Womit Sie rechnen müssen, wenn Ihre Frau einen Carrera in der Garage hat

Der Dr. sitzt mit seinem Laptop im Wohnzimmer als ich herein komme, und verkünde, ich hätte gerade ein ganz intensives Liebesgefühl verspührt.
Er macht einen Kussmund, weil er denkt, ich hätte ihn gemeint.
Meine Antwort „Oh Schatz, das tut mir jetzt leid, ich meinte den Porsche.“ kann nur ein Mann seines Formats so unerschüttert wegstecken.

Seit meiner Kindheit sammle ich im Herbst Kastanien.
Ich sammle Sie auf Asphaltflächen, wo die Autos sie nur plattfahren würden, und werfe sie an anderer Stelle auf hoffentlich fruchtbaren Boden, damit Bäume aus ihnen werden, oder die Rehe sich im langen Winter von Ihnen ernähren können.

So ein Karton mit Kastanien war noch von meiner letzten Dienstreise im Elfer.
Die Dinger haben recht viel Feuchtigkeit, deshalb wollte ich sie nicht länger auf dem Beifahrersitz stehen lassen.
Also ging ich rüber in die Garage.

Das Altweibersommer-Sonntagabend-Licht schien gedämpft durch das Fenster.
Seine perfekte Silhouette, außen der leicht benzinlastige Geruch, innen eher nach Leder.
Und da war es auf einmal.
Dieses intensive Liebesgefühl…

 

Jung und frei

Nach unendlich langer Zeit, die eigentlich nur aus Pflichterfüllung bestanden hat, sitze ich endlich wieder im  Porsche.
Ganz allein.
Ich bin dienstlich unterwegs.

Wenn der Hund dabei ist, kann ich Kurven nur sehr langsam durchfahren, weil er sonst samt Transportkorb umkippt.
Jetzt kann ich die wunderbare Straßenlage meines Carreras ausnutzen.
Schon beim Auffahren auf die Autobahn fühle mich mich jung und frei.

Das ist natürlich eine Illusion.
Ich bin mittleren Alters mit meinen fast 44 Jahren.
Und ich hab eine Menge Dinge, um die ich mich kümmern muss.
Aber bei all dem Funktionieren braucht es ein Gegengewicht.

Mein Nachbar, weit in den Siebzigern, lebt mit seiner dementen Frau auch ein Leben mit vielen Pflichten.
Und er sagte gestern über den Porsche, dass man seine Spielzeuge braucht.
Ich kann das nur bestätigen.

Nach Handwerker-Generve, Terminhetze und anderen Sorgen muss mein Geschäft nun wieder erfolgreich durch eine Hochsaison bugsiert werden.
Wenn mich dabei ein edles Stück Ingenieurskunst dabei über die Autobahnen bugsiert, ist das nur recht, wenn auch nicht billig…

Wie ich beinahe einen fremden Mann belästigt hätte

Gestern Abend im Subway.
Ich wartete darauf, dass mein Sandwich fertig wird, und blickte währenddessen auf die Tanstelle nebenan.
Und dann kam er.

Nagelneuer, schwarzer Carrera S mit diesem Panoramadach.
Und geilen Felgen.
Ich starrte und ging wie ferngesteuert hinaus vor die Tür.
Der nichtsahnende Fahrer tankte. Ich starrte.

Ich wollte näher dran, ihn fragen, was so ein Glasdach kostet und was das für Felgen sind.
Mit anderen Worten, ich hätte beinahe einen wildfremden Mann an einer Tankstelle mit Fragen zu seinem Porsche belästigt.
Ich muss von Sinnen sein.

Was der wohl gedacht hätte.
Sicher war er müde, und wollte einfach Feierabend haben, und nur kurz tanken.
Ich bin einfach zu leicht verführbar…

ADAC GT Masters 2014 – Impressionen vom Sonntag

Drei  holländische Wohnwagengespanne in Kolonne im Ahrtal an einem Sonntagvormittag schaffen es locker, ca. 30 Autos hinter sich aufzustauen, und damit vermutlich an die 100 Menschen auf dem Weg zum Nürburgring zur Verzweiflung zu bringen.
Überholen geht da nämlich nicht…
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Daher hatten die ersten auch schon gewonnen, als ich ankam.
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Alm in der Hocheifel, braucht kein Mensch.
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Hat sich ordentliche Gefechte mit einem SLS geliefert, und einen uuuuunglaublich fetten Sound.
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Ich dachte irgendwie, im Rennsport wärs dynamischer…
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…aber auch der „Schnittenschlitten“ steht.
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Dafür ist aber bei den Promotion-Damen für jeden Geschmack etwas dabei, ob blond, ob braun…
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Falls jemand noch ein Geburtstagsgeschenk für mich sucht, dieser ist zu verkaufen.
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Man beachte die glühenden Bremsscheiben (auf solche Fotos sind Rennsport-Hobbyfotografen immer besonders stolz…)
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Das Wetter war ganz schön wechselhaft, eine schöne Gelegenheit, sich die Zeit mit Pfützenspielen zu vertreiben, während Papi Rennen guckt.
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Die Hohe SLS-Dichte hat mich sehr gefreut!
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Schlachtengetümmel

