12 nackte Männer in meinem Porsche

Das Wetter über Weihnachten war absolut porschetauglich.
Von daher bin ich in der schwarzen Schönheit zum alljährlichen Spekulatius-Finale bei meinen Freunden gefahren.
Traditionell habe ich das Fest wieder im Kreise vieler schöner Männer und zwei nicht minder schöner Frauen begangen.
20151226_193305

Und traditionell habe ich von meinen Freunden Bastian und Micha wieder den Kalender mit den leicht bekleideten Herren bekommen.
Die sind mit mir im Elfer nach hause gefahren.
Der Dr. macht, immer wenn er an dem Kalender vorbei kommt, so kleine Würgegeräusche, keine Ahnung, was mit ihm los ist.

Offenbar waren gleich mehrere Wuppertaler BMW-Besitzer mit ihren Gechenken dieses Jahr ausgesprochen unzufrieden.
Anders kann ich mir das auffällig unangemessene Verhalten im Straßenverkehr nicht erklären.

Kurz vor einer Einspurigkeit überholt mich ein BMW-Kombi rechts, zwingt mich zum Abbremsen, indem er auf meine Spur schießt, fährt viel zu schnell um die Ecke, nur um an der nächsten roten Ampel vor mir zu stehen.
Dieser Vollidiot, beihnahe wäre mein schöner Porsche kaputt gewesen!!

Am Tag davor war ich in eine türkische Hochzeit geraten.
Lauter weiße, zum Teil schlimm perlmuttweiße, stark motorisierte Wagen fuhren wild hupend durch Wuppertal.
Den Kreisverkehr nahmen sie gleich mehrfach, ein weißer BMW versuchte zu sliden.
Und ich als kleine schwarze Insel mittendrin…

Weihnachten war sehr schön beim Dr. und mir, wir werden folglich keine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen.

Gangsterbraut Anne endlich frei! Oder Autofahren in Absurdistan

Im Juli letzten Jahres bekam ich Post vom Polizeipräsidium Düsseldorf.
Ich sei angezeigt worden, weil ich auf der A59 einem Autofahrer den Mittelfinger gezeigt habe.
A59?
Fahre ich so gut wie nie.

Blick in den Kalender.
An besagtem Tag hatte ich einen Frisörtermin, der mich nicht auf die A59 geführt hat.
Anruf bei der Polizei.
„Aber Sie sind doch eine blonde Frau mit schwarzem Benz. Und vielleicht hat sich derjenige mit A59 nur vertan.“
Antwort: „Ja, ich bin aber auch eine blonde Frau mit schwarzem Porsche. Und wer sich mit Autobahnnummern vertut, vertut sich ja unter Umständen auch mit Kennzeichen. Ich war zur angeblichen Tatzeit beim Firsör“
„Name und Anschrift des Frisörs bitte.“

Viele Wochen danach beim Frisör:
„Anne, was war denn da bei Dir los? Ich dachte, Du hättest mich angezeigt, weil Dir der Haarschnitt nicht gefallen hat. Mein Mann hat mir dann erklärt, dass man Dich angezeigt hat, wir haben der Polizei bestätigt, dass Du hier warst an dem Tag.“
Meine arme Frisöse, keine Muttersprachlerin hatte den Brief der Polizei erst falsch verstanden…
Ich war also als Straftäterin bei meiner Frisörin denunziert. Sie hatte aber mein Alibi bestätigt.

Viele Wochen danach:
Anruf bei der Polizei, mit der Frage, ob die Sache denn nun geklärt sei.
Antwort: „Das liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft, ich gebe Ihnen mal das Aktenzeichen.“

Anruf bei der Staatsanwaltschaft:
„Oh, wir haben hier einen ganz anderen Namen in der Akte. Da muss wohl etwas schief gelaufen sein. Wir geben es zur zuständigen Dezernentin, sie hören von uns.“

Viele Wochen danach, ich habe nichts von der Staatsanwaltschaft gehört und rufe wieder an:
„Die Dezernentin war krank. Rufen Sie doch in 14 Tagen noch einmal an. Hier sind irgendwie zwei Akten vermischt. War bei ihnen irgendetwas mit der Rheinbahn?“
Ich: „Rheinbahn? Nein.“

14 Tage später, inzwischen sind seit der Anzeige 8 Monate vergangen, erneuter Anruf:
„Momentan überprüfen wir, ob sie vorbestraft sind.“
„Nein, bin ich nicht.“
Ich frage mich, was gewesen wäre, hätte ich schon mal etwas verbrochen.
Hätte die Staatsanwaltschaft dann nach dem Motto: einmal Verbrecher, immer Verbrecher geurteilt?
„Sie werden in der nächsten Woche Post von uns bekommen.“

Eine Woche vergeht, keine Post.
Eine weitere Woche vergeht:
DSCF3005
Das Verfahren ist eingestellt.

Man liest ja oft, die Justiz sei überlastet.
Das wundert mich persönlich jetzt nicht…

 

Die Eifel-Auto-Ferien sind zu Ende

Meine Ferien gehen heute zu Ende und ich bin wieder zuhause.
Im Briefkasten lag eine Karte von meinem Freund Matthias.
Aufschrift: „Ich bin nicht anspruchsvoll und warte auf den Traumprinz auf dem weißen Roß. Er kann auch mit nem schwarzen Porsche vorfahren. Kein Problem.“ 🙂

Der Igel wackelt durch den regnerischen Garten und ich sehe mir die Fotos des gestrigen VLN-Laufes an.
Als es anfing zu regnen, reisten viele ab, so dass es trotz des Sechsstundenrennens nicht übermäßig voll war.

Eine schöne Gelegenheit, ein paar Regenfotos zu  machen.
DSCF9734
Schon arg ramponiert…

DSCF9703
Der sexy Sieger.
DSCF9631
Und sein schnelles Schwesternfahrzeug, das ordentlich Gischt auf den Verfolger wirft.
DSCF9700
Cool.
DSCF9649
Nach dem Regen roch die Luft wunderbar sauber und süß, trotz der Nähe zur Rennstrecke.
Das war ein toller Sommer in der Eifel, das Wetter hat tadellos mitgespielt, es gab goldene Tage, wunderbare Abende, schöne Begegnungen und sooooo viele schöne Autos.

Meine schwarze Schönheit, die es mir ermöglicht, auch Prinzen ohne schwarze Porsches willkommen zu heißen, steht wieder in der heimischen Garage.
Dreckig von all den aufregenden Touren.
Die Tage werde ich ihn wieder schön machen.