Sexobjekt – Sexual Objectification

Gestern hatte ich den Porsche genommen, und noch kurz an der Werkstatt angehalten, um eine Rechnung zu bezahlen.
Der Werkstattchef und ich standen neben der schwarzen Schönheit und sprachen über sie, während um uns herum der normale Werkstattbetrieb weiter lief.

In dieser Zeit kamen drei Männer mit ihren Autos auf den Hof gefahren.
Alle mit Kleinwagen.
Es gibt für mich nur noch eine Steigerung von „unsexier“ als ein Kleinwagenfahrer.
Das ist ein Mann mit Kind (und Kleinwagen…, hahaha!)

Jajajajaja, alles sehr oberflächlich, schon klar.
Aber so ist es nun mal.
Kleine, langsame Autos finde ich immer irgendwie fies.
Ich weiß nicht, warum ich sie bei Männern noch schlimmer finde, als bei Frauen.

Alle diese Männer starrten mich an.
Nicht weil ich selbst so umwerfend wäre.
Sie hätten mich vermutlich keines Blickes gewürdigt, wäre ich nicht die Frau mit dem Porsche gewesen.

Glauben die, ich merke nicht, dass sie starren?
So wird man sexy, ohne gemeint zu sein.
Macht das Spaß?
Eher nicht.

Yesterday I parked the Porsche at the garage to pay my bill.
While chatting with the boss, I was being stared at by several unsexy men, all of them driving small, slowish cars.

They were not exactly staring at me.
They meant the woman with the Porsche.
Did they think, I would not notice their overt staring?

That way you become sexy without being noticed as a person.
The sportscar as a means of sexual objectification.
Is that fun?
Not exactly.

Porsche – nicht Panther…!!!

Heute habe ich etwas gekauft, das ich zum letzten Mal vor ca. 30 Jahren gekauft habe.
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Irgendwo hatte ich gelesen, dass jetzt Porschemodelle in Überrachungseiern sind.

Ich kaufe also so ein Ding, packe es aus, und muss feststellen, die haben das gelbe Innenei verändert. Es hat jetzt ein Scharnier.
Spiel, Spaß, Spannung, gleich kommt der Porsche!
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Was ist das denn, die Farbe stimmt, aber ansonsten??

Offenbar sind die Kinder heute noch grobmotorischer, als wir damals.
Das Basteln beschränkt sich auf ein simples Ineinanderstecken von zwei Teilen, die aussehen, wie Stecker und Steckdose.
Und schon steht er da:
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Mist!
Offenbar hat das Motto gewechselt.
Statt Porsche hab ich jetzt nen Panther.
Na, das hat ja mal hervorragend geklappt…

Altweiber-Boxster

Für die Jahreszeit war es heute ungewöhnlich warm.
23 Grad. Mittags schicke ich dem Dr. die Nachricht ins Krankenhaus:
„Boxsterwetter!“
An solchen Herbsttagen wäre es eine Sünde, nicht das Verdeck noch einmal zu öffnen.

Nach Feierabend geht es an den Rhein.
Der Wind ist warm und weich, so dass es sich auch ohne Jacke gut aushalten lässt.
Das Laub der Bäume ist spektakulär bunt.
Auf den Straßen sind schon den ganzen Tag über offene Cabrios zu sehen.

Wir spazieren eine Weile die sandigen Buchten entlang,
wie immer haben einige Autoliebhaber die Fahrzeuge auf den Fähranleger gestellt und genießen den Blick auf Strom und Schiffe vom Fahrersitz aus.
Eine Mutter macht eine Radtour mit ihren zwei Kindern.

Auf dem Rückweg zum Porsche klettere ich ein Stück den Deich hoch, der Dr. folgt mir und küsst mich.
Das eine der Kinder hält sein Fahrrädchen neben uns an und fragt die Mauer hoch:
„Was macht Ihr da?“
Meine Antwort: „Wir Knutschen.“
Das Kind: „Duschen?“ offenbar ist ihm der Begriff „Knutschen“ noch unbekannt, vielleicht drückt auch der Fahrradhelm auf die Ohren, wer weiß.

Ganz die vernünftige Erwachsene korrigiere ich: „Nein, nicht duschen, knutschen. Das bedeutet küssen.“
Die Mutter lacht, wir lachen, dann klettern die vernünftigen Erwachsenen wieder von der Deichmauer und steigen in den offenen Porsche.

Ganz so einfach ist es dann doch nicht…

Gestern sprach ich noch einmal mit meinem Werkstattchef.
Das ist der Mann, der seinen Porsche verkaufen wollte.
Wir sprechen über Räder und sein Blick schweift in die Ferne.

Er überrascht mich: „Ich hab überlegt, ob ich ihn nicht doch behalten soll…“

Mein Weltbild macht wieder Sinn.
Klar, ich hatte angenommen, dass man in seiner Entwicklung auf dem Weg zur Weisheit vielleicht doch das Stadium der Porschebedürftigkeit hinter sich lässt.

