Ein Targa 4S!!

Heute bin ich Richtung Eifel aufgebrochen.
Im Auto ein Mopsrudel und mein junger Begleiter.
Zuhause hatten wir noch Bilder von Porsches angeschaut und waren uns einig gewesen, dass der Targa ein schönes Modell ist.

Auf der Autobahn überholte uns ein schwarzer Targa, wie aus einem Mund sagten wir:
„Boah, ein Targa 4 S!!“
Ist es beunruhigend, wenn sich ein 14 jähriger Junge und eine 31 Jahre ältere Frau so identisch verhalten?

Oder ist das einfach der Porsche -Effekt?
Egal, wir mussten lachen.

Prettig weekend!

Nichtsahnend fuhr ich auf der A57 Richtung Dormagen.
Ich war in Sachen Mopsrettung unterwegs, vorher musste noch Essen eingekauft werden, daher hockte ich im Mopsmobil.
Es begann mit einem roten Ferrari.

Niederländisches Kennzeichen, gefolgt von einem McLaren, dahinter noch ein Ferrari.
Die Baustelle mit der Tempo 60 Zone, in der so oft geblitzt wird, habe ich viel zu spät bemerkt, meine Augen klebten fasziniert auf der linken Spur.
Wenn ich in Holland unterwegs bin, sehe ich immer total wenig Sportwagen, vielleicht fahre ich durch die falschen Städte.

Während ich rechts panisch bemüht war, meinen Führerschein nicht zu verlieren, und mein Tempo verringerte, ging es links weiter.
Porsches, Bentleys, noch ein Ferrari und ein BMWi8, den hatte ich bisher nur in Autozeitungen gesehen!

Völlig surreal, die Kette der holländischen Sportwagen, durchflochten von einigen deutschen Normal-Fahrern nahm gar kein Ende.
Gut, von dort aus ist es nicht weit bis zur Grenze, aber so etwas sieht man selbst am Ring selten.

Es ging über Kilometer so.
Links ein Oranje-Eye candy nach dem nächsten.
Ich war hingerissen.
So hingerissen, dass ich fast die Ausfahrt verpasst hätte.

So ein rollendes Autofest ist ein Highlight im Alltag einer erschöpften Frau.
Aber was machen die Armen mit den tolle Sportwagen im Land der restriktiven Geschwindigkeitsbegrenzungen?
Als ich den Porsche neu hatte, hab ich immer an der holländischen Grenze wieder kehrt gemacht.

Da darf man maximal 130 fahren.
Und das ist nun wirklich eine Schande, wenn man so viele Paardjes unter der Haube hat.

Was denkt das Internet da eigentlich?

Schlimm genug, dass ich das Parkplatzschl*mpen-Ding nicht mehr los werde.
Da sucht jemand regelmäßig nach Parkplatzschl*mpen-Blog und landet bei mir.
Nun leitet das blöde Internet auch noch „Schnitten-Schlitten“-Suchende hier her!

Klar, der Elfer ist zweifellos in der Lage Menschen anzuziehen.
In der Regel gucken ihm aber mehr männliche Schnitten (Schnitter?) hinterher als sexy Damen.
Die Fahrzeughalterin und Blogschreiberin kann eindeutig nicht gemeint sein.
Ich habe, schnittentechnisch, schon ein H-Kennzeichen und bilde mir auch nicht ein, davon durch Sportwagengebrauch ablenken zu können.

Wie auch immer.
Mein Siegener Kunde reklamierte neulich, dass ich immer im Mercedes komme.
Also stelle ich den Superschlitten die Tage bei Köln in den Stau und zeige ihm dann das schöne Siegerland.
Berge kann er ja.

Der Dr und der Elfer und viele Autogespräche

Nicht nur der Dr. hatte heute einen runden Geburtstag.
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Der Elfer irgendwie auch.
100.000 Km.

