Unter Drogeneinfluss am Steuer

Wenn ich schreibe, dass ich gestern Abend vollgepumpt mit Drogen am Steuer saß, ist das vermutlich besorgniserregend.
Der Hinweis, dass ich die Drogen alle selbst gemacht habe, klingt als hätte ich neben dem Porsche in der Garage, ein Crack-Labor im Keller.

Das ist nicht der Fall.
Gestern handelte es sich um Opioide.
Tolles Zeug, macht ruhig und euphorisch zugleich und angstfrei.
Ein wunderbares Gefühl.

Als ich spät am Abend noch an die Tankstelle fuhr, schwappte um mich diese rosa Wolke.
Ich hatte an einem Tag gleich zwei Aktivitäten, auf die der menschliche Körper mit Endrophinausschüttung reagiert, betrieben.

Früh morgens war ich laufen gewesen.
Bam! Die erste Dosis Endorphine.
Man steht dann mit so einem innerlichen dämlichen Dauergrinsen unter der Dusche.
Und wenn man danach ins Auto steigt, ist das noch nicht einmal illegal.

Abends haben wir wieder gesungen.
Beim mehrstimmigen Singen mischt die körpereigene Drogenküche den Endrophinen, die man beim Singen ausschüttet, noch einen guten Schuß Oxytocin hinzu.
Dafür muss man alternativ Babys stillen oder Sex haben. (Vermutlich in umgekehrter Reihenfolge…)

Und natürlich sind alle danach in ihre Autos gestiegen.
Das wär doch mal ein super Thema für eine Doktorarbeit:
„Der Einfluss von körpereigenen Opioidpeptiden auf die Fahrtüchtigkeit.“

Meine Hypothese: weniger road rage, aber ein leichter Hang zur Geschwindigkeitsüberschreitung…
passt ganz gut zum Carrera.

 

12 Männer und 12 Hunde unterwegs im Porsche durch Kalifornien

26. Dezember, Porschewetter.
Die Straßen sind trocken und es ist warm genug, um die Sommerreifen fahren zu können.
So schwül es im Sommer oft bei uns ist, so mild sind die Winter im „Kalifornien NRWs“.

Der Carrera und ich sind unterwegs zur traditionellen Weihnachtsabschluss-Party bei meinen Freunden.
Er kennt die Strecke und ich lasse meinen Blick beim Fahren schweifen.
MON-EY lese ich auf dem Kennezeichen eines schwarzen Mercedes.

Kann man machen, muss man aber nicht, denke ich.
Der Mann am Steuer passt zu seinem Kennzeichen, leider ist er kein begnadeter Fahrer.
Kurz danach lenkt mich eine flott durchfahrene Kurve ab.

Huah!
„Das war aber etwas flott!!“ flüstert mein innerer Angsthase.
„Scheiß drauf“ antwortet die wilde Frau in mir, „dafür sind diese Autos schließlich gebaut.“

Optimal gebaut ist auch des Elfers Ablage unter der Heckscheibe.
Mein traditionells Geschenk (jedes Jahr schenken mir die Gastgeber einen Kalender) passt perfekt:
Dieses Jahr: 12 Männer mit muskulösem Oberkörper (alle haben zufällig Ihr T-shirt verlegt…) und Hund.

2018, ich bin bereit!

 

 

Mein wunderschöner, bissiger Porsche und ich

Ein sonniger Frühlingsabend.
Der Porsche ruft aus der Garage, dass er dringend aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden möchte.
Natürlich konstruiert mein Kopf, dass dringend etwas besorgt werden müsse, und ich lasse ihn raus.

Der Dr. ist gerade erst nach Hause gekommen und will nicht mit.
Als er den Motor des Elfers hört, kommt er an die Haustür, um mir zu winken.
Er steht in der Tür, schenkt mir sein reizendes Lächeln.
Es erinnert mich an unsere Anfangszeit, als unsere Porschefreude uns so verband.
Ich winke aus dem Elferfenster zurück und fahre los.

