Porsche-Licht

Es ist dieses Licht.
Goldene Abendsonne, ein Licht, bei dem man Porschefahren muss.
Der Dr. arbeitet, und ich muss nirgendwo hin.

Kein Problem, ich werde ihn als Alibi benutzen, und eine Porschetour zum Krankenhaus machen.
Vorher will der Carrera noch Benzin.
An der Tankstelle treffen sich die Gleichgesinnten.

Ein Elfercab wird gerade betankt und neben mir steht ein schwarzes, schweres Motorrad mit Rüssel im Tank.
Die beiden Herren und ich tauschen ein kleines wissendes Grinsen, auch sie haben das Licht gesehen.

Kaum schiebe ich meinen breiten schwarzen Arsch auf die Autobahn, sind sie auch schon da.
Aufgeregte Männer in BMWs.
Sie wollen zeigen, wie schnell sie die Auffahrt nehmen können.

Macht mal, denke ich und drehe Mark Knopfler lauter, während ich mich wohlig in den Sitz lehne.
Die Zeiten, in denen ich glaubte, jemandem etwas beweisen zu müssen sind schon länger vorbei.

Im Krankenhaus schicke ich eine Schwester den Dr. holen.
Er ist freudig-überrascht mich zu sehen, aber hat Patienten.
Ein schneller, süßer Kuss auf dem Krankenhausflur, mehr ist nicht drin.
Nicht schlimm, draußen wartet der Elfer darauf die Fahrt fortzusetzen.

Gott, dieses Auto macht so glücklich.
Die Sonne ist untergegangen, die Straßen werden leerer.
„God knows what I could do with you…“

Work hard play harder

Alkohol zählt nicht zu meinen Lastern.
Ich trinke nur sehr selten und nie viel.
An einem wunderbaren Sommerabend sitze ich alleine zuhause.
Der Dr. aaaaaarbeitet.

Die Götter wollen, dass man an solch einem Abend eine Tour im offenen Porsche macht.
Der steht aber auf dem Krankenhausparkplatz.
Mist.
Aus lauter Frust verfalle ich den Drogen:
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Und höre Country.
Willie Nelsons „Crazy“ läuft im Radio.
Meine Denkfähigkeit nach einem Drittelglas Blaubeercidre sinkt mit der Sonne um die Wette.

Schönes Sommerabendlicht.
Das schreit nach schnellen Kurven in schöner Landschaft.
Verdammte Erwerbstätigkeit.
Warum bin ich nicht die (Lebe)Frau eines Lebemannes?

Gott, warum trinken Menschen?
Warum trinke ich?
Echt nicht meine Droge.
Kein angenehmes Gefühl, auch nicht alles egal oder alles lustig…

Ich glaub, ich kippe den Rest des Glases weg und zwinge den Dr., wenn er gleich nach hause kommt, noch eine Runde mit mir zu fahren.
Meine Droge ist und bleibt
das Porschefahren.

 

Porsche Flashmob

Ich schreibe nicht zum ersten Mal über meine Nachbarn.
Am Sonntag, als ich so glücklich von meiner ersten Mops-Porschetour zurück kam, war die Entspannung des Waldspaziergangs schnell wieder futsch.
Wieder einmal parkte meine Nachbarin vor meiner Einfahrt.

Als ich ankam, kam sie gerade mit dem ersten Bierchen des Tages (es war kurz nach 11 am Vormittag…) aus der Garage, und prollte auch gleich los: „Da pass ich mit einem LKW durch… Dauernd stehen ihre ganzen Autos hier auf der Straße und ich muss weiter laufen…“
Der Elfer steht selbstverständlich nie auf der Straße, sondern immer in der Garage, mein Kombi manchmal.
Aber warum auch nicht, ich parke niemanden zu.

Sie fuhr dann doch weg, aber eben nur so viel, dass ich nur mit viel vor und zurück Rangieren in die Garage konnte.
Die Dame hat wenig soziale Kontakte und ist im Job eher ein ganz kleines Licht.
Wenn sie Porschebesitzer ärgern kann, kann sie sich die Gelegenheit einfach nicht entgehen lassen.

