Stefan, die Porschemuse – Annes Porscheblog goes youtube

Dieses Blog handelt davon, was passiert, wenn eine Frau einen Porsche kauft.
Ein für mich unerwarteter, aber hocherfreulicher Nebeneffekt ist die Tatsache, dass ich durch den Porsche neue Leute kennen lerne.
Einige davon habe ich inzwischen persönlich getroffen, andere noch nicht.

Dennoch sind es sehr nette Kontakte, an dieser Stelle herzliche Grüße an die noch Ungetroffenen: Inka, Jim Knopf, Bro, Willi, Anrne und Stefan!
Stefan war es auch, der sich meiner Pantherproblematik mit den Überraschungseiern erbarmt hat.

Großartigerweise schickte er mir die richtigen Eier und ich habe sie voller Spannung ausgepackt.
Das sollte natürlich ins Blog.
Normalerweise mache ich immer Fotos, Stefans Porsche Kinderüberraschung brachte mich auf die Idee, ein Video zu machen.

Der Dr. filmt, ich packe aus.
Nun musste das Video ja irgendwie hochgeladen werden.
Daher habe ich aus Jux und Dollerei neben der Nur-nicht-aus-Liebe-weinen-Facebook-Seite (oder nennt man das Profil? Jaaaa, ich bin alt…) auch noch einen Nur-nicht-aus-Liebe-weinen-Youtube-Kanal eröffnet.

Der Dr. musste natürlich die gesamte technische Abwicklung übernehmen.
Der ist jung und internetaffin.
Wenn Ihr auf den Kanal-Link klickt, könnt Ihr unser sagenhaftes Erstlingswerk bewundern! 😉

Wenn Leute einem etwas mitbringen

Angst auf dem Parkplatz.
Nein, nicht, weil ich keinen sicheren Parkplatz für meine Porsche gefunden hätte.
Das war- absurd aber wahr- das Thema meines Traums letzte Nacht….

Heute früh auf dem Supermarktparkplatz wäre ich gleich zweimal beinahe überfahren worden.
Viel zu schnell fuhren Menschen viel zu nah an mir vorbei, während ich zu Fuß, ohne schützende Blechülle, von ihrem Fahrtwind angepustet wurde.

Warum sind die am Morgen schon so aggressionsbereit?
„Kriegt Euren Mist in den Griff!“ ging es mir durch den Kopf.
Schon klar, ich bin auch nicht Superwoman, auch ich bin schon gereizt gefahren, weil ich gestgresst war.

Im Beruf ging es dann weiter.
Viele Situationen, in denen es darum ging, dass Gefühle, die mit einer Situation gar nichts zu tun haben, diese dominieren.
Wenn ich davon nicht direkt betroffen bin, komme irgendwie besser damit klar.

Abends kam es leider zu einer deutlich persönlicheren Betroffenheit.
Klar, auch hier wasche ich meine Hände nicht in Unschuld.
Meine Partner haben schon oft meinen Stress abbekommen.
Oder irgendeine alte Angst.

Warum schleifen wir diesen ganzen unbewältigten Emotionskrempel überall mit hin und lassen ihn dann irgendjemandem vor die Füße krachen?
Fremden auf dem Parkplatz oder geliebten Personen auf der Couch.
Gibt es einen Weg das zu verhindern?

Wie sieht der aus?
Hochfrequente Psychotherapie im Wechsel mit buddhistischen Retreats?
Hochfrequentes Heilporschefahren im Wechsel mit oxytocinreichem Dauerkuscheln nach nervlicher Belastung?

Letzteres wäre es vermutlich für mich.
Klappt aber leider nicht immer, wenn ich es bräuchte.
Aber so kann es nicht weiter gehen.
Wir müssen unsere Arbeitsplätze, unseren Straßenverkehr und unser Zuhause zu Orten machen, an denen Lebensqualität nicht dadurch reduziert wird, dass uns irgendein Gefühl gerade in der Zange hat.

Triebwünsche, eine Frau und ihr Porsche

Wikipedia sagt: „Eine Frustration (von lat. frustra = vergeblich bzw. frustratio = „Täuschung einer Erwartung“[1]) ist eine Wunschversagung, welche mit dem Erlebnis eines aufgezwungenen Verzichts von Triebwünschen einhergeht.“

Genau!!
Wunschversagung!!!

