Porsche-Kondom?

So lautet die Betreffzeile von Eriks Mail heute morgen.
Darin ein Foto, das er von einem Porsche unter wappengeschmücktem Carcover gemacht hat.
Ich bestätige, dass es sich dabei um ein Porsche-Kondom handelt,
welches unerwünschte Nachkommenschaft mit anderen Marken vermeiden soll.
Man kann schließlich in der Garage nicht immer daneben stehen.
Und gerade in den langen Wintermonaten ist langes Parken aller Laster Anfang.

Besonders gefürchtet werden in der Porsche-Züchterszene Kreuzungen von Porsche mit Opel.
Das ergibt dann nämlich die ausgesprochen unattraktiven POpel.
Für diese gibt es nur einen extrem kleinen Kreis von Käufern…

Parkettsicher

Als ich am Freitag meinen Schlüssel zur Reparatur wegbrachte, bin ich im Porschezentrum einem kleinen Jungen begegnet, der mir noch im Kopf herum spukt.
Zuerst sah ich seinen Vater.
Das Haar schon deutlich grau meliert, elegant gekleidet, attraktiv.

Später folgten die Gattin/Partnerin und der für sein Alter deutlich zu junge Sohn.
Der Junge war fröhlich und fragte den Vater, welchen Porsche sie abholen würden, er war vielleicht vier oder fünf Jahre alt und sein Anblick war beunruhigend.
Er sah aus, wie ein sehr kleiner, dünner Erwachsener.

Der Junge trug einen Schal im Burberry House Check, modisch um sein kurzes Kinderhälschen drapiert und war auch sonst wie ein Erwachsener gekleidet.
Ich fürchte, ich habe ihn angestarrt.
Er sah in seiner Verkleidung nicht niedlich aus, sondern befremdlich.

Wie ein Accessoire, passend zu Papas neuem Cayenne und der sportlich eleganten Mutter.
Was er eines Tages sicher nicht haben wird, ist Scheu oder Befangenheit, wenn er das erste Mal alleine ein PZ betreten wird.

Ich erinnere mich, dass ich öfter einmal gelesen habe, dass erwachsene Männer leicht schüchtern sind, wenn sie sich dort erstmalig umsehen.
Mir ging es damals nicht so, ich war eher aufgeregt, vor meiner ersten Probefahrt, ansonsten ist für mich Autohaus gleich Autohaus.

Ich wünsche dem Jungen ein tolles Leben mit vielen glücklichen Automomenten, parkettsicher in der Welt der schönen Sportwagen ist er schon heute.

Peinlich.

Nachdem der gestrige Abend denkbar bescheiden verlaufen ist,
brauche ich heute Erbauung.
Also nur schnell telefonisch noch ein Gespräch mit einem Kunden erledigen und ab in den Porsche.

Der kaputte Schlüssel braucht einen neuen Bart und ins PZ fahre ich ja immer gern…
Für den Schlüssel wollte ich nicht bis nach Dortmund und bin ins Düsseldorfer Porschezentrum gefahren.
Bart bestellt, nach dem neuen Targa geguckt (kommt erst im Mai…) und mit den Verkäufern gequatscht.

Dann zurück in den schwarzen Prinzen und runter vom Parkplatz.
In Gedanken noch beim Turbo den  ich gesehen hatte, Laune besser, Musik prima.
Und Gas!

Das PZ liegt am Düsseldorfer Flughafen zwischen lauter Bürogebäuden.
Wenn die Bürohengste einmal alle in ihrem Arbeit-Kabüffchen verschwunden sind, sind die Straßen leer und schön kurvig…
Und da stellen die doch tatsächlich  150 Meter hinter der Parkplatzausfahrt von Porsche nen Blitzer auf, um Tempo 30 zu kontrollieren?!

Düsseldorf, mach das an Schulen, Kindergärten und von mir aus in Wohngebieten.
Aber so eine kleinkarierte Abzocke hast Du doch nicht nötig.
Meine Geburtstatdt ist peinlich…

Tabu!

Gestern Abend hat mein wunderbarer Freund Marius,
der mich damals auch zum Porschekauf begleitet hat,
Lasagne für 8 Herren und eine Porschefahrerin gemacht.

Nach dem Essen gab es eine Runde Tabu.
Alle Begriffe, die irgendwie mit Auto zu tun hatten, wurde mit Anne hat ein…
Oder hinten am Porsche ist ein Sport…
erklärt.
Sehr lustig!

Ich hatte den Porsche genommen, die längere Strecke bot sich an.
Nach dem schönen Abend stieg ich zuhause beschwingt aus.
Ich musste meine Nachbarin rausklingeln, die mal wieder die Einfahrt auf mein Grundstück blockiert hatte.
Also, Motor laufen lassen, aussteigen, um die blöde Nuss zu holen, und dann in die Garage fahren.

