Kampf mit der Technik – nur für Euch

Da habe ich gestern fleißig gefilmt, damit ich Euch zeigen kann, wie es war, bei den Probe- und Einstellfahrten der VLN.
Es wohnt ja nicht jeder so nah am Ring.
Und dann kriege ich tüchtig Technikprobleme mit der blöden Kamera.

Na ja, besser als mit dem Porsche.
Ich hätte dennoch lieber ein schöneres Video gezeigt.
Mit funktionierendem Bildstabilisator und ohne Eifelwind im Mikro.
Bin halt doch ne Techniklusche.

Aber das Video kommt von Herzen 🙂

Pizza kommt! – Die Probe und Einstellfahrten der VLN 2014

Samstagabend, kurz nach halb sieben in der Eifel.
Der völlig übernächtigte Dr. ißt noch ein Schnittlauchbutterbrot (die erste Ernte des Jahres!) und wird dann ins Bett gehen.
Aus meinem Wohnzimmerfenster kann ich kilometerweit in die Landschaft blicken.

Minütlich ändert sich das Bild.
Nach dem Regen des Nachmittags färbt die Sonne den Himmel mit seiner imposanten Wolkenkulisse rötlich ein.
Er sieht aus, wie von einem Deckengemälde einer Barock-Kirche.
Den Tag über waren wir am Ring.

Ich habe tüchtig mit der Videokamera in der Boxengasse gefilmt.
Es scheint irgendein Kamera-Problem gegeben zu haben, wenn wir es beseitigen können, kommt morgen der Film.
Auf jeden Fall kommen auch noch Fotos vom Dr.

Nach dem Mittagessen sind wir zum Brünnchen rüber gefahren.
Es waren viele Motorsport-Fans da, die genau wie wir den Saisonstart nächste Woche kaum erwarten konnten.
Kaum waren wir am Wippermann angekommen, wurden die Fahrten auch schon unterbrochen.
Der Streckenposten telefonierte mit dem witzig-altertümlichen Streckentelefon, noch mit altem, klobigen Hörer und dicker Schnur dran und verkündete dann scherzend:
„Pizza kommt!“
Wir standen im Wald, genossen endlich wieder da zu sein, und warteten.

Bester Stimmung.
Dann sagte ein aufmerksamer Jung-Eifler zum Streckenposten:“Deine Zeitung löst sich gleich auf.“
Auf dessen fragenden Blick wies er in den sich ins Schwarz verfärbenden Himmel über dem Wald.

Die Rennunterbrechung dauerte an und die Schatten unter den Augen des Dr. wurden ähnlich dunkel wie der Himmel über der Hocheifel.
Dennoch wollte er bleiben, aber ich blies zum Aufbruch.
Kaum hatten wir den Rückweg zum Brünnchen angetreten, ließ die Eifel zum kräftigen Wind den Regen los.

Frau Schlau hat zum Glück wohlweislich immer einen Schirm im Rucksack.
Als wir am Auto ankamen, mischten sich einzelne Flocken in den Regen und die Temperatur sackte auf 4.5 Grad ab.
In solchen Momenten ist es ein großer Genuß, wenn die Autoheizung einem die Kälte wieder aus den Gliedern treibt.

Nächstes Wochenende ist der erste richtige Lauf der VLN,
da darf der Wettergott ruhig noch etwas mehr Sonnenschein für uns drauflegen.
Aber am wichtigsten ist, die Saison beginnt endlich und wir sind glücklich, dass wir dabei sein können.
Außerdem ist die Eifel immer schön…

Kollegenschweine

Alle Steckdosen im Zimmer sind belegt.
Es laden sowohl Video- als auch Fotoakkus.
Und die Speicherkarten sind leer gemacht.
Draußen scheint die Sonne.

Die VLN-Einstellfahrten laufen.
Aber wir hocken hier zuhause.
Wenn ich die Bilder im Netz sehe, überwältigt mich die Frustration.
Endlich, endlich ist es so weit und wir müssen noch bis morgen warten.

