Was schenken sich Porschefahrer zu Weihnachten?

Der Dr. und ich haben uns zu Weihnachten gemeinsam etwas geschenkt.
Er hat Allrad, ist geländetauglich, Farbe beige.
Ein Gebrauchter.
Riecht nicht so gut wie mein Elfer, hat auch weniger PS.

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Wir haben ihn sehr vernachlässigt übernommen und hoffen, ihm und uns noch viele gute gemeinsame Jahre geben zu können.

Gerade hat er seine erste Porschefahrt im Boxster gehabt.
Der Dr. war mit ihm zur Kontrolle beim Tierarzt.
Ich war ganz überrascht, als ich sah, dass er den Porsche genommen hatte.
Aber die beiden sahen unglaublich gut aus, als sie vor dem Haus ausstiegen.

Der Dr. hatte seine Nürburgringjacke an und Metscho (Bulgarisch: Bärchen) trug Pelz.

Formel Mops

Nico Rosberg gewinnt gerade in Abu Dhabi Formel1.
Eine nette moderne Strecke, aber ich habe es ja nicht so mit Kurzstrecke und die Autos gefallen mir auch nicht besonders.
Der Dr. allerdings guckt.

Leider besteht der Mops darauf, im Garten bespaßt zu werden.
Ich stehe auf und biete ihm an, ihm sein Spielzeug durch den Garten zu werfen.
Moses schaut mich voller Empörung an und dann hinüber zur Couch.
Frauchen bringt es nicht, er will Papa.

Ich schließe die Tür wieder, der Dr. verkündet, das Rennen sei in einer Viertelstunde vorbei.
Eine Viertelstunde sind 7000 Mopslichtjahre.
Alle Ablenkungesversuche scheitern.

Moses Verzweifelung eskaliert immer mehr.
Ich biete dem Dr. an, ihm den Ausgang des Rennens in den Garten zu rufen.
Er aber will „die Action sehen“.
Verständlich.

Die Liebe eines Mopses hebelt den Motorsport aus.
Es stürmt in Deutschland, Rosberg steht auf dem Podium und der Dr. im Garten.

Dann mach ichs mir halt selbst! – Protopypenbau für Moses

Ich bin es leid, dass Mops Moses nicht im Porsche mitfahren kann.
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Schließlich will ein junger Wilder wie er nicht immer mit der C-Klasse fahren.
Und ich auch nicht.

An dieser Stelle habe ich ja bereits einiges über meine Versuche zu diesem Thema berichtet.
Anrufe im Porschezentrum Düsseldorf und Dortmund ergaben, dass man nicht ohne Probleme den Beifarersitz ausbauen kann (Da gibt es angeblich Theater mit dem Airbag…)

Außer dem Vorschlag, sich einen Cayenne oder Macan zu kaufen, (würg, nur über meine Leiche!!!), fiel den Herren von der Technik aber auch nix ein.
Skandalös, Porsche bietet jede Menge Krempel an, aber keine Hundebox, die in den Elfer passt.

Aber zum Glück gibt es Tino, nicht nur ein charmanter, rasend gut aussehender Mann, sondern auch noch Architekt und Produktentwickler.
Und Freund der Familie.
Der kommt heute.

Dann kriegt Moses eine Transportkiste auf seinen Mopsleib und in Mamas Porsche maßgeschneidert.
Wenn die Prototypenentwicklung abgeschlossen ist, präsentieren wir das Produkt der Weltöffentlichkeit.

Aber heute kriechen der Designer und ich erst einmal mit dem Maßband durch den Elfer.

 

Ich wünsch mir was!

Heute habe ich Geburtstag.
Da darf man sich was wünschen.
Ich wünsche mir, dass mir nie der Sprit fehlen wird, um in mein Auto zu steigen und abzuhauen.

Das mache ich immer, wenn ich den ganzen Scheiß nicht mehr aushalte.
Heute Morgen war es dann auch wieder so weit, ich wollte nur noch weg.
Also Hund ins Auto und los.
Geburtstag
Fähre statt Brücke, viel schöner.

Und wenn man sich zum Wasser dreht, sieht auch keiner, dass man fast heult.
Das  beste Geschenk habe ich mir selbst gemacht: eine Zehnerkarte für diese Fähre.

Ich überlge, ob ich den Beifahrersitz im Elfer ausbauen lasse.

Dann ist Platz für die Transportbox vom Mops.
Da der fast immer dabei ist, steht der Porsche viel zu viel rum.
Sieht aber sicher furchtbar aus.
Auf der anderen Seite, was hat Frau von einem stehenden Carrera?

Oder sollte ich einfach den Sitz opfern?
Und den Hund zum Teil der Geschichte dieses Porsches machen?
Aber dann riecht er bald nicht mehr nach Porsche, sondern nach „Mops-Muff“, wie neulich eine Boxsterfahrerin sagte.

An dieser Stelle den Porschefreundinnen vielen Dank für Ihre Gratulationen!

