Lambo-Quiz

Gestern war er wieder da.
In der Tiefgarage vom Nürburgring.
Der russische Lambo, dieses Mal ist er der Star vom aktuellen Video.
Unglaublich, auch ihn wollte sich so ein windiger Händler unter den Nagel reißen…

Bei strahlendem Sonnenschein waren wir ans Brünnchen unterwegs, wunderbarer blauer Himmel und eine Route, wie sie schöner kaum sein könnte: Eifel, Porscheparadies!

Man kann sich überaus glücklich schätzen, wenn man solche Strecken vor der Tür hat.
Keine Notwendigkeit, nervig irgendwo in Urlaub zu fliegen, Schlafen im eigenen Bett.

Allerdings lassen es die Temperaturen nicht zu, den Boxster zu öffnen, bei einstelligen Gradzahlen wäre ich dafür aber auch eindeutig nicht hart genug.
Noch sind Frühling und VLN-Sainsonstart zwar weit, aber bei solchem Wetter lässt es sich schon ganz gut aushalten!

151

Der Dr. sagt mir jetzt jeden Tag, wieviele Tage es noch dauert, bis zum Saisonbeginn der VLN im nächsten März.
Sollte ich bis dahin nicht zu plötzlichem Reichtum kommen, der mir Reisen in alle Welt ermöglicht, werde ich erst in 151 Tagen wieder ein Rennen sehen.

😦
Das ist ganz schön lang.
Bis dahin kann ich dann meine Wochenenden mit den Dingen anfüllen, die normale Frauen so machen.
Das muss ich erst wieder üben.

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La Dolce Vita, wie es dieser Rennsportfan-Wohnwagen zeigt, hat erstmal ein Ende.

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Der Betreiber der Frittenbude am Pflanzgarten räumt auf.
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Alle gehen zum Auto und fahren nach Hause…DSCF1596
Meine brave C-Klasse steht schon ganz alleine auf dem Parkplatz…
und dabei war es doch soooo schön:
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Es gab nette Begegnungen,
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spannende Szenen,
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Gewinner,
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des Dr. Liebling,
und ermutigende, verborgene Botschaften 🙂
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Man beachte die Nachricht im Nordschleifenstaub am Heck…

Draußen weht ein tüchtiger Herbststurm, kaum vorstellbar, dass vor wenigen Wochen noch die Zuschauer mit Sonnenbrille im Gras sitzen konnten.
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Aber in 151 Tagen ist der 21. März und mit etwas Glück ist das der Auftakt in eine tolle neue Saison.
Bis dahin wird es auch mit dem Verkauf des Nürburgrings spannend.
Falls es mit dem plötzlichen Reichtum bei mir doch noch klappt, kaufe ich ihn 😉

Tschüss, bis nächstes Jahr!

Es ist Sonntagmorgen, unglaublich früh.
Noch viel früher, weil die Uhren umgestellt wurden.
Ich sitze in der Eifel und der Tag kommt mit einem dramatischen Himmel.

Ein Sturm soll kommen, und hinter dicken schwarzen Wolken bricht das rote Morgenlicht über den Hügeln hindurch.

Gestern war das letzte VLN-Langstreckenrennen auf der Nordschleife.
Das Wetter hat glücklicherweise mitgespielt, 17 Grad und trocken.
Viele Zuschauer waren an die Strecke gekommen um noch ein letztes Mal dabei zu sein.

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Und sie hatten sich hübsch gemacht!

Am Brünnchen war ein junger Mann noch bei den Styling-Vorbereitungen
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Das Lagerfeuer hinten heizt das Wasser für den Pool. Saisonende im Luxus.

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Ich liebe den Herbst und ich liebe Rennautos. Ergo bin ich entzückt von Rennautos mit Herbstlaub-Deko an den Lufteinlässen. 🙂
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Diese zwei feiern das letzte Rennen im Außerirdischen-Kostüm.
Selbst ihre Fahrzeuge sind geheimnisvoll leise und haben nur zwei Räder!
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Diese Dame wird vielleicht im nächsten Jahr andere Schuhe für die matschigen Waldwege wählen…
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…wohingegen dieser junge Mann schon im frühsten Kindesalter verstanden hat, was man zu einem Rennen trägt!
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Für Willi. Weil es das Abschiedsrennen ist, von hinten.
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Nein, die überholen nicht. Das sieht nur so aus…
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Für den ersten Platz hat es nicht ganz gereicht. Aber für ein schönes Herbstfoto schon.