Weil die Kollegenschweine vom Dr. nicht den Dienst mit ihm tauschen wollten.
Dabei ist er schon oft eingesprungen.
Heute Abend wird er also Nachtdienst schieben, und morgen fahre ich mit einem übermüdeten Mann in die Eifel.

Ich belege die Kollegen mit übelsten Verwünschungen:
Sie mögen alle durch die Facharztprüfung fallen und an Haarausfall erkranken!
Und grauenvolle Potenzprobleme haben und Zahnausfall auch!
Allen voran „Miss Migräne“ und der „Inder“ (die schreiben den Dienstplan…).

Wenn er sich gleich in den Halbgott in weiß verwandelt,
steige ich in meinen Porsche.
Treffen mit Freundin Sonja.
Zum Trost und zur Ablenkung.

Zockerbraut

Gestern Abend hatte ich Gelegenheit bei Ute und Markus den RUF-Porsche, einen SLS und einen Lambo zu fahren.
Sind Ute und Markus meine Millionärs-Freunde mit nettem Fuhrpark?
Nein, aber sie haben eine Playstation mit Autositz, Steuer und Pedalen vor einem schönen großen Bildschirm im Wohnzimmer.
SEHR cool.

Ich hatte vorher noch nie mit einer Playstation gespielt.
Nennt man das überhaupt spielen?
Ich bin schließlich über die Nordschleife gefahren, das ist kein Spiel, da ist Können gefragt.
Jetzt will ich am liebsten bei den beiden im Wohnzimmer einziehen und den ganzen Tag verschiedene Autos über die Nordschleife jagen.

Die Grafik ist sehr echt und es ist nicht so teuer, wenn man Leitplankenkontakt hat.
Leider rief die Arbeit und und der Dr. fehlte mir auch, also:
Dienstreise fortsetzen, die Felge, die die beiden mir besorgt haben (für mein Tischprojekt) mitnehmen und die schönen Flügeltürposter (haben sie knitterfrei von der Motorshow für mich mitgebracht) sicher nach hause transportieren.

Das war toll, danke Ute und Markus, viele Grüße wieder aus dem heimischen, leider technisch magerer ausgestatteten Wohnzimmer!
Im Arbeitszimmer habe ich die Flügeltürer aufgestellt.
DSCF3002
Eine Frau muss schließlich wissen, wofür sie arbeitet 😉

So gehts auch

Auf dem Parkplatz des Tagungshauses stand ein altes, kleines Auto neben mir.
Offenbar auch ein Opfer dieser Alt-Autohändler:
Die Fahrerin hat es allerdings ganz charmant gelöst, und mir damit ein Grinsen geschenkt:
Wolfsb.jpg.
Man kann aus diesen Kärtchen, wenn man sie innen im Fenster dekoriert, moderne Kunst machen, die gleichzeitig den Kärtchen-Verteilern die Sinnlosigkeit ihres Tuns verdeutlich.
Und ganz nebenbei zeigt, wie begehrt auch ein alter, abgerockter Kleinwagen sein kann 😉

Noch fünf mal schlafen

Damals im Herbst erschien uns die Winterpause endlos.
Und auch in den Monaten danach haben wir zig mal gerechnet, wie viele Tage es noch sind.
Am Samstag geht es endlich wieder zum Ring, der Dr. und ich schnuppern Benzinluft bei den Probe-und Einstellfahrten der VLN.

Letztes Jahr lag  noch Schnee, so dass die Termine immer weiter nach hinten wandern mussten, aber das milde Frühjahr wird viele Motorsportfans erfreuen.
Vor die Wochenendfreuden hat der liebe Gott leider noch eine Dienstreise gesetzt, ich muntere mich mit einem Besuch bei Ute auf und hole meine Felge für mein Beistelltisch-Projekt ab.

Wenn ich an die ersten Rennen denke, fühle ich mich wie damals als Kind, wenn ich Geburtstag hatte…

Elfer in Not!

