Wie peeeeeinlich… Blamage an der Lieblingstanke

Weil der Dr. müde war, hatte ich angeboten, nach dem Essen zu fahren.
Er nahm an, und ich pilotierte uns durch die Eifel.
Kurz vor Barweiler werfe ich einen Blick auf die Tankanzeige und sehe, dass es kanpp wird, mit dem Sprit für die Heimfahrt.

Er stimmt zu und ich steuere meine Lieblingstanke an.
In der Eifel gibt es nicht so viele Tankstellen.
Noch dazu, ist der Sprit hier häufig sogar billiger als in der Stadt.

Als ich den Boxster auf das Gelände der Tankstelle fahre, weist der Dr. mich auf die richtige Zapfsäule hin.
Vor mir wird gerade ein 11-er betankt.
Hier in Ringnähe tanken immer viele schöne Autos und eigentlich tanke ich hier gerne.

Man mag mir leiden auf hohem Niveau vorwerfen, oder mangelnde Souveränität, oder andere schlimme Dinge, aber ich habe mich geschämt.
„Oh Mann, jetzt denken alle, dass das mein Mädchenporsche ist!“ jammere ich.
Am liebsten würde ich dem 11-er-Fahrer zurufen, „Das ist nicht mein Boxster. Ich fahre nur einen müden Mann. Ich habe auch einen richtigen Porsche“

Das hätte dann dafür gesorgt, dass mich alle Umstehenden für völlig bekloppt gehalten hätten, also verkneife ich mir das.
Stattdessen sitze ich im Auto, während der Carrera betankt wird und schüttele verzweifelt meinen Kopf „Wie peinlich, wie peinlich…!“
Den Dr. ficht das nicht an.

Er beleidigt postewendend meinen Mercedes und erklärt, ich könne froh sein, so einen tollen Boxster überhaupt fahren zu dürfen.
Ich hingegen plane in Gedanken wieder meinen Aufkleber, über den ich schon im Sommer nachgedacht hatte…

Herbst-VLN 12.10.2013

Das vorletzte Rennen der Saison bot wieder großartige Bilder.
Im Karussell überschlug sich ein BMW und rutschte auf dem Dach.
Durch die Krümmung der Straße kam er wieder auf die Räder und fuhr weiter.
Respekt vor dem Fahrer! Eine solche Nervenstärke ist atemberaubend.

Leider gibt es davon keine Fotos, ich war nicht so nervenstark und zu geschockt, um abzudrücken…

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Brandkatastrophe schon auf dem Parkplatz? Nein, die Feuerwehr Aachen macht einen Betriebsausflug zur VLN.
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Standesgemäße Villa am Brünnchen.
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Bei frischen 5 Grad und einem Langstreckenrennen können die Lagerfeuer nicht groß genug sein.
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Ein wunderschöner alter Bus.
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Halbfliegender BMW
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Einer der Wochenspiegel-Porsches
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Funkenflug
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Viele schöne Anblicke…
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Der ist natürlich besonders schön…
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Willi, Du bist in Gedanken dabei, wie Du siehst!
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Heute war ihm wohl nach Kontrastprogramm zu seinem Arbeitsplatz.
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Das war nicht die geplante Fortbewegung für Nico Bastian.
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Für die vorbeikommenden Herren eine extra Attraktion, ein gestrandeter Audi.
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Ein einsamer Grill im Wald. Praktisch, der Rennsport-Fan muss nur noch das Grillgut mitbringen.
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Nach dem Essen: Zähneputzen nicht vergessen!

Nach dem Rennen war ich so durchgefroren, dass ich nur durch einen Berg heißes, scharfes, italienisches Nudelgericht ganz knapp überlebt habe.
Der Winter rückt näher und mit ihm das letzte VLN-Rennen auf der Nordschleife.
Es gibt noch eine ganze Reihe Stellen, an denen ich dieses Jahr zu selten fotografiert habe… 🙂

Woran erkennt man einen Porschefahrer?

„Am Porsche natürlich!“ könnte die Antwort lauten.
Das glauben allerdings oft die Nicht-Porschisten.
Fast alle Porschefahrer, die ich kenne, haben einen Zweitwagen.
Für Kurzstrecken, gefährliche Orte in der Innenstadt oder auf dem Supermarktparkplatz, für den Winter, für die Kunden, die den Porsche nicht sehen sollen, …

Der Porschefahrer kann also als Wolf im Schafspelz durchaus auch im praktischen Kombi oder bescheidenen Seat daher kommen.
Bei manchen ist der „Zweitwagen“ auch ein Zweirad.