Das Rennen neigte sich seinem Ende zu.
„Tschüss, bis nächstes Jahr“ war immer öfter zu hören.
Ich fing an, schwermütige Abschiedsfotos zu machen.
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Düstere Gedanken gingen mir durch den Kopf.
Wieso sind die so sicher, sich wieder zu sehen?
In einem halben Jahr kann viel passieren.
Oder stehen die schon seit vielen Jahren immer am selben Streckenabschnitt und wissen aus Erfahrung, dass die meisten Menschen die Winterpause überleben?

Die Natur, die tüchtig Herbstblätter von den Bäumen wehte, das letzte Rennen…
ich wurde von Endzeitstimmung überwältigt.
Der Dr. und ich stehen bei Rennen selten zusammen.
Jeder sucht sich seine Stellen, um zu fotografieren, und bewegt sich frei hin und her.
Jetzt aber brauchte ich Trost.
Per Telefon fand ich heraus, dass er ganz in der Nähe war und machte mich auf den Weg.

Er war schwerer zu erschüttern.
Aus therapeutischen Zwecken wurden Kohlehydrate zur Stimmungsstabilisierung verordnet.
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Wie bei allen Ersatzbefriedigungen hilft das natürlich nur kurzzeitig.
Der Blues bleibt.
Wenn ich wieder zuhause bin, kommen noch weitere schöne Fotos.
Jetzt gehe ich hoch, und wecke den Dr.
Noch immer ist es sehr früh, aber ich kann ja schließlich nicht mit allem warten, bis nächstes Jahr.
Und für Trostnudeln ist es eindeutig zu früh am Morgen…

DTM? Blancpain!

Wenn ich überlege, was für die DTM für ein Riesenaufwand betrieben wird, und wie die Preise für Sitzplätze für diese winzige Serie sind, lobe ich mir eindeutig das Blancpain-Rennen.

Die Karten für das gesamte Wochenende kosten nur 30 Euro, die Strecke ist ordentlich voll und es gibt eine Menge reizvoller Manöver zu sehen.
Gleichzeitig ist es ein Langstrecken-Rennen und alle Tribünen sind offen, so dass man in Ruhe verschiedene Perspektiven genießen kann.

Eine absolut lohnenswerte Veranstaltung, bei der Preis und return on investment stimmen.
Schöne, ansprechende Boxen, tolle Wagen.

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Blick in die Boxengasse vor dem Rennen

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Cool, der Mann in der Mitte hat einen Zielflaggen-Hut!

Nicht alle Hüte haben mir gleich gut gefallen. Aber sicher ist dieses Outfit für die langen Wege an der GP-Strecke sehr geeignet:
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DSCF0723Was diesen Herren zur Wahl seines OOTD (das bedeute Outfit of the day, meine Herren!)
bewogen hat ist mir allerdings schleierhaft, aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich Euch das hier zeigen:
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Links oben in der Windschutzscheibe die „Lumiranks“, diese Leuchtziffern geben die Position des Wagens im Rennen an, hilfreich für die Zuschauer.

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Verblüffend, dieser Herr hatte eine Tabelle mitgebracht und machte eifrig Eintragungen.

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Flügeltürer-Sandwich.

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Sexy Sound, sexy Optik.
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Mutters Liebling…

Das war das letzte Rennen auf der GP-Strecke für diese Saison, noch zwei mal VLN und dann war es das für dieses Jahr.
Als wir gingen, waren der Dr. und ich grauenvoll traurig.
Ein toller Ring-Sommer mit unzähligen, zum Glück sehr oft sonnigen, schönen Veranstaltungen geht vorbei.

Für den Dr. war es der erste Sommer am Ring, für mich der zweite. Im ersten war ich auf den Veranstaltungen immer alleine.
Niedergeschlagen fuhren wir durchs schon leicht herbstlich anmutende Ahrtal zurück.
Was werden wir jetzt nur an den Wochenenden machen?

Pflaumenkuchen…
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Die Eifel-Auto-Ferien sind zu Ende

Meine Ferien gehen heute zu Ende und ich bin wieder zuhause.
Im Briefkasten lag eine Karte von meinem Freund Matthias.
Aufschrift: „Ich bin nicht anspruchsvoll und warte auf den Traumprinz auf dem weißen Roß. Er kann auch mit nem schwarzen Porsche vorfahren. Kein Problem.“ 🙂

Der Igel wackelt durch den regnerischen Garten und ich sehe mir die Fotos des gestrigen VLN-Laufes an.
Als es anfing zu regnen, reisten viele ab, so dass es trotz des Sechsstundenrennens nicht übermäßig voll war.