Die neue C-Klasse wird bei Mercedes vorgestellt, habe ich heute Morgen im Badezimmerradio gehört.
Da wollte ich natürlich mal gucken gehen.
Der Dr. kann Mercedes nicht leiden.

Dennoch war er dabei und hat nur ca. zwei Stunden gebraucht, bis aufhören konnte, über die Marke und ihre Fahrzeuge zu meckern.
Wir sind eine Runde durch das Autohaus gelaufen, und im Keller, in einer völlig trostlosen Ecke (!) stand das Traurigste, was ich seit langem gesehen hatte:
Po1
Da hatte doch tatsächlich irgendein böser Mensch seinen Porsche ausgesetzt!

Und diese teuflischen Leute haben ihn ihn den Keller in irgendeine schrömmelige Ecke geparkt.
Nur, um ihn zu demütigen.
Da steht dieses Prachtstück nun unglücklich und verstört.

Ein schwarzer Carrera 4S, allerdings mit dunklerem Leder als meiner, vor-Facelift, nur um die 40.000 gelaufen.
P2
Er braucht ganz schnell ein gutes neues Heim!

Bitte, wer kann möge ihn retten!
Das hat er wirklich nicht verdient.
Ich bin mit den Nerven am Ende.

Wenn der Carrera plötzlich langsam fährt…

Strahlender Sonnenschein, ich bin mit meiner Freundin in Wuppertal verabredet.
Natürlich darf der Porsche mit.
Ich schiebe meinen Sommernachts-Traum-Haarreifen aus London in die Locken und mich in den Elfer.

Auf den Straßen: Porscheexplosion.
Klar, die haben alle Lust zu fahren.
Was mich besonders freut, in drei von vier Porsches, die mir in Wuppertal begegnen saßen Frauen.
Zwei im Elfer, beide nicht mehr ganz jung, und eine im Cayman.

Wir holen auf.
Ich suche einen angemessen hübschen Parkplatz für meinen, den schönsten Porsche von allen:
wup
Hier parkt es sich schön.

Auf der Rückfahrt fahre ich gezwungenermaßen mit 80 über den Rhein.
Überholt von einem Kölner, in wilder Hatz gefolgt von einem Bonner.
Beide rauschen mit Vollgas in die Radarfalle.
Jungs, wenn der Carrera plötzlich langsam fährt, liegt es nicht daran, dass die blonde Mutti am Steuer das Gaspedal nicht findet…

Testikel-Schrumpfung

Bei wunderbarem Frühlingswetter fuhren der Dr. und ich ins Städtchen, der Wunschkaffee drohte aus zu gehen.
Freundlich sah ein anderer Boxsterfahrer aus seinem 981 zu uns herüber.
Der Dr: „Das ist gar kein richriger Boxster, der hat die Philosophie des Boxsters verraten. Zu viel Elektronik, zu fett, zu viel Komfort, zu groß.“
Hm…

Es war Mittagszeit und die Büromenschen huschten über die Straße um Eßbares zur Stärkung für die zweite Tageshälfte aufzutreiben.
Vor dem Boxster überquerte ein Mann, von seinem Auto kommend, die Straße.
Mein Kommentar: „Schicker Anzug, scheiß Auto. Solche Autos machen bei Männern Testikel-Schrumpfung.“
Es handelte sich um so einen fiesen kleinen BMW, so ein Golf-BMW, keine Ahnung wie die häßlichen Dinger heißen.

Der Dr. erkundigte sich nach meiner steilen These.
Ich erörterte fachkundigst, dass Kleinwagen beim männlichen Fahrer zu drastischer Reduktion des testikulären Umfanges führen.
Hatten sie ihm im Studium wohl nicht beigebracht.
Eigentlich sollte man adolsezenten Männern so etwas erklären…

In der Post fand ich heute zu meiner Überraschung einen Aufkleber der Art, die bei Herrn Bippes vom PFF vermutlich wutbedinte Testitkel-Schrumpfung auslöst:DSCF1994
An dieser Stelle meinen recht herzlichen Dank an den edlen Spender 😉