Rapid recognition – Der eine Augenblick

I guess every Porsche driver knows these special moments.
You are in your car, another Porsche (not one of the other ugly models, not some strange SUV, no a beautiful 911…!) turns up next to you at the traffic lights or on the motorway.
The magic spark flies, instant recognition.
Instant interest, instand approval, instand affinity.

Sometimes you spend some time together, bathing in the beauty and velocity of the Porsches, sometimes you are lured into a race.
But never ever would you ignore the sight of another Porsche… 🙂

Ich glaube, jeder Porschefahrer kennt diese ganz besonderen Momente.
Man sitzt in seinem Auto, ein anderer Porsche (nicht eins der anderen, häßlicheren Modelle, kein komischer SUV, nein, ein wunderschöner 911…!) taucht auf.
An derselben Ampel oder auf neben einem auf der Autobahn.

Der magische Funkte fliegt sofort.
Ein Augenblick reicht für sofortiges Interesse, sofortige Übereinkunft, sofortige Affinität.

Manchmal fährt man noch eine Weile zusammen, badet in der Schönheit und der Traktion der Porsches.
Manchmal lässt man sich zu einem Rennen hinreißen.
Aber niemals würde einen der Anblick eines anderen Porsches kalt lassen…

Vielen Dank für Ihr Verständnis

In den letzten Tagen war ich beruflich viel auf der Autobahn unterwegs.
Zuviel.
Und immer im Stau.
Ich wohne an einer der schlimmsten Stellen Deutschlands, was Verkehrsdichte und Staus angeht.

Rot-weiße Baken trennen über Kilometer eine Fahrspur von der Benutzung ab.
Niemand arbeitet dort, die Spur fehlt schmerzlich im Berufsverkehr.

Oder der lustige Erdrutsch unter der A1 bei Köln.
Ich hatte schon mehrfach die völlig dilettantisch wirkenden Holzstützwände fassungslos betrachtet.
Und genau dort passiert ein Erdrutsch, nachdem die Bahn nur noch einspurig zu befahren ist. Komisch…

Oder die Fleher Brücke über den Rhein bei Düsseldorf.
Jeden Morgen und oft auch abends Stau. Schlimmer Stau.
Und statt die Arbeiten zügig voran zu treiben, sieht man auf der ganzen Brücke drei Personen arbeiten:
eine streicht mit einem absurd kleinen Pinsel die ganze lange Brücke, einer sitzt, auf seinem Mobiltelefon herumdrückend, auf einer Baumaschine. Der dritte Kollege stützt sich auf eine Schaufel und blickt ins Leere.

Dafür stehen hunterte von Menschen früher auf.
Verbringen Lebenszeit im Stau und verjubeln volkswirtschaftliche Möglichkeiten.
Am Ende dieser sorgsam konservierten Nadelöhre dann jedes Mal das Schild mit:
„Vielen Dank für Ihr Verständnis“ bzw. „Wir danken für Ihr Verständnis“.

Das kommt mir vor, wie reiner Hohn.
Ich habe dem Dr. mal erzählt, dass solche Baustellen Gewaltphantasien in meiner gemarterten Seele aufkommen lassen.
Ich möchte diese gestreiften Baken aus dem Weg treten und mich in eine der Walzen schwingen und Schilder über den Haufen walzen.

Der Dr. hat mir abgeraten,
er meint, dass diese Barken sehr teuer seien.
Ich habe mich von der Idee noch nicht völlig verabschiedet.
Mir fehlt da leider völlig das Verständnis…

Herbstgedanken

Ich plane, den Porsche auch im Winter zu fahren.
Wie das Wetter tatsächlich wird, ist Spekulation.
Bei Schnee werde ich das gute Stück sicher nicht aus der Garage holen, dazu gibt es hier einfach zu viele Dinge, in die man hineinrutschen könnte und meine Straße wird grundsätzlich nicht geräumt.

Aber was ist mit dem Salz auf den Straßen?
Im Porschezentrum sagte ein Mitarbeiter: „Ein Porsche ist ein Auto, wie jedes andere auch.“
Also: ab ins Salz?