Genau als ich am Restaurant anhielt, wo der Dr. und ich essen gehen wollten.
Schon ganz schön viel, ich fühle mich etwas beklommen…

Der Elfer war heute überall Anlass für nette Gespräche.
Bei dem jungen Kunden, den ich mitnahm, der noch nie im Porsche mitgefahren ist, bei einer Dame vor dem DM, mit der ich auf dem Parkplatz über Autos ins Gespräch kam, und bei dem jungen Inhaber des veganen Mexikaners, der es lustig fand, als ich das Auto vorne aufklappte.

Happy Birthday Dr. und happy 100.000 meine schwarze Schönheit!

 

 

Mein Ostern als Familienvater

Früher habe ich sie oft bemerkt, diese sauertöpfischen Blicke aus den Familienkutschen, wenn ich mit dem Porsche unterwegs war.
Jetzt weiß ich, wie sich diese Männer gefühlt haben müssen.
Ostersamstag war ich so verbittert, wie man es als Familienvater, der im uncoolen Auto seine Sippe heimfährt nur sein kann.

Wir waren auf der Rückfahrt aus der Eifel.
Die ganze C-Klasse voller Möpse.
Nein, kein Mercedesporno, Hunde.

Es fing mit dem Porsche an, der uns entgegen kam.
Da kam mir der Gedanke, dass ich jetzt auch lieber mit dem Porsche in, statt mit dem Kombi aus der Eifel fahren würde.
Und es wurde immer schlimmer.

Ein Lambo überholte.
Und war so schnell weg, dass ich gar nicht in Ruhe gucken konnte.
Als wäre das nicht schlimm genug gewesen, kam auch noch ein SLS-Cab.
Eingehüllt in seinen Sound zockelte ich mit Neid-Schnappatmung weiter die A1 hoch.

Ich klagte und jammerte, der Dr. hatte irgendwie kein Mitleid.
Und dann auch noch Lambo Nummer 2!
Sicher waren die alle bei dem guten Wetter am Ring gewesen und hatten Spaß gehabt.
Mit ihren geilen Autos, während ich gerade einen Mops badete, der sich in einem Fuchshaufen gewälzt hatte.

Noch 12 Stunden nach dieser Heimfahrt hatte ich schlechte Laune.
So müssen sie sich also fühlen, die Väter, denen es immer so geht.
Ich hab ihn ja wenigstens, den Porsche und bin auch gar nicht wirklich Papi.
Jungs, Ihr tut mir richtig leid!

Alte Säcke

Meine Mutter hat früher immer gesagt, dass man entweder die Reaktionszeit für einen Sportwagen hat, aber noch nicht das Geld, oder man hat es endlich und ist dann eigentlich zu alt, ihn zu fahren.
Das war ihre Version vom Volksglauben, dass Sportwagen meist von (zu) alten Männern gefahren werden.

Der Porschebruder und ich wurden nur einen Woche nacheinander geboren, da überrascht es nicht, dass wir neulich in derselben Woche zu Kreuze kriechen, und uns eine Lesebrille anschaffen mussten.
Wir sind jetzt offiziell uncool und alt genug für unsere Porsches.

Schlimmer geht es aber immer.
Da stand ich heute Morgen frierend, da nicht warm genug angezogen, mit Mops an der Leine, als der wirklich schlimme alte Sack mit Donnergrollen um die Ecke gebogen kam.
Ich weiß nicht, wie man diese Autos nennt.

Es sah aus wie ein Pick up mit überdachter Ladefläche auf extrem hohen Rädern.
Es klang wie eine sehr laute, sehr fette Harley gekreuzt mit einem muscle-car.
Ich glaube mein Mund stand offen, weil das Ding eine derartig absurde Erscheinung am frühen Morgen auf der gut ausgebauten Wohnstraße war.

Wie ein Panzer bewegte sich der Klotz auf den Parkstreifen und passte mit Mühe in die Lücke.
Während der Mops schnüffelte, beobachtete ich missbilligend den Fahrer.
Die Haut bereits erschlafft, hatte er sich für Camouflage-Hosen entschieden.
Außer im Krieg immer eine schlechte Idee.

