Leiden im Boxster

Nichtsahnend habe ich heute den Doktor zu einer Tour aufgefordert. Die Letzte war schon wieder fast eine Woche her.

In meiner Cabriounerfahrenheit dachte ich, dass es klasse sein müsste, bei der Hitze offen zu fahren. Endlich mal nicht frösteln.

Wie krass allerdings die Sonne in einem offenen Auto sticht, hatte ich mir nicht vorstellen können.
Schattige Strecken oder flotte Fahrt mögen ja noch ganz schön sein. Aber ein Stau, auf einer Brücke…röchel.

Dr. Unerschütterlich, dem weder Kälte, noch Hitze etwas auszumachen scheinen, saß frohgemut am Steuer.
Ich jammernd daneben.

Aus dem Radio dudelte Zweiraumwohnung „36 Grad“ und meine Wangen färbten sich passend zu meinem rosa T-shirt.

Die Sonnencreme auf meinen Armen klebte, eigentlich klebte alles.
Jede Ampel ein Alptraum.

Wie wunderbar kühl doch mein Elfer mich empfing, als ich gestern in der Garage einstieg!
Lederduft, und die Möglichkeit die gewünschte Wohlfühltemperatur zu wählen…
klar, man riecht nicht den Duft der gemähten Fahrbahnränder und es weht auch kein warmer Wind.
Dafür fühlt Frau sich aber auch nicht wie langsam zu Tode gegrillt.

Der Doktor sprach tröstend auf mich ein, ich litt.
Nachdem ich aus dem Höllenmobil ausgestiegen war, dauerte es sicher eine Viertelstunde, bevor sich meine Körpertemperatur wieder aufs nordische Normalmaß eingependelt hatte.

Once again, no Boxster-Girl… ich bin nicht hart genug.

Heiße Nacht

Montagabend und es ist unglaublich warm. Die Wettervorhersage kündigt eine tropische Nacht an.
Dr. Boxster war vorhin hier und hat mir ein superschönes Porschefoto geschenkt. Dann ist er zum Nachtdienst gerauscht und eigentlich hätte ich noch jede Menge Dinge zu erledigen.

Stattdessen fahren der Porsche und ich zum Rhein.

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Eine Fotostrecke voller Gefahren…

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Während ich ihn vor lauter Liebe wieder tausendmal fotografieren muss, höre ich auf einmal das Klicken eines anderen Auslösers.
Ich drehe mich zu dem Geräusch herum und sehe einen jungen Mann, der mit seinem Fahrrad zum Rhein gekommen ist.
Er hat mich beim Fotografieren des Porsches mit seinem Handy geknipst und grinst entschuldigend.

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Auf dem Rückweg bekomme ich plötzlich Lust, noch etwas schnell zu fahren.
An der Ampel muss ich warten, damit ich wieder Richtung Autobahn drehen kann.
Bester Stimmung lasse ich meinen Kopf zum Takt der Musik wippen.
Mein Blick fällt nach rechts.
Aus dem Auto neben mir werde ich beobachtet.

Zwei junge Männer sehen breit grinsend zu der Frau rüber, die offenbar gerade so richtig Spaß in ihrem Elfer hat.

Ich muss über mich selbst lachen und schicke den beiden ein Lächeln.

Dann jage ich den Porsche ein Stück über die Autobahn, großartig, wenn einem fast der Atem wegbleibt bei der Beschleunigung!

Danach über die Landstraße retour und den Sonnenuntergang genießen.

Als ich aus einem Kreisverkehr beschleunige, bricht tatsächlich mein Heck etwas aus, aber mit einem sanftem Schlenker ist das wieder abgefangen.

Leider ist der Tank wieder einmal viel zu schnell leer und ich stelle die knisternde Schönheit in die Garage.

Wow. Was für ein perfekter Abend.

Eine andere Art des Begehrens

Manchmal gehe ich meinem Porsche fremd.

