Der 13. April – Porscheabholtag

Der Dr. und ich kämpfen uns heute nach Feierabend durch Alltagsbanalitäten.
Rasenmähen, den Handwerkern zum 1000. Mal hinterher putzen, Mülleimer raus, usw.
Zwischendrin fiel mir ein, was wir heute vor zwei Jahren gemacht hatten.
Deutlich weniger banal.

Vor zwei Jahren war der 13. April ein Samstag.
Der Tag, an dem mein Freund Marius mich zum Porscheabholen nach Dortmund begleitet hat.
Der Dr. und ich waren damals noch ganz frische Porschekumpel.

Von Dortmund bin ich zur VLN gefahren.Am Brünnchen habe ich erschöpft von den Aufregungen des großen Tages mutig auf der Wiese geparkt, und bin im overdressten Abholoutfit durch den Wald gestakst.
„Du sahst aus wie ein Lollipop, in deinem pinken Mantel“ sagt Dr. ich-bin-genervt-weil-ich-nach-der-Arbeit-rasenmähen-muss boshaft.
Als hätten Sie ihn damals zum Mr.-Brünnchen 2013 gewählt, pff!

Vor zwei Jahren war der 13. April viel toller, Abenteuer where art thou?
Heul!
War damals wirklich alles besser?
Nein, der Porsche ist noch immer ein schwarzes Wunder und ich bin nicht mehr einsam.

Ich bin froh, zum Elfer Mann und zwei Supermöpse vom Schicksal bekommen zu haben.
Mal gucken, was die nächsten 12 Monate bringen, der 13.4. bleibt rot angestrichen.

Gezwungen, zum Ring zu fahren

Alle Installateure im Rheinland machen Urlaub.
Wahrscheinlich hat die Innung eingeladen oder so.
Mein Rohrbruch-Desaster feiert Stillstand.
Flucht in die Eifel.

Selten bin ich freitags so früh hier.
Erschöpft wollte ich meine müden Knochen auf die Couch sinken lassen, aber den Dr. zog es am VLN-Vorabend zum Nürburgring.
Da lässt sich Frau gerne zwingen…
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VLN-Fahrerlager mit Nürburg im Hintergrund
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Ich wünschte, man könnte einem Mops auch Ohrenschützer draufklemmen.
Leider ist er nicht so brav, wie dieser Mini-Rennfahrer.
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Es war viel mehr los als erwartet.
Offenbar wurden heute Abend Touristen mit auf die Strecke genommen.
Überall geflashte Beifahrer.
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Und faszinierte Männer, die Treppen blockierend.
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Obwohl es mir immer schwummerig wird, auf dem Mercedes-Turm, musste ich natürlich hoch, um in die Boxengasse zu fotografieren.
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Auf dem Weg zum Parkplatz kam es zwischen dem Dr. und mir zu folgendem Dialog:
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Ich: „Warum kippt der nicht um?“
Dr.: „Der ist so häßlich, dass sich die Erdanziehung in Erdabstoßung verwandelt hat.“

„Garage Luder“ und „Bondage Hund Kostüm“

Ich bin völlig verweichlicht.
Am Samstag war ich ganz kurz bei der VLN.
Die Sonne schien und am Flugplatz fuhren meine Lieblinge vorbei, die ich schon so lange nicht mehr gesehen hatte.

Durch die lange Hundepause bin ich völlig verweichlicht.
War das laut…!

Während ich das Wochenende in der Eifel verbrachte, haben sich die grammatikalisch Herausgeforderten (Das muss doch wohl „Garagenluder“ heißen, falls das überhaupt ein Wort ist…) und die Menschen mit seeeehr eigenartigen Vorliegen („Bondage-Hund-Kostüm“)  hier im Blog suchbegrifftechnisch die Klinke in die Hand gegeben.

Was ziehe ich da für Leute an?
Spinnen die Suchmaschinen, dass die mein Porsche-Blog vorschlagen?
Wann melden sich stattdessen die Hersteller und flehen mich an, ihre Sportwagen auszuprobieren und dann meinem Millionenpublikum darüber zu berichten?

Wo bleiben die Heiratsanträge von solventen Porschesammlern?!
Jetzt ist aber Schluß hier mit dem Schmuddel!
Neue Woche, neues Glück.
Seriosität vor!

Grün vor Neid

Gestern war VLN.
Bei wun-der-ba-rem Wetter.
Der Dr. ist hingefahren und kam zurück und erzählte, er habe an drei verschiedenen Stellen fotografiert.

Ich war in der Zeit zuhause geblieben.
Welpen und laute Motoren vertragen sich nicht.
Und die Kartoffeln mussten endlich gelegt werden.
Immer wieder schoben sich beim Schaufeln Bilder vom Rennen vor mein inneres Auge.

