Porschefahrer eben…

BoxsterfahrerInnen sind eine schlimme Plage.
Trifft man sie alleine, sind diese „Der Boxster ist der bessere Elfer“-Schwafeleien ja schon schwer genug zu ergtragen.
Richtig übel wird es, wenn sie sich gegenseitig auch noch in ihrem Wahn anstacheln.

Fassungslos musste ich heute mit anhören, wie meine Freundin und der Dr. mit ihren kläglichen Kleinporsches angaben: „Kommt besser um die Kurve als jeder Elfer…“.
Gähn.

Da lob ich mir die Carrera-Fahrer!
Wir haben ein Auto, das so astrein ist, dass sich jegliche Angeberei erübrigt.
Der Wagen ist statement genug, nicht nötig viele Worte zu machen.
Und wir haben ein Auge für Formen!

Schreibt Jim.
Mein Porschefreund, mit dem ich Badbilder ausgetauscht habe.
Und siehe da, nicht nur bei der Wahl des Porsches herrscht harmonische Übereinstimmung, auch Armatur, Waschbecken und Drückertaste sind bei Elferfahrer wie Elferfahrerin übereinstimmend.

Wir sind es, die wissen, welche Form gut ist 😉

Car with benefits

„If I stay here, won´t you listen …“
Rod Stewart und ich singen zweistimmig.
Es ist der Samstagabend nach der Dienstreise.
Mein Bad ist tatsächlich endlich fertig.
Ich auch.

Den halben Tag habe ich damit verbracht, wenigstens Teile des Hauses baustaubfrei und festlich herzurichten.
Porschefreund Stefan und ich haben vermutlich hunderte von Kilometern voneinander entfernt einen tiefen Schluck aus einer Pulle genommen, die jeder für sich austrinken muss.

Schön, es trotzdem nicht alleine tun zu müssen.
Pity party? Lamoyanz?
Nö.
Wir hätten es vermutlich im Leben nicht so weit gebracht, wenn wir es uns einfach machen würden.

Wir wissen, was wir am Leben haben, sind durchaus dankbar und müssen deshalb auch nicht so tun, als sei alles in Butter.
Wir haben beide einen geilen Sportwagen in der Garage, ok, meiner ist natürlich geiler als Deiner, nordischer Mädchenporschemann…

Zeit, Dir an dieser Stelle mal danke zu sagen!

Porsche-Treffen am Trimm-Dich-Pfad

Als ich im Wald ankam, war ich nicht viel mehr als eine leere Hülle meiner selbst.
Müde, mutlos, manngeschädigt.
Ich war extra früh dran, um mit Moses noch eine Runde vor dem Porsche-Treffen durch den Wald drehen zu können.

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In diesem Wald gibt es einen Trimm-Dich-Pfad, aber das macht heute, glaube ich, keiner mehr.
Mit der Zeit wurde mein Herz etwas leichter und der Kopf weniger wattig.
Sicher lag es an der Bewegung.
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Mops auf dem Trimm-Dich-Gerät-Fotografieren trainiert ungemein.

Meine Pizza hatte ich mir verdient, als ich zum Treffen mit der Porschefreundin erschien.
Drei sehr schöne Stunden später stand ich am Waldrand, um den Hund noch einmal zu entwässern, bevor es auf die Autobahn gehen sollte.

Als sie den Zündschlüssel umdrehte, und ihr Boxster mit diesem kleinen Porsche-Startschrei aufwachte, rutschten meine Mundwinkel noch ein wenig höher.
Schönes Geräusch.
Sportwagen und Trimm-Dich-Pfad, das passt.

Ich hab jetzt auch nen Boxster

Wir sitzen in der Eifel auf unserem Berg und geben uns dem Glückspiel hin.
Draußen ist es vollkommen dunkel und wir zocken im Licht des Kerzenleuchters.
Ich hatte den Dr. gewarnt.
Bevor wir anfingen, hatte ich Sätze gesagt wie: „Heute Abend bringe ich Dich um Haus und Hof.“

Und genau so kam es auch.
Mein Ex-Mann hat immer gesagt: „Mit Dir wette ich nicht.“
Weil ich immer gewonnen habe.
Heute Abend habe ich vier von vier Spielen gewonnen.

Unter anderem gehören jetzt sein Porsche und seine Fotoausrüstung mir.
Er hat bei soviel Pech im Spiel immerhin Glück in der Liebe 😉

Der Boxster-Macho

Manchmal muss Frau sich schon fragen, was ihr da am Frühstückstisch gegenüber sitzt.
Ich beiße in mein Brötchen und lese die Beilage zum Christophorus.
Dort gibt es einen Bericht, dass Porsche über 500 Kunden zu einem tollen Event nach
Le Mans eingeladen hat.

Natürlich will ich das sofort auch.
Ich beklage, dass doch nur 10% der Elferfahrerinnen Frauen seien, und da könnten die doch…
Und dann kommt diese VÖLLIG inakzeptable Bemerkung von ihm.

