Ich brauche was anderes!

Wennn das so weiter geht, brauche ich bald so einen schlimmen Familien-Van.
Einen fiesen Sharan, oder etwas in der Art.
Im Aufklebern hinten in der Heckscheibe:
„Schantall-Marie und Felix-Balthasar on Tour“.

Und das alles wegen meiner Möpse.
Nein, nicht schwanger.
Auch kein Silikon implantiert.
Der Dr. und ich haben gestern eine Hündin gerettet.

Sie hat bisher kein gutes Leben gehabt und heißt zum Glück nicht Schantall-Marie, sondern Hermine.
Und Hermine „fährt sich gut“, wie das ein Nachbar mal so schön bei Moses formuliert hat.
Sie saß auf den 170 Kilometern vom Ort der Rettung bis ins neue Heim ganz brav auf des Drs. Schoß, im Elfer wird es allerdings eng, wenn wir so weiter machen.

Nein, und einen Pfeffer-Porsche will ich trotzdem nicht.
Zum Glück ist Hermine ein relativ kleiner Mops.
Und Moses Hundetrainerin schwört, sie bekomme 10 Möpse in einen Fiat Punto, da geht doch auch im Elfer noch was… 🙂

Absturzgefahr!

Mittwochnachmittag.
Der Dr. ist zu einem seiner Endlosdienste aufgebrochen.
Eine eitlere Frau hätte vielleicht aus dem blonden Lockenchaos eine nette Frisur gemacht.
Eine bessere Hausfrau hätte mit Sicherheit die Küche aufgeräumt.
Aber die Sonne scheint, es sind 8 Grad, wir haben Porschewetter!

Strubbelig verfrachgte ich den Mops in den Elfer und mich hinters Steuer.
Das Styling verschiebe ich, heute Abend gehe ich mit einer Freundin tanzen und die Küche wird verdrängt.

Es geht ins Bergische Land, Freitag habe ich da einen Termin und ich will mir die Strecke ansehen.
Der Mops schnauft, durch die Winterpause ist er das bissige Sportwagengefühl nicht mehr gewohnt.

Das Radio dudelt, die Sonne scheint, ich fahre.
Absturz
Dieses Schild übersehe ich auf dem Hinweg.

Och, denke ich, was für eine schöne Strecke!
Eine schmale Straße, viele Kurven, steile Anstiege.
Einen kurzen Moment überlege ich, dass man hier geile Porsche-in-Landschaft-Fotos machen könnte.

Weiter geht es durch die Berge.
Dann höre ich meine eigenen Stimme „Ach du Scheiße!“ sagen.
Mir wird klar, dass dies keine Einbahnstraße ist.
Wenn mir jetzt jemand entgegen kommt, wird einer von uns eine weite Strecke zurücksetzen müssen.

Eine sehr weite Strecke.
Weit und eng und kurvig und bergig und rückwärts.
Ich halte den Atem an und sende Stoßgebete gen Himmel.
Jeder weiß, dass Atemanhalten das Auto schmaler macht…

Es geht auf einer winzig schmalen Brücke über die A3, weit und breit keine Möglichkeit zum Wenden oder Abbiegen.
Diese road to nowhere geht weiter und weiter.
Ins Nichts.

Jetzt schnauft nicht mehr der Mops, sondern ich.
Warum gibt es solche Straßen?
Warum warnt einen denn niemand??
Hiiiiiiilfe!!
Nach gefühlten sieben Stunden komme ich an einen Reitstall.

Um mich herum sehr viele junge, minifahrende Damen in Reithosen.
Hier hat so ziemlich jeder Bauer auf Pferdewirt umgesattelt, damit die höheren Düsseldorfer Töchter ihre Zossen stadtnah parken können.
Ich wende die schwarze Schönheit und schaffe es tatsächlich heil zurück in die Zivilisation.

Erst als ich die sichere Autobahn wieder erreiche und der Carrera sein sonores Organ erhebt, sinkt mein Puls langsam wieder.
Gott, war das gefährlich…

Porsche Interior Tuning – ein Lehrvideo wie es nicht klappt…

Seid Ihr bereit für Minuten voller actionreicher Porsche-Paranoia, geplatzter Träume und einem Elfer in Gefahr?
Der Dr. und ich haben gestern versucht herauszufinden, wie man die Rückbank des Elfers zu einem mopssicheren Platz zu macht.

Um es gleich vorweg zu nehmen, vergesst es…
Hier geht es zum Video.

Entweder- Oder

So kann es nicht weiter gehen.
Entweder ich habe den Hund dabei, oder ich fahre Porsche.
Weil seine Transportbox nur in den Kombi geht, musste ich den Elfer vernachlässigen.
Ich will aber alles.

Im Riesenzooladen erkläre ich mein Problem:
Ich benötige eine Tranportbox, in die der (ja nun wirklich nicht besonders große) Hund hineinpasst, und die in den Fußraum eines Carrera-Beifahrersitzes passt.
Die Verkäuferin sagt, das Problem hätten viele.

Am besten würde man Hund mit Familienauto kombinieren.
Familienauto? Würg.
Da kommen mir Bilder von so fiesen Vans, die Eltern nach der zweiten Zeugung anschaffen, mit doofen Kindernamen hinten drauf.

Ich erkläre, dass der Mops und ich noch einen Kombi hätten, aber auch Porsche fahren wollen.
Auf keinen Fall darf der Mops in Kontakt mit dem Leder oder Teppich des Autos kommen.
Ich will keine Kratzer, Hundehaare oder Hundegeruch im Porsche.

Nach gefühlten 700 Versuchen habe ich jetzt eine Hundetasche, die ganz gut in den Fußraum passt.
Leider bin ich handwerklich völlig unbegabt.
Aber das ist eine Riesenmarktlücke.

Es müsste so eine Art Hundewanne in Innenraumfarbe geben.
Die man in den Fußraum setzen kann.
Unten pipiundurchlässiger Kunststoff, oben drüber ein Gitter.
Warum stellt das keiner her?

Heute war die Stadt unglaublich voll von Porsches.
An einer Stelle waren wir drei auf zweihundert Metern.
Da will Frau doch nicht nur sehnsuchtsvoll auf die anderen gucken.
Das Leben ohne Mops im Porsche ist auf die Dauer sinnlos.