ADAC-GT Masters zum Urlaubsende

Der Weg zum Nürburgring war denkwürdig.
Im Ahrtal kam mir ein Mann auf einem Chopper entgegen.
Auf dem Kopf trug er einen Helm, der aussah, als hätte er ihn von der Wehrmacht gekauft.

Vor sein Gesicht hatte er ein Tuch gebunden, auf dem eine Monsterfratze gedruckt war.
Ein erwachsener Mann, der sich im Alltag als wildes Biest verkleidet.
Was ist da schief gegangen?
Grübelnd fuhr ich dem Ring entgegen.

Das ADAC GT-Masters brachte mich auf andere Gedanken.
Am Freitag hatte ich Gelegenheit eine kleine Runde durchs Fahrerlager zu drehen.
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Für Frauen gibt es immer jede Menge zu sehen.
Autos und Männer.
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Damit es den Männern nicht langweilig wird, gibt es Fleisch auf der Schnitzel-Alm.
Wer´s braucht…
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Vor dem Start nochmal schnell aufs Klo.
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Ich war etwas entsetzt, als ich sah, wie jung die Fahrer zum Teil sind.
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Mini beim Wiegen.
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Immer schön am Nürburgring.
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Aber der Urlaub geht zu Ende.
Mein Herz wurde schwer.
Das ist wohl der Kontrapunkt zu diesem Urlaubsanfangs-Gefühl.
Wo alles möglich scheint und die Freiheit grenzenlos.

Ich stieg ins Auto und fuhr zurück auf meinen Berg.
Noch ein letzter schöner Sommerabend im Garten in der Eifel.
Dann geht es auf die Bahn.
Zurück in den Alltag.

Und das scheint mir gruseliger als jede Monsterfratze.

Been there, done that

Einen schönen Gruß aus der Eifel!
Auf meiner Speicherkarte sind eine Reihe von Fotos, die ich beim Oldtimer Grand Prix gemacht habe.
Die kommen, sobald ich ein besseres Netz auftreiben kann.

Nachdem ich die vielen Porsches in Augenschein genommen hatte, war ich bei den Ferraris.
Einige Fahrer neigen zur Überdekoration.
Gerne wird zur Kappe mit springendem Pferd der Ferrari-Pulli kombiniert, während man aus seinem Ferrari steigt.
In Ferrari-Socken natürlich…
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Beim Nahrungsmittelkauf darf aber gespart werden.

So richtig begeistert war ich dieses Jahr nicht von der Veranstaltung.
Vielleicht liegt es daran, dass meine Magenschleimhaut sich den Samstag zum Sterben ausgesucht hatte und die Übelkeit meine Begeisterungsfähigkeit getrübt hat.
Aber auch der Dr. fand es weniger spektakulär als in den letzten Jahren.

Schleicht sich bei uns der „Alles schon mal gesehen-Effekt“ ein?
Sind der Dr. und ich ringverwöhnte, undankbare, übersättigte Wiederholungstäter?
Oder war es wirklich nicht so toll?
Ute, wie hat es Euch denn gefallen?

Nächstes Wochenende ist schon ADAC GT Masters.
Nein, es ist kein Zufall, dass wir diese zwei Wochen für unseren Urlaub ausgewählt haben…
Hier noch ein kleiner Hinweis für das Christkind:
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Im Frühtau zu Berge – Adenau Classic gucken

Pfingstsonntag um zwanzig nach sieben breche ich auf zum Nürburgring.
Der Dr. und die  Möpse drehen sich  noch einmal um und schlafen weiter.
Die Straßen habe ich für mich alleine.
Kurvig bergauf macht wirklich Spaß.
Happy Heckantrieb!

Um kurz vor acht parke ich am Brünnchen.
Der MSC Adenau hatte vor dem dritten Rallye-Tag freies Fahren für die Oldtimer auf der Nordschleife angesetzt.
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Die Strecke ist gar nicht voll. Alle fahren vernünftig, ich wäre gerne dabei gewesen.
Nach einer Weile fahre ich zum alten Fahrerlager, um den Etappenstart anzusehen.
Weil ich früh dran bin, und von der Grand Prix Strecke Betrieb höre, laufe ich ins neue Fahrerlager.