Er versteigt sich doch tatsächlich zu der Behauptung, die meisten Elferfahrerinnen hätten sich die Wagen nicht selber verdient, sondern, na Ihr werdet es Euch denken können…
Mir fällt das Brötchen fast aus der Hand.
Was für eine Engleisung.
Und das am Tisch einer emanzipierten Frau.

Ich weise ihn darauf hin, wer in diesem Haushalt den Christophorus geschickt bekommt, den er mitlesen darf. (Er hat den Boxster-Opa bei irgendeinem Gebrauchtwagenfuzzi gekauft).

100 Prozent der elferfahrenden Frauen, die ich kenne (Ok, ich kenne nur eine andere), haben sich das Fahrzeug selbst gekauft.
Ich starte hiermit einen Aufruf an alle Damen, die zum Porschekauf keinen Kerl brauchen:
kommt vorbei, tretet diesem Macho erstmal tüchtig in den A**** und dann gegen seinen kläglichen ollen Boxster!

Ich habs lieber schwer

Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder mit dem Boxster unterwegs.
Zum Glück verlernt man offenbar das Schalten nicht so schnell.
Er kommt die Eifelberge angenehm flott hoch.
Aber auf der Autobahn ist es in diesem Wagen UNVORSTELLBAR laut.

Er ist schon 17, vielleicht sind die aktuellen Modelle besser gedämmt, am Dach.
Wenn der Dr. über 130 fährt, spottet der Lärm jeder Beschreibung.
Radio ist sinnlos, Unterhaltung funktioniert nur schreiend und Ohrensausen ist garantiert.
Wenn ich ihn selbst fahre, was eher auf der Landstraße der Fall ist, irritiert mich sein Motorengeräusch.

Es erinnert mich an eine elektrische Eisenbahn.
Warum hat Porsche das so gemacht?
Und er liegt irgendwie leicht auf der Straße.
Ein Wägelchen.

Mein Carrera ist wie ein klebendes, schweres Brett.
Ich mag das Gefühl, wenn Autos sich schwer anfühlen.
Das hat etwas Kraftvolles, beruhigend Stabiles und in Kombination mit der Beschleunigung äußerst Befriedigendes.

Hmmmmmmm!

Zwei porschefahrende Blondinen

Ich kannte Nicole noch aus der Zeit, als ich im PFF aktiv war.
Wir wußten voneinander, dass wir oft dieselben Strecken fuhren, folglich in der Nähe der anderen wohnen mussten.
Irgendwann hatten wir beschlossen, uns zu treffen.

Ich entdeckte ihren Boxster sofort, als ich auf den Parkplatz des Tennisclubs im Düsseldorfer Hinterland fuhr.
Natürlich hatte auch ich heute den Porsche genommen.
Der Mann, der mit Tennisschläger und Sporttasche am Heck seines BMWs hantierte, hatte den Boxster aus den Augenwinkeln wahrgenommen.

Mit raschem Schwung fuhr ich den schwarzen Prinzen neben ihn.
Das erste, was wir außer ihrem Auto von Nicole zu sehen bekamen, war ein spitzer, sehr hoher Stiletto, gefolgt von einem sehr langen Bein in schwarzen Nylons.
Während sie ihre knappen 1.80 Meter mit raubtierhafter Geschmeidigkeit aus dem Sportwagen gleiten ließ, stieg auch ich aus.

Passend zum schwarzen Prinzen trug ich ein schwarzes Kostüm, mit kurzem Rock, die blonden Locken offen über die nackten Schultern meines Sommertops fallend.
Da fiel auch die Balldose des Tennisspielers.
Neben den Kofferraum.

Während er sich hektisch nach der Dose bückte, standen wir beide neben unseren Porsches.
Nicole zwinkerte mir lächelnd zu, warf die seidigen, weizenblonden Haare, die ihr fast bis zum Po reichten, über ihre Schulter und wir fielen schon auf dem Weg ins Restaurant in einen langbeinigen Gleichschritt.

Moses, mein wohlerzogener junger Hund komplettierte unseren Auftritt.
Zwei teuer gekleidete Blondinen mit ansprechendem Fuhrpark.
Wir saßen kaum zehn Minuten, als der Kellner uns den ersten Champagner mit einem Gruß von den zwei Herren am Fenster brachte.

Kurz unterbrachen wir unsere Benzingepräche und hoben unsere Gläser in Richtung der Herren.
Die blauen Augen über dem höflichen Lächeln jedoch so tödlich kalt, dass keiner der beiden sich traute, an unseren Tisch zu kommen.

Der Abend verflog mit Gesprächen über Autos und Männer.
So ist das, wenn Porschefahrerinnen unter sich sind.
Vielleicht war es aber auch alles ganz anders 😉

Wir kippen!!! Zwei Porschefahrer im Sprinter

Der Dr. hat sich einen Sprinter besorgt, um seine Möbel bei mir abzuholen.
Immer furchtbar sowas.
Ich war nach recht schlafloser Nacht aber auch zu schwach, um das Haus zu verlassen und deshalb da, während er die Kisten packte.