Aber er ist doch deutlich teurer als die meisten anderen Autos.
Wieviel Salz ist ok?
Ist er nach einem salzigen Winter versaut, wie ein Porschefreund meint?
Also doch abmelden?
Und einen ganzen langen Winter ohne??

Kann bitte mal jemand etwas Kluges dazu sagen?

To seize the occasion – Keine Gelegenheiten verschwenden

The days have become considerably shorter.
One can really feel autumn approaching.
It is colder and we have had quite a lot of rain in the last days.
This afternoon the sun came out as a nice surprise after a rather rainy Monday morning.

While waiting for the Dr. to return from his labour-camp like job at the hospital,
I took the books, I had to work at, into the garden.

The cat lay on the sunny lawn and a frog looked out of the pond´s water when I sat in the sun.
The sky was bright blue and I decided to ask the Dr, if he would like to take a Porsche trip to the pumpkin farmer.

He agreed, and we bought a colourful array of squashes.
We hat the boxster´s top down and it was a beautiful ride through the country side.
Now he is outside, taking some boxter avec pumpkin pictures.
I think we made the most of the nice weather. 🙂

IMG_5145

Die Tage sind merklich kürzer geworden.
Es ist kälter und hat viel geregnet.
Man kann fühlen, wie der Herbst näher kommt.
Heute Nachmittag war es dann überraschend sonnig.

Während ich darauf wartete, dass der Dr. von seinem Knochenjob im Krankenhaus nach hause kam, setzte ich mich mit den Büchern, an denen ich arbeiten wollte, in den Garten in die Sonne.

Der Kater lag auf der Wiese und sonnte sich und aus dem Teich steckte ein Frosch seinen Kopf ins Licht und schien mit uns das Wetter zu genießen.
Der Himmel war satt blau und ich beschloss, den Dr. zu fragen, ob er Lust auf eine Tour zum Kürbisbauern hat.

Er hatte Lust und wir kauften eine bunte Mischung wunderbarer Kürbisse.
Wir nahmen den Boxster und konnten offen durch die schöne ländliche Gegend fahren.
Jetzt ist er draußen vor dem Haus und macht  Boxster-mit-Kürbis-Fotos.
Ich glaube wir haben das Optimum rausgeholt aus dem sonnigen Montagnachmittag. 🙂

Rallye-Romanze – Romantic Rallye

Nach dreieinhalb Monaten hatten der Dr. und ich unseren ersten Fernsehabend.
Ich finde, das wirft ein beruhigendes Bild auf unseren TV-Konsum.
Die Temperaturen sind eindeutig herbstlich und nach einem arbeitsreichen Sonntag
liegen wir mit vollem Bauch unter einer warmen Decke vor der Glotze.

Und wie es sich für einen anständigen Porschefahrerhaushalt gehört,
guckt das junge Glück natürlich Motorsport.
Rallye in Australien.
Eindrucksvoll actionreich.
Tolle Aufnahmen aus den Fahrzeugen!

Als ich leicht kopfschüttelnd darauf hinweise, dass unsere Programmwahl mal wieder typisch ist, meint der Dr. „Passt doch gut.“
Da hat er recht.
Schließlich haben wir uns durch die Porsches kennen gelernt.
Da kommt für den ersten Fernsehabend natürlich kaum etwas anderes als Programmwahl in Frage 😉

Three and a half months into our relationship the Dr. and I had our first night in front of the TV.
We seem to spend reassuringly little time watching television.
After a busy Sunday and dinner we collapsed on the couch under a cosy  blanket in front of the telly.

As should be the case in any decent Porsche driver´s home the young couple watched motorsports.
Lots of action at the rallye in Australia.
Great on-board pictures.

When I commented on our choice of entertainment,
the Dr. answered that it was appropriate for us.
And right he was, we met through our Porsches.
So nothing but motorsport could do for our first night in front of the telly 😉

Black Friday – ein schwarzer Freitag

When it rains, it pours.
Yesterday some bad news paired up, got in a very fast car (no Porsche, bad news do not travel in beautiful cars!), and decided to hit me in rapid succession.

