Wind Nord/Ost, Startbahn null drei

Tolles Herbstwetter und VLN.
Der Porsche und ich sind unterwegs zum Nürburgring.
Die Bahn ist voller Sonntagsfahrer, die auf der linken Spur eingeschlafen sind, im Radio laufen langweilige Beiträge zum Tag der Deutschen Einheit.

Mein Daumen bekommt vom Weiterschalten eine Blase.
Irgendwann bleibe ich bei „Über den Wolken“ hängen.
Laut singe ich mit, als die A1 endlich leerer wird.
„Irgendjemand kocht Kaffee in der Luftaufsichtsbaracke…“

Am liebsten pendle ich bei der VLN zwischen Pflanzgarten und Hedwigshöhe, aber heute habe ich keinen Nerv auf das Gewühle am Brünnchen.
Feiertag und gutes Wetter, da wird es sicher voll.
Also parke ich in Adenau und gucke dort.
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Adenau ist super, da kann man nach dem Einkauf bei Aldi rasch gegenüber noch einen Rennwagen mitnehmen.
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Tramper an der Nordschleife? Nein, die Streckenposten grüßen die Fahrer bei der Einführungsrunde.
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Gruppenfoto.
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Wellness pur, der Sound brummelt so angenehm durch den Körper.
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Ein cooler Opa.

In dem Alter war ich genau so blond wie das kleine Mädchen.
Mein Opa ist leider nicht mit mir zur Nordschleife gefahren, aber als ich den Führerschein bekam, hat er mir mein allererstes Auto geschenkt, das er bis dahin gefahren hatte, einen Derby.
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Unmittelbar neben der Rennstrecke grasen ausgesprochen nervenstarke oder taube Pferde.
Ich gucke ein Stündchen, schlendere ein Stück die Strecke entlang, genieße die Sonne und das Rennen und steige dann die Treppe wieder runter.

Mein Magen muss auftanken, ich habe noch etwas vor.
Ich will selber auch noch fahren.
Dieses Jahr war ich nicht oft mit dem Porsche in der Eifel.
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Nudeln bei Sonnenschein und Rennlärm, super!

Ich esse und überlege, welche Stecken ich fahren will.
Wunderbar, diese Vorfreude.
Der Tag ist mein Freund.
Ich will auch noch onanistisch mein eigenes Auto fotografieren.

Der Herbst färbt die Eifel schon merklich und ist meine Lieblingsjahreszeit.
Ein Carrera im Altweibersommer.
Auf dem Weg vom Ring zurück fahre ich meine Lieblingsstrecke, singe die Lieder im Radio mit und genieße die Kurven.

Mir kommt ein sexy grüner Lambo entgegen und ein SLS, den ich mir dringend wünsche.
An schönen Stellen halte ich an, und mache Fotos vom Porsche.
Als ich Stunden später zuhause von der Garage zum Haus gehe, kann ich nicht aufhören zu grinsen.

Die Fotos vom schönen Schwarzen kommen morgen 😉

Nasenmann und Nagelmann auf vier Kontinenten

Samstagmorgen, noch vor sieben, am Tag der Deutschen Einheit.
Draußen ist es noch dunkel, ich war gerade mit den Hunden draußen, die nach dem Füttern noch eine Runde schlafen wollen.
Umzingelt von müdem Pelz liege ich mit dem Christophorus auf der Couch.

Dieses Mal, teilt mir das Begleitschreiben mit, möchte er ein Roadbook sein.
Acht  Porschemodelle auf vier Kontinenten.
„Teure Produktion, denke ich, das zahlt man alles mit, als Kunde.“
Die Artikel sind schwärmerische Mischungen aus Reise- und Fahrbericht.

Auf Seite 22 fällt mir der erste Mann auf.
Aus irgendwelchen Gründen hat man einen roten Elfer in ein Kornfeld gefahren.
Drin sitzt ein Mann.
Mit einer unglaublichen Hakennase, prominent im Profil.

Der Fahrer des Spyder auf Seite 66 hat die Fingernägel bis tief ins Nagelbett abgekaut.
Was wollen die Porschefotografen der geneigten Leserschaft damit sagen?
„Nasenmann, mit einem roten Porsche bist auch Du fotogen!“?
„Auch als neurotischer Nägelkauer wirst Du im Spyder zum King“?

Fotos sind nun mal visuelles Futter.
Warum glauben die männlichen Produzenten (und ich verwette meinen Garagenschlüssel, es waren Männer) vom Christophorus, dass an dieser Stelle Fotoshop nicht fällig gewesen wäre?

