Valentinstag – feiern oder ignorieren?

Klar, man(n) kann den Valentinstag als Erfindung amerikanischer Blumenhändler ablehnen.
Man kann auch alle anderen Tage dieser Art ablehnen, nach dem Motto: „Das feiere ich jeden Tag“.

Ich aber werde heute feiern.
Und der Grund ist mein Valentinstag vor einem Jahr.
Damals hatte ich noch keinen Porsche und keine Hoffnung, dass mich in absehbarer Zeit mal wieder jemand lieben würde.

Ich ließ mich gerade von dem Mann scheiden, den ich fast die Hälfte meines Lebens lang geliebt hatte.
Am Valentinstag war ein Termin bei der Scheidungsanwältin.
Auch, wenn man die Scheidung will, fühlt man sich äußerst beklommen nach solchen Terminen.

Ich verließ also die Kanzlei am Abend des 14.2.2012 und lief zu meinem Auto, damals noch die alte C-Klasse.
Auf dem Weg zum Parkhaus hatte jeder gottverdammte Mann, den ich auf der Straße sah, einen Blumenstrauß oder eine Rose in der Hand.

Mit jedem Schritt wurde mein Herz schwerer.
Was mich gerettet hat: meine Freunde und ich haben uns zum Abendessen getroffen und unser Motto war: „Wir schei*en auf den Valtentinstag.“
Aber man kann nicht wirklich ignorieren, wenn einen keiner liebt.
Ich zumindest kann das nicht.

Wer hätte gedacht, dass ich einen Monat später einen Porsche kaufen würde und am Ende dieses Monats meine neue Liebe treffen würde?
Ich werde heute feiern.
Feiern, dass auch die finstersten Phasen des Lebens irgendwann ein Ende haben.
Und das ist doch ein guter Grund.

Fluchtvereitelung

Heute ist der Tag, auf den ich mich die ganze Woche gefreut hatte.
Ich wollte in meinen Fluchtwagen steigen und einen Tag Urlaub einlegen.
Wollte Porsche fahren, wandern, den Alltag vergessen.
Gestern Abend dann mein Anruf in der Eifel:

„Bleib bloß, wo du bist, das Wetter ist furchtbar hier und morgen kann es Schnee geben.“
Ok, meine Vermieterin kennt das Eifelwetter schon über 70 Jahre, das klingt nicht gut.
Ein winziger Funke Hoffnung glomm noch in meiner Seele.
Heute dann der Blick auf die Webcams des Nürburgrings.

Das wird nix.
Nass, Schneeregen, definitiv kein Porschewetter.
Und ich hatte mich so auf den Tag gefreut.
Stattdessen habe ich in Haus und Garten doofe Arbeiten verrichtet,
Winter sucks! 😦

Marmor, Stein und Eisen bricht – oder: die Zähne vom Brünnchen

Versteinern Zähne, wenn man nur genug trinkt?
Ich finde ja oft interessante Dinge in den Wäldern rund im den Ring.
Wer noch einmal nachlesen möchte…
Dieses Mal habe ich Zähne gefunden.

Alte Zähne.
Sehr alt.
Am Brünnchen.
Vermutlich versteinert, durch exzessives Trinken während der 24H.
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Da ich nicht davon ausgehe, dass sich unter meinen Lesern Wissenschaftler befinden, die das Ding bestimmen können, habe ich bereits Kontakt aufgenommen zum naturkundelichen Museum in der Landeshauptstadt.

Vielleicht sind wir hier die Ersten, die eine archäologische Sensation sehen,
die Zähne des Eifel-Özis!

Ich suche mal wieder einen Mann

Heute Mittag in Wuppertal.
Zwischen zwei berufliche Termine hatte ich ein privates Mittags-date mit meinen Freunden gelegt.
Wir sitzen also im besten Burger Laden des Rheinlands und vor dem Fenster fährt ein ganz reizender Wagen vorbei.

Nach einer Weile dreht er eine zweite Runde.
Parkplatzsuche? Vermutlich.
Ein sehr cooles Auto.
Rallye-Trimm, gelber Kadett aus vermutlich den 70ern.

Einer der aufgeklebten Namen war Schnitzler, glaub ich.
Kennt jemand das Auto und weiß etwas über seine Geschichte?
Ich fand es sah glaubwürdig nach Oldtimer- bzw. Youngtimer-Rallye aus.
Ich habe so hingerissen gestarrt, dass die Jungs scherzten, der Fahrer würde bestimmt so oft an uns vorbei fahren, bis ich endlich winken würde.