Natürlich nur in Gedanken. Es gibt da nämlich noch einen, der mir den Atem raubt, wenn ich vor ihm stehe.
Und ich habe schon oft und lange vor ihm gestanden.

Er ist perfekt gebaut. Pure, kraftvolle Schönheit und unglaublich sexy.
Keinen Mann habe ich jemals so begehrt.

Er ist schnell und er klingt satt.

Leider wohnt er nicht bei mir. Er wird es auch nie tun, ich spiele einfach nicht in seiner Liga.

Manchmal stellt sich der Verkäufer neben mich und wir reden darüber, wie reich man sein muss, um ihn zu besitzen. Denn selbst gebraucht ist er noch so teuer, wie die Hälfte meines Hauses…

Während ich auf der Suche nach einem Dienstkombi war, bin ich oft bei ihm vorbei gegangen. Er steht eine Etage höher als das unsexy Durschschnittsblech.
Und ich weiß auch, wo in meiner Stadt immer einer parkt. Ein schwarzer…

Beim Porsche war es eher das Herz. Von Anfang an wusste ich, dass ist mein Auto.
Dieser hier spricht einen ganz anderen Instinkt bei mir an. Vor ihm zu stehen macht mich gierig und verzweifelt zugleich.

Ich habe ein T-shirt, da ist einer drauf. Näher werde ich ihm vermutlich nie kommen. Vielleicht ist das auch gut so. Ihn gefahren zu haben und nicht zu besitzen wäre übel.

So übel wie die Zeit zwischen meinen Probefahrten und dem Porschekauf. Es gibt da irgendwie kein Zurück. Man kann zögern, aber eigentlich ist es klar, wer ihn gefahren hat, will ihn besitzen.
Um sich und der Welt zu beweisen, dass man keine Midlifecrisis geplagte irre Impulskäuferin ist, schleppt man sich noch eine Weile ohne durchs Leben, aber es ist einfach sinnlos.

Es ist schwül und warm heute Abend im Rheinland.
Ich glaub ich fahr noch ne Runde. An solchen Abenden muss eine Frau mit ihrem Porsche zum Rhein.

ADAC-Eifelrennen

Das Eifelrennen steht an und ich fahre zum Nürburgring.
Schon beim Öffnen der Autotür auf dem Parkplatz höre ich den süßen Lärm.

Im alten Fahrerlager bin ich mit Ute und Markus verabredet und wir schlendern über das Areal.
ADAC Eifelrennen 010
Immer wieder schön, die DTM-KlassikerADAC Eifelrennen 013
Ute und Markus haben jede Menge Ahnung und erweitern auf dem Weg zur Tribüne meinen winzigen Horizont.
Hier heißt es dann erst einmal Prost, auf einen schönen Renntag.
ADAC Eifelrennen 037
ADAC Eifelrennen 083
Abbelen´s new toy.
ADAC Eifelrennen 033Leider nicht my new toy…

ADAC Eifelrennen 136
Gut behütet, dabei hat es den ganzen Tag nicht geregnet.

ADAC Eifelrennen 137
Farblich abgestimmt. Oldtimerfreunde haben halt Geschmack…

ADAC Eifelrennen 139
Ein schicker Audi

ADAC Eifelrennen 148
Seufz

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Happy drivers. Sweet.

ADAC Eifelrennen 161
ADAC Eifelrennen 162

ADAC Eifelrennen 209
Für die folgenden Bilder bin ich fast den Höhenangst-Tod gestorben. Ich muss mich bei meinen moralischen Unterstützern bedanken, ohne die ich den Turm nie erklommen hätte…

ADAC Eifelrennen 245
ADAC Eifelrennen 252 Ute und Markus: die sind für Euch!

Und zum Abschluss noch Objekte meiner Begierde….

ADAC Eifelrennen 181
ADAC Eifelrennen 230
Leider gehören solche Fahrzeuge immer wohlhabenden alten Herren. Dabei brauche ich doch so dringend einen Flügeltürer… 😉

Böses Mädchen

Freitagabend.
Drei Tage Dienstreise liegen hinter mir.
Ich hatte geplant, den Koffer auszupacken, die Wäsche zu machen und mich auszuruhen.

