Das Traumfahrzeug

Eine Frau braucht Träume!
Man könnte meinen, dass ich mit einem Carrera in der Garage wunschlos glücklich bin.
Aber meine Seele ist eine kleine Raupe Nimmersatt und da gibt es noch dieses andere Auto, das ich begehre…

Letzte Woche habe ich es wieder einmal besucht.
Beziehungsweise seine häßliche Schwester.
Als es noch eine schönere Farbe hatte, hat mich das Begehren fast aus den Schuhen geworfen.
Letzte Woche hatten sie einen ganz furchtbaren weißen Lack mit buntem Schimmer drin als Wagenfarbe ausgewählt.

Mir war schon klar, dass Farbe unglaublich viel vom visuellen Eindruck prägt, aber wer hätte gedacht, dass es so krass ist?
Obwohl dieser türkise Elfer, den ich mal für eine Probefahrt hatte, auch echt übel aussah…
012

Egal!
Wenn kein Wunder passiert, werde ich mir ohnehin nie einen leisten können.
Aber alle paar Monate, wenn ich in der Nähe des Autohauses bin, gehe ich ihn besuchen und begehre ihn.
Wenn Ihr wollt, könnte Ihr zugucken.

Und bald, am Ring, werde ich seinen wunderbaren Motor auch wieder hören.
Rrrrrrr!

König Rio rutscht ins neue Jahr

Den Elfer sicher in der Garage,
den Körper festlich in schwarz und funkelnd verhüllt, habe ich mich gestern auf den Weg nach Wuppertal zur Sylvesterparty gemacht.
Es war sehr nett und ich habe mich bestens amüsiert.

Irgendwann wunderte sich einer der Mitfeiernden über eine Textzeile in einem Lied, in dem von „König Rio“ die Rede war.
Rio Reiser und „König von Deutschland“ sind Selbstverständlichkeiten für meine Generation.
Die jungen Menschen am Tisch hatten davon noch nie etwas gehört.
Als ich meinen charmanten Tischherren nach seinem Geburtsjahr fragte, habe ich mich kurz alt gefühlt: 1990, das Jahr  in dem ich Abitur gemacht habe…

Heute bin ich bei strahlendem Sonnenschein erwacht und nachdem ich 10 Stunden nicht in Wuppertal war, wurde es auch schon wieder Zeit, zum Neujahrsessen mit den Jungs aufzubrechen.
Natürlich im Porsche.

Leider waren nicht alle auf der Straße so guter Laune.
Als ich versuchte, die Spur zu wechseln, um auf die Autobahn zu kommen, machten die Muffelköppe neben mir die Lücken dicht.
Wären doch alle Probleme im Leben so leicht zu lösen…

Im Porsche kann man mit einem lässigen Gasstoß an der schlechte-Laune-Kolonne vorbeiziehen und sich weiter vorne an der Spitze einfädeln .
Ich glaube dafür hat der liebe Gott die Pferdestärken erfunden.

Mögen wir alle in diesem, noch jungen Jahr keine schwereren Herausforderungen zu bewältigen haben, als solche.
In diesem Sinne: Frohes Neues!

Meet my Porsche- viertes Video

Mein letzter Arbeitstag begann mit milden Temperaturen und Sonne.
So war ich auf die Idee gekommen, den Boxster zu nehmen und meinen Pflichten offen nachzugehen.
Da hatte ich allerdings meine Rechnung ohne den Dr. gemacht.

Aber ist ja nicht so, als hätte Frau keinen eigenen Porsche.
Also habe ich die Videokamera mitgenommen (hier seht Ihr die schwarze Schönheit live), und wer will, kann mich auf meinen letzten Arbeitstag des Jahres begleiten.
Zuerst galt es allerdings noch, den Lebensmittelengpaß zu beseitigen.

In gut 7 Minuten (meinen Kundentermin habe ich Euch erspart,) macht der Elfer eine kleine Tour in die Landeshauptstadt und zurück.

Guckt auf jeden Fall bis zum Ende, da knistert er so schön für Euch, seufz…
Und gebt mir einen Daumen hoch, für die schwarze Schönheit! 🙂
Schönes Wochenende!

Mein wunderschöner Porsche macht mich zu einer bösen Frau

Der rheinische Winter zeigt sich von seiner besten Seite.
Es ist so mild, dass ich den Elfer ohne Winterschlappen fahren kann.
Heute lagen ein paar hundert Kilometer vor mir, keine Kurzstrecke, also ein porschetauglicher Tag!

Wenn ich in den Seitenspiegel sehe, kann ich die prachtvollen Rundungen seiner Hüften sehen und der Motor klang wieder sooo sexy, ich liebe es, diesen Wagen zu fahren!
Wenn nur dieses Porblem nicht immer wieder auftauchen würde.
Schon wieder bin ich road-rage-Opfer geworden.

Also nicht Opfer eines anderen, sondern Opfer meiner eigenen Rage.
Und dabei brauche ich meinen Führerschein!
Mein Leben würde ohne nicht funktionieren.
Aber wenn ich in den Porsche steige, passiert irgendetwas mit mir.

Mir geht einen Sicherung durch und ich vergesse völlig alle Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Ich will dann einfach nicht überholt werden.
Vermutlich wäre aus mir in jungen Jahren eine gute Rennfahrerin geworden.

Auf der Autobahn  haben solche Momente der Raserei allerdings nichts zu suchen.
Ich muss mich mehr in den Griff bekommen!
Es ist doch bestimmt gar nicht so schlimm, überholt zu werden.
Vielleicht ist das gar kein schwarzer Prinz, sondern schwarze, böse Magie auf Rädern.

