Die Sau ist lauter als ich!

Irgendwo in meiner Nähe muss es ein Ferrari-Nest geben.
Wann immer ich einen Reifen auf die A46 setze, begegne ich einem davon.
Die Tage hatte ich die kontrastierend gelb gestrichenen Bremsen an einem der nie unauffälligen Wagen mit Wohlgefallen im Vorüberfahren betrachtet.

Gestern dann fuhr ich eine ganze Zeit hinter einem von der Seite recht auffälligen Coupé.
(Frag jetzt bloß keiner, was für eins, ich habe von Ferraris nicht die allergeringste Ahnung).
Der große Gleichmacher Stau ließ uns im Schritttempo hintereinander durch den Tunnel kriechen.

Der bebrillte, nicht wirklich cool aussehende Vati am Steuer schien dennoch tüchtig Spaß an seinem Geschoss zu haben.
Er spielte mit dem Gas.
Während ich den Elfer unaufgeregt leise im Schneckentempo hinter ihm her bewegte.

Der Sound von der Karre war unglaublich!
So laut kann der schwarze Prinz selbst nicht, wenn ich will.
Wahrscheinlich hatte der auch viel mehr PS als ich.
Ich sollte mir mal einen für ein Wochenende leihen.

Die fahren sich sicher gut und meinen blöden Nachbarn würde das den Rest geben 🙂

Fremde Federn

Ich habe mich heute mit fremden Federn geschmückt.
Genauer gesagt, mit dem Überholprestige eines Panamera.
Neeeeein! Ich war natürlich nicht mit dem 11er unterwegs!!

Mein Kombi ist ein Wölflein im Schafspelz. Er hat zwar etwas über 200 PS, aber für einen C-Klasse-Kombi macht eben niemand Platz.
Ganz im Gegenteil. Ich fuhr auf der A1 Richtung Süden und quälte mich hinter holländischen Wohnmobilen, die mit gefühlt 15 kmh am Berg Lkws überholten.

Es war trotz Klimaanlage heiß und ich war in den letzten Tagen zu viel auf den Autobahnen  unterwegs.
Ich wollte ankommen. In der Kühle, am See.

Von hinten kam, gut wahrnehmbar mit Porschewappen, ein Panamera aus dem hohen Norden angezischt.
Super, dachte ich, dranhängen und durch.
Und genau das hat geklappt.

Nicht auf Dauer, dafür hat mein Motor dann doch nicht genügend Power, aber zumindest für die letzen Berge auf meiner Strecke.
Eigendlich mag ich diesen Porsche nicht, aber heute war ich ihm ausgesprochen dankbar.

Mein eigener fehlt mir sehr. Leider hatte ich so viel Plunder mitzuschleppen, dass er in der Garage bleiben musste.
Morgen und übermorgen bekomme ich aber zwei Porsches zu Besuch, die mir die Zeit bis zum Wiedersehen verkürzen werden.

Oder auch mein Herz noch schwerer werden lassen, wer weiß…
Wenn ich an ihn denke, habe ich so ein Ziehen in der Brust,
Diagnose: Sehnsucht.