Nürburgring verkauft – das Toast-Orakel

Jetzt steht es fest, der Nürburgring geht nicht an Ecclestone.
Auch nicht an die Lügenbolde vom  ADAC, oder an eine Investorengruppe.
Er gehört jetzt einem Herrn mit einem Namen wie ein Pornostar,
Robertino Wild.

Ich glaube, da ist der Ring in guten Händen.
Nach allem, was man liest, ist nun jemand am Ruder, dem der Sinn nicht nach Nüro-Disney steht, sondern der den Motorsport im Focus hat.
Das kann nur gut sein, und von seinem Firmensitz in Meuspath hat er es nun wirklich nicht mehr weit zur hauseigenen Teststrecke.

Es hätte weitaus schlimmer kommen können.
Und genau in den Minuten, in denen die motorsportinteressierte Welt gespannt auf den Ring blickte, sprach mein Toast-Orakel.
Seit Tagen versuche ich, mit meinem neuen Nürburgring-Toaster den Ring erfolgreich ins Brot zu brennen.

Immer bin ich kläglich gescheitert.
Heute hat es erstmalig geklappt.
DSCF1992
Sicher ein gutes Omen.
Save the ring, Capricorn!

Gute Fahrt

Das Wetter war so gut, da rief die Eifel.
Schon früh am Morgen habe ich den Boxster mit Sonnenaufgang vor dem Haus fotografiert, während sein Besitzer noch völlig schlaftrunken war.

Bei warmen Sonnenschein haben wir stundenlang im Garten geackert.
Zur Belohnung gab es eine offene Ausfahrt.
Und wir waren nicht allein.
Im Ahrtal fuhr ein wunderschöner Oldtimer, den ich durch das offene Boxster-Dach während der Fahrt fotografieren konnte.
DSCF1978
Ist da ein A-Modell?
DSCF1982
Gut, dass ich immer die Kamera mitschleppe.
Auch wenn meine ohnehin schon überladene Riesenhandtasche durch zwei Kameras weder leichter noch schmaler wird…

Auf der A1 später haben wir ein G-Modell und einen 997, beide aus Essen getroffen.
Das G-Modell hatte einen ungewönlichen Seitenauspuff, der tüchtig lärmte und diesen Porno-Spoiler, der Carrera hatte dieselbe Innenfarbe, wie meiner, war aber, glaube ich grün (das Licht war schon nicht mehr gut…).

Unrühmliche Ausnahme: ein blöder Cayenne, der uns mit seinen hohen Scheinwerfern mehr blendete als die Märzensonne im Mittelgebirge.
Aber ansonsten: eine gute Fahrt!

Abends dann noch ein schöner Lacher auf der heimischen Couch:
Ein Bekannter schickt mir ein Foto mit einem Porsche, den ein „PuFF-nein danke-„Aufkleber ziert.
Das Design erinnert mich an irgendetwas, ich komm beim besten Willen nicht drauf, an was… 😉

Boney M

Das C-Klasse-Fasten gefällt mir sehr gut.
Morgen geht es nach Wesel, da habe ich eine schöne längere Fahrt mit dem Elfer.
Das Wetter wird sonnig, das wird eine Wucht.
Ich nehme die Kamera mit, vielleicht ergibt sich ja eine schöne Kulisse für Porschefotos.

Weil ich früh los muss, werde ich entsprechend früh ins Bett gehen.
Der Dr. und ich lassen den Feierabend auf der Couch ausklingen.
Mit Boney M., keine Ahnung wie wir darauf gekommen waren.
Die Hits meiner Jugend!

Immer noch gute Songs, aber die Texte und Choreographien sind aus heutiger Sicht ebenso fragwürdig wie die Kostüme.
Der Fake-Sänger hat sicher ADHS.
Das wallende Brusthaar in diesem rosa Satin-Anzug, würg.

Der Dr. sagt, Bahama Mama sei Cabrio-Musik.
Ich seh uns am Wochenende schon offen durch die sonnige Eifel cruisen,
„Brown girl in the ring. Tra la la la la“!
Großartig.

Fastenzeit

So, Karneval ist vorbei und überall verzichten die Menschen auf Dinge, von denen sie sonst auch öfter die Finger lassen sollten.
Kann sicher nicht schaden.
Sünden flattern einem ja früher oder später mit der Karma-Post wieder vor die Füße.
Ich habe morgen wegen meiner Sünden einen extrem peinlichen Weg vor mir.
Ich muss zur Steuerberaterin.

