Wenn 24 Stunden nicht für frühe Vögel gilt

Ich finds ja immer schön, wenn es noch nicht so voll ist, und wollte das Morgenlicht beim 24h-Rennen mitnehmen.
Also bin ich gaaanz früh losgefahren und war um 6.30 Uhr am Nürburgring.
Am Parkplatz folgender Dialog:

Ich: „Guten Morgen! Ist bei Ihnen noch etwas frei?“
Ordnerin: „Ja, aber ich kann sie nicht drauflassen. Die Kollegen mit der Kasse kommen erst um 7.“
Ich: „Was soll ich jetzt machen? Hier warten?“
Ordnerin: „Ich mache die Regeln hier nicht.“
Ich: „Schon klar, aber wo soll ich hin?“
Ordnerin: „Wenn Sie hier stehen bleiben, verursachen sie einen Riesenstau.“
Ich: „Ok, was schlagen Sie vor?!“
Ordnerin: „Fahren Sie doch weiter runter zu meinem Kollegen, vielleicht fällt dem was ein.“

Herzlich Willkommen an der Rennstrecke von Weltrang, auf der gerade ein 24-Stunden-Rennen stattfindt!
Super Orga!
Zum Glück war der Kollege etwas flexibler, so dass ich nicht einen halbe Stunde lang einen Riesenstau verursachen musste.

Das Wetter hat mitgespielt, kein Regen und im Tagesverlauf angenehmer Temperaturen, so dass man weder fror, noch einen Sonnenstich riskierte.

Hier kommt wieder eins meiner gefürchteten Videos.
Ich glaube, Ihr könnt sogar Eric Engesser von Sport1 zusehen, wie er bei einem Boxenstopp moderiert.
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Das ist er doch, oder?

Die Grid-Girls lagen um diese Zeit wohl leider noch im Bett, und haben die schmerzenden Füße hochgelegt,
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aber Ihr seid doch eh wegen der Autos  hier, oder ? 😉

Waity katie

Vermutlich kann man mein Seufzen in ganz Deutschland hören.
Heute beginnt das 24 Stunden Rennen am Nürburgring.
Und ich habe Mops-Dienst.
Wir haben uns aufgeteilt.

Morgen darf ich dann.
Aber eben erst morgen.
Ich muss also noch einen Tag lang warten.
Heute ist Sommer-Sonnenwende.
Der längste Tag des Jahres.
So fühlt es sich auch an…

Und damit mir die Wartezeit nicht zu kurz wird, benimmt der Hund sich nach Kräften daneben.
Der Dr. ist jetzt seit knapp 7 Stunden am Ring und hat mich soeben informiert, dass er noch ein Weilchen bleiben wird.
Wie nett.
Ablösung ist also nicht in Sicht.

Ich wasche den Inhalt des Hundkörbchens, in das er vorhin Pipi gemacht hat,
und versuche ihn davon abzuhalten, noch weitere Geschäfte drinnen zu erledigen.
Er war auch schon mal stubenreiner, vermutlich merkt er irgendwie, dass ich unruhig bin.
Zwischendurch versuche ich verzweifelt, wenigstens Teile der Fernsehübertragung  mitzubekommen.

Der blöde Kommentator lobt gerade die traumhafte Stimmung, wenn über der Nordschleife die Sonne untergeht.
Aaaaaaaaaargh!!!!

Classic Car Meeting am Ostersonntag

Die Veranstaltung ist eher klein.
Dennoch eine nette Gelegenheit zu einem Bummel.
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Während ich bummle, arbeiten andere Frauen.
Eine fleißige Nürburgring-Mitarbeiterin:
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Multitasking!
Ohnehin sollte man Kinder früh an den Motorsport heran führen.
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Hunde finden den ganzen Autokrempel allerdings laaaangweilig.
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Weil wenig los war gelangen stimmungsvolle Bilder ohne Menschen im Weg.
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Allerdings nicht immer…
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Am Start.
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Aus Freude am Fahren…
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Bruno, ist das eine Zenzi ohne Dach?
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Fröhliche Menschen, winktem aus diesem Sympathieträger. Hat man öfter auf Oldtimerveranstaltungen. Diese Autos scheinen glücklich zu machen.IMGP1143
Ruhe in der Box.
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Boxengassenschönheiten
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in knackigen Farben.
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Hammersound.
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Und ein Fahrer mit Sinn für saisonale Dekoration!

