Auf dem Parkplatz des Tagungshauses stand ein altes, kleines Auto neben mir.
Offenbar auch ein Opfer dieser Alt-Autohändler:
Die Fahrerin hat es allerdings ganz charmant gelöst, und mir damit ein Grinsen geschenkt:

Man kann aus diesen Kärtchen, wenn man sie innen im Fenster dekoriert, moderne Kunst machen, die gleichzeitig den Kärtchen-Verteilern die Sinnlosigkeit ihres Tuns verdeutlich.
Und ganz nebenbei zeigt, wie begehrt auch ein alter, abgerockter Kleinwagen sein kann 😉
Archiv für den Monat März 2014
Noch fünf mal schlafen
Damals im Herbst erschien uns die Winterpause endlos.
Und auch in den Monaten danach haben wir zig mal gerechnet, wie viele Tage es noch sind.
Am Samstag geht es endlich wieder zum Ring, der Dr. und ich schnuppern Benzinluft bei den Probe-und Einstellfahrten der VLN.
Letztes Jahr lag noch Schnee, so dass die Termine immer weiter nach hinten wandern mussten, aber das milde Frühjahr wird viele Motorsportfans erfreuen.
Vor die Wochenendfreuden hat der liebe Gott leider noch eine Dienstreise gesetzt, ich muntere mich mit einem Besuch bei Ute auf und hole meine Felge für mein Beistelltisch-Projekt ab.
Wenn ich an die ersten Rennen denke, fühle ich mich wie damals als Kind, wenn ich Geburtstag hatte…
Warum ist es denn am Rhein so schön?
Elfer in Not!
Die neue C-Klasse wird bei Mercedes vorgestellt, habe ich heute Morgen im Badezimmerradio gehört.
Da wollte ich natürlich mal gucken gehen.
Der Dr. kann Mercedes nicht leiden.
Dennoch war er dabei und hat nur ca. zwei Stunden gebraucht, bis aufhören konnte, über die Marke und ihre Fahrzeuge zu meckern.
Wir sind eine Runde durch das Autohaus gelaufen, und im Keller, in einer völlig trostlosen Ecke (!) stand das Traurigste, was ich seit langem gesehen hatte:

Da hatte doch tatsächlich irgendein böser Mensch seinen Porsche ausgesetzt!
Und diese teuflischen Leute haben ihn ihn den Keller in irgendeine schrömmelige Ecke geparkt.
Nur, um ihn zu demütigen.
Da steht dieses Prachtstück nun unglücklich und verstört.
Ein schwarzer Carrera 4S, allerdings mit dunklerem Leder als meiner, vor-Facelift, nur um die 40.000 gelaufen.

Er braucht ganz schnell ein gutes neues Heim!
Bitte, wer kann möge ihn retten!
Das hat er wirklich nicht verdient.
Ich bin mit den Nerven am Ende.
Wenn der Carrera plötzlich langsam fährt…
Strahlender Sonnenschein, ich bin mit meiner Freundin in Wuppertal verabredet.
Natürlich darf der Porsche mit.
Ich schiebe meinen Sommernachts-Traum-Haarreifen aus London in die Locken und mich in den Elfer.
Auf den Straßen: Porscheexplosion.
Klar, die haben alle Lust zu fahren.
Was mich besonders freut, in drei von vier Porsches, die mir in Wuppertal begegnen saßen Frauen.
Zwei im Elfer, beide nicht mehr ganz jung, und eine im Cayman.
Wir holen auf.
Ich suche einen angemessen hübschen Parkplatz für meinen, den schönsten Porsche von allen:

Hier parkt es sich schön.
Auf der Rückfahrt fahre ich gezwungenermaßen mit 80 über den Rhein.
Überholt von einem Kölner, in wilder Hatz gefolgt von einem Bonner.
Beide rauschen mit Vollgas in die Radarfalle.
Jungs, wenn der Carrera plötzlich langsam fährt, liegt es nicht daran, dass die blonde Mutti am Steuer das Gaspedal nicht findet…
Testikel-Schrumpfung
Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren der Dr. und ich ins Städtchen, der Wunschkaffee drohte aus zu gehen.
Freundlich sah ein anderer Boxsterfahrer aus seinem 981 zu uns herüber.
Der Dr: „Das ist gar kein richriger Boxster, der hat die Philosophie des Boxsters verraten. Zu viel Elektronik, zu fett, zu viel Komfort, zu groß.“
Hm…
Es war Mittagszeit und die Büromenschen huschten über die Straße um Eßbares zur Stärkung für die zweite Tageshälfte aufzutreiben.
Vor dem Boxster überquerte ein Mann, von seinem Auto kommend, die Straße.
Mein Kommentar: „Schicker Anzug, scheiß Auto. Solche Autos machen bei Männern Testikel-Schrumpfung.“
Es handelte sich um so einen fiesen kleinen BMW, so ein Golf-BMW, keine Ahnung wie die häßlichen Dinger heißen.
Der Dr. erkundigte sich nach meiner steilen These.
Ich erörterte fachkundigst, dass Kleinwagen beim männlichen Fahrer zu drastischer Reduktion des testikulären Umfanges führen.
Hatten sie ihm im Studium wohl nicht beigebracht.
Eigentlich sollte man adolsezenten Männern so etwas erklären…
In der Post fand ich heute zu meiner Überraschung einen Aufkleber der Art, die bei Herrn Bippes vom PFF vermutlich wutbedinte Testitkel-Schrumpfung auslöst:
An dieser Stelle meinen recht herzlichen Dank an den edlen Spender 😉
Nürburgring verkauft – das Toast-Orakel
Jetzt steht es fest, der Nürburgring geht nicht an Ecclestone.
Auch nicht an die Lügenbolde vom ADAC, oder an eine Investorengruppe.
Er gehört jetzt einem Herrn mit einem Namen wie ein Pornostar,
Robertino Wild.
Ich glaube, da ist der Ring in guten Händen.
Nach allem, was man liest, ist nun jemand am Ruder, dem der Sinn nicht nach Nüro-Disney steht, sondern der den Motorsport im Focus hat.
Das kann nur gut sein, und von seinem Firmensitz in Meuspath hat er es nun wirklich nicht mehr weit zur hauseigenen Teststrecke.
Es hätte weitaus schlimmer kommen können.
Und genau in den Minuten, in denen die motorsportinteressierte Welt gespannt auf den Ring blickte, sprach mein Toast-Orakel.
Seit Tagen versuche ich, mit meinem neuen Nürburgring-Toaster den Ring erfolgreich ins Brot zu brennen.
Immer bin ich kläglich gescheitert.
Heute hat es erstmalig geklappt.