Den Porschefahrer erkennt man allerdings untrüglich an der grinsenden Freundin.
Die steht morgens in der Haustür, um dem Porschefahrer nachzuwinken.
Und das Grinsen hat sie, weil er versucht, den Zweitwagen-Zündschlüssel links neben das Lenkrad zu stecken…

Woran erkennt man einen guten Sommer?
Daran, dass der Zweitwagen so viel in der Garage geblieben ist, dass man vergessen hat, wie er bedient werden muss.
Love u Dr!  :-*

Bin ich eine Frau?

Der Dr. und ich waren vor einigen Wochen auf einer unserer Feierabendtouren im Boxster unterwegs.
An einer Kreuzung kam uns ein Transporter entgegen, auf dem ein Chassis transportiert wurde.

Ich: „Ist das ein E-Type?“
Der Dr.:“Eine Frau, die ein E-Type-Chassis erkennt!“
Ich lakonisch:“E-Types hab ich ja nun am Ring oft genug gesehen.“

Jetzt kann ich ihm noch nicht einmal vorwerfen, ein Macho zu sein.
Neulich war ich selbst ganz schön unemanzipiert.
Da sprachen wir von Fingernägeln und ich habe ihn sehr gescholten, weil er das Wort „French Tips“ kannte. (Es geht um Fingernägel…)

Ich finde das nicht sexy, wenn Männer sich mit Kosmetik auskennen.
Für mich selbst habe ich jedoch immer beansprucht, jede Männerbastion stürmen zu dürfen.
Oder ist das auch unsexy, wenn die Freundin vom Beifahrersitz Chassis kommentiert?

Schmuck für jeden Konferenzraum?

Gestern nach der Arbeit habe ich mich mit meinem Freund Bastian in Wuppertal zum Burgeressen verabredet.
(Nur um allen „Seit wann ißt Du Fleisch?“-Fragen vorzubeugen, in meinem Lieblingsburgerladen gibt es hervorragende Veggi-Burger, ich empfehle den „Wolpertinger“!)

Obwohl Bastian sich nicht die Bohne für Autos interessiert,
haben wir über Autos gepaludert und über meinen Rauswurf aus dem Forum.
Auto und Anne, scheint bei ihm in einer Assoziationskette abgespeichert zu sein.
Heute Morgen schickte er mir den Link zu einem Spiegelartikel über Möbel aus Porscheteilen.

Man kann für viel Geld einen absurd zusammengestoppelten Sessel kaufen.
Oben sieht er aus wie ein Elfer-Sitz, unten ist ein Schreibtisch-Sessel Fuß dran.
Gesamteindruck: lächerlich.
Leider mißraten, weiter Autos designen. Setzen, 5!

Es gibt auch noch ein Bücherregal aus einem GT3-Flügel, mit Bremsscheiben-Buchstütze.
Schon netter.
Bei den Preisen allerdings erst denkbar für des Dr. und mein Porschezimmer, wenn wir so gar keine anderen Dinge mehr brauchen im Leben.

Weder er noch ich müssen in nächster Zeit einen Konferenzraum ausstatten,
von daher kommen wir nicht in Verlegenheit,
11-er Sitze auf Sesselfüßen kaufen zu müssen.
Wenn er gleich aus dem Krankenhaus kommt,
gucken wir stattdessen mal nach einem Bett.

Klare Marktlücke:
Das Ehebett im Carrera-Look.
Sollte Porsche mich als Bettendesignerin engagieren wollen,
ich stehe gerne zur Verfügung 😉

Die Porsche-WG

Bisher gibt es nur einen Ort in meinem Haus,  an dem sich Porsche-Accessoires finden.
Im Arbeitszimmer gibt es einen Porschekalender,
eine Zeichnung des Porschewappens, ein Bild eines 11er Scheinwerfers, das der Dr. gemacht hat und ein Carrera-RS-Modell.

Auf allen ruht mein Auge bei der Arbeit mit Wohlgefallen.
Im Sommer haben wir beim Oldtimer-Grand-Prix einen Porschebesitzer getroffen, der erzählte, dass er ein richtiges Porschezimmer hat.
Von oben bis unten voller Porschebücher, Porschebilder etc.
Das hat dem Dr. und mir gut gefallen.

Da wir neulich eine Porschefahrer-Hausgemeinschaft eröffnet haben,
haben wir beschlossen, dieser Leidenschaft mehr Raum zu geben.
Los geht es mit einer Porsche-Detail-Fotoreihe, die in den Flur kommt.
Die Fotos hat der Dr. im Frühjahr gemacht, sie müssen nur noch gerahmt werden.

Wenn wir jemals reich sind, wollen wir eine riiiiiesige Garage.
Mit toller Porschesammlung drin, und mit einer Couch.
🙂

So nicht, kein Schweiß aufs Leder!!