Ein Hauch von Herbst legt sich schon über die Eifelwälder.
Als ich wieder zuhause vorfahre, läuft „Angie“ von den Stones im Radio.
„So ein schönes Lied, das höre ich noch zuende“ denke ich und steige noch nicht aus.
Gerade will ich mich einem Depressiönchen hingeben, da sehe ich einen Mann auf mein Auto zukommen.

Unter seinem Arm ein Mops.
Der Mops zappelt in der Luft mit seinen Beinchen, als wolle er schwimmen.
Ich ziehe den Schlüssel ab und öffne die Autotür.
Der kleine Hund rennt begeistert auf mich zu und springt immer wieder hoch, froh, dass ich wieder da bin.

Wenn man so begeistert gefeiert wird, nur dafür, dass man wieder da ist, verschiebt man die Depression wegen eines mißratenen Sommers auf später… 😉

Der Boxster-Macho

Manchmal muss Frau sich schon fragen, was ihr da am Frühstückstisch gegenüber sitzt.
Ich beiße in mein Brötchen und lese die Beilage zum Christophorus.
Dort gibt es einen Bericht, dass Porsche über 500 Kunden zu einem tollen Event nach
Le Mans eingeladen hat.

Natürlich will ich das sofort auch.
Ich beklage, dass doch nur 10% der Elferfahrerinnen Frauen seien, und da könnten die doch…
Und dann kommt diese VÖLLIG inakzeptable Bemerkung von ihm.

Er versteigt sich doch tatsächlich zu der Behauptung, die meisten Elferfahrerinnen hätten sich die Wagen nicht selber verdient, sondern, na Ihr werdet es Euch denken können…
Mir fällt das Brötchen fast aus der Hand.
Was für eine Engleisung.
Und das am Tisch einer emanzipierten Frau.

Ich weise ihn darauf hin, wer in diesem Haushalt den Christophorus geschickt bekommt, den er mitlesen darf. (Er hat den Boxster-Opa bei irgendeinem Gebrauchtwagenfuzzi gekauft).

100 Prozent der elferfahrenden Frauen, die ich kenne (Ok, ich kenne nur eine andere), haben sich das Fahrzeug selbst gekauft.
Ich starte hiermit einen Aufruf an alle Damen, die zum Porschekauf keinen Kerl brauchen:
kommt vorbei, tretet diesem Macho erstmal tüchtig in den A**** und dann gegen seinen kläglichen ollen Boxster!

Simultaneous release

Gestern Abend kurz vor zehn.
Der Porschebruder meldet sich per whatsapp:
„… tat das gut, hab das Porschi mal wieder richtig rangenommen, bester Landstraßenspass, Du hättest die Scheidung eingereicht als Copilotin.“

Ich grinse, denn die Copilotin war ja gerade selber vom Porschefahren zurück gekommen.
Weiter schreibt er: „Das Wimmern der Reifen im Grenzbereich ist  wie ***** (Nicht jugendfrei)“
Ich, wie immer verängstigt angesichts seines wilden Benehmens, weise darauf hin, dass „Grenzbereich“ ein verbotenes Wort ist.

Wir freuen uns, dass wir hunderte von Kilometern voneinander entfernt, zugleich unsere Dosis Porschesex hatten.
Wie vermutlich noch eine Reihe anderer Glücklicher an diesem Sommerabend.

Am Ende sind wir uns einig:
„Alles gut, solange sowas noch möglich ist.“

War ich gut Schatz?

Der Tag fing schon gut an.
Frühstück mit zwei Porschefahrern.
Ich finde es ungeheuer erleichternd, wenn man zwischendurch einfach immer mal wieder auf sein Lieblingsfetisch-Thema zu sprechen kommen kann.

So zwischen zwei Bissen PS-Angaben auszutauschen, ohne dass sich jemand am Tisch gelangweilt fühlt oder denkt, man sei komisch.
Und zwei der drei Personen am Tisch waren weiblichen Geschlechts…
Heute Abend ergab sich dann die Gelegenheit, meine schwarze Schönheit mal auf eine kleine Spaziertour auszuführen.

Es war großartig.
So fühlt man sich eigentlich nur nach gutem Sex.
Zutiefst zufrieden und von sanftem Glück durchrieselt.