Oh, da ist etwas mit Motorrädern, bei sowas warst Du noch nie, geh mal gucken.
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Solche Reifenwärmer sehe ich zum ersten Mal, praktisch.
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Mitzieher von den schnellen Dingern versuche ich erst gar nicht.
Die Boxen voller Motorräder sehen so anders aus.
Die Fahrer auch.
Wilder irgendwie. Mehr Haare und Bärte als bei Autorennen.

Dann wird es Zeit, und ich kehre ins alte Fahrerlager zurück.
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Dieser süße Fratz hat die passende Haarfarbe zu Papas Auto!
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Startvorbereitungen.
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Wun-der-schön. Der Dr. weiß sogar wofür das ist…
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Die bunte Mischung von Fahrzeugen macht mir Spaß.DSCF3786
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Das waren noch Sitzbezüge!
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Ich wär bereit zum Autotausch…
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Ein gutes Motto! Aber sowohl Fahrzeuge als auch Fahrer sind von Altersheim weit entfernt.
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Das Problem mit den Insekten hab ich beim 997er auch…
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…aber meine Felgen sind in der Reinigung ein Klacks im Vergleich zu diesen hier.
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Mit Glückskatze muss die Rallye ja laufen.
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Der nette Fahrer lässt mich unter die Haube gucken. Überhaupt scheint die Oldtimer-Rallye-Szene sympathisch zu sein. Lauter freundliche Menschen.
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Klasse geparkt, witzle ich mit dem Fahrer des Opels, der Ring steht richtig!
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Sogar innen chic!
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Es geht los!
Ein Fahrzeug nach dem anderen macht sich auf den Weg.
Auch ich breche auf.
Auf dem Parkplatz sehe ich, was den stilvollen Anhänger des SL zieht.
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Was für ein schöner Start in den Tag!
Was für ein Glück, dass ich so nah am Ring wohne.
Zeit, zuhause ein Lebenszeichen zu geben.
„Ich komme jetzt, machst Du Frühstück?“
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Einen kleinen Umweg gönne ich mir noch, und folge ein Stückchen der Rallye.
Auf reizvoller Strecke sind die Fahrer ganz schön flott unterwegs.
Nach einer Weile trennen sich unsere Wege.

Zuhause begrüßen mich die Möpse frenetisch und der Dr. wartet ausgeschlafen mit einem leckeren Frühstück.
Inzwischen ist es halb elf und ich habe richtig Hunger.

Impressionen 24h 2015

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Am Anfang ist das Feld noch geschlossen.
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Doch schnell entstehen Kampfgruppen.
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Einer der Bentleys.
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Meine Lieblinge, die Flügeltürer, hatten dieses Jahr wenig Glück.
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Gepflegte Tischkultur mit heißem Tee gegen kühle Temperaturen.
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Schlimmer Hut. Viele andere Fans waren, aus mir unerklärlichen Gründen, in Camouflage erschienen, als würden sie beschossen.
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Der Dr. und viele andere Herren entschieden sich für die diesjährige Kappe.
Wertig verarbeitet und dank Gutschein im Programmheft nicht teuer.
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Die meisten Besucher wollten ihr Eis lieber flüssig.
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Im Fahrerlager waren die älteren Semester schon im Feierabend.
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Kriegsverletzung.
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Breit.
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Harry Potter… 🙂
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Matrjoschka-Fahrzeug.
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Nachdem ich die Männer, die ihn anbeteten, fürs Foto verscheucht hatte, konnte ich dieses Stück Männer-Eye candy für den Porschebruder ablichten.
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Kein SM-Club voller Luder in schwarzem Gummi, sondern Reifenwärme-Stübchen.
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Auch keine Luder.
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Alle fleißig…
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…für die heiligen Reifen.
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Fluchtweg: vom Balkon springen. Hm…
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Warum der Dr. und ich bei diesem Eifel-idyllischen Anblick Schaum vor dem Mund hatten, erfahrt Ihr morgen…

Am Ring

Mittwochabend im Hotel während der Dienstreise.
Ich sehe zuhause kaum fern, aber auf Reisen knipse ich schon mal die Kiste an.
Oh!, denke ich. Das ist ja am Ring!
Ich bin auf RTL gelandet, da läuft ein schlechte Actionserie, und diese Folge spielt bei der DTM.