Vielleicht habe ich aber auch zuviel Testosteron, ich werde mal den Dr. bitten, nach Zeichen von Bartwuchs bei mir zu suchen.
Aber immer wenn ich das tue, sagt er die einzigen Haare, die er sehen könne, wären die auf meinen Zähnen…

Der Kunde und der Traum-11er

Ich sitze mit meinen Kunden beim Frühstück und dann fällt er.
Der Satz: „Ich habe immer davon geträumt, einen Elfer zu fahren.“
Ach, denke ich, dem Mann kann geholfen werden.
Morgen Nachmittag wollte ich mir ohnehin das örtliche PZ anschauen.

Also sage ich: „Dann kommen Sie doch morgen Nachmittag mit und machen eine Probefahrt.“
Völlig verblüfft schaut der Kunde mich an.
Ich erkläre, dass ich ins PZ wolle und gerne für ihn eine Probefahrt organisiere.

Er scheint nicht ganz sicher zu sein, ob ich es ernst meine.
Natürlich meine ich es ernst.
Ein Anruf, und der Geschäftsführer vereinbart einen Termin mit uns für den morgigen Nachmittag.

Die erste Fahrt mit einem Porsche, vergisst man nie.

Hach, das weckt Erinnerungen.
Meine allererste war gar nicht so toll wie erwartet, aber dann…oho!!
Damals hatte ich jemanden mitgenommen, weil ich ehrlich gesagt, ganz schön Respekt vor einem Sportwagen hatte.
Ich hab mich erst gar nicht getraut, selber zu fahren.
Völlig unbegründet, die fahren sich ja nun wirklich nicht schwer, aber ich bin nun mal ein Schisser.

Aber wenn man dann im richtigen Porsche sitzt, dann kann/will man nicht mehr ohne.
Über Monate konnte ich dieses Gefühl nicht vergessen.
Es zog sich bei mir über ein Jahr lang hin, bis ich ihn endlich hatte.
Aber für mich ist es pures Gefühl, ihn zu fahren.

Ich bin sehr gespannt, was mein Kunde morgen sagen wird!

Autoparadies Thüringen

Heute bin ich aufgebrochen nach Thüringen.
Habe mich über immer volle Rheinlandautobahnen gequält, und erst auf der A45 wurde der Verkehr lichter.
Meine Porscheentzugs-Depression wurde dafür schlimmer.

Um mich herum verblüffend viele Porsches. Cayenne, Cayman, ein Elfercab und sehr sehr lange ein Macan.
Der Macanfahrer hatte offenbar Angst, im Nebel den schönen neuen Wagen in Gefahr zu bringen, und fuhr deshalb sehr langsam und vorsichtig.
Auf der linken Spur…

Ich saß hinter ihm fest und hatte Zeit, ihn zu betrachten.
Das war kein Vergnügen.
Irgendwann hinter Gießen war er dann weg und mit ihm das Phänomen Porsche.
Auf der gesamten weiteren Fahrt kein einziger Zuffenhausener mehr.

Dafür wurde aber die Autobahn auf einmal sagenhaft gut.
Modern, dreispurig ausgebaut, obwohl kaum Verkehr war.
Die A4 ist Porschefahrers absoluter Traum.
Die mittlere Spur wenig befahren, die linke frei!
Völlig frei!!!
Sowas gibt es bei uns nicht.

Ich hätte heulen können.
Hätte ich doch den Elfer dabei gehabt!
Dies wär die ideale Strecke gewesen, um einige Vollgastests zu machen.
Wie gut es die Thüringer haben.
Und weit und breit keine Sportwagen.

Wenn ich das nächste Mal komme, muss ich unbedingt eine sichere Parkmöglichkeit organisieren, diese Strecke ist ein Porschetraum!
Und mit der Bahn fahre ich nie wieder.
Vielleicht krieche ich noch zu Kreuze, wenn ich am Freitag auf der Rückfahrt im Stau stecke, aber in meinem Auto führte niemand nervige Telefonate, es war angenehm temperiert, sauber und meine Wunschmusik lief.

Es sieht ganz danach aus, als hätte die Bundesbahn eine langjährige entnervte Kundin verloren…

Der klingt aber schon komisch…

Heute waren die Dachdecker kurz noch einmal da.
Es kam, wie es kommen musste,
das Gespräch kam auf Autos.
Genauer, auf den Boxster des Doktors.

Ich war irgendwann die Tage mal mit dem Boxster weggefahren, was den Dachdeckern nicht entgangen war.
Offenbar hielten sie ihn für mein Auto.
Einer der beiden sagte: „Der klingt aber schon komisch.“

Was ich nur bestägigen kann.

Der Dr. lässt keine Gelegenheit aus, furchtbare Dinge über meinen Carrera zu sagen.
Weist täglich gefühlte 300 mal darauf hin, dass „Der Boxster der bessere Elfer“ ist.
Das kann ich natürlich nicht so stehen lassen und obwohl ich den Boxster eigentlich mag,
(auch wenn er für mich kein ernstzunehmender Sportwagen ist…)
schieße ich zurück, Ehrensache.

Des Dachdeckers Spruch war Wasser auf meine Mühlen.
Von einem Elfer würde das nie jemand sagen.
Der klingt einfach überzeugend souverän.

Porsche
Sieht nicht nur extrem sexy aus, klingt auch so.