fahrten machte.
Heinrich Heine hat ein solches Überleben so treffend beschrieben:
„Anfangs wollt‘ ich fast verzagen,
Und ich glaubt‘, ich trüg es nie,
Und ich hab es doch getragen,
Aber frag mich nur nicht: wie?“

Ich war völlig überwältigt, vom dem Gefühl, den 11er zu fahren.
Er machte mir ein bißchen Angst und gleichzeitig passte er zu mir wie ein gut sitzender Handschuh auf eine Hand.

Das Fahren war leicht und intensiv zugleich.
Weit entfernt von guter Verfassung hatte ich auf diesen Fahrten das erste Mal wieder ein Gefühl von Lebendigkeit und Faszination.

Im letzten Licht es Sommerabends fahre ich die mir so vertraute Autobahn.
Das Porschefahren hat sich inzwischen verändert. Das Leben auch.
Aus den Boxen dringt die Erinnerung:

„On the night when the lazy wind is a-wailing
Around the Cutty Sark
Yeah the single handed sailor goes sailing
Sailing away in the dark“