Nachdem er gestern Abend noch vom Teufel besessen war, hatten wir ein sehr gutes Gespräch.
Alle Beteiligten haben dabei so viel geweint, dass man den Mädchenporsche des Dr. problemlos hätte mit unseren Tränen fluten können.

Danach haben wir den Sprinter unbenutzt weggebracht.
Der Dr. saß am Steuer, dann kam in der Mitte der Mops und auf dem Beifahrersitz saß ich, um Jahre gealtert nach dem ganzen Scheiß.

Der Sprinter war wie eine Disco.
Dauernd blinken Assistenz-Zeichen auf, und die Karre gab Töne von sich.
Total nervig, wie wir in trauter Einigkeit feststellten.

Der Dr. fährt ja eher kleine Autos und die Fahrt war wackelig.
Ich: „Aaaahhhh! Wir kippen!!“
Er: „Ach was, wir gleiten majestätisch durch die Kurve und genießen die Aussicht von hier oben.“

Vor dem Abgeben musste getankt werden.
Nach nur drei Stunden hatte der Dr. den Tankdeckel gefunden.
Als der Hund und ich dann wieder im vertrauten Boxster saßen, haben wir drei Kreuze gemacht.

Moses hat aus der Bilge unten an der Tür Regenwasser getrunken, ich habe den mir vertrauten Sitz genossen und als der Dr. aus dem Verleihbüro kam, sind wir nach Hause gefahren.
Gemeinsam.

Mothers Big Black Helper

Ich bin total urlaubsreif.
Geplant war, dass ich mich momentan von den stressigen letzten Wochen erhole.
Jetzt ist der Scheißboiler von der Scheißheizung geplatzt.
Das Ding ist hinüber und eine neue enspricht dem Investitionsvolumen, das der Dr. damals für seinen Boxster-Senior auf den Tisch geblättert hat.

Ich schlage mich mit Kostenvoranschlägen, Handwerkern und Themen herum, von denen ich nicht genug Ahnung habe.
Porsche gefahren bin ich schon ewig nicht mehr.
Dem Dr. geht es nicht besonders und seit heute früh ist auch noch der Welpe krank.

Ich bin so müde, dass ich schon nachmittags am liebsten ins Bett ginge.
Heute musste noch etwas für den Hund besorgt werden.
Eine willkommene Gelegenheit, den Elfer endlich mal wieder frei zu lassen.
Zwar war ich so müde, dass ich fast an der Supermarktkasse eingeschlafen wäre.

Aber welch eine Freude, dieses wunderbare Auto zu fahren!
Die Straßenlage, die Traktion, das Gefühl…
Ganz sachte flutete die Lebensfreude in mir an.
Da die Batterie sicher dringend ein paar Kilometer brauchte, habe ich eine abendliche Ausfahrt gemacht.

In diesem abgeschlossenen, gut funktionierendem Mobil kann ich mich für kurze Zeit der Illusion hingeben, alles sei easy.
Der Porsche als Spa.
Als Rettungsanker für die müde, gestresste Frau.

Ohne ihn wäre ich längst dem Wahnsinn verfallen.

An dieser Stelle einen Gruß an alle Elferfreunde.
Die besuchen momentan massenweise meinen Blog, weil Andreas Bippes mit seinem Prostituierten-Werbungs-Porsche-Forum mal wieder jemanden gegen sich aufgebracht hat.

Leute, steigt in Eure Porsches und vergesst für eine Weile die Blödmänner und Sorgen dieser Welt.
Wir sind eine glückliche Minderheit, die das kann! 😉

Work hard play harder

Alkohol zählt nicht zu meinen Lastern.
Ich trinke nur sehr selten und nie viel.
An einem wunderbaren Sommerabend sitze ich alleine zuhause.
Der Dr. aaaaaarbeitet.

Die Götter wollen, dass man an solch einem Abend eine Tour im offenen Porsche macht.
Der steht aber auf dem Krankenhausparkplatz.
Mist.
Aus lauter Frust verfalle ich den Drogen:
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Und höre Country.
Willie Nelsons „Crazy“ läuft im Radio.
Meine Denkfähigkeit nach einem Drittelglas Blaubeercidre sinkt mit der Sonne um die Wette.

Schönes Sommerabendlicht.
Das schreit nach schnellen Kurven in schöner Landschaft.
Verdammte Erwerbstätigkeit.
Warum bin ich nicht die (Lebe)Frau eines Lebemannes?

Gott, warum trinken Menschen?
Warum trinke ich?
Echt nicht meine Droge.
Kein angenehmes Gefühl, auch nicht alles egal oder alles lustig…

Ich glaub, ich kippe den Rest des Glases weg und zwinge den Dr., wenn er gleich nach hause kommt, noch eine Runde mit mir zu fahren.
Meine Droge ist und bleibt
das Porschefahren.