Selbst sein 17 jähriger Sohn wäre in den Klamotten nicht gut angezogen gewesen.
Dann das verlebt-schlaffe Gesicht und diese furchtbare Klein-Penis-Karre…
Was ist da nur alles schief gelaufen?
Bro, sehen wir auch so peinlich aus, wenn wir aus unseren Porsches steigen?!

Karma-Police, arrest this man!

 

P-O-R-S-C-H-E

Ich liege im Bett, weil ich mich vor lauter Rückenschmerzen nicht mehr bewegen kann.
Die Gartenarbeit…
Plock, plock, plock.
Whats apps in schneller Folge.

Das ist meist mein Porsche-Bruder.
Ich checke das Display.
Stimmt.
Porsche-Fotos.

Der Arme muss ja einen GT4 fahren.
Aufgrund seines verwirrten Geistes hat er sich keinen Elfer gekauft.
Auf den GT4 hat er heute seitlich „Porsche“-Aufkleber machen lassen.
Baby, Du weißt, ich liebe Dich wirklich, aber hättest Du nen Elfer gekauft, müsstest Du es nicht dran schreiben.

Der Elfer IST einfach Porsche.
Vom Knaben bis zum Greis hat sich die 911-Silhouette als Prototyp des Porsches ins Gehirn gefressen.
Natürlich bauen die inzwischen auch andere Modelle (würg… Macan…würg, würg…Panamera, schüttel Cayenne…), aber das sind in meinen Augen alles schlimme profitgiergesteuerte Irrwege.

Die besten Männer in meinem Leben haben leider einen etwas eigenartigen Porschegeschmack.
Nicht schlimm meine Lieblinge.
Omnia vincit amor!

Darf ich Ihnen meine Briefmarkensammlung zeigen?

Ute hatte mich vor einer Weile darauf hingewiesen, dass es Targa-Briefmarken gibt.
Als heimlicher Targa-Fan war ich natürlich entzückt.
Ich hasse es, wenn ich im Büro hocken und Rechnungen schreiben muss, da kommt es natürlich gelegen, wenn Frau sich per netter Briefmarke etwas aufheitern kann.

Natürlich gab es in dem blöden Postamt hier in der Nachbarschaft schon keine mehr.
Gestern in Wuppertal hatte ich mehr Glück.
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Die Bögen sind richtig schön, mit dem Porsche im Hintergrund.
Und nicht diese neumodischen, selbstklebenden Marken.
Nein, schön old school, fieser Geschmack beim Lecken inklusive.

Heute kam mein Porsche endlich wieder aus der Garage.
Ich hatte einen Zahnarzttermin.
Dort habe ich erfahren, dass im Mai eine anderhalbstündige Sitzung fällig ist.
Und das, wo ich immer so eine Angst habe.

Auf der Rückfahrt hat mich der Porsche getröstet.
Die Sportsitze haben mich schön festgehalten und das war ausgesprochen beruhigend.
Wie jemand, der einem den Arm um die Schultern legt.
Balsam für die Seele.
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Porsche Boxster Huhn

Häufig wird der Boxster despektierlich „Mädchenporsche“ genannt.
Ein Boxster war der erste Porsche den ich probegefahren bin, und ich fand ihn nicht schnell genug.
Aber als Mädchen bezeichnet mich auch nur noch eine mütterliche Freundin, und die ist 30 Jahre älter als ich.

Wenn der Boxster der Mädchen-Porsche ist, ist der Elfer vermutlich das Modell für die großen Mädchen, sprich Frauen.
Heute meldet mir mein Blog-Programm einen Aufruf dieses Blogs durch den Suchbegriff „Porsche Boxster Huhn“.

Es gibt schon verrückte Leute.
Ist das die verscheierte Suche nach Frauen (am Brünnchen, bei den 24H, respektlos „Huhn“ genannt, die Boxster fahren?
Oder ist das ein neues Modell, von dem ich nur noch nichts gehört habe, der „Boxster Huhn“, mit eiförmiger Tachoanzeige und dauengepolstertem Sitz?