Sicher haben viele Autofahrer sowas, oder ein ähnliches Modell an ihrem Schlüsselbund:
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Ich blieb darin hängen, und der Porscheschlüssel der so aussehen sollte:
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Sieht jetzt leider so aus:
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Nur, dass der abgebrochene Teil noch im Schloss des laufenden Porsches steckte.
Aaaaaaaaah! OH GOTT!!!!!
Zum Glück konnte ich es rauskriegen, ich hätte sonst überhaupt keine Ahnung gehabt, wie ich den Motor hätte ausstellen sollen.

Und zum Glück trage ich meinen Ersatzschlüssel aus Gründen der Porsche-Paranoia immer in meiner Handtasche, um ihn im Notfall mit meinem Leben verteidigen zu können.
Also konnte ich das Auto doch noch parken.
Aber ab jetzt sind dieses Schlüsselbänder für mich TABU!!!

Dafür brauchst Du keinen Mann, Mädchen

Mit dem Satz hat mich 2012 meine Eifler Freundin aufgefordert, ruhig alleine zum Nürburgring zu fahren und mir dort alles anzusehen.
Heute Abend hatte ich großes Glück, wieder so ein „Dafür brauchst Du keinen Mann-Erlebnis“ zu haben.

Emotional recht wacklig auf den Beinen bin ich in den Porsche gestiegen,
in der Hoffnung, er könnte mein Herz leichter machen.
Leider hat man keine Garantie, dass sowas immer klappt.

Im Radio sang Brings: „Do häs jedach et Lääve hät ne Sinn
Alles weed jod, alles haut hin
Un häs do dann di Liehrgeld berappe müsse“
(Für die Nicht-Rheinländer: „Da hast Du gedacht, das Leben hätte einen Sinn. Alles würde gut, alles haut hin und hast dann Lehrgeld berappen müssen.“)
Passte mal wieder…

Aber es wurde unverhofft eine wunderschöne Tour!
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Mein Traumauto vor tollem Haus,
leider gehört nur das Auto mir,
den Rest habe ich mir fürs Foto geliehen.

Weiter gings am Rhein entlang,
da geht einer Rheinländerin ja ohnehin das Herz leicht auf.
Und plötzlich war ich an der Fähre, die ich mit dem Dr. so oft genommen hatte. Nur aus der anderen Richtung.

Ich wusste überhaupt nicht, ob um diese Zeit noch eine Fähre gehen würde, aber dachte, wenn nicht, guckst Du eben etwas aufs Wasser und drehst dann wieder um.
Aber der Zufall wollte es so, dass die Fähre am Anleger stand, kurz vor dem Ablegen.
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Also nicht lange zögern, und rauf mit dem Prinzen aufs Schiff!

Um diese Zeit war wenig los, und die Überfahrt im Abendlicht Balsam für meine gepeinigte Seele.
Wenn ich mit dem Dr. auf der Fähre war, hab ich irrigerweise oft gedacht, dass würde ich mich mit dem schwarzen Prinzen nicht trauen,
aber da gibt es nix zu trauen, das war Stuss, es war einfach nur schön.

Nach dieser Tour hab ich wieder etwas Wind unter den Flügeln.
Vielleicht hält das Leben ja doch noch gute Zeiten für mich auf Lager?!

Bitte Absteigen!

Ja, schon klar in einen Porsche steigt man ein, bzw. aus, nicht ab.
Ich hatte da eher die totes-Pferd-Metapher im Hinterkopf.
Kein schönes Bild, wie ich finde.

Mein Spiegel zeigt auch kein schönes Bild.
Verheult, blass…echt nicht ín Topform.
Aber kein Wunder.
Meine Beziehung ist ein totes Pferd und gleich daneben hockt häßlich horror vacui.

Natürlich weiß jemand mit so viel Jahren auf dem Buckel wie ich, dass die Zeit solche Sachen erledigt.
Aber eben nicht nur die Zeit.
Man hat schon ganz gut zu kämpfen. Und das ist gerade das, was ich in den lezten Jahren im Übermaß hatte.

Scheiß Kämpfen, Scheiß Kerle!
Zum Glück läuft wenigstens der schwarze Prinz wieder.
Ich geh jetzt meinen Tank leerfahren.

50 ways to leave your lover

Eigentlich schreibe ich lieber über die tollen Seiten des Lebens.
Schöne Fahrten im Elfer oder Veranstaltungen am Ring.
Oder auch über Valentinstage, die ich nicht mehr einsam verbringen muss.
Aber irgendwie habe ich den Anspruch, ehrlich zu sein, wenn ich darüber schreibe, was passiert, wenn eine Frau einen Porsche kauft.

Und Folgendes passiert eben offenbar auch, wenn eine Frau einen Porsche kauft:
Der schwarze Prinz hatte noch seine erste Batterie.
Die hat es jetzt hinter sich, eines Tages sprang er nicht mehr an.
Aufladen war nicht die Lösung.