Die netten Leute auf der anderen Seite sind nicht viel besser.
Angefangen hat alles mit meinem Porschekauf.
Das bringt die Neid-Bürger hier völlig aus dem Häuschen.
Und ihre fiesen Seiten zum Vorschein…

Jetzt träume ich von einem Porsche-Flashmob.
30-40 Porsches kommen auf geheime Verabredung hier zusammen.
Parken mal so richtig auf den nun wirklich nicht knappen Parkplätzen in meiner kleinen Straße und rächen mich für diesen ganzen Mist.

Wer macht mit? 🙂

 

Grün vor Neid

Gestern war VLN.
Bei wun-der-ba-rem Wetter.
Der Dr. ist hingefahren und kam zurück und erzählte, er habe an drei verschiedenen Stellen fotografiert.

Ich war in der Zeit zuhause geblieben.
Welpen und laute Motoren vertragen sich nicht.
Und die Kartoffeln mussten endlich gelegt werden.
Immer wieder schoben sich beim Schaufeln Bilder vom Rennen vor mein inneres Auge.

Seufzend versuchte ich mir einzureden, dass alles seine Zeit hat.
Und jetzt eben keine Rennzeit für mich ist.
Klappte mittelprächtig.
Und das, wo ich momentan soooo viel arbeiten muss.

Ein kleiner Trost war die Gruppe holländischer Mountainbikefahrer.
Sie kamen an unserem Garten vorbei, und waren von dem vierbeinigen Charmebolzen so entzückt, dass sie fragten, ob sie Fotos von ihm machen dürfen.
Dennoch fühlte ich mich grün vor Neid.

Heute Abend quetschen der Mops und ich uns beide in den Boxster und der Dr. muss uns mit einer Porschetour entschädigen!

 

 

Porschefahrerin im Glück – the road not taken

In der Eifel angekommen fühlte ich mich eine Weile wie bestellt und nicht abgeholt.
Der Dr. fehlte mir, ich war irgendwie aus dem  Rhythmus.
Nach einem kurzen Osterbesuch bei meiner Vermieterin, beschloss ich zum Classic Car Meeting am Nürburgring zu fahren. (Bilder kommen morgen).

Oft fährt man immer dieselben Wege und lässt immer dieselben Orte links oder rechts liegen.
Ab und zu ist es mir ein großes Vergnügen abzubiegen.
Auf Wege, die ich noch nie gefahren bin.

Von der Standardstrecke bog ich ab nach Pomster.
Was für ein Name!
Auf unbekannten Strecken durch die wunderschöne Eifel.

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Und ganz leise schlich sich das Glück in mein Herz.
Ich fuhr, wie man nur fährt, wenn man alleine ist.
Sang laut die Songs im Radio mit.

Den gesamten Rückweg blieb ich auf Nebenstrecken.
Und war überzeugt, dass eine Frau im Leben nichts anderes braucht als die Eifel, ihren Porsche, Musik und genügend Benzin im Tank.
Ich versteige mich nicht zu schreiben, dass es die kleinen Dinge sind, die das große Glück verheißen.

So richtig klein ist ein Elfer ja nun nicht.
Aber ich glaube fast, dass so eine Tour auch im Kleinwagen glücklich gemacht hätte.
Die Schönheit der Eifel tut gut, und ganz alleine durch ein Ländchen zu kurven, ist für Menschen aus Ballungsgebieten wie ein Wunder.

Als hätten die Götter einem die Strecke zum Ostergeschenk gemacht
Danach ist man ganz erfüllt und zufrieden.

Rheinbahn statt Porsche – Weiberfastnacht

Ein ganz normaler Tag in Düsseldorf…
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wer kein Designer-Kind hat, hat einen Darth.
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Oder einen kleinen Froschkönig. Die Jugend hier wird früh zur schicken Kleidung ermuntert.
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So sehen hier alle Zapfsäulen aus.
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Eine super Sambatruppe macht Stimmung.
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Alles voller Banditen.
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Aber es wird bereits ermittelt.
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Typische Schickimicki-Snobs.
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Hier ist man naturverbunden und…
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tierlieb.Tiger willkommen.
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Und so sehen die Herren, äh, Damen aus, die an der U-Bahn bauen.
Da ist doch klar, dass solche Flops wie in Köln in der Landeshauptstadt nicht passieren werden.
Die inkarnierte Expertise!

Ich habe heute am sehr frühen Morgen eine kleine Porschetour gemacht,
danach bin ich dann auf die Rheinbahn umgestiegen.
Mit Hut und high heels lässt Frau sich besser fahren 🙂