Mein Forscherdrang ist geweckt.
Ich gebe die Worte in eine Suchmaschine ein.
Dort finden sich äußerst unappetitliche Bilder von einem Boxster mit blutigen Federn im Innenraum.
Uärgh! Da hilft nur noch ein Tatortreiniger.

Da das deutschsprachige Internet die doofe Cousine vom englischsprachigen ist, gebe ich auch noch „Porsche Boxster Chicken“ ein.
Immer, wenn ich zu einem Thema auf Deutsch keine befriedigen Infos finde, versuche ich es auf diesem Weg.

Wieder die fiesen Fotos und anschließend die Frage „Is the Porsche Boxster a chick car?“
Hm, mal überlegen.
Ich persönlich kenne vier Boxstereigner. Darunter nur eine Frau.
Ich weiß nicht, ob die Zahlen repräsentativ sind, aber wenn sie es sind, lautet die Antwort: „No.“

Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer, was die Person gesucht hat.
Ich fahre Elfer und bin allergisch gegen Federn.
Aber die Suchbegriffsliste für dieses Jahr zeigt ohnehin, dass mein Blog offenbar vorwiegend von sehr eigenartigen Interessenten gelesen wird.

Folgende Begriffe tauchen auf:
„Geile Nachbarin“ –  Hab ich hier nicht eine einzige! Noch so ein Suchmaschinen-Irrläufer.
„Frau nackt am 911 Porsche“ – Gähn.
und „Nur noch aus Liebe weinen“ – Schön wärs!

Alle im Porscheglück

Ich melde mich freiwillig zum Einkaufen.
Es ist trocken, 13 Grad warm und daher auch mit Sommerreifen: Porschewetter!!
Willig springt der schwarze Breitfrosch an und als ich ihn mit Schwung auf die Autobahn fahre, denke ich, dass man ja fast emotional gezwungen ist, ein solches Auto schnell durch Kurven zu bewegen.

Bei den Läden angekommen, suche ich mir den entlegensten Parkplatz, da, wo keiner hin will, weit weg von den Läden.
Dort steht er gut, keine Gefahr, dass mir irgendeine blöde Mami oder ein halbblinder Senior die Tür in die Seite hauen.

Ich bin kaum im ersten Laden angekommen, da rasseln die Nachrichten auf mein Telefon.
Plög, plög, plög, plög, plög, mindestens 12 Stück.
Ich muss lachen, ich weiß genau, wer das ist.

Als  ich auf das Display schaue, bestätigt sich meine Vorahnung.
Der Porschebruder hat seinen GT4 bekommen und schickt Bilder.
Wunderschöne Details, der stolze Bruder neben dem Auto, innen und außen.
Am Vortag hat er ihn abgeholt.

Ich habe virtuell Händchen gehalten.
Jeder Porschekäufer kennt die Aufregung des Abholtags.
Die Nacht davor ist meistens unruhig, seit Tagen ist man zunehmend flatterig, überprüft den Wetterbereicht, damit er nicht gleich nass wird, lässt sich im PZ neben dem Prachtstück ablichten…, die ganze wunderbare Herrlichkeit.

Im Gegensatz zu seinem Wagen ist meiner angemeldet und ich kann ihn fahren.
Er ist ja auch straßentauglicher bereift.
Später schickt der Bruder mir noch eine Aufnahme vom Sound.
Ich muss neidlos anerkennen: böse. Und sehr, sehr geil.

Natürlich ist er nicht ganz so schön wie mein Porsche, es ist eben kein Elfer.
Außerdem anstrengend rot.
Aber jedem Porschefahrer seinen Traumwagen.
Als ich die Einkäufe zuhause vor die Tür stelle, wundert sich der Dr. wahrscheinlich über mein glückliches Gesicht.

Das ist dieses Porschestrahlen…