Frauen, die im Blatt mal gezeigt werden, sind zufällig sehr hübsche, langbeinige Tennisdamen…

Ich hoffe, ich beleidige jetzt nicht irgendwelche großnasigen, nägelkauenden Fahrerlegenden.
Oder vielleicht ein wichtiges Mitglied der Geschäftsleitung.
Keine Ahnung, wer die Männer auf den Fotos sind.

Aber meine Herren!
Wenn Sie eine Riesen-Nase haben, lassen Sie sich nicht im Profil fotografieren, auch nicht im Kornfeld, im roten Elfer.
Und das Nägelkauen ist ein Symptom für eine psychische Fehlentwicklung, raus aus dem Spyder, rein zum Psychologen.

So, genug der Literaturkritik, ich gehe jetzt meinen Samstag so organisieren, dass im Idealfall meine Durchschnittsnase und Normalwuchsnägel heute auch noch in den Porsche kommen.
Ein schönes Wochenende!

Lamborghini Murciélado Schwanzus Longus

Der Dr. und ich waren in Düsseldorf und hatten uns den Samstagvormittag über erfolgreich durch eine Liste von Erledigungen gearbeitet.
Es war ein sonniger Herbsttag und am Ende der Erledigungen stand ein Besuch bei Sattgrün im Hafen.

Rheinturm

Müde vom fleißigen Vormittag und dem leckeren Essen wankten wir dem Auto entgegen, das wir unter dem Rheinturm geparkt hatten.
Da kam er um die Ecke.
Ein knackig gelber Murciélago.

Das ist Spanisch und bedeutet: „Meine Hoden sind so groß, wie die eines Stiers.“
Der Fahrer gab sich Mühe, hörbar aus der Kurve heraus zu beschleunigen.
Ich: „Geil.“
Der Dr. kopfschüttelnd: „Pubertär.“

Mein Porsche ist im Vergleich dazu ein sehr unauffälliges Fahrzeug.
Sollte ich durch eine eigenartige Wendung des Schicksals zu Unmengen an Geld kommen, wäre ich aber sehr bereit, ordentlich Spaß mit einer ganzen Reihe an *******verlängerungen zu haben.

In einer vernünftigen Demokratie sind auch Frauen aufgefordert, automobile Potenzdemonstrationen durch die Straßen zu bewegen.
Her mit dem Schlüssel!

Schuhe oder Garage?

Der Dr. und ich gammeln vor der Glotze.
Man sieht das Ankleidezimmer einer Frau mit Schuhsammlung.
Ich jammere: „Da kannst Du mal sehen, wie bescheiden ich bin! Ich habe nicht annähernd so viele Schuhe!

Der Dr. zeigt sich wenig beeindruckt: „Du hast dafür zwei Garagen. Und in beiden stehen teure Autos.“

Ok, vielleicht bin ich doch nicht sooo bescheiden.
Wenn ich zwischen Auto und Schuhen wählen müsste, würde meine Wahl jedes Mal gleich ausfallen.
Leider sind Autos nicht ganz so billig wie Schuhe…

Nachrichten unter Porschefahrern

Freitagabend, 20.30 Uhr.
Ich blättere durch eine englische Wohnzeitschrift und denke über Küchen und Sofas nach.
Hinter mir schnarcht sonor sägend eine der Hündinnen.

Der Porschebruder fordert mich per whatsapp auf, mir ein Youtubevideo mit rallyefahrenden BMWs anzusehen.
Inklusive Zeitangabe im Video, damit ich den geilsten aller Motoren hören kann.
„Hey, dieses Getriebe mit der kurzen Übersetzung… bang bang bang“

Grinsend lege ich die Wohnzeitschrift weg und klicke aufs Video.
Er hat recht, großartiger Sound.
Dann schickt er einen Link mit Rallye-Porsches.
Die finde ich noch besser.

Amüsiert genieße ich die Verbindung mit meinem Seelenverwandten.
Nur die wissen sofort, worum es geht.
Ich schreibe, dass man viel öfter zu Rallyes gehen sollte.
Er antwortet: „Definitiv. Ist eh die Königsdisziplin des automobilen Motorsports.“

Ausgesprochen philosophisch meine Antwort: „Fuck, das Leben ist zu kurz, man kommt zu den geilen Sachen viel zu selten.“
Er: „Ja.“

Kurz fühle ich mich torschlußpanisch.
Dann grinse ich.
Wir leiden auf hohem Niveau.
Vielleicht zehn Meter von meiner Couch parkt mein Carrera, und er kriegt bald seinen GT4.