Irgendwie sticht mich der Hafer und natürlich erklärt sich einer der Jungs bereit, die Klassenarbeiten an einem der nächsten Tage zuende zu korrigieren und sich stattdessen auf ein paar Drinks zu treffen.

Ruhe und Haushalt sind vergessen, ich setze den Porsche aus der Garage.
Die Sonne scheint und die Musik im Radio ist gut.
Ich bin bester Stimmung und fahre nur gelinde ungeduldig mein Öl warm, den Feierabend genießend.

Im Tunnel kommt von rechts ein weiterer Carrera S, dem nur das 4 fehlt.
Sekundenbruchteile und wir haben uns beide gesehen.
Er fängt sofort an, zu spielen.
Schießt hinter mich, zieht neben mich, wieder hinter mich. Viel zu nah.

Noch kann ich kein Gas geben, das Öl hätte die Temperatur, aber der dichte Verkehr aus der Stadt raus erlaubt keine Beschleunigung.
Hinter mir zappelt er weiter. Ein Mann, mit einem Jungen auf dem Beifahrersitz.

Jetzt ist auch noch ein Cayenne vor mir. Kurze Zeit fahren wir Kolonne, dann zieht der Cayenne nach rechts und lässt mich passieren.
Der Carrera immer noch schwänzelnd an meinem Heck.

Die Bahn ist fei und ich trete das Gas bis zum Anschlag durch, mein Porsche fliegt davon. Von den beiden ist nichts mehr zu sehen.
Doch, ganz hinten zieht der Vater rüber, Richtung A3.

Als mein Blick auf den Tacho fällt, erschrecke ich. Mit über 200 fahre ich auf der Autobahn, an einer Stelle, an der 120 erlaubt wären.

Wie konnte mir das denn passieren?
Ich brauche meinen Führerschein!
Beruflich auch!!

Ich nehme das Tempo deutlich zurück, erreiche meine Ausfahrt und verlasse die Autobahn.
Von der Gegenseite blinkt eine Lichthupe.
Mir gelingt es gerade noch, das Tempo vor dem mobilen Blitzer auf die geforderten 80 abzusenken.

Hätte der Blitzer nur wenige Kilometer weiter vorne gestanden, ich wäre erledigt gewesen.
Was war da im Tunnel nur geschehen?
Kaum war der andere da, war mir völlig klar, dass er hinter mir bleiben soll.

Sonst bin ich gar nicht so. Ich bin eine recht abgeklärte Fahrerin. Rennen sind mir eher fremd.
Eigentlich…

Offenbar war ich kurze Zeit nicht Herrin meiner Sinne. Der andere hat aber auch sofort angefangen. Das ging in dem Moment los, in dem wir uns im Tunnel entdeckt hatten.
Ein Blick, und das Spiel war in vollem Gange.

Was war das bloß?
Das darf sich auf keinen Fall wiederholen.
Ein böses Mädchen, ganz klar vom Teufel besessen…

Mein allererstes Fahrerlager

Vor einem Jahr war es, ich war damals nur einmal an der Einfahrt zur Nordschleife gewesen, aber noch nie am Ring.

Ich wusste, dass an dem Wochenende eine Oldtimerveranstaltung läuft. Gerne wollte ich hin, aber eigentlich nicht alleine.

Meine Vermieterin in der Eifel ermunterte mich, doch vorbei zu fahren.
„Mädchen, dafür brauchst Du keinen Mann.“

Es war der Freitagabend des Rennwochenendes und der Frühsommerregen hatte gerade nachgelassen. Die Luft war feucht und sauber.
Also stieg ich ins Auto und fuhr zum Ring. Am Dorint habe ich geparkt, und weil es schon spät war, konnte ich ohne Eintrittskarte einfach durchs alte Fahrerlager spazieren.