Mein Bielefelder Freund war zu Besuch, und wollte mal im Porsche mitfahren.
Vorher hatte er im Garten gearbeitet, und stand schweißüberströmt fröhlich grinsend bereit, um in den schwarzen Prinzen zu steigen.

Empört sage ich, dass er so nicht auf den Sitz darf.
Er erklärt, dass er sich zum Schutz einen Pullover überlegen würde.
Als er dann versucht, seine 1.90 Meter auf den Beifahrersitz zu falten, verrutscht der Pullover und er will sich mit nassem Hemd hinsetzen.
Vorher pfeffert er noch schwungvoll eine Getränkflasche in den Fußraum, die ich sofort wieder hoch raffe.

Später moniert er, dass meine Stimme unglaublich scharf geklungen habe und ich ihn im Befehlston beordert hätte, erst wieder den Sitzschutz-Pullover zu richten und Getränke im Porsche schon mal gar nicht denkbar seien.
Ein Alptraum!!

Ich nehme ohnehin nicht übermäßig gerne Leute mit.
Wenn die dann auch noch am Leder fummeln, und womöglich dreckige Schuhe haben, schwitzen und Getränke in meinem Auto auslaufen lassen, ist die Grenze meiner Nervenkraft in Überlichtgeschwindigkeit überschritten.
Nachdem ich ihn ausreichend eingeschüchtert habe, fahren wir los.

Er sagt, dass ihn eine wohliger Schauer durchlaufe, wenn ich Gas gäbe.
Jeder, der Porsche fährt, weiß genau, was er meint… 🙂

Der Nürburgring dreht durch

An einem herbstlichen Freitag hatte ich beschlossen, zum Ring zu fahren, um beim ADAC Saisonfinale vorbei zu schauen.
Am Parkplatz angekommen, wunderte ich mich, dass ich an diesem Tag, an dem nichts Besonderes geboten wurde ( es war nur Training, das eigentliche Programm startete einen Tag später), fünf Euro für das Parken berappen sollte.

Ein Hoch auf die Ortskenntnis, einen Parkplatz weiter konnte ich kostenfrei parken, aber wer sich nicht auskennt, latzt…
An der Kasse kramte ich die 7.50 Euro Eintritt aus dem Portemonnaie und fragte beiläufig, welche Tribünen heute geöffnet seien.

Die freche Antwort „Keine!“ ließ mich dann doch mein Kramen unterbrechen.
Wofür ich denn dann Eintritt bezahlen müsste, wollte ich wissen.
Für das Fahrerlager. Man könne auf die Schnuppertribüne (zum Fotografieren nicht optimal) das koste aber 1.5 Euro extra und wenn man die Trübene verlasse, könne man nicht zurück, ohne erneut zu zahlen.

Fassungslos klappte ich das Portemonnaie wieder zu.
Was für ein Nepp.
So vermittelt man den Besuchern nicht, dass sie wieder kommen sollten.
Da kommt man mit Parken und Eintritt zu einem 12.50 Euro teuren Bummel durchs Fahrerlager.

Wer aus einem der vielen Ballungsgebiete kommt, kann für seinen Brückentag unter einer Vielzahl von Attraktionen auswählen.
Der unterwirft sich vielleicht einmal einer solch armen Kosten-Nutzen-Relation und kommt dann nicht wieder.

Die wenigen Kunden, die heute gekommen sind, werden tüchtig von den Pleitegeiern am Ring vor den Kopf gestoßen.

Vorbei an der Geisterstatt der verwaisten Gastronomie schlendere ich zurück zum Porsche.
Die Straßen sind leer und ich kenne ich paar schöne Strecken.
Da investiere ich mein Geld lieber in Sprit!

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Im Hintergrund die Silhouette der Nürburg.
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Die schwarze Schönheit ganz alleine auf der waldigen Strecke.

Geblitzt – freie Fahrt für freie Bürger…

Brückentag.
Das verlangt nach einer Porschetour.
Ich fülle den Tank, und noch bevor ich den blöden Tunnel auf der A1 erreicht habe, blitzt es plötzlich.

Mist!
Ich muss doch so vorsichtig sein, weil sie mich in den letzten vier Wochen schon einmal…
Entnervt fahre ich im Tunnel die vorgeschriebenen 60 Kmh.
Es fühlt sich völlig absurd an.
Immerhin fahre ich über eine hervorragend ausgebaute 3-spurige Autobahn.
Mit 60…

Weitere Vergehen kosten mich den Führerschein, daher reiße ich mich unglaublich zusammen.
Im Rentnertempo schaukle ich den Porsche in die Eifel.
Sobald ich von der Autobahn runter bin, fahre ich mit scharfem Schwung auf die Nebenstrecke.