Weiter schreibt Wikipedia: „Ebenso entsteht Frustration durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen, enttäuschte Erwartungen und erlittene Ungerechtigkeiten, welche sich in einem Zustand der Enttäuschung äußern. Unmittelbare negative Folgen können Aggressionen sein,[2]längerfristige ein Burnout-Syndrom[3] oder eine Depression.“

Ha!
So gefährlich ist das also, was die Städte der Region mit meiner Seele anrichten!
Ich kriege davon Burn-out und Depressionen.
Wozu habe ich einen Sportwagen gekauft?!
Da will Frau fahren, und um jede noch so popelige Stadt haben sie einen Ring von Tempo 80 gezogen.

Beispiel Düsseldorf: da fährt man ca. 10 Kilometer Tempo 80, schön von Blitzern kontrolliert, wenn man an der Stadt auch nur vorbei will.
Ist die Geschwindigkeitsbegrenzung dann endlich aufgehoben, und sind atemberaubende 120 erlaubt, kündigt das Radio an:
Acht Kilometer Stau zwischen Düsseldorf und Wuppertal.

Na, ist ja ganz doll!
Da  kann ich den Porsche mal so richtig ausfahren.
Mit 5 kmh!
Im Rausch der Geschwindigkeit.

„In der Umgangssprache wird der Begriff Frust verwandt, um ein Gefühl des Missmuts bzw. der Verdrossenheit zu benennen.“ (Wikipedia)

Verdrossenheit  triffts ganz gut!
Schönen Abend noch,
Eure Anne Missmut  😦

Wenn man alles richtig gemacht hat

Auf der Rückfahrt von Wuppertal.
Die Jungs und ich haben meinen Geburtstag nachgefeiert, und ich bin seit 12.5 Stunden ohne nennenswerte Pause unterwegs.
Mit müden 120 kmh schaukle ich gedankenverloren Richtung Heimat.

Da höre ich auf einmal dieses Geräusch.
Ein sattes, tiefes röhrendes Brummen.
Ein fetter Sound, gefolgt von der unverkennbaren Heckbeleuchtung in der Dunkelheit.
So einer steht bei mir auch in der Garage.

Das Gefühl der tiefen Befriedigung, welches mir bei dem Gedanken durch die Brust weht, ist wunderbar.
Ich habe alles richtig gemacht.
Ich habe auch einen Porsche.

Glück verschenken-für Rennfahrer ungeeignet

Willst Du jemanden glücklich machen?
Oder Dich selbst?
Oder willst Du ein guter Advents-Spießer sein?
Vorausgesetzt, Du arbeitest nicht als Rennfahrer, und musst auf Deine Figur achten, ist das ganz einfach:
DSCF1699

Die Zutaten sind oft schon in jeder Küche vorhanden.
Nerviges Einkaufen überflüssig:
1. Mehl
2. Eiersatz-oder Ei für diejenigen, die mit Hühnern nix am Hut haben.
3. Nutella.

Der Vorgägner des Dr. war ein sehr schlanker Mann, der dennoch in riesigen Mengen Nutella verzehrte.
Täglich.
Das Zeug ißt bei mir aber keiner mehr, und daher musste es weg.
Ich habe den Teig noch mit Weinbrand und Gewürzen aufgepeppt.
5 Minuten ins Eisfach, kleine Kugeln formen, platt hauen, Ausstechform rein, DSCF1700 bei 175 Grad ca. 10 Minuten in den Ofen. Schon fertig! DSCF1701 Nürburgring-Nutella-Keks DSCF1702 Porsche und Herzchen.
Die Kekse sind knusprig und  schokoladig.

Also los! Es gibt außer Rennfahrern und Models sicher keinen, der sich nicht über frische, selbstgebackene Kekse freut! 🙂

Katzenjammer

Da mein Porsche die Garage okupiert, hatte ich der C-Klasse ein Carport bauen lassen.
Leider wird dieses nicht nur vom Auto genutzt, sondern auch von den Katzen der Nachbarn.
Diese finden es toll, auf dem Auto unter dem Carport zu sitzen.