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Schon hier, wunderschöne Oldtimer. Weiter ging es ins neue Fahrerlager. Hier spielte eine Band und überall entdeckte ich tolle Autos.
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Völlig fasziniert lief ich über das Areal. Ich hatte nur die Handykamera dabei und machte eifrig Fotos.
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Die Atmosphäre hat mich sofort gefangen genommen. Von Ferne hörte man noch die Musik der Band, die Stimmung war gelöst und entspannt und wunderbare Fahrzeuge in Hülle und Fülle. Ich war hooked.

Am nächsten Tag merkte ich, dass meine kleine Digitalkamera zu langsam auslöst, für bewegte Objekte.
Ich schoß meine ersten Fotos von halbierten Autos, die aus dem Bild fuhren und ahnte noch nicht, dass mich dieses Thema noch lange beschäftigen würde.

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Hingerissen sah ich dem ersten Rennen meines Lebens zu.

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Wanderte durchs Fahrerlager, vorbei an den Boxen, zu den Markentreffen.
In einer Ecke ein Porsche neben dem anderen. Ich konnte es gar nicht fassen. Entenbürzel, Fuchsfelgen, 356er, Rallyporsches, alle Farben, alle Modelle.
Himmel und Hölle zugleich, denn keiner von ihnen gehörte mir.

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Seitdem hat sich viel verändert.
Unzähliche Tage am Ring liegen hinter mir. Ich besitze eine andere Kamera und Porsches zu sehen, tut nicht mehr weh.
Klar hätte ich gerne mehrere Modelle in meiner Sammlung, aber mein Herz ist jetzt satt mit Besitzerstolz und kann sich einfach nur an dem Familientreffen erfreuen.

Work-life-balance

Dr.  Boxster und ich waren beide fleißig, er hat sich im Krankenhaus die Nacht um die Ohren geschlagen und ich habe meine Veranstaltung erfolgreich begonnen.

Am Abend besucht er mich. Nach dem Abendessen und einem Spaziergang durch den Wald, können wir den Boxster nicht stehen lassen und machen noch eine Tour.

Das Leder des Innenraums hat der Dr. frisch gecremt und der Lack glänzt von der nicht all zu fernen Wäsche.

In dem Musterbeispiel der Wagenpflege geht es durch das Ruhrgebiet. Der Wind an diesem lauen Abend fühlt sich weich an.

Wir fahren wieder die Strecke, die wir vor einigen Wochen genommen haben, vorbei an einem geschlossenen, verfallenen Schwimmbad, das die Tristesse der verarmten Ruhrgebietsstädte so eindrucksvoll verkörpert.
Ein tolles Fotomotiv, sind wir uns einig.

Wieder eine dieser einträchtigen, eher wortkargen Fahrten, inzwischen eine lieb gewordene Gewohnheit, und ausgesprochen gesund für die Work-life-balance.

Nachdem wir auf diesem Wege unsere Porsche-Kur absolviert haben, können wir morgen wieder unserem Tagewerk nachgehen, und uns um die Belange der anderen kümmern.

Am Wochenende lockt ein schönes Rennen. Ich habe Glück, und kann ohne einschränkende Dienste dem Hedonismus frönen.
Dr. Boxster wird das Rennvergnügen irgendwie zwischen Dienste und Schlaf quetschen müssen.

Mit unseren Porsche-Kuren belasten wir weder Krankenkasse noch Rentenversicherung.

Anderen die Rückengymnastik im Kurhaus auf Krankenschein, uns die Tour nach Feierabend…

Mein erster ChristophOrus

Er liegt im Postkasten und gespannt öffne ich das eingeschweißte Magazin.
Im Begleitschreiben steht, er präsentiere sich als ein „beachtenswertes Stück aufregender Reiseliteratur“.
Ok, Porsche scheint recht eingenommen, von seinem Magazin.

Auch für mich ist es Reiselektüre, denn ich werde meinen Christophorus mit auf Dienstreise nehmen.