Das wäre an sich jetzt nicht übermäßig peinlich.
Wäre nicht in meine Buchhaltung vom letzten Monat ein Beleg gerutscht, bei dem es sich um einen SEHR privaten Einkauf gehandelt hat…
Ich habe den Beleg kommentarlos wieder zurück bekommen.
Oh Gott, die sind bestimmt auch noch katholisch da.

Und morgen muss ich wieder hin.
Schluck.

Fasten werde ich auch.
Nicht wegen meiner Sünden allerdings.
Ich mache jetzt Alltagsauto-Fasten.
Die C-Klasse muss zur Inspektion und ich bin daher leider gezwungen, ausschließlich Porsche zu fahren.

Ich hoffe, dieser harte Verzicht wird den lieben Gott besänftigen. 😉

Gift und Galle

Ich hatte mein Mobiltelefon bei der Arbeit liegen lassen.
Außerdem war das Wetter schön, also sind der Dr. und ich nach Feierabend noch einmal los.
Nachdem wir essen waren, ging es noch zu einem Spaziergang am Rhein.

Es hätte alles schwer romantisch werden können.
Der Fluss schimmerte im lezten Licht des Tages, die Luft war sauber und mild, wir gingen Hand in Hand…
IMAG0196

Wenn, ja wenn wir nicht an dieser bestimmten Stelle spaziert wären.
Normalerweise fahren wir hier immer mit dem Auto über die Brücke.
Dort, wo uns die fiese Blitzsäule aus dem Weihnachtsvideo neuerdings zu Tempo 80 nötigt.

Die Anwohner der Häuser,  an denen wir an diesem Abend vorbei flanierten,  hatten über Jahre für diese Lärmschutzmaßnahme gekämpft.
Der Dr war für Romantik nicht  mehr zu haben, da halfen weder Rhein noch Blondine an der Hand.

„Ä*sche“, „W*chsbären“, „zum K*tzen!“, er spuckte Gift und Galle wegen der Geschwindigkeitsbeschränkungen.
Auch mein mehrfaches beschwichtigendes „Schatz!“ konnten ihn nicht stoppen.
Inzwischen sitzt er friedlich wieder daheim im DTM-Tshirt auf der Couch und ist  entspannt.

Von Bürgerinitiativen mit dem Ziel der Verkehrsberuhigung sollte man meinen Lieblings-Porschefahrer aber besser fern halten.
Dann klappt es auch  mit der Romantik…

Mein Karnevalsprinz

Wir sitzen wieder zusammen im Porsche, der Dr. und ich.
Wir haben uns einfach zu sehr vermisst.

Als wir damals im Sommer frisch zusammen waren,
habe ich ihn auf dem Rückweg von unseren Boxstertouren oft gebeten, noch einen Umweg zu fahren, weil es so schön war, dass ich noch nicht nach hause wollte.

Das habe ich gestern Abend wieder getan und er ist bereitwillig noch eine Schleife gefahren.
Wir waren essen, und auf dem Rückweg lief im Radio eine Büttenrede, die mich sehr amüsiert hat.
Obwohl der Dr. kein Freund des Karnevals ist, hat er es über sich ergehen lassen.

Wenn das kein Liebesbeweis ist…

Regenbogen

Vorhin habe ich zum letzten Mal mein Elternhaus betreten.
Das Haus ist verkauft und heute war Schlüsselübergabe.
Wer diesen Weg schon selbst gegangen ist, wird wissen, dass die Fahrt zu einem solchen Termin keine unbeschwerte ist.

Man ist vermutlich leicht sentimental und traurig.
Und wenn man dann alleine im Auto sitzt, überkommt es einen so richtig.
In den letzten Jahren habe ich für meinen Geschmack zu oft im Auto gesessen und mich mies gefühlt.
Vielleicht fahre ich auch einfach zu viel…

Es war sicher Zufall, was heute passiert ist.
Ich bin keine Esoterik-Tante, die Dinge überbewertet,
aber die Natur hat sich mit dem Begleitprogramm auf diesem allerletzten Heimweg doch gehörig Mühe gegeben.
20140301_173420
Ein ganz intensiver Regenbogen.
Daneben ein zweiter, etwas schwächerer und ich bin mittendurch gefahren.
20140301_173518
Im Vorgarten meiner Kindheit blühte dann, durch den milden Winter, ein Busch, zur völligen Unzeit, wunderschön.
Der Käufer will den Vorgarten unter Steinplatten legen.
Zeit, sich schleunigst wieder ins Auto zu verdrücken.