Aber ein bisschen Leiden muss schon drin stecken in der Leidenschaft.
Schön, dass es Dich gibt, Bro!
Nachdem der letzte Porsche durchs Gelände gekracht ist, rufe ich die Hunde für den lezten Spaziergang des Tages.

Petrolhead-County

Es gibt viele Gründe, die Eifel zu mögen.
Neben landschaftlicher Schönheit und Nürburgring sind die vielen Auto-Enthusiasten in diesem Landstrich einfach wunderbar.
Überall gibt es kleine, sehr feine Rallyes und Treffen.

Am letzten Wochenende das 24. internationale Oldtimer und Veteranentreffen in Hillesheim.
Da kann Frau neben dem Samstagseinkauf gleich noch zwei Stündchen Autospaß haben.
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Leider gehört mir nicht der Linke, sondern der Mopstransporter daneben…

Im kleinen Eifelstädchen feiern dort, wo früher Viehmarkt war, Oldtimerfreunde die Schönheit Ihrer Schätze.
Wunderbar unaufgeregt kommt man zusammen und widmet sich der gemeinsamen Leidenschaft.
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Die Eifelhäuser bilden eine stimmige Kulisse.
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In der Markthalle,  gibt es einen Teileflohmarkt mit vielen Schätzchen.
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An einem Stand mit Plaketten und anderem Schnick-Schnack hätte ich mein Lebensmitteleinkaufbudget auf den Kopf gehauen, wenn nicht der Verkäufer (Kein Eifler) so unglaublich unfreundlich gewesen wäre.

Besonders cool sind die „Sandkastenspiele“.
Da nutzten die wunderbaren Eifler eine Lavagrube, um angemessen mit ihren Spielzeugen Spaß haben zu können.
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Glücklich lachende Männer
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Zwischen Markt und dem großen Sandkasten fährt man (umsonst!) mit einem tollen alten Schweizer Postbus-Shuttle in respektablem Tempo durch die schöne Landschaft.
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Was für eine großartige Veranstaltung!
Ganz ohne Profitgier, aus Spaß an der Freund.
Ein Geschenk für alle Oldtimerfreunde.
Toll!
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Kein Wunder, dass die Menschen hier Benzin im Blut haben.
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Sie bekommen es quasi in die Wiege gelegt…

Ein Dank an die Hillesheimer Oldtimer-Freunde und alle, die zu dieser schönen Veranstaltung begetragen haben, es ist ein Glück, in so einer Gegend zu wohnen 🙂

Rimowa Porsche Amenity Kit

Bis vor einigen Tagen wusste ich nicht, was ein „Amenity Kit“ ist.
Das mag auch daran liegen, dass ich leider nur Holzklasse fliege, und nicht First.
Dort bekommen die Vielzahler kleine Täschchen mit Kosmetik für die fluggestresste Haut.

Nun habe ich auch eins.
Weil es ein Porschewappen drauf hat, habe ich es bei einer Auktion zugunsten von Möpsen in Not ersteigert.
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Größenvergleich: Mops-Amenity Kit.

Es sieht aus, wie ein handgroßer Rimowakoffer und vorne hat es besagtes Wappen.
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Super Sache.
Als ich sah, dass es etwas porschiges gab, habe ich tüchtig gesteigert und nun war es in der Post.
Netterweise von der Absenderin mit einer Dose Hundefutter befüllt.
Ich könnte also einzelne Dosen Futter schick verpackt im Porsche herum fahren.

Hoffentlich fällt mir noch eine Alternativ-Verwendung ein.
Seinen guten Zweck allerdings hat das Kit bereits erfüllt!

Motoröl ins PZ mitbringen?

So hieß mal die Überschrift zu einer langen Diskussion im pff.
Mir war anfangs gar nicht klar, warum man Öl ins Porschezentrum mitbringen soll.
Irgendwann habe ich kapiert, dass das Betreten der Porschepaläste seinen Preis hat.
Mehrere Porschefreunde sagten, dass sie ihre älteren Modelle nicht mehr ins PZ zur Inspektion bringen.

Nun stand meine Inspektion an, und mit ihr die Entscheidung, ob mein ja inzwischen nicht mehr ganz so neuer 997er (98.999 Kilometer hat er auf der Uhr) das PZ braucht, oder nicht.
Eine Insepktion ist vermutlich keine Raketentechnik und ich habe, entgegen meiner sonstigen Hysterie, die Entscheidung für meine kleine Werkstatt in der Nachbarschaft getroffen.

