Heute war wieder mein wöchentliches Date mit dem HNO-Arzt, rein geschäftlich natürlich, obwohl er ein charmanter junger Herr ist.
Die Sache läuft nicht wunschgemäß, vielleicht muss die Behandlung abgebrochen werden.
Grund genug, den Porsche trotz niedriger Temperaturen als Fahrzeug nach Benrath zu wählen, ich brauchte moralische Erbauung…

Rhein im frühen Morgenlicht durchs Porschefenster.

Er macht sich gut dort, in der schönen Wohnlage.
Nach dem Spritzen geht es mir oft schlecht, aber Benrath hat dafür eine Lösung:

Sollte Frau im Rahmen eines Kreislaufkollaps den Sportwagen in den Rhein fahren, gibt es 1A-Urnen mit Düsseldorfer Skyline.
Alternativ gibt es auch ein Modell mit dem Benrather Schloss.

Ich habe zum Glück überlebt und konnte daher das echte Schloss ohne Urne auf dem Weg zum Auto ablichten.

Der Elfer wartete brav mit Herbstdeko, im Farbton passend zur Innenausstattung.
Inzwischen sind wir zurück, er ist wieder unter seinem Moltontuch in der Garage und ich unter der warmen Decke auf der Couch.
Die Erbauung ist gelungen.
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Eat my Feinstaub
Es hat auch Vorteile, kein daily driver zu sein.
Als ich heute Morgen den Zündschlüssel drehte, war ich hingerissen und musste auf der Autobahn laut Duette mit dem Radio singen, vor lauter Porscheglück.
Heute nach der Tagung dann schnell zu Real.
Gaaaaanz weit abseits parken, damit keiner einem die Tür in die Seite haut und dann in die Autoabteilung.
Dort wollte ich nur etwas für meine dreckige Scheibe holen, blieb aber bei den Aufklebern hängen.
Weder „Eat my Feinstaub“ noch „Brakes are for Pussies“ haben mich angesprochen, über das unsägliche rosa „Zickentaxi“ brauchen wir gar nicht zu sprechen!
Kommt mir alles nicht aufs sexy Heck!
Als ich aus dem Laden kam, stand er jungfräulich schwarz im gelben Herbstlaub.
Natürlich musste die verzückte Besitzerin gleich mal ein Handyfoto machen…
An dieser Stelle noch einen herzlichen Gruß an meinen Kunden, der mir heute Mittag erzählt hat, er wüsste nun welches Blog ich schreibe, würde es aber für sich behalten 😉
Wind Nord/Ost, Startbahn null drei
Tolles Herbstwetter und VLN.
Der Porsche und ich sind unterwegs zum Nürburgring.
Die Bahn ist voller Sonntagsfahrer, die auf der linken Spur eingeschlafen sind, im Radio laufen langweilige Beiträge zum Tag der Deutschen Einheit.
Mein Daumen bekommt vom Weiterschalten eine Blase.
Irgendwann bleibe ich bei „Über den Wolken“ hängen.
Laut singe ich mit, als die A1 endlich leerer wird.
„Irgendjemand kocht Kaffee in der Luftaufsichtsbaracke…“
Am liebsten pendle ich bei der VLN zwischen Pflanzgarten und Hedwigshöhe, aber heute habe ich keinen Nerv auf das Gewühle am Brünnchen.
Feiertag und gutes Wetter, da wird es sicher voll.
Also parke ich in Adenau und gucke dort.

Adenau ist super, da kann man nach dem Einkauf bei Aldi rasch gegenüber noch einen Rennwagen mitnehmen.

Tramper an der Nordschleife? Nein, die Streckenposten grüßen die Fahrer bei der Einführungsrunde.

Gruppenfoto.

Wellness pur, der Sound brummelt so angenehm durch den Körper.


Ein cooler Opa.
In dem Alter war ich genau so blond wie das kleine Mädchen.
Mein Opa ist leider nicht mit mir zur Nordschleife gefahren, aber als ich den Führerschein bekam, hat er mir mein allererstes Auto geschenkt, das er bis dahin gefahren hatte, einen Derby.

Unmittelbar neben der Rennstrecke grasen ausgesprochen nervenstarke oder taube Pferde.
Ich gucke ein Stündchen, schlendere ein Stück die Strecke entlang, genieße die Sonne und das Rennen und steige dann die Treppe wieder runter.
Mein Magen muss auftanken, ich habe noch etwas vor.
Ich will selber auch noch fahren.
Dieses Jahr war ich nicht oft mit dem Porsche in der Eifel.