Stoppok nölte „Annabell“ aus den Boxen, Ich bin ohne Ziel durch die Gegend gegoldelt.
Ein junger Vater, einen Zwillingskinderwagen schiebend, bekam einen  verdrießlichen Blick, als ich an ihm vorbei fuhr.
Ich ging in Gedanken durch, dass er die Pänz doch hinten unterkrigen würde.

Junge, dachte ich, wenn ich alleine im Altersheim hocke, und mir alte Fotos von meinem geilen Elfer angucke, spielst Du mit Deinen Enkeln.
Is doch auch nich schlecht.

Obwohl, heute hätte ich nicht glücklicher sein können.
Auf dem Weg von der Garage ins Haus roch ich den Sommerregen auf dem Asphalt, ein wundervoller Geruch.
Satt und zufrieden warf ich einen letzten Blick rüber Richtung knisterndem Porschesexgott.

Ja Baby, Du warst phantastisch.

„Garage Luder“ und „Bondage Hund Kostüm“

Ich bin völlig verweichlicht.
Am Samstag war ich ganz kurz bei der VLN.
Die Sonne schien und am Flugplatz fuhren meine Lieblinge vorbei, die ich schon so lange nicht mehr gesehen hatte.

Durch die lange Hundepause bin ich völlig verweichlicht.
War das laut…!

Während ich das Wochenende in der Eifel verbrachte, haben sich die grammatikalisch Herausgeforderten (Das muss doch wohl „Garagenluder“ heißen, falls das überhaupt ein Wort ist…) und die Menschen mit seeeehr eigenartigen Vorliegen („Bondage-Hund-Kostüm“)  hier im Blog suchbegrifftechnisch die Klinke in die Hand gegeben.

Was ziehe ich da für Leute an?
Spinnen die Suchmaschinen, dass die mein Porsche-Blog vorschlagen?
Wann melden sich stattdessen die Hersteller und flehen mich an, ihre Sportwagen auszuprobieren und dann meinem Millionenpublikum darüber zu berichten?

Wo bleiben die Heiratsanträge von solventen Porschesammlern?!
Jetzt ist aber Schluß hier mit dem Schmuddel!
Neue Woche, neues Glück.
Seriosität vor!

Nein, hier geht es nicht um Parkplatzschlampen!!

Im November hatte ich einen Post „Parkplatzschlampen“ genannt.
Ich wusste damals gar nicht, was mit diesem Begriff gemeinhin bezeichnet wird.
Das hat mir mein Porschefreund Jim dann allerdings erklärt…
Immer wieder landen aber Personen, ich vermute Männer, nach Eingabe dieses Begriffes hier.
Sicher sind sie sehr enttäuscht.
Hier schreibt eine Frau vergleichsweise monothematisch über das Leben als Porschebesitzerin.

Ich arbeite nicht als Prostituierte, in diesem Blog geht es auch nicht um Dienstleistungen dieser Art.

Ich hatte das Glück, studieren zu können, und muss jetzt nicht mit fiesen Männern in Wohnmobilen Sex für Geld machen.
Nein, und mein Studium habe ich auch nicht als sexhungrige Studentin, die jung war und das Geld brauchte, verdient.
Das hat mein Vater bezahlt und ich habe meine Kasse mit Jobs ohne Anfassen aufgebessert.

Meine Tante hat in der Eifel übrigens mal ihren Lieferanten für Tiefkühlkost aus dem Fahrzeug einer solchen Dame steigen sehen.
Ihr Kommentar: „Iiiiiih, da bestell ich nichts mehr! Der hat sich bestimmt hinterher nicht die Hände gewaschen.“

Hahahaha!
Umsatzschaden durch Parkplatzschlampe.
Ich geh jetzt Porschefahren.

FIA-Zäune, doch nicht so blöd…

Als der Dr. und ich am Sammstag am Nürburgring ankamen, sahen wir auf einem Abschleppwagen einen der Rowe-SLS.
Was passiert war, kann man hier sehen.
Eindrucksvoll.

Ein Wunder, dass das -vom Auto einmal abgesehen- gut geganen ist.
Klar nerven die Zäune beim Gucken an der Nordschleife oft.
Aber nach dem Video bin ich froh, dass es sie gibt!

Wundern musste ich mich heute Morgen, was die Leute so als Suchbegriffe im Internet eingeben, und dann hier landen: „lieber beim tanken weinen, als beim fahren“
Hm.
Kommt vermutlich darauf an, wie doll man weinen muss.

So richtig gut weint es sich beim Tanken ja nun auch nicht.
Es sei denn, es macht einem nichts aus, wenn der Tankwart und die anderen Kunden interessiert-mitleidig zusehen.
Ansonsten ist der meistgesuchte Begriff, der die Leser auf mein Porsche-Blog führt nicht etwa „Porsche“ oder so etwas, sondern „Parkplatzschlampen“.

Wie hieß das noch bei Bertholt Brecht?
Erst kommt das F*cken und dann das Auto, oder so ähnlich…