Eine schöne Gelegenheit, ein paar Regenfotos zu  machen.
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Schon arg ramponiert…

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Der sexy Sieger.
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Und sein schnelles Schwesternfahrzeug, das ordentlich Gischt auf den Verfolger wirft.
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Cool.
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Nach dem Regen roch die Luft wunderbar sauber und süß, trotz der Nähe zur Rennstrecke.
Das war ein toller Sommer in der Eifel, das Wetter hat tadellos mitgespielt, es gab goldene Tage, wunderbare Abende, schöne Begegnungen und sooooo viele schöne Autos.

Meine schwarze Schönheit, die es mir ermöglicht, auch Prinzen ohne schwarze Porsches willkommen zu heißen, steht wieder in der heimischen Garage.
Dreckig von all den aufregenden Touren.
Die Tage werde ich ihn wieder schön machen.

 

Pizza , Porsche, VLN

Heute Morgen dachte ich, dass es jetzt autotechnisch etwas ruhiger wird.
Die großen Veranstaltungen sind vorbei, gut, morgen ist VLN, da muss ich natürlich hin, aber irgendwie dachte ich, der Tag würde ereignislos autofrei…

Bis mein Porschefreund Andreas sich meldet und schreibt, dass er heute frei habe.
Er hat furchtbar viel gearbeitet in den letzten Tagen, aber die Aussicht auf eine Rennsportpizza, Porsche-cruisen zum Ring und einen Boxenspaziergang im Vorfeld der VLN macht müde Männer munter.

Bald rollt sein hübscher 11er vor mein Haus und wir wechseln in meinen schwarzen.
Auf der gesamten Fahrt schimpft Andreas, dessen Auto in einer Schweiz-Putz-Werbung die Hauptrolle verdient hätte, wie schmutzig mein Porsche sei.
Aber der wird hier ja auch dauernd bewegt…

Die Sonne strahlt und nach der Pizza geht es in die Boxengasse.
Schwer beladen mit Fotoausrüstung verbringen wir zwei hochvergnügliche Stunden.
Es ist unglaublich voll, ein Gewimmel aus Autos, Mechanikern, Besuchern, und wie durch ein Wunder klappt es trotzdem reibungslos und ohne Katastrophen.
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Ein hübscher Kremer bei der technischen Abnahme. In den Scheinwerfern sehr sympathische Aufkleber,  DSCF9407
derselbe „Save the ring“ fährt jetzt auf meinem alten Kombi wahrscheinlich durch Afrika…

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Intensive Einsamkeit vor dem Start.

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Hmmmmm……..!
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Hoch konzentriert.
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Der Wochenspiegelporsche…
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…hat Durst.
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Nicht kalt heute der Asphalt.
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Zwei junge Haribo-Fahrer
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Stefan, Eric, Roy, diese Damen posieren nur für Euch 🙂
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Und dieser Flügeltürer erfreut dafür mein Herz…

Hach, das wäre ein Fehler gewesen, heute autofrei zu machen!
An dieser Stelle muss ich noch erwähnen, dass es nur Andreas Kleingeld zu verdanken ist, dass wir unser Parkticket bezahlen konnten.
In meinem Portemonnaie waren noch exakt 4 Cent klein…
Ein Supernachmittag!

Porsche-weekend

Oh, heilige Zivilisation!
Ich bin aus der Eifel zurück.
Das dort ohnehin immer miese Netz war dieses Wochenende schlechter denn je. Keine Chance per Mobiltelefon eine stabile Verbindung zu bekommen.
Wer auch immer eine solche Minderleistung zu verantworten hat, bei den Netzbetreibern, möge sich in Grund und Boden schämen.

Genug gemeckert, das Wochenende war toll.
Nach meinem Targa-Ausflug war ich am  Samstag  mit meinem Porschefreund zur VLN verabredet.
Das Wetter war super.
VLN mit Andreas 141
Wir hatten ein schattiges Plätzchen am Brünnchen.
Relativ kurz nach Rennbeginn gab es am Brünnchenausgang die erste dopplete gelbe Flagge. Empört ärgerten sich die Streckenposten über Fahrer, die ihre Geschwindigkeit nicht anpassten und drohten, in die vor ihnen Bremsenden zu rauschen.
VLN mit Andreas 004
Mein Porschefreund hat viel mehr Ahnung vom Motorsport als ich und hat eine Menge interessanter Geschichten zu erzählen gehabt.