Leider laufen sie dabei mit dreckigen Pfoten über den Lack, und beim Herunterklettern hinterlassen sie auch Kratzspuren.
Was tun?
Im Internet finden sich keine wirklich funktionierenden Vorschläge.
(Alle irgendwie auf Luftgewehr-Niveau).

Ich kann nicht dauernd ein Carcover drüber und wieder herunter pulen.
Aber dabei zuzusehen, wie der Wert des Lackes rapide abnimmt, ist auch keine gute Lösung.
Hat jemand eine Idee für die ratlose Anne?

Mit dem Porsche in den Pott

Ute und Markus haben doch diesen tollen Tisch, eine von unten beleuchtete Felge mit Glasplatte drauf.
Nun hatte mir Markus auch eine Felge besorgt, und ich wollte sie abholen.
Weil ich so gerne Porsche fahren wollte, nahm ich den 11er.

Als ich einstieg, war ich völlig hingerissen von seinem wunderbaren Geruch.
Ich atmete mehrfach tief ein und genoß seinen Duft.

Im Radio lief Stoppok, passte ganz gut.
Die linke Hand des Dr. lag während der Fahrt auf meinem rechten Bein und meine rechte Hand spielte mit den Haaren in seinem Nacken.
Eine entspannte Sonntagstour.

Bis auf den Felgentransportplan.
Der war eine Schnapsidee, natürlich passte die Monsterfelge nicht rein.

Und Klappe auflassen geht beim Porsche während der Fahrt nicht ganz so gut…
Also Felge wieder raus.
Es war schon später Nachmittag, aber weil das Mittagessen ausgefallen war, lockte uns der Hunger noch zu einer türkischen Bäckerei.
So ging es nach Duisburg-Hochfeld, wo es eine großartige türkische Bäckerei gibt.

Die WAZ titelte irgendwann mal „Duisburg-Hochfeld zwischen Strich und Verfall“.
Ein Viertel, das sicher zu den ärmeren und trostloseren im Revier zählt.
Und nach Einbruch der Dunkelheit auf GAR keinen Fall ein Ort, an dem man seinen Porsche stehen lässt, um in Ruhe essen zu gehen.

Besonders dann, wenn die Besitzerin zu Porsche-Paranoia neigt.
Keine Sekunde ließ ich mein Baby aus den Augen.
Der Dr. ging in die Bäckerei, ich bewachte den schwarzen Prinzen.
Er verabschiedete sich mit den Worten: „Schließ die Türen ab.“

Um mich herum zwielichtige Gestalten.
Ich habe im Ruhrpott studiert, und keine Angst vor Vierteln, in denen blonde deutsche Frauen abends im Stadtbild nicht mehr vorkommen.
Der Prinz bekam viele aufmerksame Blicke, hier gibt es eher BMWs.

Schnell war der Dr. wieder im Auto und wir samt Porsche wieder auf der anderen Rheinseite.

Am liebsten hätte ich für meinen Schatz einen Knopf, der ihn klein macht, so dass ich ihn überall hin mitnehmen kann.
So wie meinen Porsche-Ersatzschlüssel, den nehme ich auch immer überall mit hin, damit ich ihn bewachen kann… 🙂

Heute will ich!

Heute will ich lieber ein Mann sein!

Mein Haus hat zwei Garagen.
In einer steht mein Porsche, die Einfahrt zur anderen war etwas eng, und deshalb habe ich sie zuwachsen lassen.

Nun hatte ich gedacht, wäre es eine gute Idee,
die Einfahrt zur zweiten Garage frei zu machen, damit des Dr. Boxster im Winter dort parken kann.
So ein Stoffverdeck wird ja nicht besser, wenn es im Winter draußen steht.
Also musste ein Lebensbaum sein Leben lassen.

Kaum war das Ding gefällt, und musste zerkleinert werden,
fiel dem Dr. ein, dass er keinen Wert auf die Garage lege, er könne den Boxster auch in der Tiefgarage bei seinen Eltern parken und überhaupt, nö…!
Der Lebensbaum liegt nun gefällt in meiner Zweitgarage.
DSCF1695
Als er noch aufrecht stand, wirkte er gar nicht so groß, jetzt ist er riesig.