Sicher ein gutes Omen.
Save the ring, Capricorn!
Gute Fahrt
Das Wetter war so gut, da rief die Eifel.
Schon früh am Morgen habe ich den Boxster mit Sonnenaufgang vor dem Haus fotografiert, während sein Besitzer noch völlig schlaftrunken war.
Bei warmen Sonnenschein haben wir stundenlang im Garten geackert.
Zur Belohnung gab es eine offene Ausfahrt.
Und wir waren nicht allein.
Im Ahrtal fuhr ein wunderschöner Oldtimer, den ich durch das offene Boxster-Dach während der Fahrt fotografieren konnte.

Ist da ein A-Modell?

Gut, dass ich immer die Kamera mitschleppe.
Auch wenn meine ohnehin schon überladene Riesenhandtasche durch zwei Kameras weder leichter noch schmaler wird…
Auf der A1 später haben wir ein G-Modell und einen 997, beide aus Essen getroffen.
Das G-Modell hatte einen ungewönlichen Seitenauspuff, der tüchtig lärmte und diesen Porno-Spoiler, der Carrera hatte dieselbe Innenfarbe, wie meiner, war aber, glaube ich grün (das Licht war schon nicht mehr gut…).
Unrühmliche Ausnahme: ein blöder Cayenne, der uns mit seinen hohen Scheinwerfern mehr blendete als die Märzensonne im Mittelgebirge.
Aber ansonsten: eine gute Fahrt!
Abends dann noch ein schöner Lacher auf der heimischen Couch:
Ein Bekannter schickt mir ein Foto mit einem Porsche, den ein „PuFF-nein danke-„Aufkleber ziert.
Das Design erinnert mich an irgendetwas, ich komm beim besten Willen nicht drauf, an was… 😉
Boney M
Das C-Klasse-Fasten gefällt mir sehr gut.
Morgen geht es nach Wesel, da habe ich eine schöne längere Fahrt mit dem Elfer.
Das Wetter wird sonnig, das wird eine Wucht.
Ich nehme die Kamera mit, vielleicht ergibt sich ja eine schöne Kulisse für Porschefotos.
Weil ich früh los muss, werde ich entsprechend früh ins Bett gehen.
Der Dr. und ich lassen den Feierabend auf der Couch ausklingen.
Mit Boney M., keine Ahnung wie wir darauf gekommen waren.
Die Hits meiner Jugend!
Immer noch gute Songs, aber die Texte und Choreographien sind aus heutiger Sicht ebenso fragwürdig wie die Kostüme.
Der Fake-Sänger hat sicher ADHS.
Das wallende Brusthaar in diesem rosa Satin-Anzug, würg.
Der Dr. sagt, Bahama Mama sei Cabrio-Musik.
Ich seh uns am Wochenende schon offen durch die sonnige Eifel cruisen,
„Brown girl in the ring. Tra la la la la“!
Großartig.
Fastenzeit
So, Karneval ist vorbei und überall verzichten die Menschen auf Dinge, von denen sie sonst auch öfter die Finger lassen sollten.
Kann sicher nicht schaden.
Sünden flattern einem ja früher oder später mit der Karma-Post wieder vor die Füße.
Ich habe morgen wegen meiner Sünden einen extrem peinlichen Weg vor mir.
Ich muss zur Steuerberaterin.
Das wäre an sich jetzt nicht übermäßig peinlich.
Wäre nicht in meine Buchhaltung vom letzten Monat ein Beleg gerutscht, bei dem es sich um einen SEHR privaten Einkauf gehandelt hat…
Ich habe den Beleg kommentarlos wieder zurück bekommen.
Oh Gott, die sind bestimmt auch noch katholisch da.
Und morgen muss ich wieder hin.
Schluck.
Fasten werde ich auch.
Nicht wegen meiner Sünden allerdings.
Ich mache jetzt Alltagsauto-Fasten.
Die C-Klasse muss zur Inspektion und ich bin daher leider gezwungen, ausschließlich Porsche zu fahren.
Ich hoffe, dieser harte Verzicht wird den lieben Gott besänftigen. 😉