Porschefahrerin im Glück – the road not taken

In der Eifel angekommen fühlte ich mich eine Weile wie bestellt und nicht abgeholt.
Der Dr. fehlte mir, ich war irgendwie aus dem  Rhythmus.
Nach einem kurzen Osterbesuch bei meiner Vermieterin, beschloss ich zum Classic Car Meeting am Nürburgring zu fahren. (Bilder kommen morgen).

Oft fährt man immer dieselben Wege und lässt immer dieselben Orte links oder rechts liegen.
Ab und zu ist es mir ein großes Vergnügen abzubiegen.
Auf Wege, die ich noch nie gefahren bin.

Von der Standardstrecke bog ich ab nach Pomster.
Was für ein Name!
Auf unbekannten Strecken durch die wunderschöne Eifel.

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Und ganz leise schlich sich das Glück in mein Herz.
Ich fuhr, wie man nur fährt, wenn man alleine ist.
Sang laut die Songs im Radio mit.

Den gesamten Rückweg blieb ich auf Nebenstrecken.
Und war überzeugt, dass eine Frau im Leben nichts anderes braucht als die Eifel, ihren Porsche, Musik und genügend Benzin im Tank.
Ich versteige mich nicht zu schreiben, dass es die kleinen Dinge sind, die das große Glück verheißen.

So richtig klein ist ein Elfer ja nun nicht.
Aber ich glaube fast, dass so eine Tour auch im Kleinwagen glücklich gemacht hätte.
Die Schönheit der Eifel tut gut, und ganz alleine durch ein Ländchen zu kurven, ist für Menschen aus Ballungsgebieten wie ein Wunder.

Als hätten die Götter einem die Strecke zum Ostergeschenk gemacht
Danach ist man ganz erfüllt und zufrieden.

Der Tag, an dem ich meinen ersten Porsche abgeholt habe

Gestern vor einem Jahr war es endlich so weit.
Über zwanzig Tage lagen zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und dem Abholtag.
Seine Kofferraumhaube wurde wegen Steinschlag-Macken (eine Pest beim Porsche!!) neu lackiert, zwischenzeitlich hatten wir Schneeglätte und ich war einige Tage in London.

Die Zeit erschien mir un-end-lich lang!
Ich vertrieb sie mir im PFF, wo „Frau“ plus „Carrera“ offenbar die Phantasien der Porschefahrergemeinde ordentlich zum Brodeln brachte.
Dann endlich, endlich kam der Tag der Abholung.

Mein Freund Marius war so nett, den Fahrdienst zum PZ zu übernehmen.
Ich hatte die Nacht superschlecht geschlafen.
Im PZ gab es an dem Tag Frühstück für die Kunden und ich bekam meinen wunderschönen, glänzend aufbereiteten Traumwagen.

Meine erste Fahrt ging gleich von Dortmund an den Nürburgring.
So richtig konnte ich sie nicht genießen, die Nerven lagen einfach zu blank.
Am Brünnchen war ich mit dem Dr. (damals noch ein Bekannter) zur VLN verabredet.
Natürlich hatte ich mich zur Porscheabholung schick gemacht.

So stakste ich in knallpinkem Mantel und unpassendem Schuhwerk durch den Eifelwald.
Ein Gutes hatte mein Aufzug, der Dr. hatte nicht die geringsten Schwierigkeiten, mich in der Menge der vernünftig gekleideten Männer auszumachen…

Als ich dann durch meinen kleinen Ort fuhr, dauerte es nicht länger, als man braucht, um die Haupstraße den Berg zu meinem Haus hoch zu fahren, da hatten den Carrera und mich schon zehn Einwohner (und damit mehr als 1% der Gesamtbevölkerung) neugierig angestarrt.
Es ist der einzige Porsche im Ort.

Die ersten großartigen Fahrten kamen später, als ich mich etwas an ihn und seinen Schub gewöhnt hatte, aber sein Reiz hält an, er ist eine absolute Sexbombe und hat die schönsten Kurven der Welt.
Hach!

24H-Qualifying – Impressionen vom Samstag

Zwei Tage am Ring, ich habe auch die Falken-Drift-Show und den Sonntag des Rennens fotografiert und gefilmt.
Kommt alles noch, für heute ein kleiner Vorgeschmack.
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Strahlende Begrüßung in der Box

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Gruppenfoto mit Ring-Anteilseigner

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Entweder die arbeiten im Haupberuf bei der Polizei, oder die mögen das Sheriffspielen…
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Breitmaulfrosch
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Irgendwie wirken die Fahrer in solchen Momenten immer einsam auf mich.
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Und weils so schön ist, gleich noch einmal…
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Tolle Abendstimmung auf dem Heimweg dank Sahara-Staub

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Happy Birthday Dr.!