Whilst busily working for my customers,
things went from bad to worse.
It took all my willpower to get the job done and not get a nervous breakdown right in front of the people who travelled a long way to work with me.

On the way home, still in the car, the next desaster struck.
More bad news over the phone.
It is always like that for me.
Somehow I seem to always get a perfect storm.

It is really no surprise I had to buy the Porsche.
If life sucks, it sucks big time.
And a woman needs something to light up her life, when the shit hits the fan.

Ein Unglück kommt selten allein.
Gestern haben sich einige schlechte Nachrichten verabredet, sind in ein schnelles Auto gestiegen und in mein Leben geplatzt.
(Nein, schlechte Nachrichten kommen nicht im Porsche…).

Während ich für meine Kunden aktiv war, die eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um mit mir zu arbeiten,
hat es mich meine gesamte Willenskraft gekostet, nicht die Schwelle zu Nervenzusammenbruch zu überschreiten.

Auf der Heimfahrt dann die nächste Scheißnachricht am Telefon.
Das ist bei mir immer so,
der ganze Mist kommt auf einmal.

Kein Wunder, dass ich den Porsche kaufen musste.
Wenn das Leben hakt, dann richtig.
Und eine Frau braucht einfach Ihren schwarzen Prinzen, zur Stärkung der Nervenkraft.

Kein Wochenende in Sicht…

Während ich frühstücke, fällt mein Blick aus dem Fenster in die regenerische Eifel.
Wenn ich nicht heize (und noch weigere ich mich! Im Frühjahr mussten die Heizungen noch so lange anbleiben.) hat meine Küche frische 15 Grad.
Draußen liegt in den Tälern Nebel.

Zwischendurch scheint immer wieder die Sonne und dann wird die Landschaft mit einem Schlag so schön, dass ich ein Foto machen, und dem Dr. nach hause schicken muss.
Es tut gut, nach der Arbeit noch in den Wald zu gehen.
Und es tut gut, von so viel Schönheit umgeben zu sein.

Aber der schwarze Prinz durfte dieses Mal nicht mit und er fehlt mir.
Der Dr., der im Sommer so viel hier war, fehlt mir auch.
Ich darf mich noch nicht einmal mit wilder Raserei über die kurvigen Eifelstraßen trösten,
am Dienstag haben sie mich geblitzt.
Und Wiederholungstaten werden da wohl nicht so gern gesehen.

Ich tröste mich und Euch, die ich womöglich mit diesem Donnerstag-Morgen-Blues-Post herunter gezogen habe mit einem Bild…
Bild

Blick aus der schwarzen Schönheit auf den heimischen Rhein 🙂

CDU bringt Porschefahrerin in Gefahr

Am Dienstagabend fahre ich Richtung Eifel.
Die nächsten Tage werde ich dort arbeiten.
Noch bin ich in der Ebene, da geschieht es.

„LALALALA“ schallt es schlecht gemacht falsch gesungen aus meinem Radio.
Dann berät mich die CDU in ihrem Wahlwerbespot: „Setzen sie ihre Stimme richtig ein.“ und fordert mich auf, mit beiden Stimmen CDU zu wählen.
Oh mein Gott!!!
Wie dümmlich. Wie primitiv.

Welchen Schulabschluss haben eigentlich diese Hirnamputierten in den Werbeagenturen?
Nehmen die alle Drogen?
Und wieso ist die CDU so bescheuert, für einen solchen Stuss Geld auszugeben, ihn im Radio zu senden und dann auch noch zu hoffen, das würde Stimmen bringen?!

In mir kämpfen zwei Impulse.
Einerseits würde ich gerne laut schreien und meinen Kopf gegen das Lenkrad schlagen.
Auf der anderen Seite möchte ich Vollgas geben und die nächste Grenze ins Ausland (in diesem Falle vermutlich Belgien…) ansteuern.