Nudeln bei Sonnenschein und Rennlärm, super!
Ich esse und überlege, welche Stecken ich fahren will.
Wunderbar, diese Vorfreude.
Der Tag ist mein Freund.
Ich will auch noch onanistisch mein eigenes Auto fotografieren.
Der Herbst färbt die Eifel schon merklich und ist meine Lieblingsjahreszeit.
Ein Carrera im Altweibersommer.
Auf dem Weg vom Ring zurück fahre ich meine Lieblingsstrecke, singe die Lieder im Radio mit und genieße die Kurven.
Mir kommt ein sexy grüner Lambo entgegen und ein SLS, den ich mir dringend wünsche.
An schönen Stellen halte ich an, und mache Fotos vom Porsche.
Als ich Stunden später zuhause von der Garage zum Haus gehe, kann ich nicht aufhören zu grinsen.
Die Fotos vom schönen Schwarzen kommen morgen 😉
Nasenmann und Nagelmann auf vier Kontinenten
Samstagmorgen, noch vor sieben, am Tag der Deutschen Einheit.
Draußen ist es noch dunkel, ich war gerade mit den Hunden draußen, die nach dem Füttern noch eine Runde schlafen wollen.
Umzingelt von müdem Pelz liege ich mit dem Christophorus auf der Couch.
Dieses Mal, teilt mir das Begleitschreiben mit, möchte er ein Roadbook sein.
Acht Porschemodelle auf vier Kontinenten.
„Teure Produktion, denke ich, das zahlt man alles mit, als Kunde.“
Die Artikel sind schwärmerische Mischungen aus Reise- und Fahrbericht.
Auf Seite 22 fällt mir der erste Mann auf.
Aus irgendwelchen Gründen hat man einen roten Elfer in ein Kornfeld gefahren.
Drin sitzt ein Mann.
Mit einer unglaublichen Hakennase, prominent im Profil.
Der Fahrer des Spyder auf Seite 66 hat die Fingernägel bis tief ins Nagelbett abgekaut.
Was wollen die Porschefotografen der geneigten Leserschaft damit sagen?
„Nasenmann, mit einem roten Porsche bist auch Du fotogen!“?
„Auch als neurotischer Nägelkauer wirst Du im Spyder zum King“?
Fotos sind nun mal visuelles Futter.
Warum glauben die männlichen Produzenten (und ich verwette meinen Garagenschlüssel, es waren Männer) vom Christophorus, dass an dieser Stelle Fotoshop nicht fällig gewesen wäre?
Frauen, die im Blatt mal gezeigt werden, sind zufällig sehr hübsche, langbeinige Tennisdamen…
Ich hoffe, ich beleidige jetzt nicht irgendwelche großnasigen, nägelkauenden Fahrerlegenden.
Oder vielleicht ein wichtiges Mitglied der Geschäftsleitung.
Keine Ahnung, wer die Männer auf den Fotos sind.
Aber meine Herren!
Wenn Sie eine Riesen-Nase haben, lassen Sie sich nicht im Profil fotografieren, auch nicht im Kornfeld, im roten Elfer.
Und das Nägelkauen ist ein Symptom für eine psychische Fehlentwicklung, raus aus dem Spyder, rein zum Psychologen.
So, genug der Literaturkritik, ich gehe jetzt meinen Samstag so organisieren, dass im Idealfall meine Durchschnittsnase und Normalwuchsnägel heute auch noch in den Porsche kommen.
Ein schönes Wochenende!
Schuhe oder Garage?
Der Dr. und ich gammeln vor der Glotze.
Man sieht das Ankleidezimmer einer Frau mit Schuhsammlung.
Ich jammere: „Da kannst Du mal sehen, wie bescheiden ich bin! Ich habe nicht annähernd so viele Schuhe!
Der Dr. zeigt sich wenig beeindruckt: „Du hast dafür zwei Garagen. Und in beiden stehen teure Autos.“
Ok, vielleicht bin ich doch nicht sooo bescheiden.
Wenn ich zwischen Auto und Schuhen wählen müsste, würde meine Wahl jedes Mal gleich ausfallen.
Leider sind Autos nicht ganz so billig wie Schuhe…
Nachrichten unter Porschefahrern
Freitagabend, 20.30 Uhr.
Ich blättere durch eine englische Wohnzeitschrift und denke über Küchen und Sofas nach.
Hinter mir schnarcht sonor sägend eine der Hündinnen.
Der Porschebruder fordert mich per whatsapp auf, mir ein Youtubevideo mit rallyefahrenden BMWs anzusehen.
Inklusive Zeitangabe im Video, damit ich den geilsten aller Motoren hören kann.
