Porschefahrer eben…

BoxsterfahrerInnen sind eine schlimme Plage.
Trifft man sie alleine, sind diese „Der Boxster ist der bessere Elfer“-Schwafeleien ja schon schwer genug zu ergtragen.
Richtig übel wird es, wenn sie sich gegenseitig auch noch in ihrem Wahn anstacheln.

Fassungslos musste ich heute mit anhören, wie meine Freundin und der Dr. mit ihren kläglichen Kleinporsches angaben: „Kommt besser um die Kurve als jeder Elfer…“.
Gähn.

Da lob ich mir die Carrera-Fahrer!
Wir haben ein Auto, das so astrein ist, dass sich jegliche Angeberei erübrigt.
Der Wagen ist statement genug, nicht nötig viele Worte zu machen.
Und wir haben ein Auge für Formen!

Schreibt Jim.
Mein Porschefreund, mit dem ich Badbilder ausgetauscht habe.
Und siehe da, nicht nur bei der Wahl des Porsches herrscht harmonische Übereinstimmung, auch Armatur, Waschbecken und Drückertaste sind bei Elferfahrer wie Elferfahrerin übereinstimmend.

Wir sind es, die wissen, welche Form gut ist 😉

Im Stau kann man gut…

… über Ärsche nachdenken.
Und damit meine ich jetzt nicht unangenehme Zeitgenossen.
Oder gut gebaute Zeitgenossen.
Ich meine das Heck von Zuffenhausener Sportwagen.

Vor mir stand heute ein Cay.
Sehr, sehr lange fuhren wir im Schneckentempo durch das Versagen von Verkehrsplanern und Politikern.
Und da habe ich es wieder einmal gemerkt.

Alles schön und gut, aber ich bin eine Elfer-Frau.
Kein anderes Modell kommt so sehr meinem Konzept von „Porsche“ entgegen.
Prächtiger ist kein Hinterteil!

 

Was würdest Du aus einem brennenden Haus retten?

Ich beschäftige mich in den letzten Tagen immer wieder mit Minimalismus.
Das liegt daran, dass ich eine Menge besitze, und Besitz natürlich immer auch Last ist.
Man muss sich kümmern, um das, was man hat.

Die Anhänger der Minimalismusbewegung schlagen vor, dass man sich radikal von Dingen trennt.
Um den Krempel leichter loslassen zu können, soll man sich fragen, was man aus einem brennenden Haus retten würde.
Klare Antwort: den Hund und die Katze.

Aber darf man vielleicht noch einmal rein, um den Rest zu holen?
Also nicht alles natürlich.
Aber ich müsste sicher so vier bis achtmal wieder ins brennende Haus, um die Dinge retten zu können, die mir fehlen würden.
Wahrscheinlich öfter.
Sehr viel öfter.

Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, in welchen Stress ich geraten würde, wenn ich neben dem ins-Haus-und-wieder-raus-Rennen auch noch in die Garage hasten müsste, um den Porsche aus der Gefahrenzone zu fahren…
Schon der Gedanke stresst mich mehr, als mein Besitz.

Ich hätte zwar gerne wenig(er), worüber ich mir Sorgen machen muss, aber wer liebt, hat in dem was er liebt eben auch einen Schatz, der das Leben schöner macht.
Mir ist schon klar, dass es auch ohne die ganzen Sachen ginge.
Vielleicht wär das Leben cool und leicht, in einer leeren Einzimmerwohnung mit Katz, Hund und Porsche in der Garage.

Wer Haustiere und Sportwagen liebt, hat aber immer genügend Anlass zur Sorge.
Geht es den Tieren gut?
Was klappert da so komisch?
Aber ohne Tiere und Elfer kann mir der Minimalismus ohnehin gestohlen bleiben.
Ich fürchte, bin ungeeinget für diese Philosophie.

 

Der Elfer steht

Der Elfer steht.
Und steht.
Und steht.
Es ist fast drei Wochen her, dass ich ihn das letzte Mal fuhr.

Und das, obwohl das Wetter das Fahren ohne Winterreifen ermöglichen würde.
Ich komme einfach nicht dazu, ihn zu fahren.
Auf den meisten Touren müssen Mann und Hund mit, also landen wir zwangsläufig im Mercedes.