Ein Land, in dem die Parteien die Bürger für derartig bescheuert halten, ist nicht mehr mein Land.
Das mit den Dichtern und Denkern hat sich ja seit den Zeiten der Nazis ohnehin erledigt.
Aber das ist einfach zu viel für meine Nerven!

Seid um Gottes Willen vorsichtig, wenn Ihr beim Autofahren Radio hört.
Was einem da im Moment zugemutet wird, ist gesundheitsgefährdend.
Wer dabei noch ruhig und gelassen sein Fahrzeug steuern kann,
muss ziemlich hirnamtputiert sein, und auch das ist im Verkehr gefährlich…

Das Kind und der Porsche

Am Sonntag brauchte ich ein Ziel für meine abendliche „Wenn-ich-jetzt-keine-Porschetour-mache-krieg-ich-die-Krise“ – Tour.

Also fuhr ich bei einem Ex vorbei, dem ich neulich erzählt hatte, dass ich mir meinen Porschetraum erfüllt hätte.
Er selbst darf kein Auto fahren, obwohl er Autos liebt.
Er hat von Geburt an einen Augendefekt und seine Sehkraft reicht nicht aus.

Sein 10 jähriger Sohn wollte den Porsche natürlich auch sehen.
Begeistert fragte er, ob er sich mal reinsetzen dürfe.
Durfte er.
Verzückt saß er auf dem Fahrersitz und streichelte das Lederlenkrad.

Danach nahm auch sein Vater Platz und lobte den edlen Geruch des 11ers.
Mich drückten an dem Abend private Sorgen, aber als ich nach einer Viertelstunde bei den beiden meine Tour fortsetzte, war mir klar, dass ich in vielerlei Hinsicht unglaublich viel Glück habe.

Wut in Wuppertal – Wuppertal wrath

Der Dr. hat mich von der Arbeit abgeholt, wir wollten Burger essen.
Nach kurzer Parkplatzsuche fanden wir in der Geburtstadt Friedrich Engels einen Parkplatz unweit unseres Lieblings-Burgerladens.

Nach anderthalb Stunden wankten wir deutlich gesättigt dem Boxster entgegen.
Der immer ritterliche Dr. öffnete mir die Beifahrertür und da sahen wir es.
Ein ca. 40 Zentimeter langer Kratzer am hinteren Kotflügel und ein sicher 30 Zentimeter langes Exemplar auf der Beifahrertür.

Ich war fassungslos.
Der weise Dr. tröstete mich mit den Worten: „Ist nur Blech.“
Aber es ist so gemein, wenn man nach einem schönen Essen zurück zum Auto kommt, und es zerkratzt vorfindet.
(Eigentlich hätte ich ihn trösten müssen, es war schließlich sein Wagen…)

Wäre es mit meinem schwarzen Prinzen passiert, ich hätte einen
Nervenzusammenbruch bekommen.
In diesen Straße hatte ich ihn schon mehrfach geparkt.

Demnächst besser nur noch ins Parkhaus?
Quer?
Ganz weit von allen anderen weg?
Gar nicht mehr in die Stadt?

Möge der Teufel die Vandalen holen!

The Dr. and I wanted to go for burgers after work.
After a short while we found a parking spot for his Boxster.
We dined at our favorite burger place in the city of Friedrich Engels.

When we returned, well fed about 1.5 hours afterwards,
the ever chivalrous Dr. opened the passenger door for me.
This was, when we discovered the scratches.
The one on the wing was about 40cm and the one on the door about 30.

I was gobsmacked.
The Dr. wisely consoled me: „It´s only metal…“
It is so mean to find your car vandalized after a lovely dinner.
I should have been the one to comfort him, he was the one with the damaged Porsche after all…

Had this happened to my black prince, I would have had a fit.
I had parked it several times somewhere on the same road.

Should one  leave one´s cars in car parks only?
Obliquely parked far away from all the others?
Not take the Porsche for any trip to the city?

To hell with these vandals!