VLN mit Andreas 122
Wir standen, fotografierten, freuten uns an schönen Manövern, an tollen Autos und am Sound.
VLN mit Andreas 091
VLN mit Andreas 008
Dann sind wir bis zum Pflanzgarten geschlendert und haben die Autos springen sehen.
Irgendwann trieb uns der Hunger von der Rennstrecke, und wir beschlossen, uns in einem netten Cafè auszuruhen.
Als Ortskundige fuhr ich vorne weg, seinen wunderschönen gelben Carrera immer fest im Rückspiegel, während wir durch die sonnendurchflutete Eifel cruisten.

Später parkt er seinen Porsche vor meinem Haus, wo der Dr. inzwischen seinen Boxster auch bereits gesparkt hat. Ein kleines Porschetreffen, das allein beim Augenschein unsere Fahrerherzen höhrer hüpfen lässt.

Am nächsten Tag hat der Fotogott in gelb einige seiner Boxengassenfotos vom Vortag bearbeitet.
Der Dr. und ich sitzen unterm Apfelbaum im Garten und freuen uns an den wunderbaren Rennstudien.
Während meine Fotokünste sich leider auf dem
„Ist das Kunst, oder kann das weg?“-Niveau befinden,
hat allein die Kamera meines Porschefreundes dem fotobegeisterten Dr. respektvolle Bewunderung abgenötigt.

Weil seine Freundin heute mit dabei ist, bremsen wir uns, was die Benzingespräche angeht.
Sie hat weiß Gott eine Engelsgeduld mit uns, wenn wir immer wieder von Autos anfangen, aber wir müssen uns beherrschen, damit wir nicht völlig monothematisch werden.

Während wir kuchenenssend im Garten sitzen, schicken Ute und Markus, und mein Porschebruder mir Grüße aufs Telefon.
Wie schön, wenn die Porschisten aneinander denken!

Am Sonntagabend, als ich auf der Heimreise die A1 Richtung Norden fahre, sehe ich VLN-Fahrzeuge auf Hängern ihren Heimatgaragen entgegen reisen.
Es war ein wunderbares Wochenende, allen direkt und indirekt Beteiligten einen herzlichen Dank! 🙂

VLN, kürzer als erwartet

Kurzmitteilung

Zur Zerstreuung geht es in die Eifel.

Etwas VLN gucken und im Wald rumstehen, immer gut nach einer harten Woche.

Es ist viel mehr los, als am Anfang der Saison.
Verblüffend viele Autos und Wohnwagen, Motorsportfreunde zieht es offenbar bei niedrigen Temperaturen weniger an die Strecke.

Ich bin nicht wirklich früh dran, und als ich am Brünnchen ankomme, kommen mir beunruhigend viele Menschen entgegen. Später wird der traurige Grund hierfür klar.

Nach einer Weile wird klar, es ist keine Rennunterbrechung.  Das Rennen wurde abgebrochen. Wolf Silvester ist während des Rennens verstorben.
Die Nordschleife, was für ein Ort, für einen begeisterten Rennfahrer zu sterben.

An dieser Stelle mein herzliches Beileid seiner Familie und seinen Freunden!

Viele schöne Porsches sind auf den Straßen um den Ring zu sehen. Neue Modelle, breit und sexy, aber auch eine Reihe schöner älterer Fahrzeuge.
Einer hat an einer komischen Stelle gehalten, sein Fahrer steht im Gras.

Besorgt schaue ich beim Vorbeifahren aus dem Fenster, was ihm fehlen könnte.
Schnell wird klar, was ihm fehlt, sind Manieren.
Gut sichtbar von der Hauptdurchgangsstraße steht er neben seinem schönen Auto und pinkelt.
Kein Gentleman driver…

Auf dem Supermarktparkplatz nickt mir grüßend ein Porschefahrer zu.
Nicht unbedingt der klassische Boxsterfahrer, dieser ist ein sehr charmanter älterer Herr, der sicher mindestens 69 Jahre älter als sein Porsche ist.

Das ist das erste Mal, dass mich ein anderer Porschefahrer grüßt.
Wie schön, wenn sich eine solche freundliche Verbindung zwischen Fremden mit dem gleichen Herzensthema einstellt.