Oder ich bin einfach zu erschöpft.
Draußen rattert ein Bautrupp, der meine Auffahrt erneuert.
Es dröhnt und rumpelt.
Ich versuche, drinnen zu arbeiten.

Im Haus liegt noch immer alles unter Baustaub.
Dafür ist es schön ruhig.
Die Bad-Baustelle liegt still, leider hatte der Installateur Fliesen bestellt, die nicht passen.
Sein Mitarbeiter holt jetzt neue, seit vier Stunden.
Grund, nach Aussage seines Büros: es hat wohl leider einen ganz schlimmen Stau gegeben…

Da hat Frau einen geilen Carrera in der Garage, die Sonne scheint und sie fährt nicht.
Ich hatte mir das Leben als Porschefahrerin anders vorgestellt.
Aber wie sagt man so schön,
„Life is what happens, while you´re busy making other plans“…

Ich wünsch mir was!

Heute habe ich Geburtstag.
Da darf man sich was wünschen.
Ich wünsche mir, dass mir nie der Sprit fehlen wird, um in mein Auto zu steigen und abzuhauen.

Das mache ich immer, wenn ich den ganzen Scheiß nicht mehr aushalte.
Heute Morgen war es dann auch wieder so weit, ich wollte nur noch weg.
Also Hund ins Auto und los.
Geburtstag
Fähre statt Brücke, viel schöner.

Und wenn man sich zum Wasser dreht, sieht auch keiner, dass man fast heult.
Das  beste Geschenk habe ich mir selbst gemacht: eine Zehnerkarte für diese Fähre.

Ich überlge, ob ich den Beifahrersitz im Elfer ausbauen lasse.

Dann ist Platz für die Transportbox vom Mops.
Da der fast immer dabei ist, steht der Porsche viel zu viel rum.
Sieht aber sicher furchtbar aus.
Auf der anderen Seite, was hat Frau von einem stehenden Carrera?

Oder sollte ich einfach den Sitz opfern?
Und den Hund zum Teil der Geschichte dieses Porsches machen?
Aber dann riecht er bald nicht mehr nach Porsche, sondern nach „Mops-Muff“, wie neulich eine Boxsterfahrerin sagte.

An dieser Stelle den Porschefreundinnen vielen Dank für Ihre Gratulationen!

Ich fühl mich heut so midlife-crisis

Zwischen zwei Dienstreisen habe ich am Freitag erfahren, dass der Rohrbruch in meinem Haus so groß ist, dass Reparaturen keinen Sinn mehr ergeben.
Sogleich wurde meine Dusche ausgebaut und das WC im Bad stillgelegt.
Ich kriege nun ein neues Bad, in ca. vier Wochen.

Die Nervereien hören irgendwie nicht auf.
Arbeit, Hausstress, Beziehung auch nicht so der Knüller.
Das kann doch nicht alles sein!?

Zeit-online schreibt, dass man statistisch mit Mitte vierzig die Talsohle der Lebenszufriedenheit durchschreitet.
Ich bin also offenbar nicht alleine mit diesem blöden Gefühl.
Vermutlich sollte man froh sein, dass alles nicht noch viel schlimmer ist.
Klappt aber nicht.

Abwarten und Porschefahren.
Oder was macht Frau, damit es talsohlendurchschreitungstechnisch flotter geht?
Wie sehen die PS aus, die man für Durststrecken des Lebens braucht?
Ich nehm morgen früh auf jeden Fall den Elfer für die Dienstreise.

Nicht, weil ich glaube, dass man mit einem Sportwagen schneller aus der Krise kommt, man hat nur mehr Spaß auf der Fahrt durch die Lebensmitte-Tal-der-Alltagsschalheitsgefühle-Warterei-auf-gute-Zeiten.

Womit Sie rechnen müssen, wenn Ihre Frau einen Carrera in der Garage hat

Der Dr. sitzt mit seinem Laptop im Wohnzimmer als ich herein komme, und verkünde, ich hätte gerade ein ganz intensives Liebesgefühl verspührt.
Er macht einen Kussmund, weil er denkt, ich hätte ihn gemeint.
Meine Antwort „Oh Schatz, das tut mir jetzt leid, ich meinte den Porsche.“ kann nur ein Mann seines Formats so unerschüttert wegstecken.