Der Untertitel ist „Performance, Passion, Porsche“.
Hmmmmm. Alliterationen, besonders als Dreierform, sind beliebte rhetorische Stilmittel, aber diese finde ich doch etwas auf Rhetorikkurs-Anfänger-Niveau. Wozu auch noch der Anglizismus? Irgendwie etwas zu tief in den Farbkasten der Sprache gegriffen.

Weiter unten, ein Satz, der vermutlich das Herz eines jeden Porschefahrers höher schlagen lässt: „In jedem Porsche steckt rein Rennwagen“.
Ja, denkt man, in meinem auf jeden Fall!
Wenn ich allerdings an so einige andere Modelle denke, aber lassen wir das…

Zu meiner Verblüffung fällt mir Werbung entgegen. Das war der Grund, weshalb ich meine Papiertageszeitung auf e-Paper umgestellt habe… jetzt also kommt der Werbungsstapel aus dem Christophorus.

Kreuzfahrt und Herrenkleidung. Äh, nein.

Innen jede Menge Werbung für Herren-Armbanduhren. Da scheint es eine Fetisch-Kombination zu geben. Wer teure Autos mag, scheint auch Interesse an schönen Uhren zu haben.
Offenbar haben die Anzeigenverkäufer von Porsche den Werbekunden auch mitgeteilt, dass es nicht lohnt, Damenuhren im Magazin zu bewerben, denn die Fetisch-Kombi zieht wohl nur beim männlichen Geschlecht. (Die Uhr an meinem linken Arm hat ca. 60 Euro gekostet, da ist nix zu holen…)
Außerdem versucht Walter Röhrl Lederjacken an den Mann zu bringen. Offenbar bin ich echt eine Exotin in der Porscheszene. Kaum Werbung für die Frau… dafür aber für Swizöl. (Und wieder nix zu holen bei mir…)

Nette Berichte, leichte Kost für den Nachttisch, auf Dienstreise.

Auf der A3 fahren ein Carrera Cab und ein Turbo vor mir her.
Natürlich betrachte ich sie mit Freude und Interesse. Nicht mehr jedoch mit der schmerzhaften Sehnsucht aus porschelosen Zeiten.
Zufrienden denke ich an meinen Schatz, der zuhause auf mich wartet.

Als ich beim Tagungshaus vorfahre, kommentiert der Rezeptionsmitarbeiter mein schickes Auto. Er kannte aus den 13 Vorjahren den alten, abgekämpften Kombi.
Grinsend sage ich, dass mein richtig schickes Auto zuhause stehe.
Er meint, dieser hier sei doch schon nicht schlecht. Als ich ihm verrate, was das andere für eins ist, sagt er lachend, „Ok, diese Runde haben Sie gewonnen.“

Von unterwegs höre ich meine Mailbox ab, die Mitarbeiterin eines Kunden hat eine Nachricht hinterlassen. Sie freue sich, mich bald zu sehen, und vor allem wolle sie alles über den neuen Porsche hören.
Die Kunden, die jahrelang meine sehnsuchtsvollen Schwärmereien gehört haben, freuen sich mit.

Mein Carrera ist ein rollendes Glücksschweinchen. Performance, Passion, Happiness.

Besuch im PZ

Der Porsche und ich fahren heute an den Ort zurück, an dem wir uns das erste Mal begegnet sind, die Fahrt geht ins PZ Dortmund.

Es gibt eine Kleinigkeit einzustellen.
Die Gelegenheit nutze ich, um  meine Hupe überpfüfen zu lassen. Sie ist nicht defekt…

Der Meister bemerkt, dass eine Winzigkeit einer Türdichtung fehlt. Die Tür ist dicht, trotzdem wird angeboten, die Dichtung zu ersetzen. Ein überzeugender Service!

Als ich den Schlüssel zurück bekomme, frage ich den Meister, ob er je einen schöneren Porsche gesehen hat, er verneint charmant.