Wer bei der DTM am Ring war, sieht sofort, dass die Aufnahmen wenig wirklichkeitsgetreu sind, zwar wird die DTM als Kulisse benutzt, vieles ist aber einfach TV-fake.
Auch die gezeigten Orte sind unrealistisch.
Schlecht gemachter Quatsch für Männer.

Hermine Mops hat inzwischen sowohl die erste Fahrt im Boxster, als auch einen Tour im Elfer mit majestätischer Gelassenheit absolviert.
Sie ist so ruhig, dass nicht wie bei Moses Gefahr besteht, dass der Innenraum Schaden nimmt.
Ein prima Porschemops!

Heute sind Probe-und Einstellfahrten am Nürburgring.
Die Saison geht wieder los!
Eigentlich Ehrensache, dort vorbei zu schauen.
Leider muss der Dr. Wochenenddienst schieben, ich fahre mit Hermine zum Tierarzt, sie soll geimpft werden.

Mist, dabei wäre ich so gerne am Ring…

Mensch stirbt, Porsche lebt für immer

Die Urlaubsplanung ist überfällig.
Meine Kunden wollen Temine für den Sommer vereinbaren und ich weiß noch nicht, wann ich frei mache.
Also ein Blick auf das Programm des Nürburgrings, man will ja nicht etwa am OGP-Wochenende beim Kunden hocken oder ähnlich Furchtbares.

Da sehe ich auf der Homepage des Nürburgrings, dass die Bäume rings ums alte Fahrerlager alle gefällt werden mussten.
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vermutlich war ich auf meiner morgendlichen Fototour neulich eine der Letzten, die den vertrauten Anblick noch im Bild festgehalten haben.
Ich mag es nicht, wenn Dinge sich verändern, aber das ist wohl der Lauf der Zeit.

Momentan bin ich beim Kunden in Wuppertal.
Auf dem Weg von der Autobahn ins verschneite Tal kam ich an einem Sportwagenhändler vorbei.
Im Schaufenster einige gebrauchte Porsches.
Leider auch auf dem Hof, wunderschöne Formen unter Schnee.

Sowas macht man doch nicht!!
Ein Auto kann bei guter Pflege vermutlich seinen Besitzer problemlos überleben.
Ich würde mich freuen, wenn in fünfzig Jahren ein stolzer Besitzer meine schwarze Schönheit als Oldtimer-Elfer in seiner Garage stehen hat.

Vorhin wurde mir klar, dass mein Studienabschluss fast zwanzig Jahre her ist.
Das Leben rennt, Frühling komm!
Ich muss noch so viel Porschefahren…

Robertinos Ring

Das übersteigt meine Vorstellungskraft.
Wie kann so etwas passieren? Da kauft jemand nach unendlich langem Heckmeck zwei Drittel des Nürburgrings und hat die Knete nicht?!

Was ist in diesen Mann gefahren?
Ein schwerer Fall von Realitätsverlust gepaart mit Wunschdenken?
Kaufsucht?
Geltungssucht?
Harte Kindeheit?

Ist Robertino Wilds Verhalten ein Beleg für Balzacs These, dass hinter jedem großen Vermögen ein Verbrechen steht?

Wird die Bonität solcher Leute überhaupt nicht überpüft?
Warum hat niemand bemerkt, dass er seine Sicherheiten bereits beliehen hatte?
Wieso wird bei viel kleineren Summen viel härter geprüft?
Ehrenwerte Kaufleute scheinen auszusterben.

Schlimm, dass fast immer Unbeteiligte mitgerissen werden, wenn einzelne Geschäftsmänner moralisch die Bodenhaftung verlieren.
Für den Nürburgring, die Region in der Eifel und den Motorsport bleibt zu hoffen, dass die Zeiten der durchgeknallten Zampanos bald endlich ein Ende haben.

 

Gezwungen, zum Ring zu fahren

Alle Installateure im Rheinland machen Urlaub.
Wahrscheinlich hat die Innung eingeladen oder so.
Mein Rohrbruch-Desaster feiert Stillstand.
Flucht in die Eifel.