„Hey, dieses Getriebe mit der kurzen Übersetzung… bang bang bang“
Grinsend lege ich die Wohnzeitschrift weg und klicke aufs Video.
Er hat recht, großartiger Sound.
Dann schickt er einen Link mit Rallye-Porsches.
Die finde ich noch besser.
Amüsiert genieße ich die Verbindung mit meinem Seelenverwandten.
Nur die wissen sofort, worum es geht.
Ich schreibe, dass man viel öfter zu Rallyes gehen sollte.
Er antwortet: „Definitiv. Ist eh die Königsdisziplin des automobilen Motorsports.“
Ausgesprochen philosophisch meine Antwort: „Fuck, das Leben ist zu kurz, man kommt zu den geilen Sachen viel zu selten.“
Er: „Ja.“
Kurz fühle ich mich torschlußpanisch.
Dann grinse ich.
Wir leiden auf hohem Niveau.
Vielleicht zehn Meter von meiner Couch parkt mein Carrera, und er kriegt bald seinen GT4.
Aber ein bisschen Leiden muss schon drin stecken in der Leidenschaft.
Schön, dass es Dich gibt, Bro!
Nachdem der letzte Porsche durchs Gelände gekracht ist, rufe ich die Hunde für den lezten Spaziergang des Tages.
Motoröl ins PZ mitbringen?
So hieß mal die Überschrift zu einer langen Diskussion im pff.
Mir war anfangs gar nicht klar, warum man Öl ins Porschezentrum mitbringen soll.
Irgendwann habe ich kapiert, dass das Betreten der Porschepaläste seinen Preis hat.
Mehrere Porschefreunde sagten, dass sie ihre älteren Modelle nicht mehr ins PZ zur Inspektion bringen.
Nun stand meine Inspektion an, und mit ihr die Entscheidung, ob mein ja inzwischen nicht mehr ganz so neuer 997er (98.999 Kilometer hat er auf der Uhr) das PZ braucht, oder nicht.
Eine Insepktion ist vermutlich keine Raketentechnik und ich habe, entgegen meiner sonstigen Hysterie, die Entscheidung für meine kleine Werkstatt in der Nachbarschaft getroffen.
Der Inhaber hatte selber einen Elfer und einer der Mitarbeiter liebt Porsches.
392,64 Euro habe ich bezahlt, und die Schätze haben ihn mir sogar wieder vor das Haus gestellt.
Gut, als ich ihn abgegeben habe, habe ich unter Wedelm beider Hände in eindringlichem Tonfall auf die Empfindlichkeit des Leders hingewiesen.
Mehrfach…
Und ich habe darauf bestanden, dass der Schlüssel die gesamte Zeit über am Körper des Mechanikers bleiben muss und nicht bei den anderen, oft nur lax beaufsichtigten Schlüsseln im Büro liegen darf.
Aber ansonsten war ich wirklich gefasst.
Es gab dann noch eine winzige Schikane von Porsche.
Die Service-Anzeige verschwindet wohl nur durch Anschließen der Nabelschnur.
Solche Kundenbindungsstrategien mißbillige ich.
Durch intensives Beten oder wie auch immer haben die Jungs das aber auch beseitigt.
Wenn ich also den diskutierenden Herren im P(u)ff einen Rat geben kann, dann den, kein Öl ins PZ zu schleppen, Inspektion können auch andere.
Und vermutlich würde die zusammenbrechende Kalkulation durch mitgebrachtes Öl einem ohnehin an anderer Stelle aufs Butterbrot kommen, viele Porschekäufer mögen den Luxusaspekt der Marke ja durchaus auch.
Girls just wanna have fun
Der Porsche und ich waren Freitag von der Dienstreise gekommen, in der Erwartung, dass ich das Wochenende mit dem Dr., den Hunden und folglich dem Mercedes verbringen würde.
Es kam anders, die schwarze Schönheit und ich brachen am frühen Samstag gemeinsam in die Eifel auf.
Endlich!
Schon auf der A1 haben wir ein bisschen Döttinger Höhe gespielt.
Ein glücklicher Umstand wollte es, dass an diesem Tag VLN war.
Ich habe am Pflanzgarten geparkt, und bin bis zum Wippermann spaziert.
Jetzt kostet das Parken dort auch 5 Euro.
Mir hat die VLN gefehlt!
Man ist so schön nah dran, ein Rennen voller Dynamik und großartiger Fahrer, die tolle Kulisse in der Natur…großartig!