Dann hat mein Lover sie ausgebaut, und leider nach dem Ausbau die Klappe der Kofferraumhaube unbedacht geschlossen.
Diese lässt sich ohne Batterie nur mit einem Trick wieder öffnen.

Danach hat er im Rahmen eines Disputs das Haus verlassen (Nein, in dem Disput ging es nicht um die geschlossene Haube…), ist in seinen Porsche gestiegen, seiner fährt ja schließlich noch, und war weg.
Auch eine Art to leave you lover, Porschetroubele inklusive.

So kann man das machen, muss man aber nicht.
Die Engländer haben eine nette Redewendung:
„Adding insult to injury.“
Trifft ganz gut das Gefühl, das ich hatte.

Sein Angebot, zurück zu kommen, um das Auto wieder zu öffnen, habe ich ausgeschlagen.
Wer weiß, was da noch alles schief gegangen wäre.
Es besteht durchaus die Gefahr, beim Öffnen der Haube mit dem Trick, einen Kurzschluss zu verursachen, und tüchtig etwas kaputt zu machen.

Nun kommt gleich der Mechaniker meines Vertrauens mit einer neuen Batterie.
Wenn der schwarze Prinz seine neue Batterie hat, wird er wieder anspringen.
Für den das Auto betreffenden Teil der Trennung gibt es also eine etwas nervige, aber dennoch letztlich leichte Lösung.

Der Rest wird schwieriger…

Valentinstag – feiern oder ignorieren?

Klar, man(n) kann den Valentinstag als Erfindung amerikanischer Blumenhändler ablehnen.
Man kann auch alle anderen Tage dieser Art ablehnen, nach dem Motto: „Das feiere ich jeden Tag“.

Ich aber werde heute feiern.
Und der Grund ist mein Valentinstag vor einem Jahr.
Damals hatte ich noch keinen Porsche und keine Hoffnung, dass mich in absehbarer Zeit mal wieder jemand lieben würde.

Ich ließ mich gerade von dem Mann scheiden, den ich fast die Hälfte meines Lebens lang geliebt hatte.
Am Valentinstag war ein Termin bei der Scheidungsanwältin.
Auch, wenn man die Scheidung will, fühlt man sich äußerst beklommen nach solchen Terminen.

Ich verließ also die Kanzlei am Abend des 14.2.2012 und lief zu meinem Auto, damals noch die alte C-Klasse.
Auf dem Weg zum Parkhaus hatte jeder gottverdammte Mann, den ich auf der Straße sah, einen Blumenstrauß oder eine Rose in der Hand.

Mit jedem Schritt wurde mein Herz schwerer.
Was mich gerettet hat: meine Freunde und ich haben uns zum Abendessen getroffen und unser Motto war: „Wir schei*en auf den Valtentinstag.“
Aber man kann nicht wirklich ignorieren, wenn einen keiner liebt.
Ich zumindest kann das nicht.

Wer hätte gedacht, dass ich einen Monat später einen Porsche kaufen würde und am Ende dieses Monats meine neue Liebe treffen würde?
Ich werde heute feiern.
Feiern, dass auch die finstersten Phasen des Lebens irgendwann ein Ende haben.
Und das ist doch ein guter Grund.

Fluchtvereitelung

Heute ist der Tag, auf den ich mich die ganze Woche gefreut hatte.
Ich wollte in meinen Fluchtwagen steigen und einen Tag Urlaub einlegen.
Wollte Porsche fahren, wandern, den Alltag vergessen.
Gestern Abend dann mein Anruf in der Eifel:

„Bleib bloß, wo du bist, das Wetter ist furchtbar hier und morgen kann es Schnee geben.“
Ok, meine Vermieterin kennt das Eifelwetter schon über 70 Jahre, das klingt nicht gut.
Ein winziger Funke Hoffnung glomm noch in meiner Seele.
Heute dann der Blick auf die Webcams des Nürburgrings.

Das wird nix.
Nass, Schneeregen, definitiv kein Porschewetter.
Und ich hatte mich so auf den Tag gefreut.
Stattdessen habe ich in Haus und Garten doofe Arbeiten verrichtet,
Winter sucks! 😦

Marmor, Stein und Eisen bricht – oder: die Zähne vom Brünnchen

Versteinern Zähne, wenn man nur genug trinkt?
Ich finde ja oft interessante Dinge in den Wäldern rund im den Ring.
Wer noch einmal nachlesen möchte…
Dieses Mal habe ich Zähne gefunden.

Alte Zähne.
Sehr alt.
Am Brünnchen.
Vermutlich versteinert, durch exzessives Trinken während der 24H.
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Da ich nicht davon ausgehe, dass sich unter meinen Lesern Wissenschaftler befinden, die das Ding bestimmen können, habe ich bereits Kontakt aufgenommen zum naturkundelichen Museum in der Landeshauptstadt.

Vielleicht sind wir hier die Ersten, die eine archäologische Sensation sehen,
die Zähne des Eifel-Özis!