Ich glaube, er hat uns im Laden nicht einmal sitzen sehen,
aber die Geschichte zu diesem coolen Auto würde ich schon gerne hören.
Als ich zu meinen Zeiten im PFF mal einen GT3-Fahrer gesucht habe, den ich am Rhein getroffen hatte, hat man mir postwendend unterstellt, ich sei im Forum nur, um einen Kerl zu erobern.

Klar, undenkbar, dass eine Frau sich einfach für Autos interessiert.
Auch die Intervention des Dr., der damals schon mit mir unterwegs war, konnte die Forums-Machos nicht vom Gegenteil überzeugen.
Von daher suche ich jetzt auch gar nicht mehr nach dem Rallye-Kadett, sondern einfach nach dem Mann da drin.

Der wird mir schon die Geschichte seines Wagens erklären können.
Wenn einer meiner Leser das auch kann, freue mich mich aber ebenso!

Sonntagsfahrer

Sonntagnachmittag an einem Wintertag in der Eifel.
Die Straßen sind leer.
Ich war lange nicht mehr hier.
Zu lange.

Und ich habe richtig Lust, Auto zu fahren.
Wunderbare Strecken, Berg hoch in vielen Kurven.
Im Radio läuft „Hotel California“.
Ich fahre und bin glücklich.

Hinter mir fährt ein Fahrer auf einer Crossmaschine, sonst weit und breit niemand.
Er lässt seinen Vorderreifen hochsteigen und auch wenn unsere Fahrzeuge sehr unterschiedlich sind, haben wir vermutlich gerade das gleiche Gefühl.
Lebensfreude, Glück, Spaß zu Fahren, auf so schönen Routen.

Bevor er links abbiegt, und sich unsere Wege trennen, gibt es noch einen Abschieds-Wheelie.

Für solche Momente ist der Sonntag erfunden worden.

Porsche Poesie

Ich habe mir heute etwas Wunderbares geschenkt.
Ein Abo der New York Times.
Früher musste man extra zum Flughafen fahren, um die „papers“ zu kaufen, wenn man ausländische Zeitungen wollte.

Dank Internet kann sich eine Frau mit ihrer Kreditkarte ganz leicht zur glücklichen Abonnentin machen.
Jetzt lese ich und wühle mich durchs Archiv wie ein Kind im Süßigkeitenladen.
Und natürlich habe ich auch schon „Porsche“ als Suchbegriff eingegeben.

Da gibt es einen sehr poetischen Bericht über den 911 Carrera S von John Pearley Huffman:
„…the steering could play Chopin and the suspension adjusts with the sensitivity of Mikhail Baryshnikov’s right big toe.“

„The suspension’s links are so elegantly sculptured that owners will want to put the car up on jack stands at the end of each day and remove the huge 20-inch wheels just to stare.

„The first Porsche 911 of 1965 was clean and slim-hipped; a delicate, chic, 130-horsepower sports car on narrow 15-inch steel wheels. It was Audrey Hepburn in Givenchy and ballet flats. Timelessness was its greatest virtue. And that may be where this new Porsche fares worst.

The 2012 911 Carrera S is brazen, an athletic machine on 20-inch alloys. It’s Brooklyn Decker in a Hervé Léger bandage dress and Louboutin heels. That’s impressive, but it may not be so timeless.“

Seufz.
Will you marry me, Mr Huffman?
And please bring your Porsche!

 

Geheimagentin mit Porsche

Im Job bin ich, was Netzwerken angeht, mies.
Von gut vernetzt kann keine Rede sein.
In der Porscheszene ist das zum Glück anders.

Eine Porschefreundin gibt mir gute Buchtipps,
Stefan schickt mir Porsche-Ü-Eier,
Ute versorgt mich mit besorgniserregenden Artikeln zum Nürburgringverkauf und mein Porschebruder schickt mir Bildmaterial, auf das ich schon länger scharf war.

Kommentarlos sendet der alte Romantiker einen Stick.
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Macht nix, was ich will, ist drauf und ich kann mich wie eine Geheimagentin fühlen, der Informationen zugespielt werden.

Wir Porschisten halten zusammen, wenn es Dinge gibt, die unsere im Gleichtakt schlagenden Herzen bewegen.
Das ist schön.

Aggressionsquelle Porsche

In Düsseldorf ist gestern eine Dame verurteilt worden, die aus Wut über die angenommene Untreue ihres Partners zweimal gegen dessen Porsche gefahren ist.
Dafür hat sie sich einen Opel (würg…) geliehen und am Porsche einen Schaden von 3000 Euro verursacht.
Der Opel wurde dabei laut RP völlig zerstört.
Soviel zur Qualität der Automarken….