Seit meiner Kindheit sammle ich im Herbst Kastanien.
Ich sammle Sie auf Asphaltflächen, wo die Autos sie nur plattfahren würden, und werfe sie an anderer Stelle auf hoffentlich fruchtbaren Boden, damit Bäume aus ihnen werden, oder die Rehe sich im langen Winter von Ihnen ernähren können.

So ein Karton mit Kastanien war noch von meiner letzten Dienstreise im Elfer.
Die Dinger haben recht viel Feuchtigkeit, deshalb wollte ich sie nicht länger auf dem Beifahrersitz stehen lassen.
Also ging ich rüber in die Garage.

Das Altweibersommer-Sonntagabend-Licht schien gedämpft durch das Fenster.
Seine perfekte Silhouette, außen der leicht benzinlastige Geruch, innen eher nach Leder.
Und da war es auf einmal.
Dieses intensive Liebesgefühl…

 

War ich gut Schatz?

Der Tag fing schon gut an.
Frühstück mit zwei Porschefahrern.
Ich finde es ungeheuer erleichternd, wenn man zwischendurch einfach immer mal wieder auf sein Lieblingsfetisch-Thema zu sprechen kommen kann.

So zwischen zwei Bissen PS-Angaben auszutauschen, ohne dass sich jemand am Tisch gelangweilt fühlt oder denkt, man sei komisch.
Und zwei der drei Personen am Tisch waren weiblichen Geschlechts…
Heute Abend ergab sich dann die Gelegenheit, meine schwarze Schönheit mal auf eine kleine Spaziertour auszuführen.

Es war großartig.
So fühlt man sich eigentlich nur nach gutem Sex.
Zutiefst zufrieden und von sanftem Glück durchrieselt.

Stoppok nölte „Annabell“ aus den Boxen, Ich bin ohne Ziel durch die Gegend gegoldelt.
Ein junger Vater, einen Zwillingskinderwagen schiebend, bekam einen  verdrießlichen Blick, als ich an ihm vorbei fuhr.
Ich ging in Gedanken durch, dass er die Pänz doch hinten unterkrigen würde.

Junge, dachte ich, wenn ich alleine im Altersheim hocke, und mir alte Fotos von meinem geilen Elfer angucke, spielst Du mit Deinen Enkeln.
Is doch auch nich schlecht.

Obwohl, heute hätte ich nicht glücklicher sein können.
Auf dem Weg von der Garage ins Haus roch ich den Sommerregen auf dem Asphalt, ein wundervoller Geruch.
Satt und zufrieden warf ich einen letzten Blick rüber Richtung knisterndem Porschesexgott.

Ja Baby, Du warst phantastisch.

Die Sau ist lauter als ich!

Irgendwo in meiner Nähe muss es ein Ferrari-Nest geben.
Wann immer ich einen Reifen auf die A46 setze, begegne ich einem davon.
Die Tage hatte ich die kontrastierend gelb gestrichenen Bremsen an einem der nie unauffälligen Wagen mit Wohlgefallen im Vorüberfahren betrachtet.

Gestern dann fuhr ich eine ganze Zeit hinter einem von der Seite recht auffälligen Coupé.
(Frag jetzt bloß keiner, was für eins, ich habe von Ferraris nicht die allergeringste Ahnung).
Der große Gleichmacher Stau ließ uns im Schritttempo hintereinander durch den Tunnel kriechen.

Der bebrillte, nicht wirklich cool aussehende Vati am Steuer schien dennoch tüchtig Spaß an seinem Geschoss zu haben.
Er spielte mit dem Gas.
Während ich den Elfer unaufgeregt leise im Schneckentempo hinter ihm her bewegte.

Der Sound von der Karre war unglaublich!
So laut kann der schwarze Prinz selbst nicht, wenn ich will.
Wahrscheinlich hatte der auch viel mehr PS als ich.
Ich sollte mir mal einen für ein Wochenende leihen.

Die fahren sich sicher gut und meinen blöden Nachbarn würde das den Rest geben 🙂

Porsche Interior Tuning – ein Lehrvideo wie es nicht klappt…

Seid Ihr bereit für Minuten voller actionreicher Porsche-Paranoia, geplatzter Träume und einem Elfer in Gefahr?
Der Dr. und ich haben gestern versucht herauszufinden, wie man die Rückbank des Elfers zu einem mopssicheren Platz zu macht.

Um es gleich vorweg zu nehmen, vergesst es…
Hier geht es zum Video.