Seufzend versuchte ich mir einzureden, dass alles seine Zeit hat.
Und jetzt eben keine Rennzeit für mich ist.
Klappte mittelprächtig.
Und das, wo ich momentan soooo viel arbeiten muss.

Ein kleiner Trost war die Gruppe holländischer Mountainbikefahrer.
Sie kamen an unserem Garten vorbei, und waren von dem vierbeinigen Charmebolzen so entzückt, dass sie fragten, ob sie Fotos von ihm machen dürfen.
Dennoch fühlte ich mich grün vor Neid.

Heute Abend quetschen der Mops und ich uns beide in den Boxster und der Dr. muss uns mit einer Porschetour entschädigen!

 

 

Der Tag, an dem ich meinen ersten Porsche abgeholt habe

Gestern vor einem Jahr war es endlich so weit.
Über zwanzig Tage lagen zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und dem Abholtag.
Seine Kofferraumhaube wurde wegen Steinschlag-Macken (eine Pest beim Porsche!!) neu lackiert, zwischenzeitlich hatten wir Schneeglätte und ich war einige Tage in London.

Die Zeit erschien mir un-end-lich lang!
Ich vertrieb sie mir im PFF, wo „Frau“ plus „Carrera“ offenbar die Phantasien der Porschefahrergemeinde ordentlich zum Brodeln brachte.
Dann endlich, endlich kam der Tag der Abholung.

Mein Freund Marius war so nett, den Fahrdienst zum PZ zu übernehmen.
Ich hatte die Nacht superschlecht geschlafen.
Im PZ gab es an dem Tag Frühstück für die Kunden und ich bekam meinen wunderschönen, glänzend aufbereiteten Traumwagen.

Meine erste Fahrt ging gleich von Dortmund an den Nürburgring.
So richtig konnte ich sie nicht genießen, die Nerven lagen einfach zu blank.
Am Brünnchen war ich mit dem Dr. (damals noch ein Bekannter) zur VLN verabredet.
Natürlich hatte ich mich zur Porscheabholung schick gemacht.

So stakste ich in knallpinkem Mantel und unpassendem Schuhwerk durch den Eifelwald.
Ein Gutes hatte mein Aufzug, der Dr. hatte nicht die geringsten Schwierigkeiten, mich in der Menge der vernünftig gekleideten Männer auszumachen…

Als ich dann durch meinen kleinen Ort fuhr, dauerte es nicht länger, als man braucht, um die Haupstraße den Berg zu meinem Haus hoch zu fahren, da hatten den Carrera und mich schon zehn Einwohner (und damit mehr als 1% der Gesamtbevölkerung) neugierig angestarrt.
Es ist der einzige Porsche im Ort.

Die ersten großartigen Fahrten kamen später, als ich mich etwas an ihn und seinen Schub gewöhnt hatte, aber sein Reiz hält an, er ist eine absolute Sexbombe und hat die schönsten Kurven der Welt.
Hach!

Liebeszauber

Nach einem knochenharten Tag im Garten muss ich in die Badewanne.
Ich krame im Badezimmerschrank nach einem Badezusatz und finde eine Packung, die ich vor zwei Jahren zum Geburtstag bekam.
Name: Liebeszauber.

Während das warme Wasser den müden Rücken entspannt,
muss ich an Toms Frage denken, was ich zum Porschekauf dazu bekommen hätte.
Das Beste, was ich bekommen habe ist natürlich der Dr.
Wir haben uns durch unsere Porsches kennen gelernt.

Sicherheitshalber frage ich ihn, ob er nicht mit will, in die Wanne.
Jetzt ist er verzaubert und morgen fahren wir zur VLN.
Besser als Callgirls und Zehnkämpfer.

Kampf mit der Technik – nur für Euch

Da habe ich gestern fleißig gefilmt, damit ich Euch zeigen kann, wie es war, bei den Probe- und Einstellfahrten der VLN.
Es wohnt ja nicht jeder so nah am Ring.
Und dann kriege ich tüchtig Technikprobleme mit der blöden Kamera.

Na ja, besser als mit dem Porsche.
Ich hätte dennoch lieber ein schöneres Video gezeigt.
Mit funktionierendem Bildstabilisator und ohne Eifelwind im Mikro.
Bin halt doch ne Techniklusche.

Aber das Video kommt von Herzen 🙂

Pizza kommt! – Die Probe und Einstellfahrten der VLN 2014

Samstagabend, kurz nach halb sieben in der Eifel.
Der völlig übernächtigte Dr. ißt noch ein Schnittlauchbutterbrot (die erste Ernte des Jahres!) und wird dann ins Bett gehen.
Aus meinem Wohnzimmerfenster kann ich kilometerweit in die Landschaft blicken.