Zum Glück feiert einer meiner Freunde Geburtstag und meine Fahrt geht weiter.
Fahren kann auch sich Entfernen bedeuten,
hinter sich lassen,
in diesem Zwischenraum sein, zwischen nicht mehr dort und noch nicht angekommen.

Rheinbahn statt Porsche – Weiberfastnacht

Ein ganz normaler Tag in Düsseldorf…
DSCF1895
wer kein Designer-Kind hat, hat einen Darth.
DSCF1936
Oder einen kleinen Froschkönig. Die Jugend hier wird früh zur schicken Kleidung ermuntert.
DSCF1928
So sehen hier alle Zapfsäulen aus.
DSCF1929
Eine super Sambatruppe macht Stimmung.
DSCF1934
Alles voller Banditen.
DSCF1946
Aber es wird bereits ermittelt.
DSCF1950
Typische Schickimicki-Snobs.
DSCF1959
Hier ist man naturverbunden und…
DSCF1964
tierlieb.Tiger willkommen.
DSCF1967
Und so sehen die Herren, äh, Damen aus, die an der U-Bahn bauen.
Da ist doch klar, dass solche Flops wie in Köln in der Landeshauptstadt nicht passieren werden.
Die inkarnierte Expertise!

Ich habe heute am sehr frühen Morgen eine kleine Porschetour gemacht,
danach bin ich dann auf die Rheinbahn umgestiegen.
Mit Hut und high heels lässt Frau sich besser fahren 🙂

Carpe Nachmittag!

Den ganzen Vormittag war ich niedergeschlagen.
Porschefreund Jim ermahnt mich, nicht rumzujammern wegen des  „Mannes mit dem alten Auto“, wie er einen gewissen Herren nennt.
Leichter gesagt, als getan.

Irgendwann raffe ich mich auf und fahre zum Porschezentrum, um den reparierten Schlüssel abzuholen.
Und die Porschemagie arbeitet für mich.
Nach weniger als einem Kilometer fühle ich mich etwas besser.

Als die Schlüsselsache erledigt ist, bin ich so happy, dass ich den Carrera noch nicht in die Garage fahren will.
Der Schreibtisch erlaubt eine Ausfahrt und aus psychologischer Sicht ist sie absolut lebensrettend für Fräulein Traurig.

Mein Öl ist warm und auf den Landstraßen absolviere ich überflüssige Sprints.
Nur weil es sich so gut anfühlt…

DSCF1825
Immer den Rhein entlang.
DSCF1844
Bis ganz nah ans Wasser.
DSCF1860
Pole position auf der Fähre mit Blick auf die Ruderer.

Hilft ein Porsche bei Herzenskummer?
Ein bisschen schon.
Wenn alles noch so frisch ist, sind schon zwei Stunden, in denen man etwas anderes fühlt als dieses Scheißgefühl, gut.

Glückliche Golf Zeit

Heute Abend habe ich mich mit meinem Freund Sascha nach der Arbeit verabredet.
Wir kennen uns seit den 90ern, da haben wir in derselben Disko gearbeitet.
Neben meinem Grundschulfreund Erik ist er mein langjährigster Freund.

Sascha fährt keinen Porsche, Sascha fährt Golf und ist seit drei Jahren verheiratet.
Und Momentan läuft alles gut bei ihm.
Das war bei mir ähnlich, als ich in dieser Phase war.
Golffahrend glücklich in junger Beziehung.

Aber die Zeiten ändern sich.
Und mit ihnen oft Partner und Autos.
Auch ich habe mich offenbar verändert.
Sascha sagt, er erkenne mich gar nicht wieder, ich sei immer so eine straighte Frau gewesen. Früher.

Früher?
Na super, jetzt hab ich den Traumwagen in der Garage, aber die Power sitzt nur noch bei der Karre unter der Haube.
Hinterm Steuer eine Anne, die mal straight war.
Raum für Verbesserung würde ich sagen…