Selten bin ich freitags so früh hier.
Erschöpft wollte ich meine müden Knochen auf die Couch sinken lassen, aber den Dr. zog es am VLN-Vorabend zum Nürburgring.
Da lässt sich Frau gerne zwingen…
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VLN-Fahrerlager mit Nürburg im Hintergrund
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Ich wünschte, man könnte einem Mops auch Ohrenschützer draufklemmen.
Leider ist er nicht so brav, wie dieser Mini-Rennfahrer.
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Es war viel mehr los als erwartet.
Offenbar wurden heute Abend Touristen mit auf die Strecke genommen.
Überall geflashte Beifahrer.
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Und faszinierte Männer, die Treppen blockierend.
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Obwohl es mir immer schwummerig wird, auf dem Mercedes-Turm, musste ich natürlich hoch, um in die Boxengasse zu fotografieren.
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Auf dem Weg zum Parkplatz kam es zwischen dem Dr. und mir zu folgendem Dialog:
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Ich: „Warum kippt der nicht um?“
Dr.: „Der ist so häßlich, dass sich die Erdanziehung in Erdabstoßung verwandelt hat.“

ADAC GT Masters 2014 – Impressionen vom Sonntag

Drei  holländische Wohnwagengespanne in Kolonne im Ahrtal an einem Sonntagvormittag schaffen es locker, ca. 30 Autos hinter sich aufzustauen, und damit vermutlich an die 100 Menschen auf dem Weg zum Nürburgring zur Verzweiflung zu bringen.
Überholen geht da nämlich nicht…
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Daher hatten die ersten auch schon gewonnen, als ich ankam.
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Alm in der Hocheifel, braucht kein Mensch.
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Hat sich ordentliche Gefechte mit einem SLS geliefert, und einen uuuuunglaublich fetten Sound.
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Ich dachte irgendwie, im Rennsport wärs dynamischer…
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…aber auch der „Schnittenschlitten“ steht.
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Dafür ist aber bei den Promotion-Damen für jeden Geschmack etwas dabei, ob blond, ob braun…
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Falls jemand noch ein Geburtstagsgeschenk für mich sucht, dieser ist zu verkaufen.
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Man beachte die glühenden Bremsscheiben (auf solche Fotos sind Rennsport-Hobbyfotografen immer besonders stolz…)
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Das Wetter war ganz schön wechselhaft, eine schöne Gelegenheit, sich die Zeit mit Pfützenspielen zu vertreiben, während Papi Rennen guckt.
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Die Hohe SLS-Dichte hat mich sehr gefreut!
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Schlachtengetümmel

Ein Hauch von Herbst legt sich schon über die Eifelwälder.
Als ich wieder zuhause vorfahre, läuft „Angie“ von den Stones im Radio.
„So ein schönes Lied, das höre ich noch zuende“ denke ich und steige noch nicht aus.
Gerade will ich mich einem Depressiönchen hingeben, da sehe ich einen Mann auf mein Auto zukommen.

Unter seinem Arm ein Mops.
Der Mops zappelt in der Luft mit seinen Beinchen, als wolle er schwimmen.
Ich ziehe den Schlüssel ab und öffne die Autotür.
Der kleine Hund rennt begeistert auf mich zu und springt immer wieder hoch, froh, dass ich wieder da bin.

Wenn man so begeistert gefeiert wird, nur dafür, dass man wieder da ist, verschiebt man die Depression wegen eines mißratenen Sommers auf später… 😉

Mail von Michelle – „Worauf Du schon lange gewartet hast“

In der Betreff-Zeile von Michelles Mail steht: „Worauf Du schon lange gewartet hast“.
Ich kenne keine Michelle, aber das ist ja kein Problem.
Wahrscheinlich arbeitet die Dame bei Porsche und teilt mir mit, dass für das kommende Wochenende ein Targa für ausführliche Fahrten bereit steht.

Oder sie hat VIP-Karten für den Nürburgring für mich.
Oder die Firma Mercedes will, dass ich mal den SLS probefahre.
Oder meinen Nachbarn wollen sich entschuldigen, für ihre kleingeistige Park-Schikane.
Es gibt eine Menge, worauf ich schon länger warte…

Ich warte auch auf besseres Wetter für mein nächstes Porsche-Video-Projekt.
Und auf einen reichen, immer liebenswürdigen Mann mit großer Porschesammlung, der mir einen Heiratsantrag macht.

Michelle jedoch glaubt, dass ich auf eine tolle Gelegenheit warte, ein stetiges Einkommen von zuhause aus zu erhalten.
Über „Bestemuttereinkommen.com“ sei das möglich.
Meines Wissens nach ist das  kein deutsches Wort: Bestemuttereinkommen.

Also warte ich weiter.