Bei Porschefahrers zuhause

Gute Porschefahrer essen ausschließlich Porsche-Käsegebäck.DSCF9802
Wer das Modell errät, bekommt einen Keks…

Meine neuste Kreation:
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Der Nürburgring.
Ich hatte ja Sorge, dass die GP-Strecke abbrechen könnte, aber sie hält 🙂

Heute kam eine ausgesprochen erfreuliche Nachricht.
Die feiere ich standesgemäß am Steuer des schönsten Porsches der Welt mit einer Feierabendtour.

Ich will Lärm machen mit dem Porsche und schnell fahren.
Also geht es rauf auf die Bahn.
Leider habe ich die Rechnung ohne die Männer gemacht, die heute offenbar keinen guten Wochenstart hatten.

Sie können den Gedanken nicht ertragen, dass der schwarze Porsche sie überholt.
Provozierend langsam blockieren sie die linke Spur.
Dacia, Seat, Ford, VW… am Steuer schlecht gelaunte Kerle.
Wenn ich dann irgendwann endlich dran vorbei bin, bestrafen sie mich mit Lichthupe und bösem Blick.

Mir fallen dazu nur sexistische Erklärungen ein, und weil ich eine Dame bin,
tröste ich den schwarzen Prinzen, dass wir wieder kommen, wenn die bösen Männer im Bett sind.
Dann gehört die Bahn uns.

Bis dahin knistert er in seiner Garage und ich esse noch einen Nürburgring.

Böses Mädchen

Freitagabend.
Drei Tage Dienstreise liegen hinter mir.
Ich hatte geplant, den Koffer auszupacken, die Wäsche zu machen und mich auszuruhen.

Irgendwie sticht mich der Hafer und natürlich erklärt sich einer der Jungs bereit, die Klassenarbeiten an einem der nächsten Tage zuende zu korrigieren und sich stattdessen auf ein paar Drinks zu treffen.

Ruhe und Haushalt sind vergessen, ich setze den Porsche aus der Garage.
Die Sonne scheint und die Musik im Radio ist gut.
Ich bin bester Stimmung und fahre nur gelinde ungeduldig mein Öl warm, den Feierabend genießend.

Im Tunnel kommt von rechts ein weiterer Carrera S, dem nur das 4 fehlt.
Sekundenbruchteile und wir haben uns beide gesehen.
Er fängt sofort an, zu spielen.
Schießt hinter mich, zieht neben mich, wieder hinter mich. Viel zu nah.

Noch kann ich kein Gas geben, das Öl hätte die Temperatur, aber der dichte Verkehr aus der Stadt raus erlaubt keine Beschleunigung.
Hinter mir zappelt er weiter. Ein Mann, mit einem Jungen auf dem Beifahrersitz.

Jetzt ist auch noch ein Cayenne vor mir. Kurze Zeit fahren wir Kolonne, dann zieht der Cayenne nach rechts und lässt mich passieren.
Der Carrera immer noch schwänzelnd an meinem Heck.

Die Bahn ist fei und ich trete das Gas bis zum Anschlag durch, mein Porsche fliegt davon. Von den beiden ist nichts mehr zu sehen.
Doch, ganz hinten zieht der Vater rüber, Richtung A3.

Als mein Blick auf den Tacho fällt, erschrecke ich. Mit über 200 fahre ich auf der Autobahn, an einer Stelle, an der 120 erlaubt wären.

Wie konnte mir das denn passieren?
Ich brauche meinen Führerschein!
Beruflich auch!!

Ich nehme das Tempo deutlich zurück, erreiche meine Ausfahrt und verlasse die Autobahn.
Von der Gegenseite blinkt eine Lichthupe.
Mir gelingt es gerade noch, das Tempo vor dem mobilen Blitzer auf die geforderten 80 abzusenken.

Hätte der Blitzer nur wenige Kilometer weiter vorne gestanden, ich wäre erledigt gewesen.
Was war da im Tunnel nur geschehen?
Kaum war der andere da, war mir völlig klar, dass er hinter mir bleiben soll.

Sonst bin ich gar nicht so. Ich bin eine recht abgeklärte Fahrerin. Rennen sind mir eher fremd.
Eigentlich…

Offenbar war ich kurze Zeit nicht Herrin meiner Sinne. Der andere hat aber auch sofort angefangen. Das ging in dem Moment los, in dem wir uns im Tunnel entdeckt hatten.
Ein Blick, und das Spiel war in vollem Gange.

Was war das bloß?
Das darf sich auf keinen Fall wiederholen.
Ein böses Mädchen, ganz klar vom Teufel besessen…

Erektionsschwäche

Meine Lichthupe benutze ich öfter.

Die Zeit, in der ich meine Ungeduld hinter einem zu langsamen Vordermann zügeln kann, ist in aller Regel eher kurz.
Dann rücke ich näher. Und wenn das nicht wirkt, kommt der Mittelfinger zum Einsatz.
Nein, nicht zum Vordermann. Am Hebel.

Bisher habe ich die richtige Hupe noch nie benutzt.

Heute fahre ich frohen Mutes in den Feierabend, da kommt mir auf der Landstraße ein Kleinwagen entgegen.
Auf meiner Fahrbahnseite.
Der Schwachmat hatte angesetzt, gleich eine ganze Kolonne zu überholen.

Synchron bewegen sich mein rechter Fuß und die rechte Hand nach links.
Der Fuß wechselt schwungvoll auf die Bremse und die Hand zeitgleich auf die Hupe.
Oh Gott!
Was war das denn?
„Pääääääp.“
War das meine Hupe??

Der Ärger über den Irren lenkt mich für eine Weile ab.
Auf der Autobahn zieht dann völlig unvermittelt der nächste Wahnsinnige noch kurz vor einem Lkw links rüber.
Genau vor mein sich rasch von hinten näherndes Auto.
Wieder die synchrone Bewegung.

Und wieder:
„Päääääp“.

Scheiße, denke ich. Das darf doch wohl nicht wahr sein.
Wie können die denn einem 11er eine solche Hupe einbauen?!

Alles an ihm klingt satt und kraftvoll. Der Motor ohnehin, aber auch die Türen.
Alles sehr befriedigend.
Und dann gehen die hin, und bauen so einen albernen Hupton in solch eine Sexbombe?
Warum???

Diese Hupe klingt zu hoch, zu schwächlich, zu harmlos.
Eine hupende Erektionsschwäche.
Ein Ton, wie ein feuchtwarmer, schlaffer Händedruck.

Mein Carrera ist vom Teufel bessen.
Gibt es eine Rettung?
Kann man Hupen tunen?
Hiiiiilfeeeeee!