Aaaah, endlich wieder freie Fahrt!
Bewusst wähle ich Strecken zwischen winzigen Orten, auf denen es sich nicht lohnen würde, Radarfallen zu installieren.
Die Jahre in der Eifel zahlen sich aus, denn ich kenne auch Straßen, die den normalen Wochenend-Touristen verborgen bleiben.
Hier können der schwarze Prinz und ich Spaß haben.

Zum Teil sind die Strecken so schmal, dass zwei Fahrzeuge sich mit maximal 30 kmh begegnen können, weil nur wenige Zentimeter die Seitenspiegel trennen.
Es geht in vielen Kurven bergauf und bergab.
Super.
Selbst mit dem Tempo aus dem Tunnel hat man in den engen Kehren hier ordenltich zu tun, als Fahrer.

Um mich herum eine wunderbare herbstliche Kulisse
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An meiner Lieblingstanke wird nachgetankt, offenbar benötigt der 11er beim Sträßchen-Heizen ganz schön viel Sprit, und weiter geht es.
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Haltestelle

Ich fahre und fahre.
Dann bin ich müde und halte in Blankenheim, um mich noch mit dem guten Brot von Milz zu versorgen.
Dort treffe ich meinen langhaarigen Bekannten wieder.
Irgendwie treffen wir uns immer beim Einkaufen.

Er fragt, wo ich den Porsche geparkt habe.
Irgendwie fragen immer alle nach dem Porsche.
Dann fahre ich wieder zurück, gaaaaaanz langsam.

Nach sechs Stunden im Porsche bin ich müde, der Tank ist leer und das Herz ist voll.

Sie wurden verwarnt!

In den 80ern gab es einen Spruch, „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt“.
Macht es Sinn, mit Menschen zu argumentieren, die, aus welchen Gründen auch immer, zur Einsicht gar nicht fähig sind?
Eigentlich doch vertane Liebesmüh.

Dennoch versuchen wir es, nach dem Motto: „Das muss er doch einsehen…“.
Wahrscheinlich arbeiten wir uns nur an dem Brett vor dem Kopf unseres Gegenübers ab.
Dennoch rät die Psychologie, sich selbst zu behaupten.
Tun wir es nicht, verzagt die Seele eines Tages, gibt auf und wird depressiv.

Heute Morgen flattert mir eine Verwarnung ins Haus.
Sie kommt von dem Herrn, der seinen Lebensunterhalt mit dem PFF, einem Porscheforum verdient.
Er weist mich darauf hin, dass ich stören würde und einen hohen Moderationsaufwand verursache. Mir sei aus der Psychologie der Begriff „Spiele der Erwachsenen“ sicher bekannt, ich treibe dort offenbar irgendein Spiel, daher würde er mich verwarnen und danke für mein Verständnis.

Da ich dafür ungefähr genau so viel Verständnis habe, wie für die „Wir danken für Ihr Verständnis“-Schilder an Autobahnbaustellen, auf denen es nicht voran geht,
dekoriere ich meinen Vormittag mit der scharfen Antwort.
Vermutlich Zeitverschwendung, er wird kaum einsehen, welchen Käse er da von sich gegeben hat.

Ich bin in den 80ern groß geworden und will auch keine depressive Seele,
daher: Blödmann-Korrespondenz erledigt,
jetzt steige ich in meinen wunderschönen Porsche, fahre in die Eifel und gucke am Ring vorbei!
Keine Macht den Doofen über die eigene Stimmung 🙂

Nachtrag:
Während ich nichtsahnend durch die Eifel fuhr, hat Andreas Bippes meinen Account gekillt. Ich kann mit meinen Bekannten im Forum nicht mehr in Kontakt treten. Meine Mails sind nicht mehr lesbar.

Diese Mail fand ich bei meiner Rückkehr:

Hallo Anne,
ich denke nicht, dass wir schon mal miteinander „zu tun“ hatten. Und mich erstaunt auch ehrlich gesagt etwas deine Reaktion. Ich kann mir jedoch denken, aus welcher Richtung das kommt.
An deiner Antwort und deinen verwendeten Begriffen erkenne ich aber, dass es ab hier wenig Sinn macht, weiter zu diskutieren. Einen gemeinsamen Nenner werden wir nicht finden, und offensichtlich bist du auch entsprechend „vorbelastet“ bzw. „geimpft“. Daher denke ich, dass ein getrennter Weg das Beste ist.
Ich werde deinen Account daher löschen. Nenne es gerne „Machtspielchen“, wenn das für dich als Erklärung angenehm ist. Ich für meinen Teil möchte einfach keine Konflikte im PFF haben, und es scheint hier wohl keinen anderen Weg zu geben.
Gruß
Andreas