ADAC GT Masters 2014 – Impressionen vom Sonntag

Drei  holländische Wohnwagengespanne in Kolonne im Ahrtal an einem Sonntagvormittag schaffen es locker, ca. 30 Autos hinter sich aufzustauen, und damit vermutlich an die 100 Menschen auf dem Weg zum Nürburgring zur Verzweiflung zu bringen.
Überholen geht da nämlich nicht…
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Daher hatten die ersten auch schon gewonnen, als ich ankam.
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Alm in der Hocheifel, braucht kein Mensch.
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Hat sich ordentliche Gefechte mit einem SLS geliefert, und einen uuuuunglaublich fetten Sound.
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Ich dachte irgendwie, im Rennsport wärs dynamischer…
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…aber auch der „Schnittenschlitten“ steht.
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Dafür ist aber bei den Promotion-Damen für jeden Geschmack etwas dabei, ob blond, ob braun…
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Falls jemand noch ein Geburtstagsgeschenk für mich sucht, dieser ist zu verkaufen.
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Man beachte die glühenden Bremsscheiben (auf solche Fotos sind Rennsport-Hobbyfotografen immer besonders stolz…)
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Das Wetter war ganz schön wechselhaft, eine schöne Gelegenheit, sich die Zeit mit Pfützenspielen zu vertreiben, während Papi Rennen guckt.
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Die Hohe SLS-Dichte hat mich sehr gefreut!
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Schlachtengetümmel

Ein Hauch von Herbst legt sich schon über die Eifelwälder.
Als ich wieder zuhause vorfahre, läuft „Angie“ von den Stones im Radio.
„So ein schönes Lied, das höre ich noch zuende“ denke ich und steige noch nicht aus.
Gerade will ich mich einem Depressiönchen hingeben, da sehe ich einen Mann auf mein Auto zukommen.

Unter seinem Arm ein Mops.
Der Mops zappelt in der Luft mit seinen Beinchen, als wolle er schwimmen.
Ich ziehe den Schlüssel ab und öffne die Autotür.
Der kleine Hund rennt begeistert auf mich zu und springt immer wieder hoch, froh, dass ich wieder da bin.

Wenn man so begeistert gefeiert wird, nur dafür, dass man wieder da ist, verschiebt man die Depression wegen eines mißratenen Sommers auf später… 😉

Porsche Interior Tuning – ein Lehrvideo wie es nicht klappt…

Seid Ihr bereit für Minuten voller actionreicher Porsche-Paranoia, geplatzter Träume und einem Elfer in Gefahr?
Der Dr. und ich haben gestern versucht herauszufinden, wie man die Rückbank des Elfers zu einem mopssicheren Platz zu macht.

Um es gleich vorweg zu nehmen, vergesst es…
Hier geht es zum Video.

Bondage Pug Porsche

Morgen kommt Besuch, und ich muss dringend aufräumen.
Aus der Garage lockt der Porsche.
Und was macht die schlechte Hausfrau?
Schwingt sich in den Elfer und macht eine Tour.

Natürlich nicht alleine. Der Hund kommt mit.
Auf der Hinfahrt bereue ich diese Entscheidung noch nicht.
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(Während der Fahrt ist die Tasche natürlich geschlossen.)

Es geht an den Rhein.
Ich parke in einem wunderschönen Viertel.
Geschmackvolle Bungalows auf riesigen Grundstücken, die bis an den Fluss reichen.
Wir nehmen einen schmalen Weg, der zwischen Gärten und Strom entlangführt.

In einem der gepflegten Gärten ist eine zauberhafte Tafel mit silbernen Leuchtern für eine Gartenparty gedeckt.
Promt überkommt mich das schlechte Gewissen angesichts meines vernachlässigten Haushalts.

Nachdem ich Moses das Wasser und die Schiffe gezeigt habe, geht es zurück zum Auto.
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Auf dem Rückweg treffen wir eine ältere Dame mit Hund und kommen ins Gespräch.
Sie trägt ein elegantes Kostüm und führt einen Pudel aus und fragt:
„Ist das Frauchens schicker Porsche?“
Frauchen grinst stolz und bestätigt das.

In dieser Gegend gibt es eine ganze Reihe Cayennes.
So schön wie mein Carrera sind die natürlich alle nicht.
Trotzdem wundert es mich, dass meine schwarze Schönheit selbst hier auffällt.
Aber ganz klar, die Frau hat Autogeschmack!

Als ich Moses wieder in den Elfer bugsiere, komme ich auf eine blöde Idee.
Innen in seiner Transporttasche ist ein Band angebracht, das man am Geschirr des Hundes festmachen kann.
Bisher habe ich es noch nie benutzt.

Ich klinke das Band ein und fahre los.
Die Straße ist schmal, hinter mir fährt ein Bus.
Vom Beifahrersitz kommt anhaltendes Schnaufen und Wühlen.
Ich muss mich aufs Fahren konzentrieren und blicke nur kurz rüber.

Der Welpe liegt in komischer Position auf dem Rücken und guckt unglücklich.
Offenbar stört ihn das Band gewaltig und er hat sich bei Versuch es loszuwerden irgendwie selber gefesselt.
Na super.

Die enge Straße, der schnaufende Hund, der Bus hinter uns, keine Möglichkeit zum Anhalten.
Hund wühlt, Frauchen schwitzt.
Gefühlte sieben Jahre später endlich eine Möglichkeit rechts ran zu fahren und den Bondage-Hund zu befreien.

Wir beide sind mit den Nerven am Ende.
Mopsmutter mit Porsche ist kein einfacher Job.
Dabei ist Moses weltberühmt als porschefahrender Mops.
Googelt man Pug Porsche erscheint sein Foto ganz weit vorne.

Jetzt liegen wir beide auf der Couch.
Wenn ich mich etwas erholt habe, wird das Aufräumen nachgeholt.
Eine Frau mit derartig schickem Auto und berühmten Porsche-Mops kann ihre Gäste schließlich nicht im Chaos bewirten! 😉