Auf der anderen Seite konnte ich es mir nicht vorstellen, dass man sich so leicht von Lebensträumen lösen kann.
Und offenbar ist es ganz so einfach dann doch nicht, seinen Porsche zu verkaufen.

Aber irgendwie finde ich es ganz passend.
Große Schritte im Leben dürfen ruhig etwas schwerer sein.
Das verleiht unserer Existenz Tiefe.

Ich hoffe, er findet sein Glück auf vielen schönen Touren.
Im Carrera oder auf seinem Bike.

NRW ist krank und ich mittendrin

In den Arztpraxen spielen sich eindrucksvolle Szenen ab.
Um 9.10 Uhr heute Morgen war das Wartezimmer schon wegen Überfüllung geschlossen, zwei der drei Ärztinnen weilten im Urlaub.
Ich brauchte zum Glück nur eine Überweisung.

Gut, dass ich nicht den Porsche genommen hatte, die Parklücke in der Stadt war supereng.
Dennoch war ich sehr betrübt, als ich einen 11er hinter mir sah und fragte mich zum 1000. Mal, wie das andere Porschebesitzer machen.
Einfach irgendwo parken?
Motto: „Ich steige jetzt aus, was danach mit dem Porsche passiert, ist mir egal?“
Oder sitzen die die ganze Zeit beim Arzt und schicken Stoßgebete gen Himmel: „Lassesgutgehen, lassesgutgehen“?

Mit der Übrweisung ging es in die Uniklinik.
Unis sind heute viel ruhiger und sauberer als früher.
Auf meinem Weg über das Gelände kam ich im Institut bei meinen Nachfolgern vorbei, süüüüß!
Was sich nicht verändert hat, ist die Parkplatzsituation: wieder nix für den schwarzen Prinzen.

Geschwächt von Viren und Porschemangel hatte ich wenigstens gestern einen kleinen Lichtblick.
Ich hing wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf dem Beifahrersitz des Boxsters, als der Dr. mich zur Uniklinik fuhr, wenigstens Beifahren ging…

Es wird Zeit, dass die Grippewelle woanders brandet und ich öfter an Orten mit leeren Parkdecks zu tun habe!
Ich will mehr Spaß, ich will weniger Taschentücher, ich will mehr Porsche!!

Porsche Party

Gestern Abend war ich auf der 50 Jahre-11er Party im PZ Dortmund eingeladen.
Ich hatte wieder einen Tag mit dicker Erkältung gearbeitet und war eigentlich nicht optimal partytauglich.
Mit Unterstützung der kosmetischen Industrie und eines kleinen Schwarzen war ich irgendwann bereit zur Abfahrt.

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Am roten Teppich wurde man von diesem charmanten Bus begrüßt.
Sehr schöne Füchse.

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Wie immer eine elegante Erscheinung, „mein“ Verkäufer, Herr Wölfle.

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Aber auch die Gäste hatten sich in Schale geschmissen.

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Bekocht wurden wir von Björn Freitag, sehr lecker!

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Herr Malmedie von GRIP hat moderiert.

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Ausstellungsstücke zur Markengeschichte.

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In einem Passbildautomaten konnte man von sich Erinnerungsfotos vor Porschehintergrund machen, eine nette Idee.

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Gute Musik vor reizvoller Kulisse.
Es war eine gelungene Party, die Spaß gemacht hat.

Leicht verstört war ich durch die Veränderungen des Porschekosmos
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Viel Catering, wenig cars… hier stehen normalerweise die Porsches in der Werkstatt 😉
Aber ich mag mein PZ auch, wenn es statt Partystätte wieder Autotempel ist.
In Herrn Wölfles Abteilung habe ich einen Boxster für unter 10.000 Euro gesehen.
Spannend, wie günstig ein Porsche sein kann.
Und so abgekämpft sah er trotz der 177.000 auf der Uhr gar nicht aus…

Probleme beim Schuhkauf – Hiiiiilfe!

Nein, die Blogschreiberin ist nicht endlich mal bei einem vermeindlich femininem Thema angelangt, es geht natürlich nicht um Schuhe für mich…
Blöderweise hat mein Vorbesitzer seine Winterräder separat verkauft und ich stehe jetzt auf dem Schlauch.

Warum ist das mit den gebrauchten Winterreifen für einen 997er so schwer?
Das PZ Köln hat kein Interesse, sich dem Thema überhaupt zuzuwenden, Düsseldorf und Dortmund wissen, was ich suche, Willich teilt mir im Teilfeverkauf mit, dass ich wohl den falsch Vorbesitzer hätte. Toller Hinweis, wirklich hilfreich. 😦
Sollte ich mal ein neues PZ suchen, Willich und Köln werden es sicher nicht.
Das PZ in Essen hingegen war sehr freundlich.

