Wenn 24 Stunden nicht für frühe Vögel gilt

Ich finds ja immer schön, wenn es noch nicht so voll ist, und wollte das Morgenlicht beim 24h-Rennen mitnehmen.
Also bin ich gaaanz früh losgefahren und war um 6.30 Uhr am Nürburgring.
Am Parkplatz folgender Dialog:

Ich: „Guten Morgen! Ist bei Ihnen noch etwas frei?“
Ordnerin: „Ja, aber ich kann sie nicht drauflassen. Die Kollegen mit der Kasse kommen erst um 7.“
Ich: „Was soll ich jetzt machen? Hier warten?“
Ordnerin: „Ich mache die Regeln hier nicht.“
Ich: „Schon klar, aber wo soll ich hin?“
Ordnerin: „Wenn Sie hier stehen bleiben, verursachen sie einen Riesenstau.“
Ich: „Ok, was schlagen Sie vor?!“
Ordnerin: „Fahren Sie doch weiter runter zu meinem Kollegen, vielleicht fällt dem was ein.“

Herzlich Willkommen an der Rennstrecke von Weltrang, auf der gerade ein 24-Stunden-Rennen stattfindt!
Super Orga!
Zum Glück war der Kollege etwas flexibler, so dass ich nicht einen halbe Stunde lang einen Riesenstau verursachen musste.

Das Wetter hat mitgespielt, kein Regen und im Tagesverlauf angenehmer Temperaturen, so dass man weder fror, noch einen Sonnenstich riskierte.

Hier kommt wieder eins meiner gefürchteten Videos.
Ich glaube, Ihr könnt sogar Eric Engesser von Sport1 zusehen, wie er bei einem Boxenstopp moderiert.
IMGP1335
Das ist er doch, oder?

Die Grid-Girls lagen um diese Zeit wohl leider noch im Bett, und haben die schmerzenden Füße hochgelegt,
IMGP1287
aber Ihr seid doch eh wegen der Autos  hier, oder ? 😉

Der Gottesbeweis- oder: Pipi machen mit Hells Angels

Ich hab ihn tatsächlich genommen.
Den Porsche, für die Reise in den Harz.
Es hat mich überrascht, dass man nach vier Stunden Fahrt so erholt aus einem Sportwagen steigt.
Die Sitze sind wirklich gut.

Die Fahrt begann schon einen halben Kilometer von zuhause mit einem grinsenden Elferfahrer, der mir entgegen kam.
Im Radio hörte ich dann die Stimme meines Freundes Bastian.
Schön, er hatte Sendung, und ich konnte mit ihm fahren.

Nach der ersten Stunde meldet sich die Blase, der Frühstückskaffee will raus.
Also Boxenstopp.
Leicht besorgt lasse ich den Porsche stehen, und eile in die Raststätte.
Neben mir ein Auto mit Herrn im Hells Angels-T-shirt.

Tragen die nicht eigentlich Westen?
Und fahren Motorrad??
Ansonsten hatte er sich aber viel Mühe gegeben, mit der martialischen Erscheinung.
Gaaaanz kurze Haare, Bart und großen Ring im Ohr.

Für 70 Cent teuer Pipimachen und weiter ging es gen Osten.
Je näher ich dem Ziel kam, desto größer wurden meine Parksorgen.
Der Parkplatz hier ist so weit weg von den Gebäuden.
Aber dann geschah mein persönliches Parkwunder!

Ich hatte wenig Hoffnung, dass man mich auf dem Klostergelände parken lässt, wo wir momentan tagen.
Kloster und Luxus-Schlitten passt nicht so richtig.
Oder vielleicht doch?

Bei meiner Ankunft traf ich eine Dame aus der Hauswirtschaft.
Sie fragte ich, ob es denn vielleicht irgendeine Möglichkeit gäbe…
Und was tut diese wunderbare Frau?
Zeigt auf ihren schmucken BMW, der einen (vermutlich den einzigen) Parkplatz auf dem Gelände hat.

Sagt, sie könnte es völlig verstehen, dass ich mir Sorgen mache.
Sie hätte auch Spaß an einem Porsche und ich dürfe für die Dauer meines Aufenthaltes ihren Platz haben, sie würde dann anderswo parken!
Es gibt einen Gott!

Und der ist eine autobegeisterte Frau :-))))

 

 

 

Boxengassen-Babe

Ich hatte heute keine Termine und der Porsche wollte raus. Die Kamera auch. Zufällig bemerkte ich, dass am Ring AvD Raceweekend ist.

Frühstück? Kaffee? Geht auch mal ohne.

Arne-Shirt an und ab in die Eifel!

Schon beim Aussteigen aus dem Auto höre ich die Motoren und rieche die benzingeschwängerte Luft.

Ein erhebendes Gefühl…

Heute war es noch ruhig am Ring. Vielleicht lag es daran, dass ich das Glück hatte, an Stellen fotografieren zu dürfen, die sonst nur mit Ausweis zugänglich sind.

Stunde um Stunde vergehen, ich habe erste gute Bilder im Kasten. Der Nasenrücken wird langsam rot und mir ist schwindellig. Ach ja, das ausgefallene Frühstück lässt sich wohl doch nicht durch Inhalation von Abgasen ersetzen.

Also Boxenstopp für fotowütige Porschefahrerinnen. Es gibt Subway-lunch und den ausgefallenen Kaffee. Während ich in der Sonne sitze und den Kaffee trinke, fällt mein Blick auf mein linkes Knie. Schmuddelig. Das hatte ich in der Boxengasse beim Fotografieren wohl zu oft am Boden…

Noch schnell einige Ringdevotionalien für einen Porschefreund besorgen, dann geht es zurück ins Fahrerlager.

Der Nachmittag vergeht wie im Fluge, irgendwann bin ich wirklich kaputt und habe 747 Bilder gemacht.

Der Porsche bekommt an meiner Lieblingstanke noch seinen Durst gestillt, dann geht es zurück durchs Ahrtal.

Ich höre „You and your friend“ und bin mir ganz sicher, dass die Dire Straits diesen Song für genau so einen Tag geschrieben haben. Einen sonnigen Freitag, den man am Ring verbracht hat.

Sie wollten, dass man zu dem Lied Porsche fährt.

Durch die Eifel. Mit einem Chip voller Fotos und einem tiefen Glücksgefühl.

AVD Raceweekend 626AVD Raceweekend 670AVD Raceweekend 706AVD Raceweekend 279