Der Dr. ist jetzt 38., der alte Sack.
Zur Feier seines Geburtstags veranstaltet der Nürburgring extra ein Qualifikationsrennen für die 24H.
Nicht schlecht.

Er hat von mir ein
TopGear-Buch,
ein Buch von Henryk M. Broder, den wir beide sehr schhätzen,
einen englischen Kriegs-Thriller,
das Hörbuch „Mein Jahr in der Eifel“,
Fahrradputzbürsten,
sein englisches Lavendel-Duschgel, das ich ihm immer kaufe,
einen Martini-Alfa155 DTM-Ausführung als Anstecknadel,
und einen
einen Baggerfahr-Workshop
bekommen.

Um seinen Teller habe ich lauter kleine Autos dekoriert und er hat einen
Schoko-Nürburgring-Kuchen bekommen, von dem er
Antoniusbuche bis Start-Ziel und ich Start-Ziel  bis Michael-Schumacher-S
gefrühstückt haben.

Kein schlechter Start ins neue Lebensjahr.
Möge das so weiter gehen!

 

 

FIA-Zäune, doch nicht so blöd…

Als der Dr. und ich am Sammstag am Nürburgring ankamen, sahen wir auf einem Abschleppwagen einen der Rowe-SLS.
Was passiert war, kann man hier sehen.
Eindrucksvoll.

Ein Wunder, dass das -vom Auto einmal abgesehen- gut geganen ist.
Klar nerven die Zäune beim Gucken an der Nordschleife oft.
Aber nach dem Video bin ich froh, dass es sie gibt!

Wundern musste ich mich heute Morgen, was die Leute so als Suchbegriffe im Internet eingeben, und dann hier landen: „lieber beim tanken weinen, als beim fahren“
Hm.
Kommt vermutlich darauf an, wie doll man weinen muss.

So richtig gut weint es sich beim Tanken ja nun auch nicht.
Es sei denn, es macht einem nichts aus, wenn der Tankwart und die anderen Kunden interessiert-mitleidig zusehen.
Ansonsten ist der meistgesuchte Begriff, der die Leser auf mein Porsche-Blog führt nicht etwa „Porsche“ oder so etwas, sondern „Parkplatzschlampen“.

Wie hieß das noch bei Bertholt Brecht?
Erst kommt das F*cken und dann das Auto, oder so ähnlich…

 

Nürburgring verkauft – das Toast-Orakel

Jetzt steht es fest, der Nürburgring geht nicht an Ecclestone.
Auch nicht an die Lügenbolde vom  ADAC, oder an eine Investorengruppe.
Er gehört jetzt einem Herrn mit einem Namen wie ein Pornostar,
Robertino Wild.

Ich glaube, da ist der Ring in guten Händen.
Nach allem, was man liest, ist nun jemand am Ruder, dem der Sinn nicht nach Nüro-Disney steht, sondern der den Motorsport im Focus hat.
Das kann nur gut sein, und von seinem Firmensitz in Meuspath hat er es nun wirklich nicht mehr weit zur hauseigenen Teststrecke.

Es hätte weitaus schlimmer kommen können.
Und genau in den Minuten, in denen die motorsportinteressierte Welt gespannt auf den Ring blickte, sprach mein Toast-Orakel.
Seit Tagen versuche ich, mit meinem neuen Nürburgring-Toaster den Ring erfolgreich ins Brot zu brennen.

Immer bin ich kläglich gescheitert.
Heute hat es erstmalig geklappt.
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Sicher ein gutes Omen.
Save the ring, Capricorn!

Fluchtvereitelung

Heute ist der Tag, auf den ich mich die ganze Woche gefreut hatte.
Ich wollte in meinen Fluchtwagen steigen und einen Tag Urlaub einlegen.
Wollte Porsche fahren, wandern, den Alltag vergessen.
Gestern Abend dann mein Anruf in der Eifel:

„Bleib bloß, wo du bist, das Wetter ist furchtbar hier und morgen kann es Schnee geben.“
Ok, meine Vermieterin kennt das Eifelwetter schon über 70 Jahre, das klingt nicht gut.
Ein winziger Funke Hoffnung glomm noch in meiner Seele.
Heute dann der Blick auf die Webcams des Nürburgrings.

Das wird nix.
Nass, Schneeregen, definitiv kein Porschewetter.
Und ich hatte mich so auf den Tag gefreut.
Stattdessen habe ich in Haus und Garten doofe Arbeiten verrichtet,
Winter sucks! 😦