Dann kommt der Teil des Tages, vor dem ich am meisten Angst habe. Erst muss ich den heiligen Porsche im Einkaufszentrum parken. Tapfer lasse ich ihn gaaaaanz hinten auf dem Parkplatz stehen und bete, dass während meines Termins keiner neben mir parkt, und mir die Tür in die Seite haut.
Danach muss ich einen defekten Subwoofer in Dortmund City zur Reparatur bringen. Hier geht es ins Parkhaus, ein Ort voller Gefahren.

Todesmutig navigiere ich den Porsche wie ein rohes Ei durch das enge Parkhaus und finde einen wunderbaren Platz für ihn.
Gut, es ist eine entlegene Ecke, als Frau würde ich diese normalerweise meiden. Aber links und rechts kann keiner parken.

Während ich den schweren Subwoofer sehr viel weiter durch das Parkhaus schleppe, als nötig, steigt in mir ein lächerlich starkes Gefühl der Erleichterung auf.
Er steht sicher und ich kann in Ruhe meine Dinge erledigen.

Meine Porsche-Paranoia ist noch nicht wirklich abgeklugen.

Obwohl er sich auch als Alltagsfahrzeug gut macht.
Der große Sacke Katzenstreu im Kofferraum, Subwoofer in den Fußraum des Beifahrers gezirkelt, Einkäufe bis fast unters Dach gestapelt und Fahrspaß satt.

Aber die vielen Kurzstrecken, gar nicht gut…
Werde ich jemals ein wirklich entspanntes Verhältnis zu meinem geliebten Carrera entwickeln können…?

Porschetreffen in Düsseldorf

Endlich mal eine kurze Fahrt zu einer Porscheveranstaltung. Alles in allem ganz nett für einen Sonntagnachmittag, aber eher unspektakulär würd ich sagen…

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Ein schöner Ort, zum Sterben…
Porschetreffen Meilenwerk 012

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Es gab viele verschiedene, der Kremerporsche hatte den Schönsten…
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Porschetreffen Meilenwerk 075
Wenn das meiner wär, hätte ich auch schlagartig ne glückliche Kindheit…
Porschetreffen Meilenwerk 080
Ein Besucher erklärt seiner Freundin, dies sei der „geilste Porsche aller Zeiten“. Ich persönlich sehe das anders…

Porschetreffen Meilenwerk 003
Zum Glück hat das Wetter mitgespielt.
Porschetreffen Meilenwerk 016
Die Schützenszene mischt sich unters Porschevolk.
Porschetreffen Meilenwerk 029
Im Feindesland…
Porschetreffen Meilenwerk 062
Ein (un)verzichtbares Accessoire.
Porschetreffen Meilenwerk 058
Dann doch lieber so.
Porschetreffen Meilenwerk 063
Herr Dr. hat mir Porsche-Plätzchenformen gekauft.
Porschetreffen Meilenwerk 087
Die Rückseite meiner neuen Porsche-Parkscheibe. Stilecht mit Fuchsfelgen-Werbung hintendrauf.

Porschetreffen Meilenwerk 027
Sehr charmant!
Porschetreffen Meilenwerk 068
Mancher Besucher musste, damit er vor Langeweile nicht bewusstlos wird, mit allerlei Technik ausgestattet werden.
Porschetreffen Meilenwerk 073
Rrrrrrr! So einen hätt ich gerne auch.
Porschetreffen Meilenwerk 086
Raffiniertes Marketing. Wer so ein Bonbon ißt, kauft umgehend das passende Fahrzeug.

Dann habe ich noch den Nachfolger von meinem Auto gesehen. Er gefällt mir weniger gut als der 997.
Porschetreffen Meilenwerk 083
Meine Scheinwerfer gefallen mir besser und der Neue hat da unten so komische Plastikrippen…
Porschetreffen Meilenwerk 084
Eine doofe Kante hinten…
Und komisch breit an der Seite, irgendwie kein sexy Po mehr, sondern eher wie ein Hamster mit vollgestopften Backen.
Porschetreffen Meilenwerk 085
Auch nicht unbedingt ein Fortschritt.
Ich behalte mein Modell. 🙂