Also leihe ich mir eine Kettensäge von den Nachbarn und fange an, ihn zu zerkleinern.
Ich hatte noch nie viel Kraft in den Armen und war angenehm überrascht, dass ich die Säge überhaupt hochheben konnte.
Leider ging es nicht so positiv weiter, die Sägerei geht mir nicht leicht von der Hand.

Trotz Motor muss man beim Sägen irgendwie tüchtig drücken, sonst tut sich nämlich gar nix.
Ich werde immer müder, das Sägen wird immer gefährlicher.
Nach nur einem lächerlichen Ast kann ich nicht mehr.

Der Dr. hat sich erst mit einem Buch auf die Couch und später ins Bett verzogen.
Er möchte vor dem Dienst noch etwas ausruhen.
Ich habe angesichts der grünen Bescherung in meiner Garage nur einen Wunsch:
Ich möchte ein Mann sein.
Ein starker Mann, mit ganz viel Kraft in den Armen, für den es überhaupt kein Problem ist, eine Garage frei zu machen.
Auch, wenn sie im Endeffekt dann doch keiner will…

Auto Jansen und der Sado-Maso-Boxster

Als ich noch meine alte C-Klasse hatte, ist es mir laufend passiert.
Ich kam zum Auto und hatte so einen kleinen Zettel dran.
„Wollen Sie Ihr Auto verkaufen?“
„Bar und sofort, zu jeder Zeit!“

Als wir heute zum Boxster kamen, hatte es ihn erwischt.
Der Ich-kaufe-alte-Karren-Händler hatte ihn ins Visier genommen und ein Zettel war ans Fenster geklemmt.

Auto Jansen will den Boxster kaufen!
Auto Jansen, so lobte die Karte, kauft auch Autos mit Motorschaden und hohen Kilometerleistungen, außerdem: „Bei uns gibt es keine Reklamationen“.
Ist das gut oder schlecht?
Wenn man etwas zu reklamieren hat, ist es sicher eher von Nachteil…

Auf jeden Fall ist es undenkbar, dass sich der Dr. freiwillig von seinem Boxster trennt.
Gut, er ist schon 16 Jahre alt (der Boxster, nicht der Dr.!!)
und heute beim Beladen des Kofferraums ist dem Dr. der Deckel auf den Kopf gefallen, da die Dinger, die den Kofferraumdeckel oben halten sollen, kaputt sind.

Aber wahrer Liebe tut das keinen Abbruch.
Liebe darf auch mal weh tun.
Und außerdem ist es unanständig, seinen ersten Porsche zu verkaufen.
Sowas muss in der Familie bleiben!

Also Finger weg von unserem Mädchen-Porsche, Auto Jansen!

Tom hat sich verfahren 007

42

Laut Douglas Adams die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
Momentan noch mein Alter.
Bis Sonntag, dann werde ich 43.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Geburtstage nicht mögen.
Ich liebe Geburtstage.
Ich mag es, wenn Dinge besonders schön sind.
Ich mag spezielle Tage und  natürlich auch Geschenke.

Mein Geschenk vom Porschezentrum Dortmund habe ich schon bekommen, es lag, als ich von meiner Dienstreise kam, im Briefkasten:
DSCF1602
Eine schöne Porsche-Skizze, eine nette Idee.

Ein riesiges Geschenk habe ich ja im April schon bekommen, den Porsche in meiner Garage.
Mit ihm kamen eine Reihe von tollen Menschen und auch mein Blog.

Es war kein leichtes Lebensjahr, dass sich da dem Ende zuneigt.
Es war das Jahr nach der schwärzesten Zeit meines Lebens und somit eine Mischung aus schönem Neubeginn und Nachwehen.

Etwas leichter darf das neue Lebensjahr ruhig noch werden.
Große Träume habe ich nicht mehr, die in Erfüllung gehen könnten.
Ich wollte immer heiraten, mal mein eigenes Haus haben, den Beruf ausüben, den ich habe und einen Porsche haben.

Erledigt.
Ach ja, und ein Ferienhaus und einen Pool.
Das Ferienhaus ist zumindest gemietet und mein Pool ist zwar eine undichte Poolruine, aber ich habe wirklich einen im Garten.

Was soll man sich wünschen, wenn alle Wünsche erfüllt sind?
Das Wichtigste. Liebe, Freunde, Gesundheit.