Ein freundlicher Gruß zur Einführungsrunde.


Poooooorsche.

Audi schiebt Audi.

Man kann bei der VLN natürlich auch die Schönheit der Männer genießen.

Und alles wird noch schöner, wenn man dabei Erdbeeraroma inhaliert.

Ring-Romantik. Dieses Schloß gehört Pinky und the Brain.
Für die beiden ist der Pflanzgarten wohl von besonderer Bedeutung.

Damit sich keiner verfährt…

Abschluß eines perfekten Tages.
Lieblingsnudeln beim Lieblingsitaliener.
Was braucht eine Frau mehr zum Glücklichsein?
Oldtimer-Anne beim OGP
Ich habe wieder mein w-lan.
Ohne ist das Leben schwer.
Leider lautet die Regel: wo w-lan, da Arbeit.
Ich bin nur für drei Tage zuhause, dann geht es auf Dienstreise, der Urlaub ist vorbei.
Hier kommen meine Urlaubsfotos:

Beim OGP konnte man diesen netten Lambo kaufen.

Rotbäckchen, iiiiih! Kriegten unsere Nachbarskinder immer für die Gesundheit.

Lila? Das ist doch keine Originalfarbe, oder?

Mir war nicht ganz klar, ob das Zelt den Porsche sichert oder umgekehrt.

Da hat jemand aus Legosteinen einen Porsche gebaut.
Wer macht sowas? Das muss doch ewig dauern und unendlich langweilig sein.
Ist aber gut geworden. Und wurde extra von einem Wachmann gehütet.

Es muss diesen Männergruppen jemand erklären, dass es immer bescheuert wirkt, wenn alle dieselben Shirts und Kappen tragen. Die Krönung ist der Vati mit zwei Hüten auf dem Kopf…

Zum Glück gehen zum Oldtimer Grand Prix auch Herren mit Stil und Humor.

Das war mein letztes Foto im Fahrerlager, dann hat meine sterbende Magenschleimhaut mich zurück aufs Krankenlager getrieben.
Der Dr. sagt, mein Cortisol killt die Prostaglandine und dann gibt es Magenbeschwerden.
Tja, mein Lack ist ab, passt ganz gut zum Thema Oldtimer.
Ist irgendetwas besser mit den neuen Betreibern des Rings?
Außer der Abschaffung der Ring Card ist mir nichts postiv aufgefallen.
Die Parkgebühr von acht (!!) Euro saniert hoffentlich die Kassen.
Als wir abends im Garten saßen, haben der Dr. und ich überlegt, was man am Ring besser machen könnte.
Noch sind nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, wir stehen für lukrative Beratung gerne zur Verfügung.
Bei der nächsten Veranstaltung am Ring war ich schon etwas fitter.
Die Fotos kommen im nächsten Post.
Inklusive Dirndl-Luder im Fahrerlager.
Cooler Porsche
Ich habe frei, und habe beschlossen, die Freiheit mit einer Porschefahrt zu feiern.
Es ist schwülheiß im Rheinland.
In meinem Porsche bin ich Gott und mache mein Wetter selbst.
Ein Berühren der Taste und es sind 19 Grad.
Wunderbar!
Die jungen Männer werfen der schwarzen Schönheit bewundernde Blicke zu,
angenehm zufrieden mit meinem Schicksal lenke ich den Elfer durch den Stadtverkehr.
Dann hält er hinter mir.
Ein Papi-Typ (wirke ich wie eine Mutti? Oh Gott…!) sitzt in seinem offenen Audi-Cabrio.
Seine Glatze glänzt vom Schweiß.
Die Kopfhaut von der Sonne malzbierfarben gegerbt.
Kein schöner Anblick.
Man kann bei einer solchen Hitze das Dach doch auch schließen.
Ein Knopfdruck, und die Pläte bleibt kühl.
Abgesehen von der desaströsen Ästhetik mag ich mir nicht vorstellen, was mit seiner Reaktionszeit geschieht, wenn er beim Fahren derartig sein Hirn grillt.
Schnell verdrängen!
In der Autobahnauffahrt denke ich: „Endlich mal kein Hund im Auto, den es schleudert, wenn Du die Kurve zu schnell nimmst, gib Gas!“
Und das mache ich dann auch.
Willig schiebt der schwarze Breitfrosch sich nach vorne und ich nehme erst den Fuß zurück, als das Heck leise zu schlingern beginnt.
Um mich herum zwei Arten von Mitfahrern auf der Autobahn:
zum einen die, die sofort nach rechts ziehen, wenn sie mich kommen sehen, zum anderen diejenigen, die das Gaspedal ihrer Limousinen eifrig treten, um zu zeigen, dass sie auch gar nicht so langsam sind.
Entspannt fließen wir mit im Verkehr, ich habe kein Interesse den Führerschein zu verlieren, um einem uncoolen Typen zu zeigen, dass ich schneller bin.
Das Wissen genügt.
Der Porsche und ich bleiben cool.