Er ist bissig, mein Motor, sehr befriedigend.
Auf dem Parkdeck fahre ich in die hinterste Ecke.
Eigentlich will ich schon in den Einkaufstempel, aber der Porsche ist einfach zu schön.
Ich hole das Handy aus der Handtasche und fange an, Fotos zu machen.
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Er sieht aber auch zu gut aus, wie er im Abendlicht da steht.
So hocke ich auf dem Parkdeck und knipse.
Endlich reiße ich mich los und gehe zum Eingang.
Drei Jugendliche schlendern pommesessend in Richtung meines Autos.

Paranoid bleibe ich sofort stehen und warte, ob sie sich dem Carrera nähern.
Auch beim Einkaufen denke ich immer wieder, hoffentlich geht das gut.
Der Porschebruder und der Dr. kriegen natürlich noch während des Einkaufs Fotos geschickt, denn die wissen die schwarze Schönheit natürlich angemessen zu würdigen und halten mich nicht für eine befremdliche Person.

Irre, nach zwei Jahren immer noch so verliebt…

Ich fühl mich heut so midlife-crisis

Zwischen zwei Dienstreisen habe ich am Freitag erfahren, dass der Rohrbruch in meinem Haus so groß ist, dass Reparaturen keinen Sinn mehr ergeben.
Sogleich wurde meine Dusche ausgebaut und das WC im Bad stillgelegt.
Ich kriege nun ein neues Bad, in ca. vier Wochen.

Die Nervereien hören irgendwie nicht auf.
Arbeit, Hausstress, Beziehung auch nicht so der Knüller.
Das kann doch nicht alles sein!?

Zeit-online schreibt, dass man statistisch mit Mitte vierzig die Talsohle der Lebenszufriedenheit durchschreitet.
Ich bin also offenbar nicht alleine mit diesem blöden Gefühl.
Vermutlich sollte man froh sein, dass alles nicht noch viel schlimmer ist.
Klappt aber nicht.

Abwarten und Porschefahren.
Oder was macht Frau, damit es talsohlendurchschreitungstechnisch flotter geht?
Wie sehen die PS aus, die man für Durststrecken des Lebens braucht?
Ich nehm morgen früh auf jeden Fall den Elfer für die Dienstreise.

Nicht, weil ich glaube, dass man mit einem Sportwagen schneller aus der Krise kommt, man hat nur mehr Spaß auf der Fahrt durch die Lebensmitte-Tal-der-Alltagsschalheitsgefühle-Warterei-auf-gute-Zeiten.

Stefan, die Porschemuse – Annes Porscheblog goes youtube

Dieses Blog handelt davon, was passiert, wenn eine Frau einen Porsche kauft.
Ein für mich unerwarteter, aber hocherfreulicher Nebeneffekt ist die Tatsache, dass ich durch den Porsche neue Leute kennen lerne.
Einige davon habe ich inzwischen persönlich getroffen, andere noch nicht.

Dennoch sind es sehr nette Kontakte, an dieser Stelle herzliche Grüße an die noch Ungetroffenen: Inka, Jim Knopf, Bro, Willi, Anrne und Stefan!
Stefan war es auch, der sich meiner Pantherproblematik mit den Überraschungseiern erbarmt hat.

Großartigerweise schickte er mir die richtigen Eier und ich habe sie voller Spannung ausgepackt.
Das sollte natürlich ins Blog.
Normalerweise mache ich immer Fotos, Stefans Porsche Kinderüberraschung brachte mich auf die Idee, ein Video zu machen.

Der Dr. filmt, ich packe aus.
Nun musste das Video ja irgendwie hochgeladen werden.
Daher habe ich aus Jux und Dollerei neben der Nur-nicht-aus-Liebe-weinen-Facebook-Seite (oder nennt man das Profil? Jaaaa, ich bin alt…) auch noch einen Nur-nicht-aus-Liebe-weinen-Youtube-Kanal eröffnet.

Der Dr. musste natürlich die gesamte technische Abwicklung übernehmen.
Der ist jung und internetaffin.
Wenn Ihr auf den Kanal-Link klickt, könnt Ihr unser sagenhaftes Erstlingswerk bewundern! 😉