Klar könnte ich neue bekommen.
Da sind alle PZs gerne zur Stelle.
Aber wo in aller Welt sind die ganzen gebrauchten Radsätze?
Gestern sind versehentlich auch noch die für mich vorgesehenen Winterräder an einen Münchner Porschefahrer verkauft worden, der wegen des Wintereinbruchs dringend welche brauchte.

Hier ist statt Winter trüber Herbst,
aber der Prinz braucht nun mal angemessenes Schuhwerk für die kommenden Monate.
Vielleicht liest das ja ein Porschebesitzer, mit einem 19 Zoll-Winterreifensatz, den er nicht mehr benötigt, und rettet den Porsche und mich?
Wir haben die breite Karosse und RDK 😉

Einen Schritt voraus

Gestern hatte ich eine denkwürdige Begegnung.
Sklavisch lasse ich jedes Jahr die Winterreifen auf mein Auto ziehen.
Dabei befolge ich die O-O-Regel und gestern war es wieder so weit.
Der Porsche bekommt am Freitag schicke Winterreifen gekauft.
Gerade in der Eifel ginge es auch gar nicht ohne.

Trotz dicker Erkältung erscheine ich brav in meiner Werkstatt.
Der Chef hat dieselbe C-Klasse wie ich.
Was ich nicht wusste: er hat auch einen schwarzen Carrera S.
Den hat er allerdings gestern verkauft.

Als ich dem Mechaniker meinen Schlüsselbund reiche, gebe ich versehentlich den Porscheschlüssel statt des Mercedesschlüssels weiter.
Der Werkstattinhaber sieht das sofort (Mal wieder so ein schöner Fall von rapid recognition…) und fragt, ob ich auch einen Porsche habe.

Dann erzählt er, dass er seinen heute verkauft habe.
Er sei kaum noch gefahren und dazu sei das Auto zu schade.
Er brauche ihn auch irgendwie nicht mehr.

Wir sind uns einig, dass man zu oft den Porsche nicht nehmen kann.
Beim Gedanken an den Aldi-Parkplatz rollen wir synchron die Augen gen Himmel.
Auch meinen Porsche fahre ich seltener, als mir lieb ist.
Er soll von Kurzstrecken verschont bleiben und nicht unsicher geparkt irgendwo stehen.

Im Alltag habe ich zwar öfter ausreichend lange Strecken, aber das mit dem sicheren Parken ist ein echtes Porblem.
Der Gedanke, dass ich ihn aus diesen Gründen eines Tages auch verkaufen werde, macht mich traurig.

Heute steht zwar nur eine kürzere Strecke an,
aber ich muss krank Kundentermine wahrnehmen, und brauche ein bißchen Porsche-Liebe.
Heute nehme ich meinen schwarzen Prinzen und verjage damit düstere Gedanken an einen Verkauf.

Bitch on Board

Ich quäle mich über den Stau auf der A1 vom Kunden zurück nach hause.
Vor mir fährt ein unglaublich häßlicher Suzuki.
Ein „Wagon“.
Er hat ein niederländisches Kennzeichen und einen Sticker „Bitch on Board“.

Sowas kann man sich ins Auto hängen, meine Wahl wärs eher nicht.
Ich würde mir aber auch keinen Wagon kaufen.
Wahrlich ein abnorm unattraktives Fahrzeug.
Dann aber entdecke ich etwas, das mir extrem gut gefällt und um das ich die Bitch vor mir beneide.

Sie hat ein Schild, auf dem steht:
Auto sign Mijn Porsche staat..

Ich muss laut lachen.
Sowas will ich für die C-Klasse auch!

Natürlich nicht!

Das ist die Antwort auf: „Darf ich  mal fahren?“
Das ist auch die Antwort auf: „Darf der Dr. Deinen Porsche fahren?“

Das ist eine Familientradition.
Meine Mutter hat während meiner Kindheit immer moniert, dass sie die Porsches meines Vaters nicht fahren durfte.
Dabei war sie sicher die besonnenere Fahrerin in der Ehe…

Ich mag es noch nicht mal, wenn jemand meine C-Klasse fährt.
Nein, ich bin kein Kontrollfreak!
Im Flugzeug fühle ich ich völlig sicher und als Beifahrerin auch meistens.

Es fühlt sich nur irgendwie falsch an, wenn jemand anderes anders fährt, solange es in meinem Auto ist.
Das klingt wahrscheinlich bescheuert.
Aber es ist die ganze Zeit beunruhigend.

Und bei dem Gedanken, dass jemand meinen Porsche…
…da kriege ich einen sofortigen Atemstillstand!
In meiner Familie ist das nun mal so.
Das liegt in den Genen, da kann man gar nix machen 😉