Minütlich ändert sich das Bild.
Nach dem Regen des Nachmittags färbt die Sonne den Himmel mit seiner imposanten Wolkenkulisse rötlich ein.
Er sieht aus, wie von einem Deckengemälde einer Barock-Kirche.
Den Tag über waren wir am Ring.

Ich habe tüchtig mit der Videokamera in der Boxengasse gefilmt.
Es scheint irgendein Kamera-Problem gegeben zu haben, wenn wir es beseitigen können, kommt morgen der Film.
Auf jeden Fall kommen auch noch Fotos vom Dr.

Nach dem Mittagessen sind wir zum Brünnchen rüber gefahren.
Es waren viele Motorsport-Fans da, die genau wie wir den Saisonstart nächste Woche kaum erwarten konnten.
Kaum waren wir am Wippermann angekommen, wurden die Fahrten auch schon unterbrochen.
Der Streckenposten telefonierte mit dem witzig-altertümlichen Streckentelefon, noch mit altem, klobigen Hörer und dicker Schnur dran und verkündete dann scherzend:
„Pizza kommt!“
Wir standen im Wald, genossen endlich wieder da zu sein, und warteten.

Bester Stimmung.
Dann sagte ein aufmerksamer Jung-Eifler zum Streckenposten:“Deine Zeitung löst sich gleich auf.“
Auf dessen fragenden Blick wies er in den sich ins Schwarz verfärbenden Himmel über dem Wald.

Die Rennunterbrechung dauerte an und die Schatten unter den Augen des Dr. wurden ähnlich dunkel wie der Himmel über der Hocheifel.
Dennoch wollte er bleiben, aber ich blies zum Aufbruch.
Kaum hatten wir den Rückweg zum Brünnchen angetreten, ließ die Eifel zum kräftigen Wind den Regen los.

Frau Schlau hat zum Glück wohlweislich immer einen Schirm im Rucksack.
Als wir am Auto ankamen, mischten sich einzelne Flocken in den Regen und die Temperatur sackte auf 4.5 Grad ab.
In solchen Momenten ist es ein großer Genuß, wenn die Autoheizung einem die Kälte wieder aus den Gliedern treibt.

Nächstes Wochenende ist der erste richtige Lauf der VLN,
da darf der Wettergott ruhig noch etwas mehr Sonnenschein für uns drauflegen.
Aber am wichtigsten ist, die Saison beginnt endlich und wir sind glücklich, dass wir dabei sein können.
Außerdem ist die Eifel immer schön…

Noch fünf mal schlafen

Damals im Herbst erschien uns die Winterpause endlos.
Und auch in den Monaten danach haben wir zig mal gerechnet, wie viele Tage es noch sind.
Am Samstag geht es endlich wieder zum Ring, der Dr. und ich schnuppern Benzinluft bei den Probe-und Einstellfahrten der VLN.

Letztes Jahr lag  noch Schnee, so dass die Termine immer weiter nach hinten wandern mussten, aber das milde Frühjahr wird viele Motorsportfans erfreuen.
Vor die Wochenendfreuden hat der liebe Gott leider noch eine Dienstreise gesetzt, ich muntere mich mit einem Besuch bei Ute auf und hole meine Felge für mein Beistelltisch-Projekt ab.

Wenn ich an die ersten Rennen denke, fühle ich mich wie damals als Kind, wenn ich Geburtstag hatte…

72

Gerade hat der Dr. mal wieder gerechnet.
Es sind noch 72 Tage, bis die VLN wieder anfängt.
Und damit die Zeit, in der wir dauernd am Ring sein müssen.
Die Temperaturen sind frühlingshaft und wir holen im Garten Arbeiten nach, die wir im Rennfieber des Herbstes verschludert haben.

Froh habe ich ihm mitgeteilt, dass unser Toaster kaputt ist.
Wir beide dachten sofort: endlich! Jetzt  haben wir eine 1A Ausrede, den Toaster zu kaufen, der Nürburgring-Motive ins Brot brennt.
Mit dem flirten wir schon länger.

Allerdings nicht nur wir, wie es aussieht.
Die Dinger sind am Ring ausverkauft!
Man sollte meinen, dass die froh sind, über jeden Euro, den sie in die chronisch unterfüllten Kassen kriegen können, aber jetzt gibt es bis März keine Nürburgring-Toaster mehr.

Unsere Porsches sind beide weit weg, weil das Rennrad des Dr. nicht reinpasst und das musste mit.
Vermutlich fühle ich mich deswegen irgendwie leer und unruhig.
Ich bin auf Entzug.

Meine Lambo-Frage hat noch niemand beantwortet.
Entweder der Rest der Welt fühlt sich auch irgendwie leer, oder wir haben alle gleich wenig Ahnung von Lambo-Bremsen… 🙂