Die Dame war bereits vorbestraft, weil sie schon mal eine andere Dame verprügelt hatte.
Mit solchen Damen muss man sich doch nicht einlassen, lieber Porschefahrer aus Düsseldorf!

Aber auch in unserer Straße löst des Dr. und mein Fuhrpark weiterhin Aggressionen aus.
Als er müde vom Nachtdienst kam, wurde er von einem zeternden Nachbarn empfangen.
Ohne, dass er ihn irgendwo behindert hätte, wollte der Nachbar, dass er lieber woanders parkt.

Einen Tag später parkt das Auto einer Nachbarin mal wieder carportblockierend vor meiner Garage.
Ein anderer Nachbar parkt seit Wochen ein Auto, das nicht bewegt wird vor meinem Haus, damit sich meine Wege zwischen meinem Auto und Haus verlängern.

Seit die Nachbarschaft mitbekommen hat, dass wir jeweils 2 Autos fahren (Offenbar die erste Zündstufe für den Sozailneid.) und noch dazu jeweils einen Porsche (Das ist dann zuviel für die Nerven der Nachbarn!) haben sie Probleme mit Nickeligkeit.

Im Gegensatz zur Lebensgefährtin kann man sich die Nachbarn leider nicht aussuchen.
Damit meine herzensguten Straßengefährten heute mal wieder nen schlechten Tag haben, werde ich heute den Porsche aus der Garage holen und auf dem Weg zur Arbeit ordenltich Krach machen.

 

 

 

Cabrio-Saisonstart

Heute war es verblüffend warm in der Sonne.
Während ich das Vorgartenbeet aus dem Winterschlaf geweckt habe, kam mir schon der Gedanke, dass es warm genug sein müsste, um das Boxsterdach zu öffnen.
Der Dr. kam heraus und bestätigte, dass dem Saisonstart nichts im Wege stünde.

So kam es, dass wir gut eingepackt auf eine erste offene Tour gestartet sind.
Blauer Himmel, in der Sonne knapp 20 Grad, im Nacken -2 Grad…
aber wir haben uns nicht lumpen lassen und sind mit gefühlten 2000 Sonntagsausflüglern und dem Boxster auf die Rheinfähre gefahren, das gehört sich einfach für eine schöne Tour.

Wer Lust hat, mitzukommen, kann hier das Video anschauen.

Natürlich ist der Februar noch kein ernsthafter Cabrio-Monat, aber während ich diese Zeilen schreibe, verwandelt sich die Röte des ersten Sonnenbrandes des Jahres, mit dem ich aus Leichtsinn nicht gerechnet hatte, in einen ersten Hauch von Karamell auf meiner Nase.

Ginster lebt, Andreas Bippes…

Gestern Abend haben der Dr. und ich schallend gelacht.
Fast alle Suchbegriffe, durch die jemand auf meine Seite kommt, sind verschlüsselt.
Ab und zu wird nur noch einer angezeigt, gestern: „Andreas Bippes“
Bei der Vorstellung, Herr Bippes könnte erfahren, dass ihn jemand googelt und dann auf meiner Seite landet, hatten wir viel Spaß, er würde vermutlich vor Wut in die Tastatur beißen…

Wer ihn nicht kennt: er ist der Betreiber des PFF, einer Interentseite für Porschefahrer.
Da war ich auch mal, bis er mich mich rausgeworfen hat.
Wegen Ketzerei oder so…
Mein Nick dort war Ginster 70.

Meine Erfahrungen mit ihm kann man hier nachlesen…
Das hat mich zu dieser Geschichte inspiriert:

Seltsame Dinge geschehen.
Es verschwinden immer wieder Porschefahrer.
Zuletzt traf es eine Porschefahrerin.
Ein halbes Jahr lang war sie fröhlich aktiv in der Porsche-Szene,
dann war sie wie vom Erdboden verschwunden.

Was passiert mit diesen Menschen?
Fahren sie mit ihren Sportwagen in den Graben?
Leben sie jetzt in Übersee?
Haben sie ihren Porsche verkauft?
Nein.

Zum Glück geht es ihnen gut, und sie fahren ihre Porsches noch genauso begeistert wie immer.
Sie dürfen nur nicht mehr mitspielen, auf dem virtuellen Internet-Porschefahrer-Spielplatz.
Eine von diesen Ausgestoßenen ist Ginster70.
Und Ginster ist gar nicht wirklich verschwunden.

Irgendwo sitzt allerdings ein Mensch mit komischen Haaren, der sich nichts mehr wünscht, als das.
Und in seinem kleinen Königreich spielt er dann:
„Ein Ufo ist gekommen und hat die böse Frau einfach mitgenommen“

Aber Ginster lebt! 🙂

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