Der Inhaber hatte selber einen Elfer und einer der Mitarbeiter liebt Porsches.
392,64 Euro habe ich bezahlt, und die Schätze haben ihn mir sogar wieder vor das Haus gestellt.
Gut, als ich ihn abgegeben habe, habe ich unter Wedelm beider Hände in eindringlichem Tonfall auf die Empfindlichkeit des Leders hingewiesen.
Mehrfach…

Und ich habe darauf bestanden, dass der Schlüssel die gesamte Zeit über am Körper des Mechanikers bleiben muss und nicht bei den anderen, oft nur lax beaufsichtigten Schlüsseln im Büro liegen darf.
Aber ansonsten war ich wirklich gefasst.

Es gab dann noch eine winzige Schikane von Porsche.
Die Service-Anzeige verschwindet wohl nur durch Anschließen der Nabelschnur.
Solche Kundenbindungsstrategien mißbillige ich.
Durch intensives Beten oder wie auch immer haben die Jungs das aber auch beseitigt.

Wenn ich also den diskutierenden Herren im P(u)ff einen Rat geben kann, dann den,  kein Öl ins PZ zu schleppen, Inspektion können auch andere.
Und vermutlich würde die zusammenbrechende Kalkulation durch mitgebrachtes Öl einem ohnehin an anderer Stelle aufs Butterbrot kommen, viele Porschekäufer mögen den Luxusaspekt der Marke ja durchaus auch.

Wenn man mal ein bisschen Ruhe braucht

Der beste Satz des Wochenendes kam von der Wirtin meines Lieblingsitalieners in Adenau.
Man stelle sich folgende Situation vor:

Rennwochenende.
Sommer und Sonne in der Eifel.
Schauplatz ist eine Terrasse ca. 50 Meter von der Nordschleife entfernt, das Rennen läuft.
Auf der Straße lässt die Parade der Motorsportfreunde ihre Motoren hören.
Eine Lärmkulisse, die nur Leute mit Benzin im Blut aushalten.

Nach einigen wunderbaren Stunden an der Nordschleife treibt mich der Hunger ins Städtchen.
Staubig, mit von der Sonne spannender Haut, aber innerlich voller Glück, komme ich an der Pizzeria an.

Herzlich begrüßt mich die Wirtin:
„Na, alleine heute?“
„Ja, ich war beim Rennen, das ist für die Hunde zu laut. Die sind beim Herrchen zuhause.“
Sie stellt die Fanta, auf die ich mich gefreut habe, vor mich.
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Ich sitze im Surround-Rennsound und der Tag könnte nicht besser sein.

Und dann kommt er, dieser wunderbare Satz, mit schwerem italienischen Akzent:
„So iste gut, wenn de eine passste auf die Hunde auf, wenn de andere mal seine Ruhe braucht“.
Ein Flügeltürer donnert über die Brücke neben mir.

Ja, das ist genau die Ruhe, die eine Frau nach der ersten erfolgreichen Arbeitswoche nach dem Urlaub braucht!

Girls just wanna have fun

Der Porsche und ich waren Freitag von der Dienstreise gekommen, in der Erwartung, dass ich das Wochenende mit dem Dr., den Hunden und folglich dem Mercedes verbringen würde.
Es  kam anders, die schwarze Schönheit und ich brachen am frühen Samstag gemeinsam in die Eifel auf.

Endlich!
Schon auf der A1 haben wir ein bisschen Döttinger Höhe gespielt.
Ein glücklicher Umstand wollte es, dass an diesem Tag VLN war.
Ich habe am Pflanzgarten geparkt, und bin bis zum Wippermann spaziert.
Jetzt kostet das Parken dort auch 5 Euro.

Mir hat die VLN gefehlt!
Man ist so schön nah dran, ein Rennen voller Dynamik und großartiger Fahrer, die tolle Kulisse in der Natur…großartig!
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Ein freundlicher Gruß zur Einführungsrunde.
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Poooooorsche.
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Audi schiebt Audi.
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Man kann bei der VLN natürlich auch die Schönheit der Männer genießen.
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Und alles wird noch schöner, wenn man dabei Erdbeeraroma inhaliert.
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Ring-Romantik. Dieses Schloß gehört Pinky und the Brain.
Für die beiden ist der Pflanzgarten wohl von besonderer Bedeutung.
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Damit sich keiner verfährt…
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Abschluß eines perfekten Tages.
Lieblingsnudeln beim Lieblingsitaliener.
Was braucht eine Frau mehr zum Glücklichsein?